Adam, Ivan und die Äpfel
14.01.2007
Pro:
zwischen skurill und genial
Kontra:
lief mal wieder nicht im Orginal
Empfehlenswert:
Ja
 helmut.agnesson
Über sich:
Es ist schön, bei meiner wunderbaren Partnerin zu sein Bilder kann ich nur mit ihrer Hilfe einstell...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 83 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Moin und Schalom, ich berichte heute über einen Film, welchjenen ich vor einigen Wochen im Kino gesehen habe. ¿ Warum ich nicht direkt berichtet habe ? Weil es für diesen Film zatsächlich unmöglich ist, irgendeine Bewertung abzugeben, ohne viel über den Inhalt zu verraten - und ich denke, die meistInnen, so diesen Film sehen wollen, haben es mittlerweile getan. Adams Äpfel handelt von einem dänischen Nazi, der als Bewährungsauflage in eine Wohngemeinschaft im Pfarrhaus geschickt wird. Pfarrer Ivan wirkt wie ein Gutmensch; später erfahren wir, dass ihn ein böser Tumor plagt und er dami rechnet, bald versterben zu müssen (allerdings, für diesen Tumo wird es ein skurilles HappyEnd geben). In Ivans Wohngemeinschaft leben sehr skuille Typen und der Pfarrer (Ivan) ist der festen Überzeugung, dass sie alle ihre schädlichen Neigungen nicht mehr ausleben. Er merkt zum Beispiel nicht, dass einer seiner Bewohner weiterhin Tankstellen ausraubt. Adam wird gefragt, welches Ziel er hat. Da er keines hat, gibt er an, einen Apfelkuchen backen zu wollen - und Ivan nimmt das volkommen ernst. Wobei Adam mitspielt; aber zunächst hängt er in seinem Zimmer ein "Führer"bild auf - welches aber immer mal wieder runterfällt. Mit dem apfelkuchen gibt es Probleme, der wid ganz klein, denn viele Äpfel gehen an Würme und Krähen verloren. Im Laufe des Films wird Adam ein besserer Mensch, distanieirt sich von seiner Nazi-Vergangenheit und wird Ivans Assistent. Wobei sein Ein-guter-Mensch-Werden etwas seltsame Blüten treibt; als Khallid mal wieder eine Tanke überallen will und plant, das Personal kaltlblütig zu erschießen, fährt er mit, macht beim Überfall mit; erreicht dadurch (er geht vor Khallid rein) aber immerhin, das sich alle Bediensteten und KundInnen in Sicherheit bringen können..
Ein paar weitere Charaktere: Ivan: Der Pfarrer. Krank, an einem Tumor leidend. Den verliert er , als Adams Nazi-Kumpels ihn heimsuchen und beim Fucheln mit der Waffe sich ein Schuss so glücklich löst, dass Ivan nicht etwa verletzt wird, sondern lediglich seinen Tumor verliert. zur großen Überraschung des Arztes. Ivan wäre in seiner Schrulligkeit fast eine Sympathiefigur, würde er nicht während des G-ttesdienstes die Toilette seiner Kirche abschließen. (Als Colitis-Kranker hätte ich Probleme, wenn in der Synagoge die Toilette nicht zugänglich wäre)... Ivan wirkt naiv, wobei aber nicht klar ist, ob er teilweise sich aus seelsorgerisch-therapeutischen Gründen naiver gibt als er wirklich ist. So wirkt er zumindest, als er für Sarah Plätzchen holen lässt und sie selber aufmampft. Sehr spät sehen wir KinobesucherInnen Ivans behinderten Sohn und erfahren von dessen schrecklichen Vergangenheit mit häufigem sexuellen Missbrauch. Sarah: Sarah kommt zu Ivan, weil sie ein seelsorgerisches Gespräch wünscht. Sie ist durch einen Urlaubsflirt schwanger geworden und aht Angst um Behinderung ihres Kindes, da sie sehr viel Alkohol trinkt. Sie bleibt ebenfalls in der WG hängen und findet letztendlich sogar ihre große Liebe dortselbst. Gegen Ende des Filmes können wir ihre Hochzeit mitfeiern.
Symbolik des Films: Der Film steckt voller Symbole. Bereits die Bezeichnung Adams Äpfel ist eines, denn nach überwiegender christlicher Interpretation ist der Apfel die Frucht, mit welcher Adam im Paradies die erste Sünde auslöste (Rabbinischer Interpretation entspricht dieses Konstrukt allerdings nicht; zum einen wird über andere Früchte spekuliert; die Schrift spricht unspezifisch von einer Frucht; zum anderen -wichtiger- ist die Sünde nicht das Essen der Frucht (dies wäre allenfalls eine leichte Übertretung), sondern das anschließende Abschieben der Verantwortung, als Adam zu G-tt sagt "Die Frau, die D u mir gabst, hat mich zum Essen verführt). Unser Adam im Film findet immerhin nach einiger Zeit zu seiner Verantwortung und "reißt nicht mehr seine Bewährungsauflage runter",- wie er am Anfang denkt, sondern verändert sich. Was zum Schluss auch äußerlich sichtbar wird. Schauspielerische Leistungen: Eigentlich kann mensch die ja nur im Theater wirklich bewerten; im Kino und Fernsehen lässt sich schließlich jede Einstellung so oft wiederholen, bis sie perfekt sitzt. Also, mir sind die SchauspielerInnen eher unbekannt gewesen, ihr Spiel war jedoch beeindruckend und auch Emotionen vermittelnd.
Was schade war: entgegen der ersten Planung hatte unser Kino den Film nicht als Dänisch mit Untertiteln, sondern synchronisiert im Programm. Ich denke, dass dadurch einiges gegenüber dem Orginal verloren gegangen ist und wünsche mir, dass zumindest unser Quasi-Programmkino zu Orginalversionen mit Untertiteln umsteigt. Besuch: Nun ja, das Kino hätte voller sein können. Eine kanpp 2-stellige BesucherInnenzahl am Sonntag-Vormittag ist nicht wirklich berauschend und dieser Film häte auch mehr Publikumszuspruch verdient.
Áltersfreigabe: Ich habe die Kino-Information nicht dabei, kann also nicht ermitteln, welches die offizielle Altersfreigabe ist. Mein eigenes Empfinden ist 16 , da es einige an Gewal grenzende Szenen gibt, die jüngeren gegenüber problematisch sein können. Empehlung: ja, auf jeden Fall.
P.S. Am liebsten hätte ich "Ein enster Film, dr auch zum Lachen anregt" angeklickt. Da diese Kombination nichtn geht, bleibe ich mal bei der offiziellen Bezeichnung als Komödie..
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21.04.2007 20:45
ich würde sagen, hin und wieder regt er an
28.01.2007 14:12
habe den Film in Dänisch mit Unertiteln gesehen. War interessant
25.01.2007 11:01
der Film ist wirklich einzigartig! ------------------------------> olsenbande