Adobe InDesign 2.0-Software bietet Ihnen die Seitenlayout-Werkzeuge, die Sie sich schon immer gewünscht haben. Das Programm kann problemlos zusammen mit Anwendungen wie Adobe... mehr
Adobe InDesign ist ein Satz- und Layoutpaket für Macintosh und Windows. Das Programm trug vor der Fertigstellung den Namen "K2" und wurde inoffiziell als "Quark-Killer" bezeichnet. Es löst PageMaker als das Adobe-Standardlayutprogramm ab (PageMaker wird jedoch weiter für den Small Business-Markt angeboten).
Der Ansatz des Programms ist traumhaft. InDesign arbeite vollkommen objektorientiert und modularisiert. Im Klartext heisst dies: beinahe alle Komponenten können unabhängig voneinander durch neuere Versionen ersetzt werden, und diese müssen nicht unbedingt von Adobe selbst stammen, sondern können auch von unabhängigen Entwicklern bereitgestellt werden. Die Funktionalität des Programms könne auf dem gleichen Wege durch zusätzliche Module erweitert werden. Der Designer wird in InDesign die vom QuarkXPress bekannte rahmenorientierte Arbeitsweise wieder finden. Auch eine beschränkte Bearbeitung der Vektorgraphiken á la Adobe Illustrator sei möglich. Die Übernahme von transparenten Photos aus Photoshop sei ebenfalls möglich (jedoch nur mit vektorbasierten Beschneidungspfaden und nicht mit den Alpha-Kanälen, die eine stufenweise Transparenz ermöglicht hätten). Der typografischen Möglichkeiten des Programms lassen die Konkurrenz alt aussehen. InDesign ist das erste professionelle Layoutprogoramm, das neben den Type 1- und TrueType-Schriften auch die neuen OpenType-Fonts unterstützt. Mehrsprachiger Satz sei dank Unicode auch kein Hindernis mehr. Ligaturen, Mediävalziffern, Alternativbuchstaben und andere typografische Finessen lassen kaum welche Wünsche offen, genauso wie der typografische Spaltenrandausgleich, optisches Kerning und der Multiline-Composer, der eine Satzqualität liefere, die bisher nur von manueller Setzerarbeit oder vom TeX (dem Satzsystem für hartgesottene) zu erzielen war.
All dies verspricht der Hersteller dem InDesign-Anwender. Wieviel davon ist wahr? Im Prinzip alles...
Die Modularisierung und Objektorientierung von InDesign lässt hoffen, dass in der nächsten Zukunft bekannte Plugin-Hersteller wie Extensis, Andromeda oder MetaCreations Erweiterungsmodule anbieten werden, die die offensichtlichen Löcher von InDesign stopfen werden, und auch dass Adobe demnächst einige Updates auf den Markt bringt. Zur Zeit fehlen jedoch zahlreiche wichtige Funktionen (wie z.B. Ausschießen oder automatische Indexerstellung). Die waren im Lieferumfang von dem Vorläufer PageMaker enthalten, andererseits sucht man die bei der Standardausstattung des Konkurrenten QuarkXPress vergeblich. Daher ist vorzusehen, dass solche Extras für InDesign nicht kostenlos bereitgestellt werden, sondern dass die Ausgaben für die nötigsten Plugins die Kosten der Basisinstallation von InDesign weit übersteigen werden, so wie es schon heute im Fall Quark ist.
Die Modularisierung des Programms hat noch eine andere Folge: das Programm arbeitet langsam. "Langsam" ist natürlich ein relativer Ausdruck. Auf einem Pentium III/450 mit 256 MB RAM oder auf einem Mac G4 mit 196 MB kann man mit dem Programm ANFANGEN zu arbeiten. Für eine tagtägliche Agenturarbeit sind aber noch leistungsfähigere Maschinen gefragt. Generell muss man bemerken, dass die Mac-Version viel flotter unterwegs ist als die Windows-Variante. In beiden Fällen kann eine RAM-Aufrüstung auf 512-768 MB (oder mehr) bemerkenswerte Leistungsvorteile bringen.
Es wird gepriesen, InDesign kann QuarkXPress- und PDF-Dateien öffnen und weiterbearbeiten. Dies kann man getrost abschreiben: die Konvertierung funktioniert zwar manchmal, genauso aber manchmal nicht -- Verlass darauf gibt es nicht. PDF- und EPS-Grafiken kann man dafür aber ziemlich zuverlässig einfügen und positionieren, und dabei -- anders als bei Quark oder PageMaker -- nicht nur das Low-Res-Vorschaubild, sondern auch den eigentlichen Inhalt zur Gesicht bekommen, was eine genaue Montage und Positionierung einzelner Vektorgrafiken enorm erleichert. Aber -- Vorsicht! Auch hier ist ein Hochleistungsrechner gefragt...
Ein viel ernsthafteres Problem ist jedoch, dass das Exportieren von EPS- und PDF-Dateien nach meiner Erfahrung nicht immer 100%-ig korrekt funktioniert, vor allem wenn man mit Unicode- und TrueType-Schriften unterwegs ist!
Unicode ist auch eine Geschichte für sich. Zwar kann man fremdsprachliche Texte z.B. vom Word 97/2000 importieren, aber ein Versuch, einen polnischen, ungarischen oder russischen Buchstaben im InDesign direkt einzutippen, schlägt fehl -- wie soll man dann Headlines oder kleine Korrekturen erledigen? Wenn man einem Textabschnitt in einer fremden Sprache eine Schrift zuweist, die die entsprechenden Zeichen nicht enthält, erscheinen Leerzeichen -- ist ja auch logisch. Nur, wenn man die ursprüngliche Schriftart wieder wählt, kommen die fremden Zeichen nicht wieder -- die Leerzeichen bleiben! Das heisst, Teile des Texts gingen verloren. Das funktioniert selbst unter Word 97 wirklich besser!
Wenn man jedoch nur in deutscher oder englischer Sprache setzen will, ist man hervorragend bedient -- die Typo-Finessen wie Ligaturen, Kapitälchen oder Mediävalziffern funktionieren hervorragend (vorausgesetzt natürlich, man ist in Besitz entsprechender Fonts!).
Die gegenwärtige Ausstattung von InDesign macht das Programm zu einem hervorragenden Layoutprogramm für Zeitungen, Flyer, Magazine oder Booklets. Die Bearbeitungsfreiheit übersteigt die von QuarkXPress, PageMaker, Illustrator oder CorelDRAW. Wenn man Bücher setzen will, sollte man aber eher auf Adobe FrameMaker, Corel Ventura, TeX oder eventuell PageMaker zurückgreifen -- Werkzeuge zur automatischen Erstellung von Fußnoten, Inhaltsverzeichnissen oder Indizes sucht man bei InDesign vergeblich.
Wenn man InDesign statt QuarkXPress kauft, hat man tatsächlich Geld gespart (der Einführungspreis von InDesign lag ca. 2000 DM unter dem Einstiegspreis von QuarkXPress). Dieses Geld sollte man aber schleunigst in die Aufrüstung des eigenen Rechners investieren.
Andererseits, existieren für QuarkXPress unzählige XTensions, die beinahe alle denkbaren Einsatzgebiete abdecken (die aber auch gutes Geld kosten). Für InDesign sind solche Plugins zur Zeit nur "vorgesehen".
Fazit: InDesign ist ein tolles Programm, das man aber heute eher als Testkaninchen oder teures Spielzeug benutzen kann. Wer QuarkXPress schon hat, sollte auf InDesign nocht nicht umsteigen. Für wen QuarkXPress zu teuer ist, aber ein zuverlässiges, schnelles Layoutprogramm braucht, der sollte auf das "abgestufte" Adobe PageMaker zurückgreifen.
Nur wirklich hartgesottene Typo-Freaks mit etwas Geldüberschuss (kennen Sie welche?) können heute mit InDesign etwas anfangen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies in der nächsten Zeit ändert...
Pro: großer Leistungsumfang, gute PC <> MAC Kompatibilität Kontra: noch relativ geringe Verbreitung
Grafik-Designer und DTP-Anwender sind bekanntermaßen in Bezug auf die von Ihnen verwendeten Programme eher beharrend und leicht konservativ (Nicht böse sein). Der MAC ist dort immer noch vorherrschend und Quark XPress für viele das einzig vernünfige DTP-P ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Tolle Funktionen, günstig Kontra: Langsam, noch kleinere Bugs
...Vor kurzem wechselten wir in unserer Firma von Quark-Xpress auf Adobe Indesign 2.0.2 (alles Macintosh). Ich arbeite nun seit 12 Wochen täglich bis zu 8 Stunden mit dem Programm und möchte hier nicht nur das Programm vorstellen sondern auch die Unterschied ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: preisgünstig gegenüber Quark Xpress Kontra: etwas zu viel Schnickschnack
InDesign wendet sich an all jene, die bereits mit einem anderen professionellen Adobe-Produkt arbeiten: PhotoShop oder Illustrator. Dadurch verringert sich der Lernaufwand massiv. Gleiche Befehle finden sich in den gleichen Menüs wieder und machen dieselb ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
sehr hilfreich
23.08.2000
QuarkXPress ade! Bewertung für Adobe InDesign 2.0 Medienvon
GaiusObtus
Pro: leichte Bedienbarkeit, viele nützliche Features Kontra: immer noch etwas langsam, wenig Dienstleister
Wie bereits in meinem ersten Bericht erwähnt, arbeite ich seit 12 Jahren in der Grafikbranche mit Schwerpunkt Printmedien. Kollegen wissen, was das bedeutet: QuarkXpress, QuarkXpress, QuarkXpress. Ich hatte also genügend Zeit dieses Programm hassen zu ler ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: fantastische viele Funktionen Kontra: sehr teuer und nicht für Anfänger geeignet
Adobe Indesign
DAS Programm wenn's ums Publishen von Drucksachen geht...
Der Rolls Royce unter den Publishing Programmen.
zum Allgemeinen:
Adobe Indesign wirkt auf den ersten Blick starck vewandt mit anderen Produkten von Adobe ( z.b. Pagemaker) Auc ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich