In der Welt des eBusiness sind anspruchsvolle Web-Sites mit hohem Datengehalt ein Muss. Adobe GoLive ist das ideale Tool für professionelle Web-Designer, denn es bietet sowohl... mehr
Erfahrungsbericht von Espionne über Adobe GoLive 5.0 Medien 02.08.2001
Produktbewertung des Autors:
Benutzerfreundlichkeit
gut
Stabilität:
gut
Pro:
besser als Frontpage und Konsorten, professioneller Editor
Kontra:
für Hobby - Webdesigner etwas teuer, einzelne kleinere Macken trüben ein wenig die Freude
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Das passende Werkzeug zur Erstellung einer Website zu finden ist nicht ganz einfach. Noch schwieriger wird es allerdings, wenn man wenig oder keine HTML-Kenntnisse hat. Auch ich habe lange gesucht, da ich mich mit nervenaufreibender Tippfehlersuche im Quellcode nicht aufhalten wollte... ;-) Ich wollte sehen was ich da eigentlich gerade entwerfe, daher kam eigentlich nur ein WYSIWYG-Editor (What you see is what you get) in Frage.
Die Vorteile eines solchen Editors liegen klar auf der Hand. Man benötigt im Grunde keine HTML-Kenntnisse, auch wenn etwas Grundwissen in Sachen HTML nicht schaden kann. Außerdem sieht die Website während der Bearbeitung schon fast genauso aus wie später im Browser. Der gestalterische Ansatz spielt also schon bei der Entwicklung einer Webseite die Hauptrolle und genau so sollte es in meinen Augen auch sein. Software für diese Art der Programmierung gibt es einige und die wichtigsten WYSIWYG-Editoren habe ich im Laufe der Zeit ausprobiert. Frontpage war mir bei der Gestaltung zu starr, Netobjects Fusion zu unkreativ und einschränkend und Dreamweaver zu teuer. Somit bin ich über kurz oder lang bei Adobe GoLive 5.0 gelandet und bin damit im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Da dieser Bericht natürlich nicht auf alle Aspekte des Programms eingehen kann (dann könnte ich auch gleich ein Buch schreiben...), werde ich mich auf einige Aspekte, die besonders wichtig sind, beschränken. Mittlerweile benutze ich das Programm seit gut 1 ¼ Jahren, so dass ich noch eines zum ursprünglichen Bericht ergänzen kann.
Zum besseren Überblick gibt’s hier eine kurze Übersicht:
01 Für wen eignet sich GoLive?
02 Systemanforderungen & Stabilität
03 Die Programmoberfläche
04 Erstellen einer einfachen Webseite
05 Programmierung mit Tabellen
06 Die Einarbeitung
07 Pro & Contra
08 Was soll's kosten?
09 Fazit
Auf geht's...#01 [ FÜR WEN EIGNET SICH GOLIVE? ]
Wie bereits erwähnt, eignet sich GoLive sehr gut für alle, die keine oder wenig HTML-Kenntnisse besitzen und beim Entwickeln einer Seite sehen wollen, was sie da gerade erstellen. Wer HTML-Kenntnisse hat und lieber direkt im Quellcode arbeitet (falls es solche Leute wirklich gibt...;-) kann dies in GoLive auch tun, obwohl dann wahrscheinlich auch ein einfaches Shareware-Produkt reichen würde. Besonders geeignet ist das Programm für User, die bereits mit Photoshop arbeiten, da es zwischen GoLive und Photoshop eine Schnittstelle gibt, die das Einfügen von Bildern enorm vereinfacht. GoLive ist in meinen Augen in gutes Programm für Einsteiger genauso wie für Fortgeschrittene.
#02 [ SYSTEMANFORDERUNGEN & STABILITÄT ]
Systemanforderungen: • 48 MB Arbeitsspeicher (mindestens 64 MB empfohlen) • 50 MB Festplattenspeicher • CD-ROM-Laufwerk • Bildschirmauflösung von mindestens 1024 x 768 empfohlen • PowerPC Macintosh; Mac OS Version 8.6 oder 9.0 • Pentium 200 MHz-Prozessor oder höher; Windows 98, Windows 2000, Windows NT 4.0 mit Service Pack 4.
Die Installation des Programms bereitet eigentlich keinerlei Probleme und läuft ziemlich unkompliziert und zügig ab. Auf meinem Rechner läuft das Programm sehr stabil. Systemabstürze waren bislang eher die Ausnahme und das, obwohl ich während der Nutzung von GoLive gleichzeitig meistens meine Bildbearbeitungssoftware und einige Browserfenster geöffnet habe. Trotzdem bleibt mein System (Windows 98) stabil und ich habe so gut wie keine Probleme. Und das bei einem Rechner auf dem sich sogar Word aufhängt, wenn man nur mal kurz nicht hinguckt... ;-)
#03 [ DIE PROGRAMMOBERFLÄCHE ]
GoLive arbeitet ähnlich wie andere Adobe-Produkte mit Werkzeugpaletten, über die man Objekte einfügen und bearbeiten kann. Einige der Fenster auf der Oberfläche möchte ich nun einmal etwas näher vorstellen.
Das Dokumentenfenster: Hier sieht man die Webseite an der man gerade arbeitet. Es gibt wiederum mehrere Ansichten: Die Layoutansicht, in der man die einzelnen Bestandteile der Webseite anordnet, die Quellcodeansicht, in der man den Quellcode überprüfen und ändern kann (falls man zur Gruppe der HTML- Fetischisten gehört ;-) und die Vorschau. Hier sieht man, wie die Webseite später aussehen wird, ohne dass der Browser extra gestartet werden muss. Arbeitet man mit Frames, gibt es eine spezielle Frameansicht, um die Frames sinnvoll zu organisieren.
Das Website-Fenster: Dieses Fenster hilft auf der gesamten Website den Überblick zu behalten. Alle zur Site gehörenden Webseiten werden hier aufgelistet. Enthält die Site noch Fehler, z.B. fehlende Links, verwaiste Dateien, erkennt man dies an einem kleinen Symbol hinter dem Dateinamen. In einer Navigationsansicht kann man sich einen Strukturbaum der Site anzeigen lassen. In der Linkansicht kann man sich mit Hilfe verschiedener Funktionen einen Überblick über die Verlinkung der einzelnen Dateien verschaffen.
Die Paletten: Es gibt eine Vielzahl an Paletten, z.B. für das Ausrichten von Objekten auf der Seite, JavaScript-Aktionen, zur Formatierung von Tabellen, etc. Die wichtigsten Paletten, mit den man eigentlich auch ständig arbeitet, sind die Objektpalette und der Inspektor. Der Inspektor zeigt immer Informationen zu dem gerade markierten Objekt an, z.B. Größe, Ausrichtung, Links, Rollovereffekte. Die Eigenschaften des gerade markierten Objektes werden immer in diesem Fenster angezeigt.
Die Objektpalette ermöglicht das Einfügen von verschiedenen Objekten, wie der Name schon vermuten lässt. Dazu zählen das Layoutraster, Textfelder, Bilder, Rollovers (auch Mouseovers genannt), Tabellen, Frames, Java Applets, Videos, etc. Per Drag and Drop kann man die gewünschten Objekte von der Palette einfach in das Websitefenster ziehen und an der gewünschten Position platzieren. Die Formatierung erledigt man dann mit Hilfe des Inspektors. Viele Programmfunktionen, die man zum Erstellen von Webseiten benötigt werden über diese beiden Paletten genutzt.
#04 [ ERSTELLEN EINER EINFACHEN WEBSEITE ]
Wie erstellt man nun eine einfache Webseite in GoLive? Ganz einfach, man öffnet ein neues Dokument und zieht als ersten Schritt das Symbol ’Layoutraster’ aus der Objektpalette per Drag and Drop in den Layoutbereich. Die Größe des Rasters kann durch Ziehen mit der Maus oder durch die Eingabe fester Werte einfach verändert werden. Auf dem Layoutraster arrangiert man nun den Seiteninhalt, ebenfalls durch Drag and Drop aus der Objektpalette. So füllt sich die Seite langsam mit Text und Bildern. Im Inspektor legt man die Farben für Schriften, Links und Hintergrund fest, und schon hat man eine einfache Webseite gestaltet. Und das alles ohne HTML. Super, oder?
Wem das zu einfach ist, der kann seine Webseiten auch mit Hilfe von Tabellen gestalten. Dazu gibt’s im nächsten Punkt noch ein paar Infos.
Selbst das Erstellen eine Style Sheets ist denkbar einfach. Mit wenigen Mausklicks ist das Style Sheet erstellt. Durch ein übersichtliches Auswahlmenü kann man Schriftarten, -größen und –farben festlegen und weitere Formatierungen vornehmen. Die Menüführung dazu ist übersichtlich und die nötigen Handgriffe dazu sind schnell erlernt. Ich hab’s nur einmal kurz in meinem GoLive-Buch nachlesen müssen, dann hatte ich das drauf und alles weitere stellte kein Problem mehr dar.
#05 [ PROGRAMMIERUNG MIT TABELLEN ]
Das Programmieren mit Tabellen ist sicherlich eine Funktion, die eher von fortgeschritteneren Usern verwendet wird. Insgesamt ist diese Art der Gestaltung etwas schwieriger und erfordert vor allem viel Geduld. Wer die nicht hat oder es lieber einfach und schnell möchte, der wird wahrscheinlich von den Tabellen die Finger lassen und mit dem Layoutraster arbeiten. Gerade anfangs ist das auch wohl sinnvoller. Für etwas anspruchsvollere Layouts kommt man an den Tabellen allerdings nicht vorbei, da einige Dinge mit dem Layoutraster einfach nicht umzusetzen sind.
Als ich im Laufe der Zeit mit etwas komplizierteren Gestaltungen anfing, bei denen ich auch farbigen Hintergründe für einzelne Tabellenzellen benötigte, führte an der Programmierung mit Tabellen jedenfalls kein Weg mehr vorbei. Und seitdem bin ich, glaube ich, um mindestens 10 Jahre gealtert... ;-) Ganz ehrlich, manchmal raubt einem diese Arbeit den letzten Nerv. Sie ist überaus kniffelig und wegen irgendwelcher Kleinigkeiten steht oft das gesamte Seitenlayout kopf. Besonders kniffelig wird es dann, wenn man obendrein die Tabellenbreite auch noch prozentual zu Bildschirmgröße definieren will. Oft passieren dann Dinge, die man einfach nicht nachvollziehen kann und die einem so unlogisch erscheinen, dass man daran verzweifeln möchte. Aber wenn man durchhält und den Mut nicht verliert, lohnt sich der Aufwand.
Ein Problem der Tabellen ist, dass sie teilweise das Seitenlayout verschieben, wenn man die Seiteninhalte einfügt. Daher muss man oft mit verschachtelten Tabellen arbeiten. Hat man den Bogen einmal raus, ist das gar nicht mehr so schwer, nur muss man schon einigermaßen sorgfältig bei der Programmierung vorgehen. Ein Punkt, in dem einem GoLive die Arbeit mit verschachtelten Tabellen nicht immer ganz leicht macht, ist die Tatsache, dass das Markieren von Zellen oder ganzen Tabellen etwas schwer ist. In komplexen Seitenlayouts ist es manchmal wirklich nicht leicht, eine ganz bestimmte Zelle zu markieren oder eine bestimmte Tabelle auszuwählen, also ist auch hier wieder etwas Geduld gefordert.
Ein weiteres Problem beim Markieren einer Zelle besteht darin, dass es leicht passieren kann, dass man beim Markieren die Größe der Zelle versehentlich verändert, ohne es zu merken. Dies kann bereits durch eine leichte Mausbewegung beim Klicken passieren, weshalb bei der Arbeit mit Tabellen erhöhte Vorsicht geboten ist. Andernfalls kann es leicht mal passieren, dass unterschiedliche Seiten einer Website durch solch ein Missgeschick unterschiedlich aussehen, was natürlich nicht so prall ist. Eine wirklich unschöne Schwäche von GoLive, die ziemlich störend ist.
Sollte man mit seinen ersten Gehversuchen in der Tabellenprogrammierung mal alles andere als zufrieden sein, kann man die Tabelle jederzeit in ein Layoutraster konvertieren. Doch Vorsicht, dieser Schritt lässt sich nicht mehr rückgängig machen, also ist auf jeden Fall vorher Abspeichern gefragt.
#06 [DIE EINARBEITUNG ]
GoLive ist ein ziemlich komplexes Programm, weshalb das autodidaktische Erlernen der Software etwas schwierig ist. Man findet durch die einfachen Drag and Drop-Funktionen zwar einen schnellen Einstieg, kann aber die Potentiale des Programms noch längst nicht voll ausschöpfen. Das Hilfemenü ist dabei leider auch keine sehr große Hilfe. Ich zumindest habe damit meine Probleme. Daher würde ich jedem der GoLive voll ausschöpfen will, empfehlen sich ein gutes Buch über das Programm zu besorgen. Ansonsten erlernt man das Programm wohl eher oberflächlich.
Ich arbeite viel mit dem Data Becker Buch „Das große Buch GoLive 5“. In diesem fast 500 Seiten starken Wälzer werden alle Programmfunktionen verständlich erläutert, so dass irgendwann selbst das Erstellen einer Animation und das Arbeiten mit CSS und JavaScript keine Probleme mehr bereitet.
Dass das Programm mit einer guten Benutzeroberfläche und in vielen Belangen fast schon intuitiven Benutzerführung überzeugen kann, habe ich letztens besonders stark gemerkt, als ich einen Neuling in das Programm eingewiesen habe, damit er die Website, die ich erstellt hatte, ohne meine Hilfe warten kann. Wir haben das ca. 1,5 Std. durchgespielt, danach konnte er das Programm größtenteils selbstständig bedienen und auch mit Style Sheets und JavaScript umgehen.
Die Benutzerführung ist recht logisch aufgebaut, so dass man selbst wenn man mal nicht so recht weiter weiß, mit einem Blick in den Inspektor sieht, welche Möglichkeiten einem offen stehen. Für kompliziertere Aktionen wird es natürlich um einiges schwerer. Die Grundprinzipien sind aber dennoch recht schnell zu erlernen. Wer es aber selbstständig lernen und nicht nur an der Oberfläche kratzen will, der sollte sich am Besten ein Buch anschaffen.
#07 [PRO & CONTRA ]
Zur Übersicht gibt’s hier noch einmal die wichtigsten positiven und negativen Dinge, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind.
PRO: • Mit Hilfe des Layoutrasters sind sämtliche Seitenbestandteile frei beweglich und können ohne Probleme weiterbearbeitet und verändert werden. Dies ermöglicht die in meinen Augen einfachste Form der Webseitengestaltung, die vor allem für Anfänger interessant sein dürfte. Gerade gegenüber Frontpage ist dies ein riesiger Vorteil, da Frontpage in der Handhabung oft etwas starr ist, vor allem wenn man Seiten mit hohem Grafikanteil hat. Frontpage bietet sich eher für textlastige Webseiten an. • Die Grundfunktionen des Programms sind schnell erlernt (Schneller als beim Konkurrenzprodukt Dreamweaver, das ich auch mal getestet habe). Durch Drag and Drop ist das Programm einfach zu bedienen. • Die Schnittstelle zu Photoshop erleichtert das Einfügen von Grafiken. Die Bildoptimierung kann direkt aus GoLive vorgenommen werden. • Die Erstellung von JavaScripts oder Style Sheets ist mit GoLive relativ einfach. • Eventuelle Fehler innerhalb der Website werden im Websitefenster angezeigt. Vor dem Veröffentlichen kann man die Website zusätzlich noch einmal überprüfen und aufräumen lassen. Auch die Anzeige von unvollständigen Links ist in diesem Zusammenhang sehr praktisch und benutzerfreundlich. • Selbst zum Erstellen der abgefahrensten Webseiten sind keine HTML- Kenntnisse nötig. • Im Gegensatz zu Netobjects Fusion ist man bei der Gestaltung des Layouts flexibler. Man ist nicht an irgendwelche Formatvorlagen gebunden. • Eine Rechtschreibprüfung ist möglich, auch wenn man GoLive noch so manches Wort erst einmal beibringen muss.
CONTRA: • Probleme gibt es mit der Browservorschau. Auf meinem Rechner kann ich die Browservorschau nur für den Internet Explorer starten. Opera wird über die Verknüpfung aus GoLive genauso wenig gestartet wie Netscape, obwohl ich den Pfad schon ein Dutzend Mal überprüft habe. Die Verknüpfung stimmt, die Programme werden aber trotzdem nicht geöffnet. • Die Programmierung der Webseiten mittels Tabellen ist etwas kniffelig, besonders was das Definieren von Zellengrößen angeht. Hier war ich schon manches Mal der Verzweifelung nahe, da die Tabellen oft trotz festgesetzter Größe ihr Aussehen im Browser verändern. Auch eine Zelle zu markieren ist oft nicht ganz einfach. Da ist viiiieeeel Geduld gefordert... ;-) • Einzelne Schritte lassen sich z.T. nicht rückgängig machen. Hier hätte GoLive sich ruhig eine Scheibe von Photoshop abschneiden können, wo das Rückgängig machen einer ganzen Reihe von Schritten kein Problem darstellt. GoLive dagegen protokolliert die ausgeführten Aktionen nicht und lässt den Anwender über die Schaltfläche „Bearbeiten“ >> „Rückgängig“ oft nur 2 bis 5 Schritte zurücknehmen. Einzelne Aktionen lassen sich auch gar nicht rückgängig machen, insbesondere wenn man zwischenzeitlich auf die Registerkarte Vorschau gewechselt ist. Am regelmäßigen Abspeichern vor dem Ausführen einer unbekannten Aktion führt also kein Weg vorbei. Aber wehe man vergisst das mal... • Was ich bei GoLive immer wieder vermisse, ist eine programminterne Taskleiste. Oft hat man gleichzeitig viele Fenster geöffnet, zwischen denen man immer wieder hin- und herspringt. Da sie aber nicht am unteren Bildschirmrand kompakt angezeigt werden (z.B. wie mehrere geöffnete Worddokumente oder Browserfenster), muss man die Fenster immer wieder hin- und herschieben, auf der Suche nach dem Fenster, in dem man weiterarbeiten möchten. Das nervt nicht nur, sondern kostet auch Zeit. Organisatorisch hätte man diesen Punkt sicherlich geschickter lösen können. • Das Automatische Backup ist absolut unzuverlässig. GoLive sollte eigentlich automatisch Backups der Site-Datei erstellen. Das ist die Datei, in der die Struktur der Website gespeichert wird. Als ich bedingt durch einen Stromausfall einmal genau dieses Backup benötigte, bot GoLive mir nur eine Version aus der Steinzeit und eine von nach dem Crash an. Somit musste ich die komplette Site neu erstellen und die vorhandenen Dateien dort hineinspeichern, wodurch natürlich sämtliche Pfade und Links geändert werden mussten. Es hat fast einen ganzen Tag gedauert, bis ich die Website wieder auf Vordermann gebracht hatte. Ein Tag, den ich mit Sicherheit hätte angenehmer verbringen können, wenn GoLive eine vernünftige Backupfunktion hätte... • Der FTP-Browser ist nicht gerade erste Sahne. Ich für meinen Teil nutze zum Upload der Website lieber andere Software (z.B. das Freeware-Tool Perfect FTP). • Ein Bug verursacht Probleme mit animierten GIFs in Netscape 6. Ist mittlerweile allerdings nicht mehr so tragisch, da es auf der Adobe-Website einen Patch dafür gibt.
Auch wenn ich hier jetzt so einiges an Kritik geäußert habe, so soll das doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich insgesamt GoLive immer noch sehr gerne benutze. Hat man die Tücken des Programms erst einmal registriert, wird die Anwendung gerade bei Tabellen etwas einfacher. Die Contra-Punkte beschreiben zwar einige Dinge, die mir in der Verwendung negativ aufgefallen sind und die in Anbetracht der Anschaffungskosten auch für einen negativen Beigeschmack sorgen, dennoch bin ich mit den meisten Programmfunktionen zufrieden. 5 Sterne ist mir GoLive mittlerweile allerdings nicht mehr Wert. Vergleicht man das Programm aber mit den Konkurrenten NetObjects Fusion oder Frontpage, steht GoLive immer noch recht gut da.
#08 [ WAS SOLL'S KOSTEN? ]
GoLive kostet im Laden über € 250,-, falls ich richtig informiert bin. Dadurch ist es aber immer noch günstiger als der Marktführer Dreamweaver. Der Preis sollte allerdings nicht abschrecken, ich habe auch nicht so viel bezahlt und das ohne gegen irgendwelche Urheberrechte zu verstoßen ;-). So erhält man das Programm z.B. auch, wenn man bei Strato eine Domain von einer bestimmten Größenordnung bestellt (Infos dazu unter www.strato.de). Eine weitere Möglichkeit sind ebay-Auktionen. Dort werden viele Originalexemplare dieser Software angeboten, oft für unter € 50,-. Somit ist GoLive letztlich trotz des hohen Preises durchaus erschwinglich. Aber wer Photoshop kennt, dem wird GoLive ohnehin wie ein Schnäppchen erscheinen... ;-)
#09 [ FAZIT ]
Adobe GoLive ist ein wirklich solider Webseiten-Editor. Wenn es überhaupt einen besseren gibt, dann wahrscheinlich höchstens Dreamweaver. Ich jedenfalls bin mit GoLive geradezu über mich hinausgewachsen, auch wenn mich das Programm manchmal an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht hat. Alles was ich vorher mit Frontpage gemacht habe, war Kinderkram dagegen. Auch Netobjects Fusion hat mich mehr eingeschränkt, als dass es mir geholfen hat. Erst mit GoLive habe ich das erreicht, was ich will, sowohl für meine private Site, als auch für professionellere Arbeiten. Wer möchte, darf sich gerne davon überzeugen, unter www.landscapeweb.de oder in meinem Ciao-Profil... ;-)
Probleme macht das Programm nur selten, seit ich aber verstärkt mit Tabellen arbeite, erscheint mir das Programm nicht mehr ganz so komfortabel wie zu Anfang, als ich mehr mit dem Layoutraster gearbeitet habe. Tabellen sind in GoLive schon des öfteren eine kniffelige Angelegenheit. Was mich ansonsten noch stört sind die schlechte Backupfunktion, die schlecht funktionierende Browservorschau, die fehlende Taskleiste und die Tatsache, dass es kein Protokoll gibt, mit dessen Hilfe man ganz einfach mehrere Schritte wieder rückgängig machen könnte. Ansonsten hat mich das Programm im Großen und Ganzen überzeugt. 4 Sterne kann man für diesen soliden Webseiten-Editor durchaus noch geben. Ein Programm, das sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene einiges zu bieten hat.
Webdesignende Grüße, Meike
NACHTRAG: Mittlerweile gibt es ja auch schon GoLive 6.0 zu kaufen. Ich nutze es noch nicht, habe aber einmal für ca. 2 Std. damit arbeitet können. Benutzeroberfläche und Handhabung haben sich im Wesentlichen kaum verändert. Was erweitert wurde, sind die Aktionen, vor allem JavaScript. Hier geht GoLive natürlich gewissermaßen mit der Zeit. Entwickeln sich HTML, JavaScript, etc. weiter, zieht das natürlich an GoLive auch nicht spurlos vorüber.
Nach diesem ersten Eindruck werde ich auch weiterhin mit GoLive 5.0 weiterarbeiten. Zum Umsatteln sehe ich momentan jedenfalls noch keinen wirklichen Grund. So viel hat sich ja offensichtlich auch nicht verändert...
_____________________________________________ Erstveröffentlichung: 02.08.2001 Überarbeitet und ergänzt: 25.08.2002
Pro: Einfach, viele Funtionen, uneingeschränkter Quellcode Zugriff Kontra: ?
Adobe Golive ist wirklich ein sehr leistungsfähiger HTML Editor. Für Anfänger genauso geeignet wie für Profis. Eigentlich kann man dieses Programm gut mit Macromedia Dreamweaver vergleichen. Normalerweise schaltet man zwischen 3 verschiedenen Modi hin und ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: sehr viele Funktionen, "Drag&Drop" und HTML-Programmierung Kontra: ohne Handbuch verliert man schnell den Übeblick
...Neulich hat sich mein Vater bei Strato angemeldet um eine eigene Domain und Webspace für seine Homepage zu bekommen. Wenige Tage später kam dann die dazugehörige Software an. Unter anderem auch Adobe GoLive 5.0. Was mach ich natürlich? Reiß mir das Progr ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: s.o. Kontra: Preis und mitunter Systemabsturz
Im Internet ruht die Zukunft - Web-Design und Web-Editor, hierin werden die Weichen gestellt! Aber nicht jedes Programm ist den ständig wachsenden Ansprüchen und Funktionen gewappnet! ADOBE´s Sprößlinge durchaus ... war die Version 4.0 noch mit Bugs gespi ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Browsereinbindung, Plugins, Updatefunktion Kontra: Teuer, Bei vielen Bildern langsam, vielleicht ein wenig zu umfangreich für den Anfänger
Hallo Ihr Lieben, Heute möchte ich mal über meinen liebsten Homepageeditor schreiben. Adobe® GoLive 5.0 (gibt es bei Strato bei Bestellung des Powerwebpackage kostenlos dazu) kann problemlos dynamische Inhalte sowohl für das Web als auch für mobil ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich