Kaufgrund und Kauf:
Vor gut 3 Wochen war ich auf der Suche nach einen von den Mini-Notebooks, da ich viel mit dem Zug pendle und mir mein normales Notebook zu groß und zu schwer für die täglichen Fahrten und ich mit einen PDA nicht vernünftig arbeiten kann, hatte ich mich für das Acer One A150X entschieden. Für mich entscheidend war, das es eine relativ große Festplatte (120GB) hat und leichter ist als der Asus EEE PC 1000H, welcher nebenbei eine Lieferzeit von 1 bis 2 Monaten bei Amazon hat, und auch weil es mit Windows XP ausgeliefert wird und ich somit meine alten Programme darauf installieren kann. Meine Entscheidung hat auch der Test auf www.chip.de über das Mini-Notebook positiv beeinflusst.
Gekauft hab ich mir das Mini-Notebook, welches Acer selbst als Netbook bezeichnet über den Otto versandt, da ich dort den Preis von 399,90 + 5,95Versandtkosten mit Gutscheinen und 5% Rabat auf 367,85 Euro drücken konnte.
Verpackung:
Neben der Schachtel die vom Ottoversandt verwendet worden war, ist das Acer Netbook in einer bunt bedruckten Pappschachtel verpackt die mit Tesafilm zugeklebt war. Einen Tragegriff aus Kunststoff gibt es auch. Bis auf ein Paar Kunststofffolien, wo die Anleitungen und das Netzteil eingemacht waren ist die restliche Verpackung aus Pappe ohne Styropor.
Lieferumfang:
Hardware:
Das mini Notebook wird mit Akku, Netzteil, eine Kurzanleitung und ein Handbuch und zwei Heftchen mit Informationen zu Garantie und eine Kunstlederhülle, wo das Notebook aber kein Zubehör verstaubar ist, geliefert. Eine Windows CD oder Recovery CD fehlen.
Software( bereits installiert, CDs/DVDs lagen überhaupt nicht dabei ):
- Windows XP Home Edition mit Service Pack 3
- Microsoft Works
- 60 Tage Testversion von Microsoft Office 2007
- Acrobat Reader 8
- InterVideo WinDVD
- Virenscanner
- Acer eRecovery Management
Installation:
Das Notebook installiert sich mehr oder minder selbst bei ersten einschalten man muss nur ein paar Angaben machen wie Benutzername und die Zeitzone in der man lebt. Die Uhrzeit war schon von aus Werk richtig eingestellt. Die ganze Prozedur dauert so ungefähr 20min. Den Windows Key der auf der Rückseite des Geräts aufgeklebt ist braucht man während der Installation nicht.
Als nächstes sollte man den vorinstalliert Virenscanner deinstallieren und einen anderen sich installieren wie z.B. den Avira AntiVir. Das vorinstalliert Programm macht mehr ärger als es nutzen bringt, z.B. geht der Wakeup nach den Standbybetrieb mit diesen Tool sehr schlecht, entweder macht der Computer keinen Wakeup oder die Tastatur mag danach nicht mehr, sie geht erst wieder wenn man ein geheimes Tastenkürzel gedrückt hat, auch dauert der Bootvorgang länger mit dem Programm.
Technische Daten:
Größe: ca. 25cm Breit, 17cm Tief (also kleiner als ein A4 Blatt) und um die 3cm Dick
CPU: 1,6GHz Intel Atom N270
Arbeitsspeicher: 1GB DDR2 Speicher (533MHz) welcher auf insgesamt 1,5GB erweiterbar ist (im Netbook befinden sich zwei Speicherbausteine mit jeweils 512MB RAM einer davon ist fest mit der Platine verankert der andere ist austauschbar)
Festplatte: 120GB (105GB zeigt das System an ) welche in einer NTFS Partition vorliegt
Display: 8,9 Zoll (was eine Bildschirmdiagonale von ca. 22,6cm entspricht)spiegelnd mit einer Auflösung von 1024x600
Grafikkarte Onboard mit einen Mobile Intel(R) 945 Express Chipset, den Grafikspeicher nimmt die Grafikkarte von Arbeitsspeicher weg je nachdem viel sie gerade braucht. Meinen TFT Monitor konnte ich mit den Netbook bei voller Auflösung (1680x1050) über den VGA Ausgang betreiben.
Anschlüsse: 3 x USB 2.0 Anschlüsse (einen links und zwei rechts am Gerät)
- Lananschluss. 10/100 (RJ45)
- VGA Ausgang (man kann das Monitorkabel nicht an den Ausgang schrauben)
- Lautsprecher/Kopfhörer Ausgang und ein Mikrofon Eingang
Sonstiges:
- Webcam mit 0,3MP (Auflösung von 640x480)
- integrieten Mikrofon
- einen SD-Cardreader (auf der linken Seite die SD-Karte verschwindet fast ganz im Gerät und man kann auch beim Transport die Karte im Gerät lassen)
5-in-1 Cardreader (MMC, SD, MS, MS Pro, xD) auf der rechten Seite, hier bleibt eine SD Karte halb aus dem Gerät draußen.
Wireless LAN 802.11b/g (die Reichweite des Wlans ist bei mir im Haus so um die 13m)
Momo Lautsprecher
Li-Ion Akku (3 Zellen)
Was der eine oder der andere bei den Netbook vermissen dürfte:
- kein Bluetooth
- kein Infrarot
- kein Firewireanschluss
- keine PCMCIA Kartenanschluss
- kein DVD Laufwerk
Erfahrungen:
Aussehen:
Mein Acer ist weiß, die Abdeckplatte ist glänzend die Rückseite ist weiß matt, es gibt das Netbook noch in blau (auf der Verpackung sind noch Varianten in braun, pink und schwarz abgebildet aber ob diese Varianten in Deutschland zu kaufen sind weiß ich nicht). Um den Bildschirm ist der Kunststoff schwarz. Ob das Ding stylisch ist und von guten Geschmack zeugt kann ich nicht beurteilen, da ich keinen hab. Ich hätte das Mini-Notebook auch genommen wenn es wie eine alte Brotdose ausgesehen hätte, wenn die technischen Daten nur passend sind. Auf Bildern wirkt das Notebook größer als es ist, daher sollte man sich dass Gerät auf jedenfall in einen Geschäft vor dem Kauf anschauen.
Bildschirm:
Macht ein schönes scharfes Bild und die Farben sind auf gut dargestellt, aber dafür ist der Bildschirm sehr spiegelnd, was bedeutet das man bei stärken Lichteinfall nur mehr sein eigenes Gesicht bewundern darf. Bei den Lichteinfall kann es sich um einen sehr helle Beleuchtung oder um Sonneneinfall handeln. Besonders gut spiegelt sich die Umgebung auf einen relativ dunklen Bild auf den Display, wer gern weiß auf schwarz arbeitet ist hier sehr im Nachteil. Es gibt für den Acer One entspiegelte Folien zu kaufen, die man sich selbst auf den Bildschirm kleben kann. So eine Folie kostet. bei Amazon um die 18 Euro.
Booten:
Das Booten dauert bis der Rechner wirklich betriebsbereit ist so ca. 2min, der Wackup nach den Standby dauert um die 10sec. Wer seinen Rechner unterwegs schnell mal anmachen will, sollte ihn zu hause schon booten und in den Standby schalten.
Lärmquellen:
Der CPU-Lüfter ist immer an was unnötig Lärm verursacht und die Laufzeit des Akkus verkürzt. Mit den Tool AA1FanControl kann man dieses Problem aber abstellen, in wie weit sich die Anwendung des Programms negativ auf die Gewährleistung auswirkt weiß ich nicht. Das Tool lässt den Lüfter erst ab einer definierten Temperatur angehen, es ist Standard gemäß auf 70°C eingestellt, ich hab es bei mir vorsichtshalber auf 55°C reguliert und schon bei dieser Einstellung geht der Lüfter schön selten an. Wird eine zu hohe Temperatur gewählt kann der CPU zerstört werden oder seine Lebenserwartung gekürzt werden. Ist der Lüfter aus macht noch das Klacken der Tastatur Lärm und man kann noch ein leises Rauschen der Festplatte wahrnehmen.
Die Klangqualität des Lautsprechers kann man auch als Lärmquelle bezeichnen, der Monolautsprecher gib einen groben Sound wieder, der auch bei maximale Lautstärke nicht sehr laut ist, was bei den Klang an sich auch besser ist. Schließt man einen Kopfhörer oder externe Boxen an bekommt man einen ganz guten Stereosound geboten, Störgeräusche durch den Rechner selbst konnte ich bei normaler Zimmerlautstärke nicht hören.
Touchpad und Tastatur:
Das Touchpad ist zwar deutlich schlechter in der Bedienung als die Steuerung über eine Maus, aber auch nicht schlechter als bei den Touchpads bei anderen Notebooks. Eine Besonderheit ist das die linke und rechte "Maustaste" nicht unterhalb des Pads sondern seitlich angeordnet sind.
Die Tastatur hat laut den Hersteller die 95% Größe einer normalen Tastatur. Was für die Tastfläche sicher stimmen mag aber nicht für den Abstand zwischen den Tasten, der ist bei den Gerät sicher kleiner, wer große Hände hat wir sich mit den Zehnfinger schreiben schwer tun, weil er einfach die Finger nebeneinander nicht parken kann. Mit kleinen und "normal" großen Fingern kommt man aber sehr gut zurecht. Wie bei den meisten Notebooks üblich ist der Ziffernblock nur über eine extra Umschaltetaste (Fn) anwählbar. Über "Alt Gr" und eine der Pfeiltasten kann man das Bild auf den Bildschirm wenden, was mir leider bei einen Spiel ( eine Freewareversion von Ghosts´n Goblins, die man auf 4player.de downloaden kann) aufgefallen war, wo man über "Alt Gr" schießen und über die Pfeiltasten seinen Protagonisten steuern kann, mehr muss ich glaube ich nicht sagen.
Handhabung:
Der Aufklappmechanismus des Display funktioniert ohne Rasthacken ist aber genügend schwergängig, dass es im geschlossen zustand nicht herumklappert.
Eine Besonderheit bei der Handhabung ist, dass es einen Spalt zwischen dem Grundgerät und den aufklappbaren Bildschirm gibt in welchen man die Finger einer Hand so reinstecken kann um das Netbook gut mit einer Hand halten zu können.
Der Spalt ist relativ schmal, meine kleinen Hände passen da gerade mal rein. Die Gegenfläche am Bildschirm hat ein Gummieinlage damit es nicht zu Druckstellen an den Fingern kommt. Nachteil an dieser Form des Haltens ist die Gefahr gequetschte Finger zu bekommen sollte jemand an den Bildschirm rempeln.
Man kann natürlich auch das Netbook auf seinen Schoss legen oder das Netbook mit einer Hand an der Seite halten, wenn man unterwegs ist und keinen Tisch als Unterlage zur Verfügung hat.
Akku:
Der Akku, welcher laut Hersteller einen Betrieb von bis zu 3 Stunden ermöglichen soll, schafft bei mir mit Tricksen (Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms auf ein Minimum, Ton aus, W-Lan aus, und nur mit Anwendungen wie Word und Co arbeiten) maximal 2 ¾ Stunden. Es gibt auch Akkus für das Gerät die einen Betrieb von 6 bis 7 Stunden ermöglichen sollen, zu kaufen. Die Ladezeit bei einen leeren Akku etwas mehr als 2 Stunden. Der Stromverbrauch ist recht niedrig auch über den Betrieb über die Steckdose. Das Netzteil schafft 30 Watt zum Netbook rüber. Der Akku befindet sich hinten unten am Gerät und ist über zwei Riegel gesichert. Beide Riegel müssen vor den Akku wechsel zur Seite gedrückt werden, den einen vor und nach den Akkuwechsel der andere rastet über eine Feder zurück so dass man ihn während des nach hinten rausdrücken halten muss. In der Praxis geht das ganz einfach und normalerweise braucht man den Akku auch nicht ausbauen.
Zum Spielen geeignet?
Aus Neugier heraus ob der Acer Spieletauglich ist hab ich ein paar etwas ältere Spiele installiert und geschaut was passiert. Ich hab aus ein paar Computerzeitschriften Vollversionen über einen externen Brenner installiert, alle hier genannten Spiele liefen dann auch ohne eingelegter DVD.
Jagged Alliance Wildfire (Taktikspiel in 2D) (Computerbildversion) war nicht spielbar es gab nur eine Fehlermeldung beim Startversuch.
Gothic 2 (3D Rollenspiel) (aus der Games Aktuell) hat zwar ein paar Minutenladezeit lief aber sehr gut bei einer Auflösung von 800x600 und den meisten Einstellungen auf Maximum im Grafikmenü, es gab im Spiel nur seltene Laderuckler. Da das Spiel rein über Tastatur gespielt werden kann musste man sich nicht mit den TouchPad herum ärgern.
VRally 3 (3D Rennspiel) (aus der SFT) lief auch auf einer Auflösung von 800x600 sehr gut und flüssig. Auch hier konnte man mit der Tastatur alles steuern.
No One Life Forever 2 (3D Shooter) (aus der SFT) wieder gut spielbar, hier sollte man aber eine Maus anschließen, da das zielen über den TouchPad sehr schlecht ging. Ach beim den Start von den Spiel kommt die Fehlermeldung das keine T&L von der Grafikkarte unterstützt wird. Die Meldung konnte man dann einfach wegklicken und normal spielen.
Fazit Spiele:
Es waren zwar etwas älterne Spiele aber sie liefen überwiegend sehr gut., die exotische Auflösung des Netbooks wird aber von keinen mir bekannten Spiel unterstützt was bedeutet das man maximal im Genus einer Auflösung von 800x600 begnügen muss, das Bild wird bei der Auflösung auf den ganzen Bildschirm ausgebreitet, dennoch wirkt das Bild nicht sehr verzehrt. Das TouchPad ist im Bereich der Spiele aber nur ein schlechter Mausersatz, mit ihm kann man einfach nicht schnell und genau navigieren. Da die meisten kommerziellen Spiele eine eingelegte CD brauche ist die Mobilität damit auch vorbei, wenn ein externer Brenner angeschlossen sein muss. Wer gefallen an Freeware Spielen hat ist mit den Gerät genau richtig.
Zum Arbeiten geeignet?
Sowohl Microsoft Office oder Open Office oder der Adobe Reader laufen auf den Gerät sehr gut, auch die Studenten Version von Solid Edge V16 (einen CAD Programm mit den man 3D konstruieren kann), läuft auf den Rechner ganz gut. Von der Arbeitsgeschwindigkeit ist der Acer vielleicht etwas langsamer als mein 3 Jahre altes Asus Notebook welches einen 1,6GHz schnellen Centrino Prozessor hat und auch 1GB Ram besitzt, wer die kurzen Ladezeiten eines Rechners mit hoch gerüsteten Quad Core Prozessor gewohnt ist wird sich an den Ladezeiten die bei einen Programmstart vergehen stören. Auch hier gilt die Einschränkung, dass das Touchpad keine Maus ersetzt aber es kann eine Maus über einen USB Port angeschlossen werden. Der kleine Bildschirm macht es schwer bzw. macht einen langsamer mit mehren Fenstern gleichzeitig zu Arbeiten, den um die Fenster nebeneinander abzulegen fehlt oft einfach der Platz.
Verarbeitung:
Kann ich nur schwer beurteilen, da ich mein Gerät erst seit kurz hab. Noch ist alles ganz und es wirkt von außen ordentlich verarbeitet. Es gibt keine wackligen Tasten, Schalter oder Stecker.
Support:
Die Herstellergarantie beträgt ein Jahr.
Den offiziellen Support gibt es über die Homepage des Herstellers: www.acer.de
den hab ich nicht noch nicht verwendet. Im Netz gibt es gute Seiten die einen die Workarounds um die üblichen Probleme zeigen mein Favorit unter den Webseiten davon ist www.aaowiki.de. Hier wird einen auch erklärt wie man sich einen Recovery USB Stick erstellt oder woher man die entspiegelnden Folien her bekommt und wo es das Tool für den CPU Lüfter gibt.
Fazit:
Für mich ist der Rechner recht gut wenn man erst mal seine vorhanden Macken abstellt. Wer sich das Netbook anschaffen will sollte sich überlegen ob er mit der Akkulaufzeit auskommt (wer damit nicht klar kommt kann z.B. auf das im Schnitt 30 Euro teuere Notebook Asus EEE PC 1000H wechseln es wiegt zwar ein halbes Kilo mehr verfügt aber über eine Akkulaufzeit von 6 Stunden, einen 10,1 Zoll Bildschirm und über eine 160GB Festplatte). Auch sollte sich vor den Kauf klar machen, welche Folgeanschaffungen notwendig sein werden wie z.B. externer DVD Laufwerk, Bluetoothaddapter usw, so kann man schnell noch mal mit mehr als hundert Euro an Kosten rechnen.
Wer sich nur für zu hause einen ersten PC anschaffen will und glaub er bekommt dafür bei Acer One ein besonders günstigen Rechner liegt falsch, für 400 Euro bekommt man einen deutlich besser ausgestatteten 15,4 Zoll Notebook wo ein DVD Brenner auch schon integriert ist, der Rechner macht nur Sinn wenn man ihn mit sich herum schleppen will und es entsprechend klein und leichte sein muss.
Ob er einen der Bildschirm groß genug ist, ob man mit der Tastatur klar kommt und ob der Rechner schnell genug für einen ist kann man in vielen Läden am besten selbst testen, wo die Geräte ausstehen, ich hab meinen in einen Saturn vor den Kauf ausprobiert.
Ich finde man kann mit ihm schnell Texte abtippen, gut Surfen und auch arbeiten und sogar Spielen, auf der Festplatte geht auch eine Menge darauf.
von droehn bei yopi.de und mymeinung.de
alias droehnenator bei ciao
23.02.2009 12:02
Der Erstbericht überzeugt!
30.01.2009 15:45
Da bleibt keine Frage offen ! Gruss aus Wallcity Baerstadt
25.01.2009 17:15
Dafür gibt's ein besonders hilfreich, wenn ich denn endlich wieder welche zu vergeben habe! ^^