Erfahrungsbericht über

Acer Aspire One A110L

Gesamtbewertung (13): Gesamtbewertung Acer Aspire One A110L

 

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ATOM-Kraft - Ja Bitte!!

4  22.11.2009

Pro:
Größe / Funktionsvielfalt

Kontra:
Ende 2009 bereits veraltet, keine Kompabilität zu Office 2007

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Gewicht

Installation

Software-Ausstattung

Support/Service

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tommynews

Über sich: So, es wird Zeit für einen neuen Text: Schluss mit den Zahlenspielchen, bis Bronze sind es noch um d...

Mitglied seit:30.07.2005

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 62 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mein neues Spielzeug / Arbeitsgerät

Hallo liebe Leser und Leserinnen von nah und fern. Vor mir liegt mein "neues altes Spielzeug", besser mein Arbeitsgerät, das seit üebr einem Jahr mein ständiger Begleiter ist. Aspire One A110 von Acer ist der Name dieses Teils, ein sogenanntes "Netbook" (also Mininotebook mit Internetanschluss) mit viel mehr Funktionen, als man glauben mag. Lest selbst:

Lieferumfang und Preis
Der Acer Aspire One A100L kommt in einem -verglichen mit dem ausgepackten Gerät recht großen- Karton, der eine Recovery-DVD enthält, das Netzteil zum Laden des Akkus und zum Netzbetrieb, den extra verpackten Akku und den Aspire One selbst. Zudem ein Handbuch in drei Sprachen, das die Programme kurz vorstellt und einen Garantieschein. Acer gewährt nur die Magergarantie von einem Jahr.
Der Aspire One kostete im September 2008 knapp 300 Euro und ist damit billiger als seine Konkurrenten, Aldi verlangte zu der Zeit 399 für sein Netbook, auch der Asus Eee 901 PC liegt ebenfalls deutlich über dem Preis des Aspire One. Im November 2009 dagegen bekommt man für diesen Preis schon ein deutlich besseres Gerät.

Technische Details ...
Deutlich größer als ein PDA (25cm breit, knapp 17 cm tief, 3 cm hoch) wiegt der Zwerg ein knappes Kilogramm. Mein Gerät ist weiß, nur der aufgeklappte Bildschirm hat einen schwarz glänzenden Rand.

Der LCD-TFT Bildschirm mit einer Diagonalen von 8,9 Zoll (22 nachgemessenen Zentimetern) hat eine Auflösung von 1024 x 600 (WSVGA). Eine Webcam mit 0,3 Megapixel und ein Mikrofon sind integriert.
Angetrieben wird das Teil von dem neuen Intel "ATOM N270" Prozessor mit 1,6 GHz. Dieser Prozessor ist wahrlich winzig (45 nm-Technologie) und verbraucht sehr wenig Strom. Spätestens jetzt wisst ihr, woher meine verwegene Überschrift kommt. :-)))

512 MB DDR2-RAM mit 533 MHz Taktfrequenz sind "onboard" fest verbaut, ein SO-Dimm-Steckplatz für 1,5 GB ist vorhanden, aber evtl. bei diesem Gerät nicht verwendbar (widersprüchliche Händlerangaben), als interner Speicher dienen 8 GB SSD, der über einen Extra-Slot mit einer SD-Karte nahtlos erhöht werden kann.

Das Betriebssystem hört auf den "aussagekräftigen" Namen Linpus Linux Lite, auf Fedora basierend und die Kernelversion ist die 2.6.23. Linux-Fans wissen, was das ist.

Die Softwareausstattung ist für den Zwerg geradezu üppig: Open Office 2.3 lässt kaum Wünsche offen, Firefox, ein Messenger, E-Mail-Programm, Medienplayer, Fotomanager, Malprogramm, Spiele und noch so einiges mehr ist hier bereits drin. Damit ist der SSD-Chip auch zu etwas über 50% belegt, gute 3,5 GB stehen noch zur freien Verfügung.

Es gibt auf der linken Seite den Netzanschluss, den VGA-Ausgang, 10/100 LAN, einen USB-Port und den "Storage Extension Slot", in dem eine SD-Karte komplett verschwindet und den internen Speicher erweitert. An der rechten Seite befinden sich ein 5-in-1-Card-Reader für SD, xD, MMC und Memory Stick (inklusive "Pro") , zwei USB-Ports und eine Lautsprecher- und eine Mikrofonbuchse (gleichzeitig Line-In und Line-Out), außerdem ein Kensington Lock Anschluss, um das Gerät vor nicht autorisierten Benutzern zu schützen (sofern man sich das entsprechende Schloss anschafft.).

An der Vorderseite befindet sich ein kleiner Schiebeschalter für das schnelle (802.11 b/g) W-Lan.

Die Tastatur mit insgesamt 84 Tasten ist 24 cm breit und enthält 12 Funktionstasten. Insgesamt liegen 17 kleine Tasten in der obersten Reihe, darunter die Standard QWERTZ-Tastatur eines Notebooks, es gibt keinen Ziffernblock, der aber einstellbar ist und dann im rechten Tastenbereich liegt.

Darunter befindet sich ein Touchpad mit zwei schmalen Klickstreifen links und rechts.
Ein Litium-Ionen Akku mit drei Zellen liefert 2200 mAh, ein mitgeliefertes 30-Watt-Netzteil lädt ihn wieder auf.

Kein Laufwerk? Nein, kein Laufwerk, durch die USB-Ports können externe Laufwerke angeschlossen werden.

Zubehör:
Zur Zeit gibt es eine Neopren-Tragetasche für 19,90 (Acer-Store) und seit kurzem ist ein doppelt so starker Akku für dann auch stolze 99 Euro erhältlich.

... und was das in der Praxis bedeutet:

Größe und Gewicht machen das Gerät sehr handlich und leicht transportabel, allerdings passt es nicht in die Hosentasche wie ein PDA und auch kaum in geräumige Jackentaschen.

Die Auflösung zeigt Webseiten in der Breite prima an, ein Scrollen nach links und rechts ist selten nötig, dafür ist die Schrift natürlich entsprechend klein. Für mich "Altersweitsichtigen" bedeutet das also: Brille auf. Leider spiegelt das Display zu gut, also sollte man das Gerät nur in zumindest leicht abgedunkelten Räumen verwenden. Dort ist dann aber seine Helligkeit absolut überzeugend.

Prozessor, RAM und Linux-Lite-Betriebssystem sorgen gemeinsam dafür, dass nach 15 Sekunden (Ihr habt richtig gelesen: 15 SEKUNDEN das habe ich mehrfach nachgemessen!) der Rechner arbeitsbereit ist. Das versucht mal mit Windoofs! ;-) Natürlich sind bei der insgesamt schwachen Grundausstattung keine umfangreichen Bild- Video- oder Musikbearbeitungen möglich, aber dafür hat man sich dieses Gerät ja auch nicht gekauft. Es sind sofort 4 Hauptgruppen farblich gut voneinander abgesetzt auf dem Schirm, die je drei Standardanwendungsbereiche anbieten: "Verbinden" (Blau) mit diversen Internetprogrammen, "Arbeit" (Ocker) mit Open Office 2.3, "Spaß" (Gelb) mit dem Medienplayer, Medienprogrammen und Spielen und "Dateien" (Grün) mit diversen voreingestellten Speicherorten, wie man sie von "Eigene Dateien" unter Windows kennt.

Die Programme sind, soweit ich sie bisher benutzt habe, völlig problemlos, sie entsprechen teilweise den Windows-Versionen oder sind zumindest so dicht dran, dass man sie sofort intuitiv bedienen kann. Da Open-Office auf bestmögliche Kompabilität zu MS-Office achtet, sind dessen Formate bis Office 2003 hier les- und bearbeitbar. Dass sich der Dateimanager allerdings hinter dem Punkt: "Eig. Dokumente" verbirgt, hat mich anfangs irritiert, aber da es der erste Unterpunkt bei "Dateien" ist, sollte man von allein drauf kommen. Ich habe das ja nach 4 Tagen auch geschafft. ;-)

Absolut überzeugt hat mich die W-Lan-Einrichtung. Ich habe so etwas noch nie gemacht und benötigte dennoch deutlich weniger als 5 Minuten, um im Netz zu sein. Die Einrichtung ist idiotensicher. Trotz des ellenlangen Passwortes, mit dem unser Haus-W-Lan geschützt ist, ging es ruckzuck. Das zweite W-Lan am Arbeitsplatz war dann eine Angelegenheit von 3 Minuten und dauerte nur deshalb so lange, weil der Kollege das Passwort erst finden und dann diktieren musste.

Das W-Lan selbst ist allerdings im Betrieb ein kleiner Akkuschmelzer. In der Nähe der Sender reagiert es kaum langsamer als mit der LAN-Kabel-Verbindung, auch in wenigen "zig-Metern" Entfernung und der einen oder anderen Betonwand dazwischen sind Empfang und Tempo mehr als nur ok.

USB-Sticks in den Ports werden schnell erkannt und ihre Inhalte automatisch angezeigt, auch eine eingelegte DVD im externen Laufwerk ließ sofort das Medienprogramm anlaufen.

Die Tastatur hat beinahe "Normalmaße" und ist damit ausgesprochen leicht bedienbar, der Druckpunkt ist auch angenehm weit unten. Klein sind nur die doppelt belegten Cursortasten und die Funktionstasten. Hier kann man nicht blind arbeiten.

Das Touchpad ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil es erstens recht klein ist und weil zweitens der Links- und Rechtsklick links und rechts daneben liegen. Was so logisch klingt, führt aber in der Praxis zu Fehleingaben, weil man aus Versehen zu weit rutscht. So arbeite ich dort tatsächlich mit zwei Händen: Der rechte Zeigefinger gleitet über das Touchpad, der linke wartet knapp über dem schmalen Klickstreifen auf seinen Einsatz.

Der Akku lässt sich leicht in den hinteren Teil einsetzen, er ist nicht besonders groß, aber wenn ich nicht nebenbei ins Internet gehe, dann hält er -voll aufgeladen- den Vormittag durch. Denn die intelligente Stromsparfunktion schaltet das Display nach drei Minuten Untätigkeit ab. Wenn ich natürlich viel schreibe oder rechne, dann macht er auch schon mal gegen 12.00 Uhr schlapp. 3 Stunden einfache Arbeitszeit sind aber auf jeden Fall für diesen Winzling mehr als man erwarten kann.

Praxistest: Anschluss eines externen DVD-Laufwerkes und Abspielen einer Film-DVD ("Crank" ).
Der Ton über die eingebauten Stereolautsprecher war höchstens "naja", mit Kopfhörern erfreulich, das Bild erwartungsgemäß gut, nein sehr gut, absolut klar und detailgetreu. Der Akku war allerdings nach knapp 90 Minuten leer. Damit lohnt sich das Gerät NICHT für die private Filmschau im Flugzeug, da muss man das Bordprogramm über sich ergehen lassen oder den Zusatzakku mit den 6 Zellen kaufen. Auch eine externe Harddisc lässt den Akku nach knapp zwei Stunden endgültig in die Knie gehen.
Vollkommen problemlos lässt sich eine SDHC-Karte in den Erweiterungsslot stecken, in dem sie fast völlig verschwindet und der Zusatzspeicher steht nach wenigen Sekunden zur Verfügung.


Schluss jetzt
Ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben, das muss jetzt reichen. Danke an alle, die meinen Text wirklich durchgelesen haben aber auch an die anderen.
Die Sternvergabe ist jetzt schwierig, eigentlich hat das Gerät 5 Sterne verdient, aber die zwei Mängel: Touchpad und stark reflektierender Bildschirm trüben das Bild für den User permanent. Da bleiben dann, so leid es mir tut, zunächst nur 4 Sterne übrig.


Fazit: Wie schön, dass ich es habe.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nikoundalex

nikoundalex

28.04.2012 20:24

ein toller Erstbericht, lg

tommynews

tommynews

05.11.2011 00:39

1140 in Sicht

Intravinoes

Intravinoes

08.10.2011 21:30

Dein Erstbericht? Respekt! :-)

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