Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Lanzeitmotivation, abwechslungsreich, Multiplayer |
| Kontra: |
nix |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Meine neueste Errungenschaft für meinen Gameboy Advance: "Advance Wars". Neugierig gemacht durch die guten Bewertungen in zahlreichen Fachzeitschriften und Internetforen hab' ich mir dieses Spiel zugelegt.
Ob dies ein Fehler war oder ob das Spiel wirklich so toll ist wie alle sagen, erfahrt ihr im folgenden Bericht! :-)
DAS GENRE:
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Bei dem Spiel handelt es sich um ein rundenbasierendes Strategie-Spiel. Das bedeutet, um es mal ganz einfach zu beschreiben: Man zieht seine Truppen auf die gewünschten Felder und wenn man dann alle Einheiten hübsch verteilt hat (und evtl. den Gegner angegriffen hat) beendet man seinen Zug und der Gegner ist dran. Man zieht also immer nacheinander, nicht gleichzeitig. Damit man nicht ganz so plan- und ziellos durch die Gegend marschiert, bekommt man eine Mission die man erfüllen muss um zu gewinnen.
DIE GRAFIK:
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Um es mal in einem Wort zu sagen: Knuffig!
Ja, ihr habt euch nicht verlesen!! Die ganzen Einheiten sind in einem sehr knuffigen Manga-Stil gehalten. Eigentlich schon ein bissl "krank", wenn man bedenkt, dass es in dem Spiel um Krieg geht.
Die Landschaft an sich ist gut "gezeichnet", man erkennt direkt was es sein soll. Es gibt "Ebenen" (Grassfläche), Berge (dargestellt durch einen einzelnen Berg), Wälder (Baum), Fluss/Meer (Wasserfläche), Städte (Haus) und Strassen.
Die Einheiten sind zwar klein, aber man kann sie alle gut erkennen und unterscheiden.
Wenn es zu einem Kampf kommt, verschwindet die Karte und es erscheint ein Splitscreen. Rechts und links sieht man jeweils die Einheiten welche sich gerade bekämpfen.
Das ganze läuft in einer schönen Animation ab und man bekommt die Einheiten endlich mal in voller Größe zu sehen.
Anzumerken ist hierbei: Der Hintergrund der Animation passt sich immer der jeweiligen Landschaft an, in der sich die Einheit gerade befindet. Auch die Wetterlage (wenn z.B. Schnee liegt) kann man erkennen.
Und, was auch noch erwähnenswert ist: Jeder Ko. (so werden die Kommandeure im Spiel genannt) hat einen eigenen "Truppengrafik-Stil".
DIE SPIELSTEURUNG:
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Im Grunde recht einfach:
Mit dem Steuerkreuz steuert man den Cursor mit dem man die einzelnen Einheiten auswählt. Auch in den ganzen Menüs wählt man immer mit dem Steuerkreuz die einzelnen Punkte an.
Mit dem B-Knopf bestätigt man immer und mit dem A-Knopf geht man einen Punkt zurück (falls möglich).
Die R-Taste benutzt man, um sich genauere Infos über die angewählte Einheit bzw. Landschaft anzuschauen.
Jau, das war im Prinzip die Steuerung. :-)
DIE KO'S (KOMMANDEURE):
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In jeder Mission steht einem ein sogenannter KO. zur Verfügung.
Jeder KO. hat eine bestimmte Gabe mit der man in das Spielgeschehen eingreifen kann.
KO. Olaf kann zum Beispiel alle paar Tage (die Gabe kann immer nur dann eingesetzt werden, wenn sich genug "Gaben-Energie" angesammelt hat) einen Schneesturm herbeizaubern, der die gegnerischen Truppen "bremst", den eigenen Truppen aber nichts ausmacht.
Kleiner Tipp vom lieben Knuben:
Solltet ihr bei einer Mission irgendwie nicht weiterkommen, obwohl ihr schon alles ausprobiert habt, dann wechselt doch einfach mal den KO., dass kann manchmal echt spielentscheidend sein. ;-)
DIE EINHEITEN:
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Tja, im Prinzip ist alles vorhanden, was man sich als Feldherr wünschen kann:
Bodentruppen (Infantrie, Panzer Transporter etc.), Lufteinheiten (Hubschrauber, Bomber usw.) und Seestreitkräfte (Kreuzer, U-Boote uvm.) können befehligt werden.
Man kämpft also zu Boden, zu Wasser und zu Luft.
Zum Glück werden die veschiedenen Einheiten am Anfang nicht alle auf einmal verwendet, sondern nach und nach eingeführt. Ansonsten wäre man wohl hoffnungslos überfordert. :-)
Die Einheiten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Feuerkraft und Panzerung (ein Panzer ist logischerweise stärker als ein Infantrie-Trupp), sondern auch im Bewegungsradius.
Ein "Späher" (Erkundungsjeep ist z.B. schneller und kommt weiter als ein dicker, schwerer Kampfpanzer).
Auch kann nicht jede Einheit jeden Landschaftstyp "betreten".
Panzer und andere Fahrzeuge können z.B. nicht durch Gebirge fahren, während Fusstruppen mühelos dieses Hindernisse erklimmen können.
DIE SPIELMODI:
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[Kampfübung]
Dieser Modus ist besonders geeignet für Anfänger, da man hier das Spiel quasi erlernt. Es gibt etliche Missionen, die nach und nach komplexer werden. Durch diese ganzen Missionen wird man von Nell geführt, die deine persönliche Ausbilderin ist.
So erlernt man am Anfang die grundlegenden Dinge. Zum Beispiel wie man die Einheiten anwählt und bewegt, wie man Ziele angreift, wie sich das Gelände auf die verschiedenen Truppen auswirkt und so weiter. Im weiteren Verlauf wird es dann immer umfangreicher und es kommen Einheiten wie Flugzeuge, Schiffe usw. dazu.
Die Lernkurve steigt also immer mehr an und man lernt in jeder Mission neue, wichtige Dinge. Hat man alle Missionen im Modus "Kampfübung" durch, ist man bereit für die Kampagne.
[Kampf-Modus]
"Advance Wars" bietet eine Funktion, die der liebe Knuben ziemlich genial findet. Mit nur einem Modul und auch nur einem Gameboy kann man "Advance Wars" mit bis zu vier Spielern zocken. Die Missionen sind in diesem Modus zwar sehr einfach gehalten, machen aber trotzdem Spass.
Und wie gesagt: Man braucht nur einen Gameboy!
[Am Reißbrett]
Hier kann man sich mit einem Editor eigene Geländekarten erstellen und (sinnigerweise) diese auch abspeichern.
Sehr gut: Hat ein Kumpel auch das Spiel, kann man diese Geländekarten per Link-Kabel tauschen.
Die Handhabung ist sehr leicht, ähnlich wie "Lego" *g*:
Man platziert einfach die gewünschten Elemente auf die gewünschte Stelle, fertig. ;-)
[Verbindung]
So ein Spiel eignet sich natürlich ideal für mehrere Spieler.
Man kann zwar auch auf einem Gameboy spielen (siehe "Kampfmodus", weiter oben), aber wenn jeder auf seinem Gameboy spielt, ist das ganze natürlich komfortabler.
Es gibt zwei Arten des Verbindungsmodus:
Die "Ein-Modul-Variante" und die "Mehrmodul"-Variante.
Die Unterschiede:
Bei nur einem Modul können bis zu vier Gameboys verbunden werden, aber es stehen nicht alle Optionen/Funktionen zur Verfügung. Zum Beispiel fehlen die Kampfanimationen.
Hat jeder Spieler ein Modul, kann man das Spiel im vollen Umfang geniessen. :-)
[Geländepläne]
Nach jeder Mission bekommt man eine gewisse Anzahl von Münzen, jenachdem wie gut man die Mission absolviert hat.
Diese Münzen kann man dann bei "Hatchi", einem Geländepläne Händler, gegen neue Geländepläne eintauschen.
[Statistik]
Wie der Name schon sagt: Ein paar Statistiken und Highscores zu bisher erbrachten Leistungen. Nicht unbedingt notwendig aber ein nettes Gimmick, welches das Spiel abrundet und alle "Zahlenjongleure" zufrieden stellt. :-)
[Kriegsgebiet]
Wenn einem das Training nicht mehr fordert, man aber auch keine Lust auf die komplette Kampagne hat, kann man im "Kriegsgebiet einzelne Missionen spielen.
Es stehen etliche Bodenpläne (Missionen) zur Verfügung.
Zusätzliche, am Anfang noch nicht anwählbare Pläne können, wie schon weiter oben erwähnt bei Hatchi im Laden gekauft werden.
Um einen Anreiz zu geben, bekommt man nach einer Mission Punkte, die in eine Highscore-Tabelle eingetragen werden.
Je besser man die Mission abschliest, desto mehr Punkte bekommt man (irgendwie logisch, 'wa? *g*).
[Kampagne]
Wählt man den Punkt "Kampagne", spielt man eine Reihe vom Missionen die durch eine kleine Geschichten miteinander verbunden sind. Die Missionen bauen aufeinander auf und man erfährt immer mehr von der Geschichte, je länger man spielt.
ähnlich wie bei den übungsmissionen wird es immer schwieriger und komplexer.
Ich (Knuben) hatte bis zur achten, neunten Mission keine Schwierigkeiten. War zwar ab und zu ein bissl kniffelig, aber durchaus zu schaffen. Dann aber wird's ein bissl schwieriger und man braucht dann doch schon so drei oder vier Versuche, bis man die Mission schafft. Finde ich aber nicht schlecht, das Spiel soll ja auch nicht zu leicht sein.
Auch sind die Missionen abwechslungssreich gestaltet. Manchmal muss man einfach "nur" alle Truppen des Gegners besiegen, manchmal das Hauptquartier erobern, dann muss man mit wenig Einheiten eine gewisse Anzahl von Tagen überleben etc. Es wird also nie eintönig.
DIE ANLEITUNG:
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Die Anleitung ist sehr ausführlich und in vier Sprachen gehalten.
Die einzelnen Modi und Funktionen werden gut erklärt und auch die einzelnen Einheiten werden vorgestellt.
Alles drin und gut strukturiert, was will man mehr? :-)
Lesen muss man sie nicht unbedingt, im Prinzip reicht es auch, wenn man die Übungsmissionen spielt.
ALTERSFREIGABE:
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Freigegeben ist das Spiel ab 12 Jahre.
Darüber kann man sicherlich diskutieren, ob ein Kriegs-Spiel (auch wenn es so niedlich wie in diesem Fall umgesetzt ist und kein Blut sichtbar fließt) für Kinder in diesem Alter geeignet ist.
FAZIT:
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Grafisch nutzt das Spiel sicherlich nicht gesamte Gameboy Advance Power aus, aber die Grafik ist ansprechend und passt gut zum gesamten Spiel.
Die abwechslungsreichen Missionen und die vielen Optionen bieten Spielspass für viele Stunden und auch der Mehrspieler-Modus kann sich sehen lassen.
Jeder Strategie-Fan kann bedenkenlos zugreifen und auch andere GBA-Besitzer sollten das Spiel zumindestends mal probespielen.
In meinen Augen momentan sicherlich eins der besten Spiele für den GBA.
Cya,
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