Erfahrungsbericht über

Adobe Type Manager Deluxe for Windows 4.1 Medien

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mein fast wertvollstes Programm

5  07.05.2001

Pro:
einfach billig effektiv

Kontra:
sinnvollere Beispielausdrucke

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

mehr


Raphaelo

Über sich:

Mitglied seit:11.12.2000

Erfahrungsberichte:21

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 13 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

ATM-Deluxe 4.6 verwende ich täglich und ist für seinen Preis von ca. 150 DM mein wohl lohnenstes Programm.

Zur Info: Ab Mac OS 9 MUSS auf 4.6 (per Internet) aufgerüstet werden, sonst geht gar nichts mehr. Im Moment gibt es nur 4.5 zu kaufen.

Man kennt das: Schnell sammeln sich irrwitzig viele Schriften an (bei mir sind es um die 600) und man kann sie nicht nutzen, weil sie weder zu betrachten sind noch ist die Installation (Systemordner-Schriftenordner-Schriftkoffer öffnen-in den Schriftenordner legen ... uäääh!) sehr komfortabel. In Programmen wie Quark zum Beispiel verträgt das Schrift-Menue lediglich 128 Schriften, wenn man aber auch noch die einzelnen Schnitte reinlegt, dann ist die Liste ewig lang und das Scrolling wird zur Kunst.
Mal ehrlich: Kein Schwein braucht 600 Schriften, die meisten sind echt Schrott und sogar im Profi- (oder gearde da)Bereich verwendet man meist nur so um die 30 bis 40 Schriften häufiger.

Das rührt aber auch daher, daß man seine Schätze auch gar nicht kennt, und auch hier hilft ATM Deluxe einem sehr:

Nachdem man also seine Zeichensatzkoffer des Systemordners entrümpelt hat (VORSICHT, keine Systemschriften da rausnehmen!) und zusammen mit den seltener genutzten Schriften in einen Ordner gelegt hat, wählt man diesen im ATM aus und fügt ihn hinzu. Von der erstellten Liste aus kann man ganz leicht per Aktivierung eines Schalters die Schrift aktivieren, und das ohne, daß sie im Zeichensatzordner liegt. Die Schrift ist nun in allen Programmen aktiv.
Nun leiht man sich von einem Freund den Laserdrucker, kauft sich 1500 Blatt Papier, wählt alle Schriften aus und geht auf "Beispiel drucken". Nach ungefähr einem Tag hat man dann ein nettes Schriftmusterbuch, sortiert die Schriften in Serifenlose Linear-Antiqua, Barock-, Klassizistische-,Renaissance-Antiqua, in Schauschriften, Frakturen, Serifenbentonte Antiqua, Schreibschriften, usw.
Dann noch nach Alphabet ordnen, lochen und in Aktenordner bannen.

Das hört sich nach viel Arbeit an, aber nur so ist man in der Lage, seinem Schriftensammelsurium Herr zu werden und es optimal zu nutzen. Und: In jeder Agentur ist man mit seiner sich im Laufe der Monate angestauten Schriftkenntnis ein gerngesehener Mitarbeiter, denn wohl die wenigsten haben ein so lückenloses Schriftmusterbuch wie Du.

Zurück zum Programm:
Ganz wichtig zu Anfang ist es, die Schriften zu prüfen ("EXTRAS").
Denn wenn nur eine Schrift kaputt ist, und Du merkst es nicht, dann schmiert Dir der Rechner bei jeder Anwendung gnadenlos ab und Du denkst an Selbstmord. Ich verbrachte einst eine solche Woche am Rande des Wahnsinns.
Wenn in dem Prüfbericht was Blaues von Problemen zu lesen ist, dann ist das nicht gefährlich. Was Rotes ("es liegt ein schwerwiegendes Problem vor!") ist ganz schlecht und man sollte die Schrift schnellstmöglichst aus dem Koffer schmeissen und wegwerfen.

Nun kann die Arbeit beginnen: Man hat zum Beispiel im Quark ein wunderbar schlankes Schriftenmenü, man merkt nach Durchsicht des Schriftmusterbuches, daß die Schrift nicht aktiviert ist, macht ATM auf, aktiviert die Schriften mit einem Klick, macht Atm zu und die Schrift ist da. Ende.
Wenn man für einen bestimmten Job einen gewissen Pool an Schriften benötigt, so kann man im ATM einen Satz erstellen, in den man die benötigten Schriften legt. Für den Job aktiviert man dann nur noch diesen Satz und deaktiviert ihn nachher - so ist das Schriftmenü immer angenehm kurz.

Ein wenig Pflege braucht das Programm, so sollte man ab und an die Schriften auf Fehler prüfen, lästige Duplikate entfernen und immer für das neueste Update sorgen.

Ein einfaches, für alle ernsthafteren Anwender unerlässliches Programm, das fast gar nichts kostet im Vergleich dazu, was es leistet.
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