Shoppingsucht der anderen Art
27.12.2003
Pro:
Vorteil von jeder PS - Version PLUS sinnvoller Neuerungen, Handhabung, Zuverlässigkeit
Kontra:
Preis : /
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
mehr
 Jungletiger
Über sich:
Mitglied seit:30.04.2002
Erfahrungsberichte:123
Vertrauende:30
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Jetzt ist es endlich so weit, dass ich mich traue, einen Bericht über das meiner Meinung nach beste Produkt in Punkto Photobearbeitung zu schreiben - mein heißgeliebter Photoshop :) Dieses geniale Standardprodukt von Adobe liegt momentan in seiner siebten Version vor, mit der ich nun auch schon ungefähr 2 Jahre regelmäßig arbeite, vor allem aber in den letzten Monaten viel dazugelernt habe durch vermehrte Arbeit daran für die eigene Website oder aber „einfach“ wegen meines Designstudiums. ___________________________ PHOTOSHOP - GENERELLES _____________________________ PS, wie ihn Insider kurz und bündig nennen und ich es nun der Bequemlichkeit halber auch im Folgenden machen werde, dient zum einem zum Retouchieren von (missglückten) Photos (Einsteiger korrigieren rote Augen, Fortgeschrittenere die gesamte Farbgebung, den Kontrast usw.), zum anderen zum Erstellen von Photomontagen, Collagen oder auch Websites. Es gibt natürlich genügend Konkurrenzsoftware, die wohl auch dadurch besticht, anfangs leichter erlernbar zu sein, doch ich wage einfach mal zu behaupten, dass PS das beste Programm ist: Es ist schon auch relativ intuitiv, auch wenn man natürlich am besten sehr viel Zeit investiert, um sich das Programm selbst anzueignen oder Handbücher wälzt oder einen Kurs belegt. Zudem läuft es sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac hervorragend und bietet eine große Auswahl an Speicherformaten, damit der Austausch zwischen den beiden Systemen auch reibungslos abläuft. ___________________________ PHOTOSHOP SIEBEN _____________________________ Ich weiß nicht genau, mit wie vielen Verbesserungen die Version 7 gesegnet ist, aber augenfällig sind vor allem zwei: - Ein DATEIBROWSER (Command/Strg+Umschalt+O) ermöglicht einem, schnell und zielsicher die Dateien zu finden. Sie werden mit einem kleiner kleinen Bildvorschau gezeigt und die technischen Daten (Dateigröße, Format) werden angegeben. Gerade, wenn Digicams eigenständig Photos als z.B. RIMG001 bis RIMG999 abspeichern, findet man durch die komplette visuelle Abbildung des Inhalts zügig die gewünschte Datei, als wenn man sich früher beim normalen „Datei öffnen“ durch die bloßen Namen wuseln musste, die dann erst eine Bildvorschau lieferten, wenn man direkt auf die Datei klickte. Einmal aktiviert, befindet er sich dann rechts oben in der Menuleiste. - Der REPERATUR-PINSEL dient der schnellen Korrektur von Unregelmäßigkeiten im Bild, sprich, Pickeln und anderen Unschönheiten. Man wählt den Farbbereich, dem sich die roten Stellen angleichen sollen, mit gleichzeitig gedrückter Alt-Taste aus und klickt mit dem Pinsel dann auf alle Blessuren, die dann in den meisten Fällen gleich 100%ig sauber verschwinden. Der Vorteil zum früheren STEMPEL: Ein Aktivieren der gewünschten End-Farbe reicht, man muss nicht jedesmal einen neuen Auswahlbereich wählen, um ein korrektes Ergebnis zu erreichen. Übertrieben gesprochen: Ein bepickeltes Gesicht, das halb im Schatten, halb im Licht liegt, lässt sich im optimalen Fall durch eine einzige Reperaturpinsel-Einstellung korrigieren. Und ich meine auch, dass die - AUTO-KORREKTUREN bei Farbe, Tonwertkorrektur und Kontrast auch sauberer und realistischer arbeiten als bei der Vorgängerversion. Generell findet man natürlich - DIE WERKZEUGLEISTE (normalerweise links): Von Auswahl über Rechteck bis Zauberstab bis Werkzeugspitzen-Werkzeug bis zum Wechsel von normalem Modus zu Quickmask findet man hier seine Geräte, die man alle auch ganz schnell über Shortcuts aufrufen kann, die man sich im Lauf der Zeit verinnerlicht und einem somit wahnsinnig viel Zeit ersparen. Eine Liste mit allen Shortcuts kann man sich ergoogeln, einer der ersten Links führt dann direkt zu Adobe, wo man sich ein entsprechendes .pdf herunterladen kann. - in einer horizontalen Leiste oben findet man nun alle Einstellungen für die entsprechenden Werkzeuge, zum Beispiel die Art der Werkzeugspitzen (die sich dann auch rechts neben dem Dateibrowser befinden und dort noch speziell modifiziert werden können -> Streuung, Größe etc.), deren Größe (schnell zu ändern via Command/Strg und . (Punkt) für größer und dasselbe mit , (Komma) für kleiner und weitere Eigenschaften wie z.B. Deckkraft, oder aber, wie die Auswahlen untereinander fungieren sollen (Multiplizieren, Subtrahieren...). Im Gegenzug zu älteren PS-Funktionen kann man die Größe nun einfach auch mit der Maus bestimmen, indem man einen Regler betätigt, und muss die Werte nicht mehr manuell eingeben. Oder eben, man benutzt die eben genannten Shortcuts. - rechts findet man die über Fenster definierten Arbeitsfenster wie z.B. den NAVIGATOR, das PROTOKOLL oder die in PS so sinnvollen und notwendigen EBENEN. Nach eigenem Bedarf kann man die öffnen und anordnen, wie man es will - mit einem Klick auf Fenster - Arbeitsbereich -Paletten zurücksetzen befindet sich dann alles wieder an seinem ursprünglichen Ort.
Natürlich darf man nicht die Menuleiste oben vergessen: - von BILDoptionen (Größe und Auflösung können dort definiert werden etc.) bishin zu den FILTERN, die am Anfang zu ganz schlimmen Spielchen verleiten *g* (Ölbild aus Photo erstellen lassen, via „Verflüssigen“ böse Gesichter basteln etc.) oder aber auch zur Bildkorrektur dienen (Weichzeichnen, Scharfzeichner etc.) findet man hier wichtige Arbeitsbereiche. Wichtig ist vor allem auch - BEARBEITEN: Hier kann man selbst Werkzeugspitzen oder Muster definieren und sich die eigene Arbeit erleichtern. Auch das Vergrößern/kleinern/Umformen von einzelnen Bildobjekten funktioniert hier via TRANSFORMIEREN (Command/Strg + T). Nicht zu vergessen die ARBEITSFLÄCHE selbst: An ihr kann man immer ablesen, welche Monstergröße die Datei im Lauf der Zeit annimmt (paar mehrere MB sind da keine Ausnahme) bzw. durch einen Rechtsklick (Klick und CTRL) weitere Optionen auswählen wie: Bildmaße, welches aktuelle Werkzeug aktiv ist etc. Ebenfalls das Druckformat wird angezeigt. wenn man sich in diesem Bereich unten herumspielt.
Und da sind wir schon bei einem meiner Meinung nach wesentlichen Bestandteil von PS: ___________________________ PHOTOSHOP - EIN EWIGES SPIEL _____________________________ Dies meine ich durchaus zweideutig: Man kann PS spielerisch lernen, wie ich es auch getan habe. Anfangs habe ich das Programm verflucht, da es doch etwas komplizierter, da vielschichtiger als mein früheres Picture Publisher war, bis ich mich schließlich doch zähneknirschend an die Arbeit machte, mich mit Ebenen und so weiter auseinander zu setzen. Und ich kann nur eines sagen - dieser Arbeitsaufwand und -eifer lohnt sich auf jeden Fall :) Man entdeckt in PS so viele Funktionen... so viele Optionen... wenn man einfach mal nur einen Rechtsklick wo wagt oder die Alt-Taste gedrückt lässt. Dies passiert mir auch jetzt noch oft genug, obwohl ich jetzt schon sagen würde, versierter im Umgang mit PS zu sein. Es ist fast wie ein Adventure-Spiel, wo man jedes Mal, in jedem neuen Level, immer noch Neues entdecken und sich weiter entwickeln kann. Dabei gibt es aber keine vorgeschriebenen Regeln, wie man vorgehen muss - man muss einfach steten Schrittes daran arbeiten, und am Schluss darf man die Prinzessin/den Prinzen küssen ;o) Zum anderen empfinde ich auch durchaus die wirkliche Arbeit in PS als spielerisch: Mit den Shortcuts ist man rasend schnell, man kann jedes Mal noch eine neue Arbeitsweise versuchen, vor allem im Bereich der Masken (können durch Ebenenmasken erstellt werden, durch Auswahlwerkzeuge, durch Quickmask... ewiges Spielchen) und für sich das beste herausfinden. Außerdem ist die Oberfläche von PS sehr angenehm, wenn man mal weiß, für was welches Icon / welche Funktion steht, kommt man ganz flink durch seinen Arbeitsprozess. Man kann sowohl sehr konzeptionell vorgehen, wenn man mit PS schon stärker vertraut ist, und gezielt gewisse Arbeitsschritte vollziehen, es ist aber genauso möglich, sich experimentell auszutoben und die Grenzbereiche der Filter auszuprobieren, wobei nicht selten doch etwas sehr interessantes entstehen kann. Die Oberfläche selbst in PS 7 ist angenehmer als seine Vorgänger, da die einzelnen Bereiche nicht mehr so „kastig“ erscheinen. Und zudem sieht bei OSX sowieso alles super aus ;o) ___________________________ WIE FANG ICH AN? _____________________________ Absoluten Beginnern würde ich raten, einfach mal ein Dokument zu öffnen und dort schrittweise alles auszuprobieren, alle Werkzeuge zu testen, sich durch die Menuleistenoptionen zu klicken und einfach spielerisch alles versuchen. Wenn man dann damit vertraut ist, kann man sich an die Ebenen wagen und das herrliche Spiel spielen, indem man mehrere Ebenen schafft und die auf verschiedenste Weisen (Optionen oben im Ebenen-Feld) interagieren lässt. Vor allem für Collagen sind die Ebenen sehr, sehr wichtig, und bedürften eigentlich eines extra Artikels. Und wenn mal was schiefgeht? Einen Schritt kann man mit Command/Strg + Z ausmerzen, mehrere dann im Protokoll, wo jeder einzelne Schritt aufgelistet wird. Doch Vorsicht dabei, mir ist es schon öfter passiert, dass dann auf einmal ALLES weg war. Es ist also ratsam, regelmäßig zwischenzuspeichern, und dann kann man auch die Option Datei > Letzte Version verwenden, die den ganzen „ausprobierten Käse“ mit einem Klick wieder löscht. Zudem sollte man Originalbilder nicht selbst bearbeiten, sondern von ihnen sofort eine Kopie anlegen (Command/Strg + J) und auf dieser arbeiten. Und die Datei dann natürlich unter einem neuen Namen abspeichern... ___________________________ WIE MACH ICH WEITER? _____________________________ Erfahrenen PS-Benutzern von älteren Versionen kann ich gar nicht soo viel sagen. Zum einen daher, da ich mit dem 6er nur kurze Zeit gearbeitet habe, zum anderen, weil es einfach anmaßend ist, sich als DEN Super-Photoshopper zu bezeichnen, da es wohl jeder wird, der sich einfach eine gewisse Zeit damit ernsthaft auseinandersetzt. Die einen wissen das, die anderen das. Am besten, man begibt sich auf ein entsprechendes online-board oder Forum, um sich da gegenseitig auszutauschen. Was ich auch sehr hilfreich finde, sind diverse PS-Tutorials, die man sich einfach ergoogeln kann, selbst ich ansatzweise älterer Hase in Punkto PS kann da immer noch sehr, sehr viel lernen.
DASS man weitermacht und immer am Ball bleibt, ist einfach das Entscheidende :) ___________________________ FAZIT _____________________________ Mit PS7 habe ich zum einen meine ideale Photobearbeitungssoftware als auch meine Lieblingssoftware gefunden. Ich kann damit stunden- und nächtelang herumspielen, dass die Zeit nur geradeso im Flug vergeht. Die Handhabung ist nach der zugegeben etwas härteren Einlernungszeit sehr intuitiv und dank diverser Shortcuts flitzend schnell, man erhält auch bei experimentellen Versuchen oft vorzeigbare Ergebnisse oder zumindest welche, die man dann später noch gut verwenden kann. Einziges Manko ist, dass man durch viele Photoshopdateien irgendwann sehr viel Speicherplatz belegt, v.a. wenn man die Dateien im PS-Format lässt. Man könnte über Photoshop so unendlich viel sagen... Dass man im Prinzip auch Arbeiten, die so sehr mit „photographischen Arbeiten“ gar nichts zu tun haben (Websites, Visitenkarten etc.) locker in PS anfertigen kann... dass man jetzt auch ordnetliche Typographie in PS erhält, da einzelne Kleinigkeiten wie Buchstaben- und Zeilenabstand korrigiert werden können... dass man die Farbkorrekturen gleich direkt übers Bild laufen lassen oder als extra Ebene anwenden kann... aber wie ich es vorher schon erwähnte oder es habe durchklingen lassen: PS ist ein ewiges Spiel, und man lässt sich wohl einfach am besten selbst darauf ein.
Wenn man, böser Nachsatz, die entsprechende Finanzquelle hat, denn eine gekaufte Vollversion beläuft sich auf schon ganz schön viel Geld. Aber versucht es einfach mal bei ebay, da gibt es das dann auch vergleichsweise billiger für momentan z.B. 350 Euro. Da es jetzt die noch neuere Version CE gibt, wird 7.0 ja vielleicht ein bisschen günstiger auch direkt von Adobe.... ___________________________ TIPPS: _____________________________ - googeln, googeln, googeln! Nach „PS Tutorial“, „PS Brushes“ und dergleichen - anfangs nicht die Nerven verlieren - früh genug Shortcuts lernen - andere Photoshopper ausquetschen wie faule Zitronen - regelmäßig zwischenspeichern, denn ab und zu kann PS doch mal abstürzen, wenn man es mit riesengroßen Dateien mit 300 dpi übertreibt, ansonsten läuft er aber schon sehr zuverlässig und schnell - überall mal einen Rechtsklick oder einen Klick mit gleichzeitig gedrückter Alt-Taste versuchen... oft erschließen sich daraus dann noch sehr viele Funktionen
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23.01.2004 23:05
Jetzt seh ich mir nochmal dein Foto an, das ist doch bestimmt gephotoshoppt...LG reenste
21.01.2004 21:43
hihi, ich bin vom 6er direkt auf´s CS umgestiegen. habe aber noch nicht viel drauf gemacht und habe leider nur eine englische version. die sind übrigens um die hälfte billiger als die deutschen versionen, adobe behaubtept, dass die übersetzungskosten so teuer wären *frechheit*... lg, vera
20.01.2004 16:58
Zweiter Teil (hat nicht alles reingepasst ;-)): Ach ja, eine kleine Anmerkung noch zum Reparaturpinsel (den ich absolut genial finde): Hier werden nicht nur Farben, sondern auch Strukturen verändert. Ich hatte vor einigen Tagen zum Beispiel mal ein Dia von zwei Iriden (also zwei Augen), von denen die rechte Iris relativ matschig aussah. Vermutlich hat da einer während des Entwicklungsprozesses des Dias mit Fettgriffeln drauf rumgefingert. Auf jeden Fall war das eine Auge im unteren Teil total verschwommen. Da es sich aber um ein Lehrbuch über Irisdiagnostik handelt und es hier eben auf bestimmte Phänomene innerhalb der Iris ankommt, habe ich einfach mit dem Reparaturpinsel die linke (korrekt dargestellte) Iris "aufgenommen" und damit auf der rechten Seite eine neue Iris "geklont". Das Tolle daran war, dass beide Iriden trotzdem nicht identisch waren, sondern die ursprüngliche Farbe (welche unterschiedlich zur linken war) und die Struktur zusammen "gemischt" wurden. Sicherlich nicht die "feine englische Art", weil die Augen nun zumindest von der Struktur her ziemlich ähnlich sind (was sie in Realität vielleicht gar nicht sind), aber ansonsten hätte ich das Bild wegschmeißen können. :-)