Perfekter DLP-Beamer von Acer
21.11.2003
Pro:
Auch als Homecimemaprojektor geeignet
Kontra:
nur ein korregierbarer Seitenneigungsfuss
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Bedienung
Ausstattung
Zuverlässigkeit
Installation
mehr
 mcs-mik
Über sich:
Mitglied seit:02.12.2002
Erfahrungsberichte:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo allerseits, dieses ist nun mein zweiter Bericht und ich möchte euch das Gerät Acer PD 721 vorstellen.
Dieser Projektor oder auch Beamer genannt ist das neue Flagschiff von Acer und anscheinend mit dem Optoma EP 757 baugleich (optisch, sowie den technischen Daten laut Datenblatt) und ist nun auch meiner Meinung nach uneingeschränkt TV/Video/DVD gegenüber anderen Herstellern oder Geräten tauglich, und ein sehr empfehlenswertes Gerät.
Bei vielen Projektoren wird die Homecinematauglichkeit gerne verschwiegen, oder himmelhoch gelobt, (obwohl sie es eigendlich nicht sind), da es noch Probleme bei der flüssigen Darstellung von bewegten Bildern in bestimmten Farbbereichen gab. Diese äusserten sich bei der DLP-technik gerne bei dunklen aber feinen Farbübergängen (dunkle Gesichter oder Säulen)und der gleichzeitigen Bewegung dieses Objektes in einem verfälschtem Farbübergang der wie ein Strich oder Kamm z.B. bei der Schattenseite eines Gesichtes, wirkt. Hierdurch wirkte die gesamte Darstellung unruhig und unscharf. Dieses Problem trat aber nur bei bestimmten Farbbereichen auf und ist nur bei bestimmten „ungünstigen Szenen“ zu beobachten, was aber dennoch sehr störend sein kann. Man kann teilweise bei anderen Projektoren diesen Effekt durch eine Kontrastveränderung verringern oder verstärken. Diese Probleme sind nun anscheinend behoben und spiegeln im PD 721 den derzeit möglichen technischen Stand wieder. (Ich habe diesen Kammeffekt gedenfalls bei diesem Gerät nicht beobachten können)
Weisse Objekte dagegen können beim Betrachter beim Schnellen „mit den Augen übers Bild huschen“ die Grundfarben des Farbrades erscheinen lassen, dieses ist aber normal und wird evtl. bei den nächsten Generationen durch die Erhöhung der Farbradgeschwindigkeit, sowie der Anpassung der Kippspiegelgeschwindigkeit des DLP-Chips weiter verringert werden können. Dieses empfindet man aber nicht als störend, da man ja normalerweise den Film verfolgt und nicht ständig durch den Raum an der Leinwand vorbei guckt.
Zur Technik:
Es gibt zwei Verfahren mit denen die Projektoren heute arbeiten: Die LCD und die DLP-Technik. Die LCD-Technik ist meiner Meinung heute nicht mehr Zeitgemäss und hat enorme Nachteile gegenüber der DLP-Technik, wie z.B. ein wesendlich schlechteres Kontrastverhältnis bis maximal ca. 500:1 sowie die Verschleissanfälligkeit (Alterung) der Polasisationsfilter, die die Farben darstellen und so über einen längeren Nutzungszeitraum die Farbbrillianz schwinden lässt. Ein Austausch dieser Filter kam einer Neuanschaffung fast gleich. Durch die gänzlich andere DLP-Technik im Acer PD 721, die hauptsächlich aus einem Chip besteht, auf dem Millionen winzig kleiner kippbarer Spiegel sitzen und das Licht reflektieren, das zuvor ein drehendes Farbrad durchläuft wird eine extrem scharfe und kontrastreiche Wiedergabe erreicht. Beim Acer PD 721 beträgt das Kontrastverhältnis somit 2000:1
Ein kleines Demo der DLP-Funktion ist auf www.dlp.com zu sehen Natürlich besitzt dieser Projektor eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten was der XGA- Auflösung entspricht, und komprimiert die SXGA Auflösung 1280 x 1024 erreicht.
Zu der Lichtstärke von 2300 ANSI Lumen kann ich sagen, dass diese nicht unangenehm stört und keine Überstrahlungen entstehen sowie schöne Reserven existieren, um auch bei Umgebungslicht noch sehr gut eine Präsentation oder auch einen Film sehen zu können. Einsteigermodelle haben hier nur ca. 1100 bis 1500 Ansi Lumen und ich kann nur jedem raten, sich vor einem Kauf die Sehgewohnheiten recht gut zu überlegen da ein Gerät auch die zur Tageszeit passende Lichtleistung erzeugen können muss. Geräte unter 1000 Ansi Lumen sind nur zur Abendzeit nutzbar oder wirklich abgedunkelten Räumen nutzbar. Einen ECO-Modus zur Herabsetzung der Lichtleistung und dardurch steigernderen Lampenlebensdauer, sowie nochmals reduzierte Geräuschentwischlung durch geringere benötigte Belüftung besitzt das Gerät nicht, jedoch sind die Lampenpreise moderater als z.B. bei Sony, so dass ich persönlich diesen Punkt so akzeptiere.
Kompatibilität: Eigendlich derzeit alle gängigen Standards, die da wären: NTSC M (3.58/4.43), PAL (B/D/G/H/I/M/N), SECAM (B/D/G/K/K1/L), HDTV (720p, 1080i), EDTV (480p), SDTV (480i), 576i/p Geräuschentwicklung:
Zur Geräuschentwicklung des Lüfters zur Kühlung der Lampe des Acer PD 721 ist ein Wert von 32dB zu nennen, der bei dieser Lichtleistungsklasse spitzenmässig ist und nur sehr leise und unauffällig wahrgenommen wird. Zur Abschaltung des Gerätes erhöht sich die Lüfterdrehgeschwindigkeit kurzfristig, und dreht dann mit der gewohnten Drehgeschwindigkeit bis zum automatischem Abschalten nach ca. 2 min noch weiter. Zum Menü:
Zu dem Acer PD 721 gehört eine kleine Fernbedienung mit der sich das Menü aufrufen lässt, sowie am Gerät selbst durch entsprechende Tasten. Es gibt bei dem Gerät keine Funktion die nicht am Gerät selbst vorgenommen werden kann, und man ist nicht zwingend auf die Fernbedienung, die übrigens auch einen LaserPointer beherbergt (für Präsentationen), angewiesen. Zu den Spracheinstellungen die auch in deutsch existieren, bibt es fast alles was das Herz begehrt, von Trapetzkorektur, Farbtemperatur, Schärfe, Kontrast, Helligkeit, Farbe, der Einstellung von Decken- Rückprojetion- und Frontprojektion und zusätzlich im Gegensatz zum PD520 einen Betriebsartumschalter der den Projektor für Film/Video oder Präsentation anpasst. Bei dem Modus Deckenprojektion wird das Bild um 180 Grad gedreht, so dass man das Gerät noch bei einer Festinstallation unter der Decke noch mit den Tasten am Gerät bedienen kann. Einzig eine Korrektur bei nicht gewünschter direkter Frontbestrahlung der Leinwand, also seitlicher Anstrahlung der Leinwand fehlt, jedoch wäre eine Verschlechterung der Bildqualität hierdurch in Kauf zu nehmen, so dass die Entwickler diese Funktion, auch wegen der evtl. schlechten Wiederherstellbarkeit eines richtig geraden Bildes durch den Anwender selbst, abgesehen haben.
Die Stellfläche des Gerätes ist so klein, dass die Stellfläche von einem DIN A 4 Blatt ausrecht. Positiv fällt weiterhin auf, dass das Gerät gegenüber den kleineren Modellen mit einen richtigen Netzkippschalter versehen ist und somit vollständig ausschaltbar ist.
Einziger Schwachpunkt ist die nur auf einer Seite befindlichen Korrekturschraube, die das Bild in der Horizontalen einstellbar machen würde, wenn sie nicht in der Grundeinstellung bereits vollständig in das Gerät eingedreht wäre und das Bild nicht schon perfekt gerade wäre. Das heisst: Das Gerät hat auf einem Geraden Untergrund und einer Graden Leinwand ein perfekt gerades Bild, sollte jedoch der Untergrund des Projektors ausgerechnet zu der Seite hin ansteigen, bei der ohnehin schon die Einstellschraube vollständig eingedreht ist, ist eine Korrektur nur mit Zeitschriften oder ähnlichem auf der gegenüberliegenden, nicht einstellbaren Seite möglich. Hier sollte der Herrsteller noch nachbessern und bei einer um 2mm herausgedrehten Einstellschraube die Grundposition des Gerätes vornehmen, um zu beiden Seiten eine Korekturmöglichkeit zu bieten.
Schnittstellen: Eingangsschnittstellen: • 1 HDB 15-Pin D-Sub (VGA/Component/HDTV input port) • 1 DVI Connector • 2 Audio Mini Jack (1 for 15-pin D-SUB, 1 for DVI) AV Input: • 1 Mini DIN for S-Video Input Connector • 1 RCA Jack for Composite Video Input Connector • 1 Audio Mini jack for S-Video/Composite Ausgangsschnittstellen: • 1 Mini D-SUB 15-Pin for Monitor Loop Through • 1 Remote Mouse Port Produkttauglichkeit: Durch das geringe Gewicht von knapp 3 kg, der hohen Lichtleistung gepaart mit tollem Kontrast und einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten kann man bei diesem Gerät wirklich nichts falsch machen. Die Lampenleistung ist übrigens mit 2000 Stunden angegeben, was bei täglichen 2 Std. einer Haldbarkeit von 2,7 Jahren entspricht und dann vom Anwender selbst getauscht werden kann.
Abschliessend: Herzlichen Glückwunsch Acer für dieses tolle Gerät. Gruss MCS-MIK
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21.11.2003 21:39
Was soll denn das Teil kosten?
21.11.2003 21:39
Klingt sehr interessant. ich glaube den schaue ich mir mal genauer an. Liebe Grüße Simthei
21.11.2003 21:35
Einfach nur super dieser Bericht. Insbesondere, weil es "erst" dein zweiter Bericht ist :) Großes Lob an dich :)