Merkwürdige Modeerscheinung
02.07.2010
Pro:
Sehr leicht, gut zu transportieren
Kontra:
Langsam, niedrige Auflösung, kleines Display, kleine Tastatur . . . . einfach unbequem
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Verarbeitung
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Gewicht
Installation
Software-Ausstattung
Support/Service
mehr
 donnerknispel777
Über sich:
Mitglied seit:14.08.2004
Erfahrungsberichte:45
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich möchte doch mal ein paar Wörter über mein nun 2 Jahre altes Netbook loswerden.
so kam ich dazu Unserem Sohn war sein Notebook zu schwer um es zum studieren mitzunehmen. Also kaufte er sich ein Netbook und kam damit zu mir, um Windows darauf zu spielen. Ich machte das für ihn obwohl ich aus heutiger Sicht keine Ahnung habe, was Windows auf diesem Ding soll. Ich behielt das Ding 3 Tage und fand es total lustig. Ein Rechner der ungefähr soviel wiegt wie meine Grafikkarte und mit dem man die meisten Aufgaben tatsächlich erledigen kann. So ein Netbook, dazu noch in solch einem smarten Anstrich ( weiß Hochglanz ) , das hat einen sehr hohen Niedlichkeitsfaktor. Ein „haben wollen“ Gefühl ist so einem Teil einfach nicht abzusprechen. Nach ungefähr einem Jahr bot mir unser Sohn das Teil zum Verkauf an. Obwohl ich das Ding nicht wirklich brauchte, sagte ich trotzdem zu.
Windows Das ist unser Sohn. Nach einem Jahr war alles total struppig. Ohne Neuinstallation einfach nicht zu gebrauchen. Ich hatte vergessen wie ich Windows XP zu Installation auf einen Stick bekomme, aber es war mir auch herzlich egal. Ubuntu drauf und gut ist.
Linux Nach einiger Zeit merkte ich aber das ein normales ubuntu auch nicht so wirklich schön auf so einem Teil ist. Man muss ja oben in der Startleiste die Programme treffen. Aber es muss doch eine Distribution geben die extra Netbooks unterstützt. Ja, die gibt es. Ubuntu für Netbooks zum Beispiel. Damit kann ich auch mit dem Touchpad ganz bequem arbeiten. Die Programme sind nun nicht mehr unter Programme zu öffnen, wie bei Windows, sondern direkt in Kategorien auf der linken Seite und den darin befindlichen Programmen auf der rechten Seite unterteilt. Oben in der Leiste werden alle Programme, die geöffnet sind, als kleine Icons angezeigt. Nun macht das kleine Touchpad schon ein bisschen mehr Spaß. Man braucht nicht mehr so zu zielen um ein Programm zu öffnen und dann doch ein falsches Programm zu treffen. Nicht so toll ist, das der eingebaute Cardreader bis jetzt immer noch nicht einwandfrei unterstützt wird. Wenn man sofort beim Start eine SD-Karte eingelegt hat, kann diese auch gelesen werden. Aber wenn das Netbook schon an ist, wird das einlegen der Karte nicht mehr erkannt. Naja, ich behelfe mir halt mit einem kleinen Adapter für 2,70€ und lebe halt damit. Ich hab das mal geändert indem ich den Cardreader in fstab geschrieben habe, aber da ich den Cardreader eh nicht so oft brauche...., na egal. Die USB-Eingänge werden jedenfalls erkannt.
Online mit Linux Netbooks wurden in letzter Zeit ja gerne mit UMTS-Sticks im Sonderangebot verkauft. Ich finde das sehr witzig. Ist doch so ein Stick fast so groß wie das Netbook selbst. Sieht also ein bißchen so aus als ob das Netbook am Stick hängt und nicht umgekehrt. Naja, da mein Handy ebenfalls als schnelles Modem fungieren kann, hab ich mir halt nie so ein Ding besorgt. Ich hab eine Aldikarte und wenn ich bei der Konfiguration statt e-plus , tagesflat rein schreibe, dann surfe ich 24 Stunden für 2,99€. Ist zwar ein bisschen langsam, aber der Preis ist fair. Nur nebenbei bemerkt, man muss bei der Konfiguration von UMTS_Verbindungen unter ubuntu-Linux nicht mehr viel selber eintragen. Die meisten Provider sind schon drin und werden erkannt.
Fakten So das übliche. Also eigentlich sind mal abgesehen von Ur-Netbook von Asus, alle Netbooks identisch ausgestattet. Atom-Prozessor, 1 GB Ram, Intel 950 GMA Grafikkarte und die kleinste Festplatte die zur Zeit möglich ist. Das waren dann bei mir 120 GB von denen logischerweise nur noch etwas über 100GB über bleiben. Da ist beim Kauf also bis heute nicht viel zu beachten, da sind sie fast alle gleich. Neuerdings gibt es ein paar Ausreißer die wenigstens ein höher Auflösendes Display als die üblichen 1024x600 Pixel anbieten, aber das lässt man sich dann auch mit saftigen Preisen fürstlich entlohnen. Und fast alle Netbooks besitzen ein spiegelndes Display. Das sieht im Verkaufsraum der Elektronikketten super aus, ärgert einen aber im Grünen, wenn die Sonne scheint. Und soll mir keiner erzählen, es wäre mit einer anderen Platzierung getan. Nein, man muss sich auch noch schützend über sein Netbook hängen um vielleicht von den Spiegelungen verschont zu werden.
noch ein paar Nachteile Atom-Prozessor! Da mach man sich ja erst mal kein Bild von. Wie schnell ist der? Und wenn ich gesagt bekomme, das er um den Faktor 36 langsamer ist wie der schnellste momentan frei käuflichen Prozessor, was sagt das aus? Nichts! Deshalb einige Beispiele. Um die Textverarbeitung von Open-Office zu öffnen benötigt das Teil ein paar Gedenksekunden. Das ist zwar bei den heutigen Dektoprechnern etwas was man schon lange nicht mehr kennt, aber damit könnte man ja noch leben. Mehr als 2 oder 3 sparsame Anwendungen sollte man nicht geöffnet haben. Ein Bild in eine Textverarbeitung einfügen, stresst den Prozessor schon merklich. Und bequem im Internet surfen kann man leider nur auf Seiten die nicht viele Popup-Fenster, umrahmende Werbung oder Flash-Animationen haben, da das surfen sonst eher nervt statt bequem zu sein. Und dann dieses ewige scrollen, da eben nur 600 Bildpunkte dargestellt werden können. An Spiele braucht man erst gar nicht zu denken. Selbst ein olles Autorennspiel ( tuxkart ) stresst den Prozessor und Grafik schon gewaltig. Für Mahjongg ist das Display zu winzig. Man erkennt die Steine nur wenn man die Nase aufs Display drückt. Ich hab schon gedacht das meine Ram-Bausteine kaputt sind, weil mir das Ding so oft abschmiert, aber laut memtest ist alles in Ordnung. Noch nicht mal das anschauen von Fotos macht auf dem Teil Freude. Die Fotos sind bei mir 12x8cm groß wenn ich sie nicht jedes mal in den Vollbildmodus starten will und um das nächste Foto zu betrachten braucht das Netbook 2 Sekunden. Also eigentlich für nichts richtig zu gebrauchen. Wenn man wenigstens einen externen Monitor anschließen könnte, aber da macht einem das Acer auch einen Strich durch die Rechnung. Mehr wie 800x600 Bildpunkte bekam ich auf dem Monitorausgang nicht hin.
noch mehr Nachteile Das Netbook ist sehr leicht. Dadurch ist der Akku auch nicht so schwer geraten und deshalb kommt man auch auf eine Akkulaufzeit von unter 2 Stunden. Ich betone UNTER 2 Stunden. Was soll ich mit einem Notebook bei dem mich der Ladebalken schon nach etwas über 1 Stunde zum aufladen mahnt? Nach 1 Stunde und 40 Minuten ist dann meistens Schluss. Dazu kommt noch die hübsche Farbe weiß. Eine weiße Tastatur, es gibt nichts besseres. Und das Touchpad ist eigentlich kaum zu gebrauchen. Es ist winzig. Und am rechten Rand versteckt sich auch noch eine Scrollfunktion. Diese ist nicht gekennzeichnet und wenn man dann auf den rechten Rand rutscht, tanzt die Maus Tango. Obwohl Acer im Gegensatz zu manch anderen Hersteller den Platz für die Tastatur voll ausgenutzt hat, bediene ich die Tastatur immer mit den Fingernägeln. Vor allem wenn man vorher eine Tastatur mit normaler Tastenbreite benutzt hat, verhaut man sich bei der Netbook-Tastatur ständig und wundert sich dann sehr über den Mist den man dann schreibt.
Fazit Das Acer gehört nicht zu den schlechtesten Netbooks die es seinerzeit gab. Nun gut, es hat noch ein 9 statt wie heute üblich ein 10 Zoll Display. Aber ich denke nicht, das diese 2 cm in der Diagonale all zu viel ausmachen. Und ja, die Akkulaufzeiten, der neueren Netbooks sind dank 6 Zellen, statt wie bei meinem Acer nur 3 Zellen im Akku, deutlich gestiegen. Aber das würde ich mit einem neuen Zusatzakku auch noch hin bekommen. Was mich aber an Netbooks im allgemeinen wirklich nevt, ist dieser Schnarchlangsame Prozessor. Und fast alle Netbooks haben ein spiegelndes Display. Mit so einem Display kann man unmöglich in der Sonne sitzen und am Computer arbeiten. Damit ist es dann auch wieder egal wie hoch die Mobilität eines solchen Netbooks ist. Das tragen eines Netbooks ist angenehm, damit arbeiten ist ätzend. Bei einem normalen Notebook mit 15 Zoll Diagonale ist der Transport vielleicht ein bisschen anstrengender, aber das arbeiten damit ist wesentlich entspannter. Preislich tun sich ein Netbook und ein billiges 15 Zoll Notebook mit Celeron Prozessor ja nichts und deshalb würde ich ein Notebook empfehlen.
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03.07.2010 09:25
Die Auswahlbildschirme von Ubuntu Netbook finde ich zwar gelungen. Aber sobald man ein Programm öffnet, hat man nichts gekonnt. Bis auf das anders gestaltete Panel am oberen Bildschirmrand und fehlender Fensterrahmen ist es die selbe Fenstergestaltung wie bei der Desktop-Edition. Womit man nach meiner Meinung keinen Raum bei der Darstellung von Texten und Seiten gewinnt. Gespannt bin ichs auf Googles Chrome OS und auf seine Ideen. Damit verbinde ich auch die Hoffnung auf andere, bessere und leistungsstärkere Geräte - und, dass die Kombination Windows 7 Starter und Intel Atom über Bord geworfen wird.
02.07.2010 16:46
Akkulaufzeit unter zwei Stunden? Sowas gibt es bei Netbooks?? Da schafft ja sogar mein Notebook auf Höchstleistung mehr ;-) Linux-Distributionen gibt es tatsächlich zuhauf für Netbooks, da bin ich für meines auch noch am Überlegen - würdest du die Distribution, die du auf dem installiert hast, denn weiterempfehlen? LG, Musee
02.07.2010 16:43
diese Geräte sind wirklich nur geeignet um Officeaufgaben für unterwegs zu erfüllen..ich selber habe ein LG und da gibt es keinerlei Probleme beim Erkennen der Speichercard..übrigens dieses Problem solltest im BIOS abstellen können, in dem du den USB-Anschluß aus den Bootpartionen nimmst.. LG von Andreas