Qualität begleitet treu den Technik-Fan :))
01.03.2005
Pro:
gutes Preis - Leistungsverhältnis, lange Akkulaufzeit, relativ leicht, technische Grundausstattung überragend
Kontra:
-
Details:
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Bedienung/Ergonomie
Software-Ausstattung
mehr
 colibri_yopi
Über sich:
es wird langsam... frühling... ;) ps: neuer bericht 03/2006 online...
Mitglied seit:18.10.2004
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Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Momentan scheint hier ja das Laptop-Erfahrungsbericht-Fieber ausgebrochen zu sein, und da möchte ich mich hiermit auch anschließen. Mein Laptop begleitet mich nun seit gut 1,5 Jahren und daher sehe ich mich jetzt in der Lage, euch in einiger Ausführlichkeit meine bisherigen Erfahrungen zu berichten...
::: Allgemeines & Daten ::: Es handelt sich bei dem Laptop um ein Produkt der "Acer"-Travelmate-Serie aus der damaligen Mediamarkt-Aktion. Ich trug mich erst mit dem Gedanken, einen Fujitsu-Siemens-Notebook zu kaufen - damit hatte ich bis dato gute Erfahrungen gemacht - entschied mich jedoch letztlich dagegen, weil damals die Centrino-Technologie neuartig und bereits hochgelobt war, und diese der Fujitsu nicht besaß. Aber dazu später mehr.
Nun der Vollständigkeit halber ein paar wichtige Eckdaten zum Produkt: - Bezeichnung: Acer Travelmate 660
- Prozessor & Chipsatz: Intel Centrino, 1,4 GHz - Grafikkarte: Onboard-Chipsatz Intel 82852 (Grafik-Arbeitsspeicher vom allgem. Arbeitsspeicher)
- Arbeitsspeicher: 512 MB (bis 2048 MB aufrüstbar) - Festplatte: 1x 40 GB
- Kommunikation: Infrarot, 4x USB 2.0, 1x FireWire, 1x PCMCIA-Schnittstelle, Parallelschnittstelle, S-Videoausgang, 2 Monitorschnittstellen (standard und "neuartig"), Modem, Netzwerk, Multi-Card-Reader - Fernkommunikation: WLAN, LAN, V92-Modem
- Laufwerk: CD-/DVD-Laufwerk mit CD-Brenner (Modell: QSI SBW-242) - Audio & Sound: Realtek '97
- Bildschirm: 15-Zoll XGA, maximal 1400 x 1050 Pixel - Bedienung: 4 programmierbare Shortcut-Tasten, Vierwege-Navigation an Touchpad, Touchpad mit Scrollfunktion im rechten Randbereich, Taste für linken und rechten Mausklick, Standardtastatur mit Umschaltfunktion für "Nummern-Tastatur", Shortcuts für Funktionen wie "Display an/aus", "Touchpad an/aus", "Ruhemodus" etc.
- mitgelieferte Software: Windows XP Home Edition, Treiber, Norton AntiVirus (vollwertig, kein Recovery), Laptop-Security-Software - mitgeliefertes Zubehör: Akku, Netzteil/Ladegerät, Tastaturschutz, Security-Card, Papiere (Garantie, Gebrauchsanweisung etc.)
- Preis vor ca. 1,5 Jahren: 1200,- Euro
::: Technische Leistungen: WLAN ::: Was mich unter anderem an diesem Gerät so begeistert ist, dass es nach fast 2 Jahren immer noch recht aktuell ist. Aufgrund der Centrino-Technologie war bereits WLAN mit an Bo(a)rd, und zwar der "B"-Standard. Zwar muss hier angemerkt werden, dass es heutzutage besser ist, wenn ein Notebook den neuen "G"-Standard unterstützt, da gilt: "G" unterstützt den alten "B" und den neuen "G"-Standard, allerdings zeigen meine Erfahrungen, dass sehr viele Zugangspunkte noch immer mit dem alten ("B") Standard funken und somit das "alte" WLAN noch gut reicht: ich habe an Universitäten und in der Stadt bisher immer guten Zugang mit hoher konstanter Verbindung bekommen.
Genau hinsehen sollte man bei folgendem: der "B"-Standard bietet eine Maximalgeschwindigkeit von 11 Mbit/Sekunde. Dabei beachte man: 1 Byte = 8 Bits. Also "reduziert" sich die maximal mögliche Datenrate auf gut 1 Megabyte/Sekunde. In der Realität ist die Geschwindigkeit in etwa mit "normalem DSL" vergleichbar, also Downloadraten um die 90-100 Kilobyte/Sekunde. Der neue "G"-Standard verspricht Raten bis zu 54 Mbit = ca. 7 Megabyte/Sekunde, was jedoch höchst utopisch ist. Aber darum dreht sich dieser Bericht ja auch nicht... Um also nochmal zusammenzufassen: mit dem mitgelieferten, älteren "B"-Standard kann man WLAN bereits gut und effektiv nutzen. Die Sendeantenne ist übrigens - mit einem Transparentaufkleber dezent markiert - am Bildschirm integriert. Der Hersteller empfiehlt einen Mindestabstand Kopf-Sender von 20 cm.
::: Prozessor-Technologie und Akkuleistung :::
Hier zeigt sich die wahre Errungenschaft der damals recht neuen Centrino-Technologie. Zugegebenermaßen war ich anfangs kritisch und wollte die neue Errungenschaft nicht sofort kaufen - nicht selten zeigen sich noch viele "Kinderkrankheiten" eines neu entwickelten Produkts. Zum Glück tat ich es dann doch und bekam die überaus positive Quittung: Dank dieser Prozessortechnologie lüftet der Laptop kaum, nämlich nur bei anspruchsvollen Grafikanwendungen oder Spielen. Und wenn dann auch sehr leise - also kein "Aufheulen" wie bei dem Pentium-4-Modellen o. ä. Desweiteren funktioniert der Centrino "graduiert": verwendet man beispielsweise 3 Stunden lang die Textverarbeitung "Word", so wird die Prozessorleistung etwa auf 700 MHz heruntergeschraubt, weil eine volle Leistung schlichtweg nicht benötigt wird.
Das spart enorm zugunsten der Akkuleistung: diese beträgt bei voller Aufladung nämlich problemlos 4 Stunden bei "normalem Gebrauch", etwa Textverarbeitung und etwas Internet, was mir schon einige Male sehr zugute kam. Auch lehnt sich "Centrino" etwas an die von "Apple" benutzte Prozessorgeneration an: wo bei Pentium hohe Zahlen herrschen (3 GHz und mehr), genügen hier 1,2 GHz, 1,4 GHz usw., da das Prinzip ein anderes ist. Das will ich hier nicht unnötig erläutern, aber zu Vergleichszwecken: leistungstechnisch kann man die Taktrate (also hier 1,4 GHz) grob gesehen verdoppeln (also 2,8 GHz) und hat dann die Äquivalentleistung
Bilder von Acer TravelMate 661LMi
eines Pentium-4... Im Übrigen macht unter anderem diese Technologie den Laptop recht flach und mit gut 2 kg mittelmäßig leicht.
::: Anschlüsse & Kommunikation :::
Ein weiterer Pluspunkt des Notebooks: seine vielfältigen Anschlüsse. Da wären zum einen 4 schnelle USB-2.0-Anschlüsse (siehe Fotos). Also benötigt man für den gleichzeitigen Anschluss etwa von Maus, Digitalkamera und USB-Stick keinen erweiternden USB-Hub, der bei Laptops aufgrund der sparsamen Stromversorgung sowieso oft ein Problem darstellt.
Desweiteren darf natürlich FireWire nicht fehlen, die kleine und noch schnellere USB-Variante, die sich aber im Privatanwender-Bereich nie richtig durchsetzte. Aber nun gut: was da ist, ist da ;-) Auf ein Bluetooth-Modul wurde verzichtet, die Vorrichtung ist jedoch vorhanden - also kann man problemlos nachrüsten. Neben dem Bedienknopf und dem des WLAN (siehe Foto) befindet sich eine schnelle Infrarot-Schnittstelle, die gerade bei den neuen Handies, die ja neben Bluetooth meist Infarot-Konnektivität besitzen, ein großer Vorteil: man kann das Adressbuch sichern, MP3-Klingeltöne laden (denn dann braucht man das Jamba-Monatsabo nicht *grr*) und vieles mehr. Mit dieser Schnittstelle habe ich bisher keinerlei Probleme gehabt, egal bei welchem Handymodell. Die Erkennung erfolgte stets sicher und die Übertragung recht schnell (Adressbuch mit 100 Namen etwa 5-10 Sekunden). Es muss jedoch davon abgeraten werden, das Betriebssystem "Windows 2000" auf diesem Laptop zu nutzen. Die dortige Systematik ist eine andere, die Infrarotschnittstellen nicht unterstützt. Zwar gibt es da von Microsoft und Drittanbietern Patches für, die jedoch zum einen schwer zu finden sind (zumindest die von Microsoft!) bzw. wo man durch einen Dschungel von subverlinkten Supportseiten durchmuss, und zum anderen hat damals keiner dieser Patches funktioniert. Von daher muss gesagt werden: Windows XP ist und bleibt das für diesen Laptop optimal ausgelegte Betriebssystem, Sicherheit o.a. hin oder her. Aber dazu später mehr.
Ein kleines "Schmankerl" ist der multifunktionelle Speicherkarten-Leser: hat man mal keine Kamerasoftware zur Hand (obwohl XP die meistens auch nicht braucht), so liest diese Vorrichtung problemlos SecurityDigital-, SmartMedia-, Multimedia- und Sony-Memory-Karten. Einziges Manko hier: der noch sehr häufige CompactFlash-Standard wird nicht unterstützt. Davon abgesehen erfolgt die Datenübertragung schnell, vergleichbar mit einer an USB-2.0 angeschlossenen Kamera (ca. 1 Megabyte/Sekunde). Ein möglicherweise ab und an nicht zu unterschätzender Vorteil ist das Vorhandensein der "alten, großen Parallelschnittstelle". Ist man mal zu Besuch bei jemandem, der einen alten Drucker oder Scanner besitzt, so stellt auch das für den Acer kein Hindernis dar.
Dazu besitzt er für einen externen Monitor eine Standard-Schnittstelle und eine neuartige, die damals noch keinen Namen hatte, sich nie wirklich durchsetzte - aber vorhanden ist... Zu guter letzt finden sich ein S-Video-Ausgang, mithilfe dessen man DVDs auf dem heimischen TV gucken kann und der Laptop als DVD-Player fungiert, sowie ein Modem- und Netzwerk-Anschluss. Und natürlich die obligatorischen 3 Audioanschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon und Line.
::: Bedienung ::: Wieder eine Sache, an der die Acer-Entwicklung nicht gespart hat: da wäre zunächst eine typische Laptop-Tastatur mit flachen Tasten auf kleinen "Stiften", die also nicht grob behandelt werden sollte, da sonst schonmal etwas abbrechen kann. Die Tastatur ist etwas gebogen, was der Anatomie der menschlichen Hand beim Schreiben unterstützend wirkt. Die Tastaturqualität ist davon abgesehen sehr gut: die Tasten reagieren präzise, wackeln nicht und haben einen gut definierten Druckpunkt.
Im oberen Bereich finden sich der Ein-/ Ausschalter sowie 4 programmierbare Shortcut-Buttons, etwa für Internet, Email, ICQ und den Explorer. Es gibt zweifelsohne Tastaturen mit mehr Shortcuts, aber genau diese 4 reichen mir - aber ich möchte auch nicht auf sie verzichten. Gerade bei DSL-Flatrate o.ä. ist es ungemein praktisch, mal eben schnell den Browser oder den Email-Client mit einem Knopf aufzurufen... Was bei Laptops immer fehlt, obwohl es so viele Benutzer schätzen, ist das separate Zahlenfeld. Klar, es soll ja alles platzsparend und möglichst flach sein, daher macht auch dieses Produkt keine Ausnahme. Aber immerhin kann man einen Teil des Tastenfeldes umschalten auf "Ziffernbetrieb", was nach etwas Einarbeitung recht nützlich sein kann, wenn man viel mit "Excel", "Access" o.ä. arbeitet.
Die Umschaltung funktioniert mit der Kombination einer "Fn" benannten Taste und der gewünschten Funktionstaste, was weitere Möglichkeiten bietet, wie etwa das Ein- und Ausschalten der Bildschirmbeleuchtung, das Ein- und Ausschalten des Touchpads, die Regulation von Bildschirmhelligkeit und Audiolautstärke u.v.m. Das Touchpad ist eine der vielleicht wichtigsten Einrichtungen eines Laptops, weshalb es nicht selten sehr ärgerlich ist, wenn dem Gerät nur ein gerade ausreichend funktionales Pad spendiert wurde. Aber da ich ja schon in Superlativen von "meinem Acer" spreche, leistet er sich auch hier keine Ausnahme: das Pad reagiert hochsensibel, ohne bei jeder Minibewegung alle möglichen Funktionen auszuführen, die man gar nicht herbeiführen wollte.
Ein feiner Schachzug: am rechten Rand reagiert es im Internet-Browser, im Explorer, in der Textverarbeitung etc. als Scrollhilfe! Einfach mit dem Finger am Rand langsam nach unten ziehen, schon tut es einem das jeweilige Dokument gleich... Außerdem befindet sich direkt unten am Touchpad eine 4-Wege-Taste (oben, unten, rechts, links), mit der man vollwertig im Browser etc. navigieren kann. Zudem ist auch noch jeweils eine Taste für "Linksklick" und "Rechtsklick" vorhanden.
::: Laufwerke & Datensicherung ::: Mit einer Festplatte vom 40 Gigabyte liegt das Notebook heute zwar eher im Mittelfeld - wenn man aber nicht gerade etliche große Spiele installiert hat o.ä., reicht dieses Fassungsvermögen recht weit. Die Festplatte befindet sich bei Blick auf das Tastenfeld in der linken unteren Ecke, weshalb sich diese Stelle mit der Zeit auch etwas erwärmen kann, was aber nicht störend und völlig normal ist. Zur Sicherheit ist die Festplatte am unteren Gehäuseende mit einer Gummi-Gelartigen Pufferung gegen Stöße nochmals geschützt.
Zwar muss man bedenken, dass Windows XP auch bei minimal nötigem Installationsumfang und den nötigen Sicherheitsupdates etwa 2-4 Gigagyte Speicherplatz beansprucht - ich bin jedoch trotz allem noch nie an die Grenzen der Speicherfähigkeit gelang. Zum einen sei es generell empfohlen, regelmäßig Datensicherungen anzufertigen: im Anschluss daran kann man ja ggf. aktuell nicht benötigte Dateien löschen. Zum anderen habe ich bezüglich Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Festplatte bisher gute Erfahrungen machen können; sie arbeitet zudem recht leise, und einen Datenverlust hatte ich zum Glück noch nicht. Zur Datensicherung und anderen Zwecken steht ein Kombi-Laufwerk zur Verfügung. Mit maximal 24-facher Geschwindigkeit (wobei bei wichtigen Daten ein langsameres Brennen bis zu 8-12fach empfohlen sei) reicht dies bei weitem für den Privatanwender aus. Ein möglicher Nachteil heutzutage: der Brenner schafft keine DVDs. Wohl aber kann er bereits alle DVD-Formate lesen, sogar DVD+R/RW, DVD-R/RW.
Eine wichtige Bemerkung muss noch gemacht werden: es wird neben dem XP-internen Brennprogramm der "NTI-CD-Maker" mitgeliefert, der möglichst sofort entfernt werden sollte. Man ist gezwungen, wenn man andere Formate als bloße Daten und Audio-CDs brennen will, ca. 40 Megabyte zusätzlich herunterzuladen: erst dann kann man von vorhandenen MP3s Audio-CDs anfertigen etc. Die einfachste Lösung: eine möglichst neue Nero-Version. Da in Laptops meist recht exotische Laufwerke eingebaut werden, sollte die Version über 5 liegen, da das Laufwerk sonst nicht erkannt wird. Hat man diese Hürde gemeistert, läuft der Brenner mit bisher sämtlichen CD-Rohlingen (von Aldi, Lidl, Saturn, Mediamarkt) problemlos und schnell.
::: Software: Mitlieferung, Erfahrungen, Empfehlungen ::: Neben der Empfehlung, das mitgelieferte Brennprogramm "NTI-CD-Maker" zu deinstallieren und das bekannte "Ahead Nero" (ab Version 6) zu verwenden, gibt es noch das ein oder andere zu beachten.
Zum einen muss an dieser Stelle leider von der Installation des Service-Pack-2 abgeraten werden. Der Laptop wird merklich langsamer und braucht etwa 5x mehr Zeit zum Hochfahren: war dies vorher in ca. 20 Sekunden der Fall, so ist dies nun nach 1 Minute noch immer nicht abgeschlossen. Davon abgesehen ist es allerdings Geschmackssache, ob man diesen zeitlichen Mehraufwand im Zuge der Microsoft-Sicherheit in Kauf nimmt oder nicht. Sämtliche andere Sicherheitsupdates inkl. Service Pack 1 sollten in jedem Fall installiert sein (!!), ich persönlich fahre optimal mit dieser Sicherheitsvariante und zusätzlich dem preisgekrönten Kombi-Programm "Bit Defender", welches Anti-Spam, Firewall und Antivirus in sich vereint und sich bisher keine Schwächen bei mir leistete. Aber noch einmal: ich möchte niemandem davon abraten, Microsofts SP2 zu installieren, wenn er meint, dieses zur Sicherheit zu brauchen! Und damit wären wir auch bereits bei der mitgelieferten Software. Zum einen ist da die Recovery-Version von Windows XP Home Edition. Die Systemwiederherstellung mittels dieser 2 CDs funktioniert problemlos, wie sie es sollte. Getrennt davon wird eine Treiber-CD mitgeliefert für alle Geräte, die standardmäßig mitgeliefert wurden: Sound, Grafik, Modem, Netzwerkkarte, WLAN etc.
Zudem hat Acer diesem Notebook einen neuartigen Sicherheitsstandard spendiert, der sich aber offenbar nicht durchgesetzt hat, so dass bei neueren Acer-Laptops keine solche Vorrichtung mehr vorhanden ist. Er erinnert etwas an so manches Autoradio: eine Scheckkarte mit einem Chip muss seitlich eingeschoben werden, damit der Computer bootet und hochfährt. Ohne diese Karte (und der vorher zu installierenden Software) ist dies nicht möglich. Ich persönlich habe diesem System von Anfang an misstraut und es nie benutzt. Ich weiß nicht, wie gut das System vom Laien zu umgehen ist, weil so eine Chipkarte unter unglücklichen Umständen ja schnell oxidieren kann (= Belag bildet sich auf dem Chip) oder sie zerkratzt versehentlich - und dann wäre der Schaden groß: extra bei Acer einschicken, und dann vermutlich wie bei so vielen Herstellern: warten, warten, warten... Mein Fazit: ein Sicherheitssystem, das man nicht unbedingt braucht. Aber es ist halt dabei... Softwaretechnisch liefert Acer serienmäßig nicht allen möglichen "Schnickschnack" mit, aber immerhin ein gutes, renommiertes Antivirus-Programm: Norton (Gültigkeit: 1 Jahr). Da sich dieses Programm - mehr oder weniger bekannterweise - tief in das System eingräbt und einen guten Teil des Arbeitsspeichers beansprucht, ist es bei einem Notebook wie diesem aber durchaus empfehlenswert: der Computer ist mit seinem Prozessor und 512er-Arbeitsspeicher ja recht fix. Ich habe jedoch recht schnell zu der oben bereits erwähnten "Bit Defender"-Software gewechselt, die meiner Meinung nach 2 Vorteile hat: wesentlich Ressourcen-schonender und gleichguter Virusschutz bei weniger umfangreichen Update-Downloads...
Desweiteren werden die nötigen und bewährten Programme wie "Power DVD" zum DVD-Abspielen etc. mitgeliefert.
::: Grafik & Sound ::: Ich kenne doch so einige PC-User, die eines an der Laptop-Technologie falsch verstehen: ein Notebook ist NICHT primär darauf ausgelegt, aufwändige Spiele mit hohem Spielspaß zu versehen, High-End-Grafikauflösung zu liefern sowie exzellenten Sound. Zwar gibt es derartige Notebooks inzwischen, ich halte sie jedoch für genauso überflüssig wie einen relativ teuren "Apple" für einen Computer-Anfänger/Benutzer. Dennoch gibt es gewisse Standards, die auch bei einem Notebook wünschenswert sind.
Und da komme ich zu einem Manko dieses Produkts: die Onboard-Grafikkarte. Sie schafft zwar ein gutes Bild und ist mit den meisten Spielen kompatibel, bietet aber keine besondere Performance. Kein Wunder - sie ist ein simpler Intel-Onboard-Grafikchip, der sich den nötigen Arbeitsspeicher (ca. 16 MB) vom eigentlichen Hauptarbeitsspeicher abzweigt. Deshalb steht bei der Systeminformation auch nur "496 MB RAM". Eine halbwegs Laptop-konforme ATI-Karte wäre also schon wünschenswert gewesen, allerdings reicht diese "Grafikkarte" dennoch für sehr viele Anwendungen aus. Anspruchsvollere Grafikprogramme (Adobe Photoshop etc.) und auch Animationsprogramme (Macromedia Flash, Adobe After Effects etc.) laufen problemlos und bei gutem Rendering. Der Sound kommt bei einem Laptop direkt gesehen natürlich sehr kläglich herüber: was will man von den 2 kleinen, integrierten "Boxen" auch erwarten. Die sonstige Leistung der Soundkarte ist davon ab aber ziemlich gut. Über Kopfhörer ist der Sound gleich einem des PCs und die "Realtek 97" macht sogar bei Audio-/ Studioaufnahmen mit "Samplitude" oder "Cubase" keine Probleme, solange man ihr nicht allzuviel abverlangt. Überdies ist die Software der Karte sehr gut ausgearbeitet. Man kann verschiedene Umgebungen simulieren und so noch etwas aus den Laptop-Miniboxen herausholen. Ferner kann man eventuell angeschlossene Zusatzboxen so optimal feintunen, Aufnahmeeinstellungen vielfältig einstellen (ein kleines eingebautes Mikrofon befindet sich in der rechten oberen Ecke über der Tastatur > Foto) etc.
::: Bildschirm :::
Die momentan meiner Meinung nach besten Bildschirme stellt Sony bei seinen Laptops zur Verfügung - viele haben bestimmt schon den "schwarzen glänzenden" Bildschirm gesehen. Es gibt jedoch auch da Nachteile: bei ungünstiger Sonneneinstrahlung reflektiert der Oberflächenglanz unangenehm stark - und: das Preis-Leistungs-Verhältnis ist miserabel... Acer liefert mit diesem Gerät einen Bildschirm mit, der genau zwischen dem Standard- und dem Sony-Bildschirm liegt und exzellente Leistung bietet. Die bei den Standard-Flatscreens sichtbaren LC-Pixel sind hier scheinbar "übereinandergelagert", so dass eine wesentlich bessere und realere Auflösung möglich ist: das DVD-Gucken ist gar nicht mal so viel anders als am heimischen Fernseher. Dabei ist die Oberfläche mattiert und reflektiert somit einfallendes Licht so wenig irritierend wie möglich.
Der Bildschirm schafft Auflösungen von 800 x 600 bis hin zu 1400 x 1040 Pixeln, was bei einem 15-Zöller auch die Grenze des Sinnvollen sein dürfte. Ich fahre nach einigem Probieren optimal mit der Standard-Webauflösung von 1024 x 768 und einer 32-Bit-Farbtiefe. Dabei werden Desktop-Wallpaper in ansprechender Qualität präsentiert und Web-Animationen in Flash etc. erscheinen flüssig, klar und in gutem Farbkontrast.
::: Arbeitsspeicher ::: Mit dem serienmäßig 512 Megabyte großen Arbeitsspeicher komme ich bisher problemlos aus und sehe auch bei vielen grafikintensiven Anwendungen kaum Grund zum Aufrüsten. Wen es aber doch interessiert, der sollte folgende Aspekte beachten: Es gibt verschieden Arbeitsspeicher-Varianten, gerade für Laptops. Daher sei es empfohlen, sich je nach Wissensstand im Fachgeschäft beraten zu lassen oder ein Arbeitsspeicher-Modul auszubauen, um einen optischen Vergleich im Geschäft machen zu können. Bitte daran denken, dass man sich selbst vorher erdet (d.h., einen geerdeten Gegenstand berühren, etwa den Heizkörper, sofern es sich nicht um einen kleinen Elektroheizkörper handelt), um den Arbeitsspeicher nicht ungewollt funktionsunfähig zu machen. Meist ist das Speichermodul aber auch beschriftet, so dass ein Betrachten mit einer Lupe reicht.
Ein Nachteil hier ist: es gibt nur 2 Steckplätze, wo in diesem Fall 1 Platz von besetzt ist. Will man also auf das maximal Mögliche von 2048 MB aufrüsten, so muss man diesne gesamten Speicher in Form von 2x 1024-MB-Modulen kaufen und den vorhandenen 512er verwerfen... ::: drahtgebundener Internetzugang :::
Heutzutage wird als Standard meist ein Modem und eine Netzwerkkarte eingebaut, also ist analoger und schneller DSL-Zugang möglich (ISDN muss meist aufgerüstet werden über eine Einsteckkarte beim PCMCIA-Slot). Das ist auch hier der Fall. Ein nach dem neuesten Standard konstruiertes V92-Modem ersetzt die etwas älteren V90-Modems und zeichnet sich durch schnellere Einwahl, konstantere Verbindung (selten: ein "Rausschmeißen" aus dem Internet) und auch etwas höhere Geschwindigkeit aus: je nach Anbieter ist man problemlos mit einfach ISDN-Geschwindigkeit unterwegs (also statt 56 Kbit/Sek. dann 64 Kbit/Sek.). Außerdem kann man das Wahlgeräusch des Modem ausschalten. Desweiteren findet sich eine vollwertige Netzwerkkarte des aktuellen Standards. Sie ermöglicht schnelle DSL- und noch wesentlich schnellere Großnetzwerk-Verbindungen mit hohen, konstanten Up- und Downloadstreams: ich kann problemlos Downloads mit 1 Megabyte/Sekunde und synchronem Upload (also auch 1 Megabyte/Sekunde!!) durchführen. Dies liegt zwar zum einen am verfügbaren Netzwerk, zum anderen aber natürlich auch an der Qualität des Controllers / der Netzwerkkarte.
::: Garantie :::
Leider ist Acer hier nicht so zuvorkommend wie so manch anderer Hersteller. So wie es scheint, muss man im Garantiefall (2 Jahre) das Gerät an Acer selbst einschicken und das Porto tragen. Ein Pick-Up-Service wird hier nicht geboten. Das alles erleichtert sich jedoch, wenn man das Gerät bei einem Großmarkt wie Mediamarkt, Saturn o.ä. holt, denn momentan ist es glücklicherweise noch so, dass man sich dort um die Garantieabwicklung kümmert. Davon abgesehen ist es natürlich am besten, wenn man die Garantie erst gar nicht in Anspruch nehmen muss - und bei einer durchschnittlichen Nutzung von 2-3 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr musste ich da in den 1,5 Jahren bisher nicht drauf zurückkommen - klopfen wir mal auf's Holz... ;-)
::: Preis & Erhältlichkeit ::: Natürlich würde es heutzutage keinen Sinn mehr machen, sich um viele Ecken um genau dieses Produkt zu bemühen ;-) Die neueren Acer-Produktreihen bekommt man jedoch bei jedem Elektrotechnik-Großhandel wie Mediamarkt, Saturn etc. für 900 bis über 1200 Euro, wobei der genannte Zahlenraum gute Richtwerte darstellt...
::: Fazit :::
Ich habe den Kauf dieses Produkts nie bereut. Da ich viel mit Grafikanwendungen und Programmierungen arbeite, möchte ich natürlich entsprechenden Leistungsfähigkeit - und die kann mir der Laptop auch nach 1,5 Jahren immer noch bieten, was ich bisher nie erfahren konnte. Bisher gab es keine halbwegs aktuelle Software, die nicht mit dem Notebook kompatibel war.
Ich bin froh, mich damals auf "den letzten Drücker" für die Centrino-Technologie entschieden zu haben, denn sie ist schlichtweg optimal für Windows-betriebene Laptops: schnelle Leistung, sehr Akku-schonend - und sie geht einher mit WLAN. Zu guter letzt habe ich euch unten einige Fotos angefügt mit entsprechender Beschriftung. Ich hoffe, ich habe euch hiermit weitergeholfen und den Hersteller Acer etwas empfehlen können - denn alle Bekannte von mir, die ein Acer-Produkt aufgrund meiner Empfehlung besitzen, haben bisher keine Probleme gehabt noch mussten sie die Garantie in Anspruch nehmen... In dem Sinne: vielen Dank für's Lesen, Kritik und Fragen wie immer gern ins Gästebuch oder in die Comments :)
PS: Ich bin kein Acer-Vertreter und habe auch sonst nichts mit der Firma zu tun. Ich bin lediglich begeisterte User ;-)
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09.05.2005 19:51
...
02.03.2005 15:40
sehr schöner bericht! :)
01.03.2005 22:21
Dein Erfahrungsbericht ist super, daher auch "besonders hilfreich". LG Placebo21