Erfahrungsbericht über

Adobe InDesign 2.0 Medien

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Die Alternative für Profi-Publisher

4  04.05.2003

Pro:
Tolle Funktionen, günstig

Kontra:
Langsam, noch kleinere Bugs

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

mehr


light

Über sich: Juhu - endlich rot - nochmals vielen Dank an alle, die mir dabei geholfen haben *freu*

Mitglied seit:22.04.2000

Erfahrungsberichte:128

Vertrauende:20

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vor kurzem wechselten wir in unserer Firma von Quark-Xpress auf Adobe Indesign 2.0.2 (alles Macintosh). Ich arbeite nun seit 12 Wochen täglich bis zu 8 Stunden mit dem Programm und möchte hier nicht nur das Programm vorstellen sondern auch die Unterschiede zum Xpress aufzeigen.

Preis:
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Beim Preis ist Indesign mehr als eine Nasenspitze voruas: Die Vollversion kostet 1300 Euro, das Update 270 Euro. Xpress 5 kostet als Vollversion satte 2400 Euro!


Stabilität:
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Hut ab vor den beiden Programmen: Stabilität ist großgeschrieben, es kommt so gut wie nie zu Totalabstürzen. Indesign hat die Funktion, dass, wenn der Rechner abstürzt (meist durch ein anderes Programm), das aktuelle Dokument wieder hergestellt wird. Das funktioniert in 99 % aller Fälle. Quark hat es ein wenig anders gelöst, es gibt eine Auto-Save-Funktion und eine Sicherung der letzten Versionsstufen.


Bedienbarkeit:
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Hier muss man natürlich sagen, dass beiden Programm wahre Funktionsmonster sind und man sich mit der Materie schon auskennen muss, um sie auszunützen. Im direkten Vergleich hat hier Quark die Nase vorne, mit einer Multifunktionspalette, die nicht zuviel Platz verschwendet und klarer Menüstruktur setzt sich der Altmeister gegen den Neuling mit seinen Unter-Untermenüs und verstecken Menüs in Pfeilform (wie man sie schon aus Photoshop kennt) durch.


Möglichkeiten:
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Klarer Sieg für Indesign. Das Programm kann fast alles, was Xpress kann und noch vieles vieles mehr. Schatten, Outlines, Fotos absoften, Transparenz sind nur einige der wichtigen Grafikelemente, die Xpress nicht beherscht oder nur durch teuere Xtension erhält. Bei den Grundfunktionen wie Textlauf, Aussparen und Seitenverwaltung ist Xpress noch eine Spur besser, was aber die fehlenden Funktionen nicht wettmachen.


Geschwindigkeit:
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Da muss sich Adobe noch was einfallen lassen. Indesign ist selbst auf modernen Rechnern ziemlich langsam. Je aufwändiger das Dokument wird, umso länger muss man warten. Hier ist Xpress um längen besser.


Datenim-, -export und -ausgabe:
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Adobe hat hier das modernere Programm. Xpress öffnet nur Xpress-Dokumente. Man kann Bilddateien platzieren und Textdokumente importieren. Der Export funktioniert fast nur über Xtensions. Am besten arbeitet Xpress mit einem Adobe-Programm zusammen: Acrobate Destiller.

Indesign öffnet Xpress-Dolumente bis 4.1 (leider keine 5er-Versionen), Pagemager-Dokumente (6 und 7) und natürlich alte Indesign-Dokumente. Bei der Ausgabe unterstützt Indesign immerhin das PDF-Schreiben ohne Hilfsmittel. Besser klappt es allerdings auch mit dem Destiller.

Importieren kann Indesign fast alles. Sogar Photoshop-Layers und Illustrator-Dokumente werden direkt importiert.


Fazit:
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Für kleinere Dokumente gibt es eigentlich gar keine Wahlmöglichkeit: Indesign ist hier in fast allen Punkten besser: Preis, Funktion, Datenex- und -import.

Bei umfangreichen Dokumenten muss man allerdings überlegen. Man braucht auf jeden Fall ganz schnelle Rechner, um Indesign verwenden zu können. Kleinere Bugs im Indesign kann man fast alle umschiffen. XPress ist der Geschwindigkeitskönig, der allerdings viel für seine Dienste verlangt.

Ich persönlich benutze zur Zeit beide Programme und weiß Indesign für Gestaltungen, Xpress für größen Schriftstücke zu schätzen. Aber natürlich sind beide Programme schon eine große Investition.

Müsste ich mich für eines entscheiden, würde ich mich schweren Herzens für Indesign entscheiden, obwohl ich jetzt 8 Jahre mit Xpress gearbeitet habe. Die vielen neuen Funktionen überzeugen einfach. Vieleicht wird es mit der 6er Version von Xpress wieder anders...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sonnenschein25

sonnenschein25

21.05.2003 14:15

interessant - das programm kannte ich noch gar nicht. gruß sonnenschein25

Charlespeter

Charlespeter

20.05.2003 17:22

Sorry, bin vergesslich: Das Programm hat wie XPress auch einen ENTSCHEIDENDEN Nachteil: es basiert nicht auf XML; man kann zwar XML hinein- und herausholen, aber im Kern ist etwas proprietäres. Diese universelle Sprache setzt sich im Profilager zunehmend durch, gefährdet aber die Pfründe von Firmen wie Quark und Adobe. Irgendwann wird ein Konkurrent kommen und beide plattmachen.

Charlespeter

Charlespeter

20.05.2003 17:18

Mal ein Hinweis aus Sicht eines anderen Profis in diesem Bereich: - Das Programm ist wirklich UNSÄGLICH langsam. - Für Quark XPress gibt es Unmengen Xtensions, um bestimmte Funktionen zu erweitern und XPress noch instabiler zu machen. Für InDesign gibt es nicht mal das. - Daß Adobe es großspurig angekündigt hat und mittlerweile fast verschenkt deutet darauf hin, daß beim Hersteller einige Leute sehr, sehr traurig sind... Allerdings: ein prima Bericht.

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