Ach jodel mir noch einen (1974)

Erfahrungsbericht über

Ach jodel mir noch einen (1974)

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Ach jodel mir noch einen (1974)

 

Alle Ach jodel mir noch einen (1974) Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Stoßtrupp Venus - 5 Mädchen blasen zum Angriff

4  19.12.2005

Pro:
Extrem sinnlos und lustig, Trashfans werden diesen Film lieben

Kontra:
Wer Erotik oder gar Niveauvolle Unterhaltung sucht ist fehl am Platz

Empfehlenswert: Ja 

Realjackass

Über sich: Transplantation geglückt, jetzt sind wir unzertrennlich, ich freue mich für uns, hurra hurra!

Mitglied seit:16.11.2003

Erfahrungsberichte:955

Vertrauende:216

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 135 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Es kommt eigentlich nicht besonders häufig vor, dass ich einen Film sehen möchte, der in dem Genre "Erotikkomödie" angesiedelt ist, doch als ich die Inhaltsangabe zu "Ach jodel mir noch einen" gelesen habe, ist es wirklich um mich geschehen und es stand fest, dass dieser Film beschafft werden muss! Dies gestalte sich zwar als relativ schwierig, doch letztendlich habe ich es doch noch geschafft und meine Meinung zu dem Streifen bekommt ihr nun zu lesen. Viel Spaß.


Story
------------------------
Die ausschließlich weiblichen Bewohner des Planeten Venus haben ein großes Problem: Ihnen ist der "Reibstoff" ausgegangen, mit dem sie sich fortpflanzen, welcher allerdings von einer gefährlichen, primitiven Spezies auf der Erde, den sogenannten "Männern" produziert wird. Aus diesem Grund schickt die Anführerin fünf ihrer Mädchen unter der Führung von Kommandantin 666 (Nina Frederik) zur Erde, um an die begehrten Samenzellen zu kommen. Ihr Ziel ist Bayern, da die Einwohner dort noch verhältnissmäßig zahm sein sollen. Bei ihrer Landung wird das UFO von der Frau des Bürgermeisters, Frau Hochkogler (Hilde Rom) gesichtet, der man allerdings keinen Glauben schenkt.

Die äußerst Attraktiven Außerirdischen Galaxia (Catharina Conti), Begania (Heidrun Hankammer), Eclypse (Alena Penz) und Solaria (Gerti Schneider) schaffen es, ein paar der heiß begehrten Männer in ihr Raumschiff zu locken, wo sie sie an den Bumsomat anschließen, der ihnen das Sperma abmelken soll. Die Männer erklären den heißen Venusdamen allerdings, dass dies auch anders möglich ist und führen sie in die hohe Kunst der Liebe ein.


Schauspieler
---------------------------
Es wäre sicherlich verkehrt, im Zusammenhang mit "Ach jodel mir noch einen" von Schauspielern im eigentlichen Sinn zu sprechen, soviel mal vorneweg. Trotzdem, und das hat mich sehr überrascht, schafft es ein Großteil von ihnen, nicht all zu lächerlich zu wirken und sich ein Grinsen zu verkneifen, wenn er seine Sätze zu sprechen hat. Das ist doch schonmal was! Es sind, bis auf die wirklich gutaussehenden, hochdeutsch sprechenden Damen vom Venus, allesamt Bayern oder Österreicher, in typischen Trachten und mit typischem Dialekt. Die Dörfler wirken dabei sehr zurückgeblieben und eben hinterwäldlerisch, so, wie sie sich manch einer sicherlich vorstellt. Es werden von den zu sehenden Personen im Film (ich versuche das böse Wort Schauspieler nicht zu benutzen) die allgemeinen Klischees aufgearbeitet, was ich aber nicht als Leistung bezeichnen würde, vermutlich mussten sie sich dazu nämlich nicht großartig verstellen.

Die heißen Damen vom Venus sind die einzigen, die man mit richtigen Darstellern in Verbindung bringen darf, aber es sollte nicht wundern, dass es bis heute keine von ihnen in einen guten Film geschafft hat. Sie sehen allesamt hübsch aus und verhalten sich ziemlich naiv, wenn es um Männer geht, da sie eben vom Venus kommen. ("Ist das dort unten deine Zapfsäule? Was muss ich damit tun?") Es darf von Glück gesprochen werden, dass für diese Rollen hochdeutsch sprechende Damen verpflichtet wurden, da das einen lustigen Gegensatz zu den bayrischen Dörflern darstellt.


Daten zum Film
----------------------------------
Originaltitel: Ach jodel mir noch einen
Alternativtitel: Stoßtrupp Venus bläst zum Angriff, 2069: A Sex Odyssey, Stoßtrupp Venus - 5 Mädchen blasen zum Angriff

Land: Deutschland, Österreich (1974)
Regie: Georg Tressler, Hans Georg Keil
Buch: Willy Fritsch
Länge: ca. 83 Min.
Freigabe: FSK 18
Indiziert: Nein
@ Realjackass


Die Deutsche DVD
----------------------------------
Ich bin aus dem Staunen fast nicht mehr herausgekommen, als ich gesehen habe, dass dieser (!) Film tatsächlich auf DVD herausgebracht wurde und dies von keinem geringeren Label als Marketing. Mit umwerfenden Extras sollte man natürlich nicht rechnen und auch unter Top-Qualität verstehe ich etwas anderes, aber dies ist auch nebensächlich. Der Mut der netten Herren bei Marketing, solch einen Film auf DVD zu veröffentlichen verdient meiner Meinung nach ein dickes Lob.


Kritik
------------------------
Ich glaub ich spinne. Was die Verantwortlichen hier abgeliefert haben, lässt sich schon fast nicht mehr in Worte fassen, man muss es selbst gesehen haben. "Ach jodel mir noch einen" ist eine Trashgranate erster Güte und kann es meiner Meinung nach fast schon mit den "Toxic Avenger" Filmen und anderen Konsorten von Troma aufnehmen. Was einem hier geboten wird, ist wirklich 83 Minuten Nonsens am Stück. Eines ist sicher: Jugendliche mit Überdruck werden ihr Zimmer nach Betracht dieses Films wieder trocken verlassen, wer sich ernsthaft an dicken Bayerinnen und strammen Lederhosenträgern mit Schnauzer aufgeilen kann, muss schon arge, sexuelle Probleme haben.

So unerotisch der Film trotz all seiner Sexszenen auch ist, so lustig ist er. Lange habe ich mich bei einem Film nicht mehr so amüsiert, wie bei dieser Anneinanderreihung von Szenen, die wirklich jeden Sinn vermissen lassen. Im Jahre 1974 war dieses Machwerk frühreifen Teens vermutlich noch eine geeignete ****vorlage, vielleicht wurde er deshalb einst auch indiziert. Eventuell haben es die Herren der damaligen Zensurbehörde aber auch nicht gerne gesehen, dass ihre Geschlechtsgenossen auf ihre "Zapfsäulen" reduziert wurden, wer weiß das schon so genau? Nun hat man aber endlich erkannt wie blödsinnig die Indizierung eines Films dieses Kalibers ist und der Kultklassiker der Deutschen Erotikkomödie ist wieder überall für jeden zu haben. Denn: Pornographisch ist dieser Film in absolut keinster Weise, die paar zu sehenden nackten Hintern und Brüste haben in etwa das Niveau der Sexy Sport Clips bei DSF.

Wenden wir uns aber wieder dem wichtigsten zu, dem Humor des Films. Heute gibt es so etwas leider nicht mehr all zu oft, dass mit solch einer Ernsthaftigkeit ein derartiger Müll verzapft wird. Zitat: "Hier nochmals die kostbaren Samentierchen, von denen wir auf unserer Samenbank nur noch fünf Stück besitzen. Jeder dieser Wilden aber besitzt noch Millionen davon und kann immer wieder neue erzeugen. Natürlich wissen diese Primitiven garnicht, welches Kapital sie damit besitzen. Manche sollen es sogar unter der Hand verschleudern."
Die Sexy Damen vom Venus sehen allesamt aus als wären sie einer Fantasie entsprungen, die noch nie einen Science Fiction Film gesehen hat. Sie wirken mit ihren Anzügen, Helmen und der Schminke total lächerlich und natürlich alles andere als Außerirdisch.

Die Bayern selbst verhalten sich natürlich alle absolut typisch und wie man es von ihnen erwartet. Sie leben auf Bauernhöfen, haben Sex im Stall, reden einen übelsten Dialekt und tragen ihre Trachten. Was in etwa passiert, wenn die sexgeilen Ladies vom Planeten Venus auf die Männer treffen, kann sich vermutlich jeder denken, es kommt zu allerlei lustigen Komplikationen.


Fazit
---------------------
Jeder, der sich gerne sinnlos und ohne groß nachzudenken unterhalten lässt, sollte sich "Ach jodel mir noch einen" schleunigst beschaffen, einen derartig lustigen Nonsens sieht man nicht alle Tage. Bayern treffen auf hübsche Frauen vom Planeten Venus, die dringend Sperma brauchen. Seinen Kasper wird sich bei diesem Streifen beim besten Willen keiner schneuzen können, doch dafür ist er ja auch nicht vorgesehen und das ist gut so. Die Macher haben nämlich großen Wert auf Humor gelegt und das ist ihnen super geglückt. Bis auf die Tatsache, dass die letzte halbe Stunde nicht mehr wirklich lustig ist und man vereinzelt Bayrische Bierzeltmusik ertragen muss, ein toller Film, ein Muss für jeden Trashfetischisten!

Von mir gibt es jedenfalls 7 von 10 Punkten und eine Empfehlung.

Mfg
Realjackass



Diese Seite zu den Lesezeichen hinzufügen delicious.com www.mister-wong.de www.google.com

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Miem

Miem

15.04.2007 14:16

Zahme Bayern? Dascha woll´n Gerücht ...

Shagrath2

Shagrath2

23.12.2005 13:57

Ich glaub der fehlt noch in meiner Sammlung ;o) super Bericht, danke dafür ^^

Blacklady

Blacklady

22.12.2005 19:13

Du überrascht mich immer mal wieder ,o) Wiebke

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Ach Jodel Mir Noch Einen (DVD)
Ach Jodel Mir Noch Einen ​(DVD)
Buch. de
€ 8,99 *
Versandkosten: 3,00
mehr
 zum Shop
Buch.​ de
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 5148 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (1%):
  1. mazzi

"sehr hilfreich" von (99%):
  1. stallone
  2. Miem
  3. Janet74de
und weiteren 131 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Verwandte Tags für Ach jodel mir noch einen (1974)