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(+) Es läuft stabil und belastet des System zumindest nicht mehr als die Vorgängerversion (-) Der Win-User ärgert sich über die Notwendigkeit solcher Programme
Erfahrungsbericht von englaender1 über Adobe Soundbooth CS4 15.01.2009
Produktbewertung des Autors:
Benutzerfreundlichkeit
gut
Pro:
Optisch sehr ansprechend
Kontra:
Unverschämt teuer . Freeware ist qualitativ besser
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
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FUNKTIONSUMFANG ------------------------------- Die wichtigsten Funktionen in Kürze laut der Adobe-Homepage http://www.adobe.com/de/products/soundbooth/features/
- Mehrspurfähig - samplegenaues Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Ausblenden und Strecken von Audiomaterial - Korrektur der Pegels - Standard-Audiofilter wie Hall, Echo, EQ, Zeitkorrektur, Transponierung, Verzerren, Chor - Optimieren von Sprache und Gesang - Entfernen von Störgeräuschen (Knistern, Rauschen, Rumpeln) - Bearbeiten von Audiomaterial in Videodateien - Erstellen von Loops - Beat-Anzeige - Vorschaufunktionen - Einbindung in andere Adobe-Software - Unterstützung von WAV, MP3, AIFF, WMA und AAC
Getestet habe ich aber nicht alle Funktionen.
BEDIENUNG ------------------- Ich habe mir Adobe Soundbooth als Testversion besorgt und installiert, da ich eine Musik-CD aus verschiedenen Titeln zusammenmischen wollte. Dazu gehören neben dem Anpassen des Pegels auch das Schneiden, Verschieben und Ändern der Geschwindigkeit einzelner Titel. Eigentlich einfache Aufgaben, die Soundbooth nach der Produktbeschreibung auch problemlos bewältigen sollte. Dass es nicht ganz so war, lest ihr gleich.
Soundbooth startet mit einer übersichtlichen Oberfläche. Aber bereits um herauszufinden, wie man mehrere Spuren öffnet, um Titel mischen zu können, musste ich das Handbuch bemühen. Na ja, dachte ich, nichts ist perfekt, selbst Profisoftware ist nicht immer sehr intuitiv zu bedienen.
Ein Grundrepertoire an Effekten ist vorhanden, es lassen sich Musikzusammenstellungen relativ einfach erstellen.
Das Speichern einer Musik-CD-Zusammenstellung im Soundbooth-eigenen asnd-Format dauert schon mal 10 Minuten. Die zum Speichern verbleibende Zeit wird zwar angezeigt, jedoch laufen die Sekunden wie im Zeitraffer durch und die Zählung mit dem Fortschrittsbalken öffnet sich ständig von Neuem. Man kann nicht einschätzen, wann der Speichervorgang zu Ende ist. Bei Adobe scheinen die Uhren anders zu ticken. Kein Nutzer wird also seine Arbeit ständig zwischenspeichern, da das so ewig dauert. Datenverluste sind demzufolge fast schon vorprogrammiert.
Ein schnelles Zwischenspeichern von Einstellungen an seiner Musikzusammenstallung ist mit dem Programm ebenfalls nicht möglich. Es können zwar sogenannte "Schnappschüsse" erstellt werden, jedoch werden die innerhalb der asnd-Datei gespeichert. Diese muss man also jedesmal zusätzlich mit sichern, damit die Arbeit nicht verloren geht. Warum Adobe so einen außergewöhnlich umständlichen Weg geht, der zudem miserabel dokumentiert ist, erschließt sich mir nicht.
Eine asnd-Datei mit 7 Titeln über 36 Minuten hat in meinem Test etwa 960 MB in Anspruch genommen. Die Originaldateien sind jedoch nur etwa 67 MB groß. Was Adobe da alles speichert, ist mir rätselhaft. Vermutlich speichert Soundbooth innerhalb der Historisierung sämtliche Zwischenergebnisse mit, damit das Rückgängigmachen von Arbeitsschritten schneller möglich ist. Das geht allerdings nach hinten los, da sich das Programm quasi nicht mehr bedienen lässt. Andere Programme speichern nur eine wenige KB große Steuerdatei, die alle notwendigen Infos enthält.
Die Arbeitsgeschwindigkeit des Programms ist haarsträubend. Was andere Programme in Echtzeit wiedergeben, muss Soundbooth umständlich mehrere Minuten lang berechnen. Das ist krass und zehrt stark an den Nerven.
Möglich ist eine grafische Anzeige der Beats, es wird aber kein Wert (bpm - Beats pro Minute) angezeigt. So muss man über ein geübtes Auge oder Gehör verfügen, bis ein Titel die gewünschte Geschwindigkeit hat. Da das Ändern der Geschwindigkeit eines Titels selbst mit einem aktuellen Hightech-PC extrem langsam geht (ca. 1 Minute Bearbeitungszeit pro Minute Musik), muss man stundenlang probieren, bis die Geschwindigkeit der Titel passt. Das ist echt übel und allerunterstes Niveau.
Es fehlt die Unterstützung gängiger Audioformate wie z. B. FLAC oder OGG
FAZIT -------- Dilettantisches Speichermanagement, äußerst mangelhafte Datensicherung, außergewöhnlich langsam. Selbst Freeware ist teilweise mehrere Dimensionen schneller und leistungsfähiger.
Der Funktionsumfang ist im Vergleich zu Konkurenzprodukten als gering einzustufen. Der Preis ist eine Unverschämtheit. Die Konkurrenz bietet ein Mehrfaches an Funktionsvielfalt zu einem Bruchteil des Preises. Dass Adobe dieses Programm für "Web-Designer, Videoredakteure und andere Kreativprofis" anbietet, ist in meinen Augen der blanke Hohn. Ein Profi wird in Soundbooth bestimmt nicht die angepriesene Funktionalität vorfinden, wenn schon Amateure nach wenigen Minuten an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stoßen.
Fazit des Fazits: mit einem guten Namen kann man selbst aus Sch.... noch Gold machen.
Ich verwende für die einfachen Aufgaben wie Schneiden, Ändern des Pegels und Ein-/Ausblenden die Freeware-Programme Audacity und mp3DirectCut. Für das Mischen von CDs teste ich als nächstes Magix Music Maker.