Erfahrungsbericht über

Adobe InDesign 2.0 Medien

Gesamtbewertung (22): Gesamtbewertung Adobe InDesign 2.0 Medien

 

Alle Adobe InDesign 2.0 Medien Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Gute Alternative zu Quark Xpress

4  23.08.2000

Pro:
preisgünstig gegenüber Quark Xpress

Kontra:
etwas zu viel Schnickschnack

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

mehr


xSlipknotx

Über sich:

Mitglied seit:17.08.2000

Erfahrungsberichte:33

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

InDesign wendet sich an all jene, die bereits mit einem anderen professionellen Adobe-Produkt arbeiten: PhotoShop oder Illustrator. Dadurch verringert sich der Lernaufwand massiv. Gleiche Befehle finden sich in den gleichen Menüs wieder und machen dieselben Dinge. Zeichenstift oder Verlaufswerkzeug funktionieren wie viele andere genau gleich. Die nativen Formate von Adobe Illustrator, PhotoShop und die in der Druckvorstufe immer bedeutsameren Acrobat-PDFs können direkt in InDesign importiert werden.

Bilder und Grafiken aus Illustrator und PhotoShop werden in InDesign zu editierbaren Objekten. Laut Adobe spart das simple Ändern einer Illustrator-Grafik viel Zeit, meiner Meinung erfordert es viel Disziplin, genau das nicht zu tun, um zu verhindern, dass niemand mehr weiß, was das Original ist. Beispiel: Der Layouter setzt eine Zeitschrift mit Info-Grafiken, die sein Kollege entworfen hat. Leider hat eine der - immer wieder verwendeten - Info-Grafiken eine falsche Achsenbeschriftung. Unter Zeitmangel - und im Sinne Adobes korrigiert der Layouter das und bringt es auch korrekt in den Druck. Bei der nächsten Ausgabe der Zeitschrift erhält er fünf Info-Grafiken mit besagtem Fehler, die der Grafiker auf Basis der einen erzeugt hat. Ihn hat in der Hektik nämlich niemand über das Problem informiert.

Hohe Kreativität:
Wenn man InDesign etwas nicht vorwerfen kann, dann ist es Mangel an Kreativität. Früher war es üblich, dass Grafikprogramme eine Fülle von Funktionen enthielten, während Layoutprogramme hauptsächlich darauf ausgerichtet waren, möglichst viele Dateiformate zu verstehen. InDesign ist anders. Es verkauft sich als Layoutprogramm, geht aber in seiner Funktionsvielfalt weit in den Bereich der Grafikprogramme hinein. Es ist nicht mehr notwendig, vorher einen Rahmen zu erstellen und danach Text oder Bild zu importieren. Wozu auch? Wenn Sie einen Text plazieren, entsteht automatisch auch ein entsprechender Rahmen. Rahmen können beliebig verschachtelt sein und bleiben trotzdem einzeln bearbeitbar.

Das Verlaufswerkzeug läßt - wie bereits aus Illustrator gewohnt - keine Wünsche offen, da sie dem Gestalter volle Kontrolle über den Verlauf und alle seine Zwischenstufen geben. Das Bezierpfad-Werkzeug ermöglicht das Erstellen einfacher Grafiken oder die schnelle Bearbeitung importierter Grafiken. Mit der Schere werden Pfade zerschnitten, umgekehrt können mehrere Pfade auch zusammengesetzt werden. Während ich die beschriebenen Funktionen doch lieber im Grafikprogramm durchführe, gefällt mir die Umwandlung von Text in Pfade in InDesign doch sehr gut. Erst nach dieser Konvertierung können die Buchstaben mit Bildern, Grafiken oder kleinerem Text gefüllt werden.

Mein Fazit:
Adobe InDesign ist zu viel von allem. Wunderbar, dass es all die neuen Möglichkeiten bietet, aber wo sollen all die Paletten am Bildschirm hin. Einen zweiten Monitor muß man sich (platzmäßig) leisten können, und auch dann ist der Mausweg dorthin lästig. Von einem modular aufgebauten Programm hätte ich mir erwartet, dass das nicht nur die Erweiterungsmöglichkeiten betrifft, sondern auch den Funktionsumfang selber.

Diese Kritik der Überfrachtung soll aber nicht den Eindruck erwecken, dass InDesign ein schlechtes Programm ist. Effizientes Arbeiten ist ebenso gegeben wie professionelle und stabile Druckergebnisse, insbesondere durch die PDF-Unterstützung. Der wesentlichste Kritikpunkt aller XPress-Anwender ist, dass InDesign nicht XPress ist. Wenn das verstanden wurde, werden die Anwender bestimmen, ob InDesign zum Standard wird. Der Preis, der zur Zeit bei einem Viertel von Quark XPress liegt, spricht jedenfalls dafür.

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Bericht!

max. 2000 Zeichen

Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1204 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (89%):
  1. GHeiberger
  2. Style23
  3. AngelDust
und weiteren 5 Mitgliedern

"hilfreich" von (11%):
  1. Twiggy666

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.