Es gibt doch Zeitmaschinen
23.02.2003
Pro:
benutzerfreundlich, kann fast alles wiederherstellen
Kontra:
braucht Systemressourcen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
mehr
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einleitung ========== Viele PC-User haben dieses Problem schon mal gehabt: Sie haben einen falschen Treiber, oder ein defektes Programm oder einen Virus auf ihrer Festplatte und nichts geht mehr. Windows lässt sich nicht mehr starten, das ach so teure Programm hat seinen Geist aufgegeben oder man wird dauernd von Fehlermeldungen bombadiert. Da denken sich die meisten wohl auch: "Ach, wenn ich doch die Zeit zurückdrehen könnte!" Und ich sage, man kann!!! GoBack ist ein Programm, das wie eine Zeitmaschine funktioniert. Wenn der Computer gestern noch lief, sich heute aber nicht mal mehr starten lässt oder sonst etwas nicht mehr geht, kann man den PC in den Zustand zurücksetzen, in der der PC noch einwandfrei lief. Klingt etwas kompliziert, ist aber ganz einfach.
Installation ============ Die Installation des Programms dauert ziemlich lange. Zuerst muss man Name, Firma und Seriennummer eingeben (wie bei fast jedem Programm). Anschließend wählt man aus, welche Partitionen / Festplatten überwacht werden sollen und wie viel Platz man dem Programm zur Überwachung zur Verfügung stellt. Das Kopieren der Dateien geht auch sehr schnell, nur das Einrichten der Überwachungsdateien für die Partitionen dauert ewig (bis zu 15 Minuten pro Partition).
Funktionen ========== Gleich nach dem Neustart bemerkt man das Programm sofort. Nachdem die CD-ROM-Laufwerke und das Diskettenlaufwerk auf bootbare Datenträger überprüft worden sind, kommt ein Bildschirm von GoBack. Dieses erscheint für ein paar Sekunden. Wenn man während dieser Zeit auf die Leertaste drückt, kommt ein kleines Menü mit einzelnen Anweisungen. Man kann das Programm deaktivieren, den Computer in einen früheren Zustand zurücksetzen oder GoBack so einstellen, dass jeden Tag der Computer in einen bestimmten Zustand versetzt wird (wird oft von Schulen verwendet, damit die Schüler den PC nicht überfüllen oder verschrotten). Wenn man jetzt den Computer in die Vergangenheit versetzen möchte, wählt jetzt ein Datum aus, klickt auf O.K. und wartet ein bisschen. Wenn dann der Computer neu gestartet wird, befindet er sich in einem früheren Zustand. Toll, gell? Natürlich geht das auch unter Windows... und natürlich mit viel mehr Funktionen, Komfort und Übersichtlichkeit. Der GoBack-Bildschirm, wenn man den PC einschaltet, ist nur für absolute Notfälle gedacht, also, wenn sich Windows nicht mehr starten lässt. Man braucht zum Beispiel nicht gleich den ganzen Computer, sondern auch nur einzelne Dateien wiederherstellen, bzw. zurückversetzen. Das geht auch mit nur wenigen Mausklicks. Aber man kann auch unter Windows den ganzen PC wiederherstellen, und das in einem übersichtlichem Fenster. Links werden alle Dateien aufgelistet, die modifiziert und von GoBack protokolliert wurden. Links befindet sich eine Uhr, mit der man schnell zwischen einzelnen Vorgängen springen kann und eine Datumsanzeige, mit der man den Tag auswählt. Wenn man jetzt einen Zeitpunkt auswählt, wo das Programm einen sogenannten "Abgesicherten Systempunkt" erstellt hat, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder, man setzt den Computer sofort in diesen Zustand zurück (dabei muss der Computer neu gestartet werden) oder man erstellt so genannte GoBack Laufwerke. Diese erscheinen im Arbeitsplatz wie ganz normale Partitionen und sie beinhalten die gesamte Festplatte, wie man sie zu dem ausgewählten Zeitpunkt vorfinden konnte. Dann kann man die notwendigen Dateien kopieren und sie auf die normale Festplatte verlegen. Das Programm schützt sogar vor Festplattenformatierungen, sollten diese nicht zu viel gelöscht haben. Aber Achtung: Wenn die Festplatte umPARTITIONIERT wurde, dann kann auch GoBack nicht mehr helfen. Denn niemand ist allmächtig! Nun muss ich aber auch negative Sachen ansprechen... ähm... ach ja! Für diejenigen, die einen DVD-Brenner haben, gibt es eine kleine Ernüchterung. Die Protokolldateien von GoBack lassen sich leider NICHT auf externe Datenträger kopieren. Das ist zwar etwas schade, aber die meisten haben sowieso keinen DVD-Brenner. Ein weiterer, kleiner Negativpunkt sind die Systemressourcen, von denen braucht GoBack nämlich etwas. 1,4 Ghz sollte man schon haben, damit sich das Programm nicht bemerkbar macht. Ausserdem wäre eine grosse Festplatte für optimalen Schutz nicht schlecht.
Fazit ===== GoBack ist ein super Programm. Und da beziehe ich mich nicht auf eine bestimmte Zielgruppe. Wer schon mal einen totalen Datencrash hatte, weis, wie ärgerlich und nervenzerreissend so was ist. Und für all die rate ich, kauft euch diese Software, damit so was nicht noch mal passiert. Und für alle, bei denen so etwas nicht vorgefallen ist: ES WIRD BALD SOWEIT SEIN!!!!!
Hinweis für alle Windows XP-Benutzer ==================================== Wer sich die Version GoBack 3.0 kauft, wird erst mal sein blaues Wunder erleben (im wahrsten Sinne des Wortes), denn gleich nach der Installation kommt ein blauer Bildschirm und Windows lässt sich nicht mehr starten. In diesem Falle muss man GoBack in dem DOS-Fenster deaktivieren und sich einen Patch von der Herstellerseite herunterladen. Nachdem man diesen installiert hat, geht GoBack dann einwandfrei und ohne Mucken zu machen.
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23.02.2003 15:50
Klasse Bericht! MfG Peter-Stephan
23.02.2003 15:49
Wirklich ein sehr informativer Bericht! Scheint mir ziemlich nützlich zu sein, dieses Programm. Gruß, Pumugl