Schöner wohnen ist Geschmackssache. Schwankende Billy-Regale, sündhaft teure Designer-Lampen, Papp-Sessel, edle Teppiche - Trash kann schick sein, Design ist es nicht immer. Erlaubt ist, was gefällt.
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Erfahrungsbericht von teutoschwabe über Ado Gardinen - Manager kommt nach Hause 27.01.2001
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Kompletter Erfahrungsbericht
Schöner wohnen ist Geschmackssache. Schwankende Billy-Regale, sündhaft teure Designer-Lampen, Papp-Sessel, edle Teppiche - Trash kann schick sein, Design ist es nicht immer. Erlaubt ist, was gefällt.
Doch bei einem Einrichtungsgegenstand hört bei mir der Spaß auf: Gardinen. Sie lösen in mir ideologische Grabenkämpfe aus. Zeig mir, wie du's mit Gardinen hältst, und ich sage dir, wer du bist.
Neulich im Bus. Ein älteres Ehepaar macht eine Entdeckung. Sie: "Die haben auch keine Gardinen." Er: "Vielleicht sind das Raucher." Sie: "Oder Studenten." Lange Pause. Dann zieht sie Bilanz: "Ich finde das nicht gut. Die Vorhänge muss man abends zuziehen. Wenn da jeder reingucken kann. Die sind nur zu faul, die Gardinen zu waschen. Das ist nämlich eine schwere Arbeit." Sein Schweigen signalisiert Zustimmung.
Fassen wir also zusammen: Wer keine Gardinen vor den Fenstern hat, ist arm, genussmittelabhängig, schamlos oder abgeschlafft. Im schlimmsten Falle alles zusammen. Werkeine Gardinen hat, dem ist nicht zu trauen. Mit dem Satz "Die haben auch keine Gardinen" trifft die alte Dame einen weiteren wunden Punkt.
Das zwielichtige Verhalten ist ansteckend. Immer mehr Menschen, vor allem jüngere, verzichten auf die Lappen. Verständlich ist das schon. An Gardinen bleibt zu viel hängen: Mief, Staub und Licht. Den Schmutz des Lebens vermag auch die ADO-GARDINE MIT DER GOLDKANTE nicht zu veredeln.
Wieso sollte man für so etwas Lästiges viel Geld auf den Tisch blättern? Schon die alten Holländer haben das nicht eingesehen. Sie kapitulierten vor der irrwitzigen Gardinensteuer und nahmen die Dinger einfach ab. Und die Calvinisten machten aus der Not eine Tugend: Seht her, wir sind gottesfürchtig, bescheiden und haben nichts zu verbergen.
Die Verhängten haben es gerade nötig, den Contra-Gardinistas einen schludrigen Lebenswandel zu unterstellen. Mal ehrlich: Wir spannen alle gern - Wieder ganz aktuell Big Brother, Girls Camp etc... . Doch wer sich hinter der textilen Fassade der Ehrbarkeit versteckt, hat eine geizige Gesinnung: Die drinnen sehen die draußen, doch die draußen müssen darben. Eine voyeuristische Einbahnstraße.
Ganz anders die Freifensterfanatiker. Sie sagen "Ja" zum Exhibitionismus und dulden Augenraub. Schauen und geschaut werden ist längst ein Volkssport. Wer braucht Museen, wenn man spät abends durch Wohngegenden schlendern und die Stillleben deutscher Heimeligkeit in sich aufsaugen kann? Gardinenliebhaber entpuppen sich hier als Spaßverderber.
Aber es wäre vorschnell, zum Fenstersturz des Gilbs aufzurufen. Gardinenbesitzer mögen mit Reizen geizen. Aber man muss ihnen zugute halten, dass sie Ästheten sind, die sich auf die subtile Verlockung verstehen. Denn nichts regt die Fantasie mehr an als das Verschleierte, das hauchzart Angedeutete.
Gut zugegeben, ein bisschen Privatsphäre gönne ich mir auch. Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, dann wenn die Rolläden unten sind.
aber die hat ausgedient. Also ehrlich, ich würe beinahe vom Stuhl gefallen.
Da beginnt ein Werbespot doch tatsächlich wie mittlerweile jeder zweite
nämlich Manager kommt heim zur Familie .. vor allem auf das heimkommen wird
in dem ganzen Spot rumgeritt ...
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Pro: Baut auf Tradition Kontra: Teilweise Langweilig
Für mich ist die Goldkantenwerbung einer der einprägstsamsten Werbungen überhaupt. Da gibt es einen Werbespruch, den sich jeder leicht merken kann und der mittlerweile schon zum geflügelten Wort geworden ist. Bei dieser Werbung setzt man noch auf die Trad ...
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10.10.2000
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