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Nun sind die pharaonischen Zeiten des Geländehoppelns zwar schon eine Weile her, doch die olle MTX wird bekanntlich immer noch bewegt und zuweilen geht dabei was zu Bruch. Der Kotflügel nämlich. Was weniger daran liegt, dass die Ullige umgekippt oder sonst irgendwie hart angeschlagen wäre. Allein das Alter hat das Material des Originalkotflügels altern und dementsprechend brüchig werden lassen. Somit reichten die Erschütterungen und Vibrationen im normalen (Straßen-)Betrieb vollkommen aus, um das Dingen zu himmeln. Ok, nach 24 Jahren darf auch ein solches Teil mal an Altersschwäche sterben. Originalersatzteile sind für den Hobel nur sehr teuer zu erstehen - falls man denn überhaupt noch welche bekommt.
Doch manche Anbauteile sind schon ebensolche Klassiker, wie die Bikes an die sie geschraubt werden. So ist es legitim, wenn es mal nicht vom Moped-Hersteller selbst kommt. Bei den Produkten der italienischen Firma ACERBIS ist das beispielsweise so - und das bereits seit Anfang/Mitte der Achtziger. Acerbis ist auf Enduro-Zubehör spezialisiert und fertigt hauptsächlich wettbewerbsfähige Handprotektoren und Kotflügel für Crosser aus Kunststoff. Alle großen Zubehörketten haben die vollständige Produktpalette im Programm, diesmal erhielt POLO den Zuschlag. Der einfache MX-Kotflügel kostete dort reduzierte 15 Euro. Sonst schlägt er mit knapp 20 zu Buche.
Lieferumfang und Montage Den Standard-Kotflügel aus bruchfestem ABS-Kunststoff gibt es mittlerweile nur noch in schwarz oder weiß. Das Formteil ist universal für fast alle gängigen Enduros verwendbar und muss an das individuelle Bike angepasst werden. Hierfür sind die nötigen Bohrungen selbst anzubringen, die Originalaufnahme an der unteren Lenkerbrücke gibt dabei Maße und Position vor. Oft kann man ein paar Millimeter variieren, das heißt: den Kotflügel etwas weiter vor oder zurück montieren. Ganz nach Geschmack und persönlicher Vorliebe/Optik. Begrenzt wird dies hauptsächlich durch die Taillierung für die Gabelholme.
Sollte abzusehen sein, dass starke Vibrationen eher die Regel, denn die Ausnahme sind (also vermehrter Geländeeinsatz), so ist zur Stabilisierung des gesamten Konstrukts eine zusätzliche, passende Aluminium-Strebe von Acerbis erhältlich. Sonst drohen irgendwann doch Spannungsrisse und/oder der Verlost des Kotflügels - natürlich stets zum unpassensten Moment. Wer seine Enduro nur (noch) über Asphalt scheucht, kann auf die Mehrkosten von 10 Euro aber meist verzichten und spart sich auch die Fummelei mit dem Biest bei der Montage. Ob und wo man die beiden dezenten beigelegten Acerbis-Aufkleber hin pappt, bleibt jedem selbst überlassen.
Fazit Ein MX-Kotflügel zeitlos-klassischen Zuschnitts, welcher in dieser Form schon mehrere Jahrzehnte angeboten wird. Während die Optik - mit Ausnahme der eingeschränkten Farbauswahl - immer noch die alte ist, wurde über die Jahre lediglich das Material modernisiert. Die Acerbis-Vorderradabdeckung ist bruchfest, kann theoretisch nicht ausbleichen und ist auch vom kundigen Laien anzubringen, falls man einen günstigen Ersatz benötigt: Zugreifen.
So Long
Der Italo-Pharao
Bilder von Acerbis MX-Kotflügel
Da schau her: Das ist der Ersatzspieler aus Italien
25.10.2007 18:29
ein toller Bericht von dir, echt super ich bin wirklich begeistert
25.10.2006 10:59
Die hätte ich vor 25 Jahren gern gehabt. Shine On, Frank
25.10.2006 10:22
Klingt gut - Toller Bericht!