Adobe Photoshop Elements 1.0 Komplettes Paket

Erfahrungsbericht über

Adobe Photoshop Elements 1.0 Komplettes Paket

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Adobe Photoshop Elements 1.0 Komplettes Paket

 


Shopping, wie ich es mag

5  30.04.2011

Pro:
Die große alte Dame und Königin uinter den Bildbearbeitungsprogrammen

Kontra:
nichts Wesentliches

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

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Spassprediger

Über sich: “We're all mad here. I'm mad. You're mad.” “How do you know I'm mad?” said Alice. “You must be,” sai...

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Auf den Markt gekommen ist Photoshop meines Wissens im Jahre 1990, und auch Photoshop Elements und ich kennen einander jetzt schon gut und gern zehn Jahre. In Menschenjahren ist das vielleicht gar nicht viel, in Softwarejahren aber schon.

Als Photoshop und ich uns kennen gelernt haben, da war Photoshop noch ein Programm, mit dem man Schlagschatten nicht „einfach so“ und auf Knopfdruck produzierte. Wenn ich einem freigestellten Motiv einen schicken Schatten verpassen wollte, dann geschah das noch in ziemlich aufwändiger Handarbeit. Umgebung mit dem Zauberstab markieren, Auswahl umkehren, Auswahl kopieren, neue Ebene anlegen (tja, auch das ging noch nicht automatisch vonstatten!), Kopie einsetzen, Auswahl löschen, Fläche mit grauer Farbe füllen, Fläche weichzeichnen, neue Ebene hinter die Original-Ebene mit dem Freisteller-Motiv legen – fertig!

Was denn, wieder nur Bahnhof verstanden? Macht nix. Ich sag’s auch gern anders: Photoshop (ich glaube, die Version, mit der ich damals gearbeitet habe, war Version 3.0) war damals schon eine Software, die viele Möglichkeiten bot, aber sie ist im Laufe der Jahre einfach noch viel leistungsstärker (bitte, liebe Übersetzer, lernt das doch mal: “a powerful tool“ ist kein „mächtiges Werkzeug“) geworden, und der Umgang mit ihr ist im Laufe der Jahre einfach noch viel komfortabler geworden. Mit jeder neuen Version, die ich kennen gelernt habe, sind neue Funktionen hinzugekommen – manche davon waren nützlich, andere eher entbehrlich, und manche der Neuerungen, die von einer zur anderen Version vorgenommen wurden, waren gewöhnungsbedürftiger als andere. Und die Anzahl der verschiedenen Filter, die es in Form von Plug-Ins für Photoshop gibt, hat die Milliardengrenze natürlich auch längst überschritten. Naja, zugegeben – das ist eher eine gefühlte Zahl als eine, die wirklich belastbar wäre.

Ich kenne keine Alternative zu Photoshop

Im Laufe der Jahre habe ich mit Photoshop Fotos abgesoftet, um Text darüber zu legen, habe aus Farbfotos Schwarzweißfotos gemacht, den Farbstich ungezählter selbst angefertigter Schnappschüsse korrigiert, zahllose Motive freigestellt und Montage über Montage hergestellt. Photoshop war und ist für mich die erste Wahl, wenn es um Bildbearbeitung geht, und im Laufe von mehr als zehn Jahren hat mir niemand vernünftig begründen können, warum das anders sein sollte. Anders gesagt: Ich kenne zwar eine Reihe von Photoshop-Kopien, aber keine Alternative zu Photoshop. Wer sich dazu berufen fühlt, mich eines Besseren zu belehren, der möge jetzt reden – oder für immer schweigen.

Natürlich haben auch hier die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Der Umgang mit Photoshop will genauso gelernt sein wie der mit jedem anderen x-beliebigen Werkzeug.

Bis ich selbst mich nicht mehr als Anfänger gefühlt habe, sind Jahre ins Land gegangen. Jahre, in denen ich nie ein Handbuch gelesen oder eine Schulung besucht habe, sondern mich ziemlich unermüdlich mit Photoshop auseinandergesetzt habe – “learning by doing“ nennt man so was wohl, und gelernt habe ich mit der Zeit wirklich so einiges.

Anfangs habe ich allerdings erstmal wild vor mich hingepröbelt und –gefrickelt. Das Ergebnis: ganz viele hässliche, kitschige jpegs mit vielen hässlichen Rendering-Effekten und noch mehr Relief-Filter-Effekten (wie sagt Android Roy Batty in „Blade Runner“ so schön? „Ich habe fragwürdige Dinge getan.“)

Schon nach zwei, drei Jahren sind mir dann die ersten richtigen Durchbrüche gelungen. Nie werde ich das Kompliment vergessen, mit dem ein Freund von mir eine Montage bedachte, für die ich geschätzte 20 Ebenen übereinander geschichtet hatte: „Aha – Halloween-Fete?“ Das reicht schon, um jemanden glücklich zu machen, der gerade in stundenlanger Kleinarbeit diverse Marsianer freigestellt, vor einen Kneipenhintergrund montiert hat und zwei Personen im Vordergrund noch Laserschwerter in die Hand gedrückt hat. Eigenhändig mit dem digitalen Pinsel gemalte Laserschwerter, versteht sich. So ist das mit den gelungenen Spezialeffekten: Man erkennt sie nicht als Spezialeffekte. Die Reaktion der lieben Bekannten, die ich für ein Weinflaschen-Etikett aus einem Urlaubsfoto ausgeschnitten und in einen Weinberg gestellt habe, war ganz ähnlich: „Wann und wo waren wir denn da!?“ Ganz einfach: Niemals nischt und nirjends.
Effekte über Effekte

Bevor ich soweit war, habe ich mich aber erstmal richtig ausgetobt und sämtliche Filter durchprobiert, die Photoshop zu bieten hat – abwechselnd und auch hintereinander. Gerade die Verwendung mehrer Filter hintereinander (Renderingfilter „Wolken“ + „Relief“) ergibt teils gruselige Effekte. Ganz zu schweigen von Effekten wie „page scroll“, die eine Weile lang bei den Herausgebern von „Alles-muss-raus-Software“-Prospekten dermaßen en vogue waren, dass man das Ergebnis selbst heute noch nicht wieder sehen mag. Ich glaube, meine Erfahrungen sind für jemanden, der Photoshop rein privat nutzt, recht normal: Man erliegt erst einmal der Versuchung, die in der schier unerschöpflichen Vielfalt der Werkzeuge in Photoshop liegt.

Irgendwann ist dann idealerweise der Punkt gekommen, an dem man nicht länger Zeit mit neugierigem Herumpröbeln vertut. Idealerweise weiß man dann, welchen Effekt man erzielen möchte – und vielleicht auch schon, wie man ihn herstellt. Und wenn man’s nicht weiß, helfen einem ja vielleicht die zahlreichen Tutorials weiter, die andere Nutzer im Web publik machen – irgendwer hat bestimmt schon vor einem versucht, mit möglichst wenig Aufwand Flammen, gebürstetes Metall oder andere Effekte in Photoshop zu erzeugen.

Mit solchen Effekten habe ich mich zwar auch dann und wann beschäftigt, und zwischendurch habe ich mich auch an der einen oder anderen Filmposterfälschung versucht. Auf irgendeiner CD schlummert noch ein Filmplakat, auf dem aus dem „Lord of the Rings“ der „Lord of the Wings“ und aus Zauberer Saruman Osaruman bin Laden geworden ist – und aus den zwei Türmen … na, das darf sich jeder selbst denken. Ohne mich loben zu wollen: Das Ergebnis finde ich, rein handwerklich gesehen, sehr viel gefälliger als das Gros der wirklich drittklassigen Propagandaposter, die’s auf dem pakistanischen Basar zu kaufen gibt. Sollte ich die CD bzw. die Datei wieder finden und jemand Interesse daran bekunden, werde ich das Bild gern meinem Beitrag anfügen.

Der Normalfall sind für mich aber nicht aufwendige Retuschen, in denen aus Angela Merkel ein Fotomodel wird oder die Zebrafellen Kuhflecken verpassen – an solche Sachen wage ich mich zwar auch langsam heran, aber das können andere Leute bestimmt besser und auch schneller. Ich nutze Photoshop in der Regel zur Nachbearbeitung eigener Schnappschüsse – ich mache selten ein Foto, an dem ich nicht hinterher in Photoshop eine Farbkorrektur vornehme (das gleicht gewisse Defizite meiner guten alten Mavica aus) oder die ich nicht leicht schärfe oder auf andere Weise bearbeite. Dann und wann bastele ich in Photoshop auch schon mal Knöpfe oder andere Elemente für eine Website, aber in erster Linie nutze ich Photoshop wirklich dazu, Motive freizustellen und Montagen anzufertigen. Dabei leisten mir natürlich vor allem die Ebenen, die sich in Photoshop anlegen lassen, gute Dienste – Bilder, für die ich 15 bis 20 Ebenen anlege, sind eher die Regel als die Ausnahme.

Das Bild der „Superman“-DVD vor Großstadt-Skyline (http://www.ciao.de/opinion_images_view.php/OpinionId/8603337/Img/218180505) ist ein gutes Beispiel dafür. Der blaue Nachthimmel ist eine eigene Ebene, der schwarze Untergrund ebenfalls, und die Spiegelung der DVD darin ebenfalls – eine schwarze Spiegelfläche hat’s in Wirklichkeit natürlich nirgends gegeben. Der Skyline von New York liegt ein Foto zugrunde, das bei Tageslicht entstanden ist und in dem es natürlich auch keine erleuchteten Fenster gab.

Auch in Photoshop ist weniger oft mehr, und so ist meine anfängliche Begeisterung für allerhand Effekte inzwischen einer eher nüchternen Sichtweise gewichen: Photoshop macht zwar so ziemlich alles möglich, was auf dem Gebiet der Bildbearbeitung machbar ist, aber ich habe auch die Freiheit, nicht ständig und bei jedem neuen Projekt alles mögliche zu machen. Word-Hobby-Schriftsetzer kennen das wahrscheinlich: Irgendwann setzt man längere Texte dann doch wieder in „Times“ oder „Arial“ – und dafür gibt es ja auch einen guten Grund: Was für die altehrwürdige Zeitung Times richtig ist, der die Type ihren Namen verdankt, kann für die eigenen Text-Erzeugnisse so falsch nicht sein.

Ich nutze Photoshop gern dazu, Motiven den letzten Schliff zu verpassen. Gerade dünne, spillerige Schriften wirken, so meine Erfahrung, oft plastischer und für das Auge angenehmer, wenn man einen leichten (!) Schatten hinterlegt (insbesondere, wenn sie auf Websites erscheinen).

Jüngere Versionen des Klassikers Photoshop zollen dem Trend zur Digitalfotografie ihren Tribut und bieten sowohl Funktionen, mit denen sich die ungeliebten roten Blitzlicht-Augen auf Knopfdruck retuschieren lassen, als auch umfangreiche Funktionen für das Archivieren von Bildern. Meine „Elements“-Version wartet noch nicht damit auf, aber damit kann ich leben. Auch seit Erscheinen dieser Version ist Photoshop zwar wieder weiterentwickelt worden, aber mir reicht mein „Elements 2.0“.
Fehlt leider: der CMYK-Modus

Was ich in dieser etwas abgespeckten, offenbar in erster Linie für Web-Nomaden maßgeschneiderten Photoshop-Variante etwas vermisse, ist die Möglichkeit, Auswahlbereiche auch als Bezierkurzen anzulegen und aus einem Pfad eine Auswahl zu machen – in der Photoshop-Komplettversion, mit der ich groß geworden bin, gab’s das nämlich. Außerdem fehlt mir die Möglichkeit, Bilddateien statt im RGB-Modus auch in CMYK anzulegen und zu speichern. Auch das kann ich aber verschmerzen, da ich, wie angedeutet, Photoshop in der Regel nicht als Druckvorstufen-Werkzeug im Profibereich nutze.


Fazit: Für meine Art von Hausgebrauch reicht mir Photoshop Elements voll und ganz, und ohne triftigen Grund werde ich Photoshop nicht zugunsten einer anderen Bildbearbeitungs-Software untreu werden.

R e s ü m e e

Photoshop war und ist für mich ganz einfach die Königsklasse in der Bildbearbeitung. Das Programm ist weitgehend frei von lästigen Bugs, läuft äußerst stabil, bietet immense Möglichkeiten und ist sehr benutzerfreundlich, weil sehr durchdacht und logisch aufgebaut. Mir fehlt in „Elements“ eigentlich nur der CMYK-Modus.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mp3undlos

mp3undlos

05.05.2011 06:24

klingt nach witzigen Dingen, die Du damit zauberst;-)

MissVega

MissVega

02.05.2011 16:23

Das ist im Service vom Haus- und Hoffotografen mit inbegriffen, lucky me! ;-)

CiaoFonzie

CiaoFonzie

01.05.2011 09:49

habe ich früher mal auf dem Apple genutzt. LG Matthias

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