Schickes Hi-Fi Gehäuse für den Wohnzimmer-PC
04.06.2011
Pro:
schickes Design, durchdachtes Einbaukonzept, ordentliche Verarbeitung, relativ leise, preiswert
Kontra:
Lack ist empfindlich für Kratzer und Fingerabdrücke, fehlende Schraube im Lieferumfang
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Erweiterbarkeit:
mehr
 radinho
Über sich:
Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Bericht von mir. lg Hendrik ...
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Hallo! Bei der Zusammenstellung meines neuen Home Theater-PCs stand auch der Kauf eines neuen Gehäuses auf dem Plan. Anstatt des alten und unansehnlichen Midi-Towers sollte die Hardware nun in einem flachen und schicken mATX-Gehäuse untergebracht werden. Auf der Suche nach einem schönen Modell habe ich dann bei Amazon das Aerocool M40-Gehäuse entdeckt, welches mit ca. 50€ recht preiswert war. Da ich bereits früher mit meinem alten Aerocool-Gehäuse gute Erfahrungen gemacht habe, beschloss ich, das M40 zu kaufen. Achtung: Vor dem Kauf des Gehäuses sollte beachtet werden, dass nur kleinere Micro-ATX Mainboards darin verbaut werden können, die größeren ATX-Platinen sind hingegen nicht kompatibel. Lieferumfang Neben dem Mainboard liegt dem Aerocool M40-Gehäuse noch eine kurze Einbauanleitung bei, welcher die wichtigsten Montageschritte erklärt. Ein großer 120mm-Lüfter ist zudem bereits in der Front des Gehäuses befestigt. Ärgerlich: Das Montagematerial ist bei meinem Gehäuse nicht komplett, so fehlt ein Abstandshalter für das Mainboard. Glücklicherweise hatte ich von einem früheren Gehäusekauf noch ein paar Abstandshalter übrig, so dass dies kein Problem war. Allerdings sollte man es tunlichst unterlassen, das Mainboard mit einem Abstandshalter zu wenig einzubauen, da ein Haarriss entstehen könnte, welcher im schlimmsten Fall das Mainboard unbrauchbar macht.
Das Äußere des Gehäuses Aerocool bietet das M40-Gehäuse in zwei verschiedenen Farbvarianten an: So gibt es zuerst einmal die überwiegend in Silber gehaltene Variante, welche auf dem Produktbild von ciao zu sehen ist. Ich habe mich hingegen für das schwarze Modell entschieden, welches meiner Meinung nach etwas edler aussieht. Beide Varianten haben gemein, dass sie sich von den typischen Midi-Towern in einer Vielzahl von Punkten unterscheiden. Äußerlich fällt zuerst einmal auf, dass sich die Form stark von klassischen Gehäusen unterscheidet: So ist das Gehäuse mit ca. 23 cm viel niedriger und mit 38 cm viel kürzer, wohingegen die Breite mit knapp 30 cm etwas größer ist. All das hat natürlich Auswirkungen auf die Komponentenanordnung im Inneren, welche durch die Gehäuseform stark beeinflusst wird. Die Front des Gehäuses ist in verschiedene Bereiche unterteilt, wobei jeder Bereich für eine bestimmte Funktion zuständig ist. Trotz des begrenzten Platzangebotes haben es beispielsweise zwei 5,25 Zoll-Schächte für optische Laufwerke (z.B. für einen DVD-Brenner) in das M40 geschafft, die entsprechenden Klappen befinden sich untereinander an der Gehäusefront oben rechts. Damit die schicke Front nicht durch die Logos auf den Laufwerken unterbrochen wird, hat Aerocool zwei Klappen vor den Laufwerksschächten untergebracht, welche auf Knopfdruck herunterfahren und dann das jeweilige Laufwerk freigeben. Direkt darunter befindet sich ein kleinerer Schacht, welcher noch von einer Blende verdeckt ist. Dort kann der Nutzer beispielsweise ein Diskettenlaufwerk oder (inzwischen vermutlich wahrscheinlicher) ein Speicherkarten-Lesegerät installieren. Oben links neben den Klappen für die optischen Laufwerke gibt es hingegen ein kleines Monochrom-Display, welches die Temperatur eines frei positionierbaren Messfühlers im Inneren des Gehäuses anzeigt. Zudem werden über zwei kleine Animationen auch noch die momentane Lüfter-Drehung und die Festplattenaktivität dargestellt. Eingefasst wird das Display von einem schmalen Streifen und dem Aerocool-Logo. Schade: Einen wirklichen Nutzen bietet das Display nicht, so kann der angeschlossene Lüfter beispielsweise nicht manuell geregelt werden. Unter dem Display befinden sich, direkt auf einer Linie mit dem Diskettenlaufwerks-Schacht, noch die zwei obligatorischen Knöpfe, mit dessen Hilfe der Computer sich anschalten und ein Reset auslösen lässt. Der Power-Schalter ist dabei wirklich groß ausgefallen und obendrein auch noch mit einem entsprechenden Logo bedruckt sowie silbern umrandet, so dass man auch im halbdunkeln keine Schwierigkeiten haben sollte, ihn zu treffen. Der silberne Resetknopf daneben ist hingegen deutlich kleiner und auch leicht in das Gehäuse versenkt, damit er nicht versehentlich gedrückt werden kann. Rechts neben den beiden Schaltern befindet sich noch eine LED, welche grün leuchtet, wenn der Computer aktiv ist. Das untere Drittel der Gehäusefront wird beinahe vollständig von einem schwarzen Mesh-Gitter in Beschlag genommen, abgesehen von der Mitte an der unteren Kante: So befinden sich hier ganze vier USB2.0-Anschlüsse sowie die entsprechenden Buchsen für die Klinkenstecker der Kopfhörer und des Mikrofons. Von der Verarbeitung her gesehen bietet die Front des Gehäuses keinerlei Überraschungen. Der Hersteller setzt hier größtenteils auf preiswerten Kunststoff, wie es bei einem günstigen Gehäuse zu erwarten war. Immerhin lässt sich der Kunststoff nicht eindrücken und auch die anderen Frontbereiche machen einen ordentlichen Eindruck, mal abgesehen von den Klappen der optischen Laufwerke, welche etwas filigran wirken. Für die beiden Seitenteile sowie die Oberseite hat Aerocool beim M40 zu recht dünnen, aber trotzdem stabilen Stahlblechen gegriffen. Sie sind einheitlich schwarz lackiert, wobei die leicht glänzende Oberfläche zwar einen tollen Eindruck macht, leider aber auch sehr schnell von unansehnlichen Fingerabdrücken übersäht ist. Außerdem muss man aufpassen, dass man mit dem Gehäuse nicht irgendwo gegenstößt, da so sehr schnell unschöne Kratzer auf dem Lack entstehen. Die Rückseite des Gehäuses ist aus silbernem Stahl gefertigt und bietet dem Nutzer noch Platz für zwei 80mm Lüfter, welche allerdings vom Nutzer selbst erworben werden müssen. Das Innere des Gehäuses Die Art und Weise, wie man die Hardware im Inneren des Aerocool M40 erreicht, unterscheidet sich ebenfalls von den meisten neueren Midi-Towern. So besitzen moderne Gehäuse meistens zwei separate Türen an den Seiten, anders das M40-Gehäuse. Dort sind die zwei Seitenteile und die Oberseite fest miteinander verbunden, so dass nach dem lösen von sechs Schrauben der komplette Deckel abgenommen werden kann, womit das Innere des Computer sehr gut zu erreichen ist. Beim Aufbau des Gehäuse-Inneren fällt zuerst einmal auf, dass es zwei unterschiedliche Ebenen für die Hardware gibt. Beide Ebenen sind über zwei stabile Scharniere miteinander verbunden, so dass die obere Ebene aufgeklappt werden kann, sobald zwei Sicherheitsklammern und eine Schraube an der Seite des Gehäuses gelöst wurden. Vor den beiden Ebenen thront in der Front des Gehäuses noch ein großer 120mm-Lüfter, welcher durch das Mesh-Gitter ständig Frischluft für die Komponenten ansaugt. Beim Einbau der Hardware muss man durch die beiden Hardware-Ebenen vollkommen anders vorgehen als bei einem klassischen Gehäuse, da die einzelnen Komponenten grundverschieden angeordnet sind. Der Einbau sollte allerdings trotzdem keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten, da das Innere wie gesagt von allen drei Seiten zugänglich ist und die Komponenten so sehr einfach platziert werden können. Die untere Ebene bietet dabei Platz für das Mainboard und alle anderen Komponenten, welche darauf noch befestigt sind, namentlich der Hauptprozessor mit dem entsprechenden Kühler, die Speichermodule sowie die Grafikkarte. Beim M40 wird das Mainboard mangels ausreichender Höhe dabei nicht hochkant eingebaut, sondern flach auf dem Boden des Gehäuses festgeschraubt. Mein Asus-Mainboard mit AM3-Chipsatz passt trotz der geänderten Position vollkommen problemlos in das M40 hinein, es gibt sogar noch etwas Platz an der Front, damit die Kabel ordentlich verlegt werden können. Etwas aufpassen muss man hingegen mit dem CPU-Kühler, wenn dieser zu hoch ist (mehr als 11 cm) stößt er an die obere Ebene und kann somit nicht eingebaut werden. So passt der von mir verbaute AMD-Boxed-Kühler zwar problemlos hinein, für höhere Kühler wie dem Scythe Mugen 2 ist das Platzangebot aber zu beengt. Auch bei der Grafikkarte muss man beachten, dass das Kühlsystem nicht zu wuchtig ausfällt und über die Platine herausragt, was beispielsweise bei herstellereigenen Kartendesigns oftmals der Fall ist. Außerdem darf die Grafikkarte selbst nicht zu lang sein, abgesehen von wenigen High-End Dual-GPU-Karten dürften die meisten Grafikkarten in diesem Bereich allerdings trotzdem keine Probleme verursachen. In der oberen Etage werden hingegen die restlichen Komponenten befestigt. Da wäre zum einen erst mal das Netzteil welches hinten rechts am Gehäuse festgeschraubt wird und daraufhin direkt auf der oberen Ebene aufliegt. Hier können gleich zwei Probleme beim Einbau auftreten. Erstens muss man wiederum darauf achten, dass das Netzteil nicht zu lang ist, weil es sonst an den Festplattenkäfig stoßen könnte. Die Maximallänge von 140mm dürfte aber auch hier für die meisten Netzteile ausreichen, mal abgesehen von einigen Hochleistungsmodellen. Zweitens sind die Aussparungen unter dem Netzteil viel zu klein, so dass das Lüftergitter auf der Unterseite des Netzteiles direkt auf dem Boden der Ebene aufliegt, weshalb man die Schrauben etwas quetschen muss, um das Netzteil befestigen zu können. Probleme während des Betriebes konnte ich allerdings trotzdem nicht feststellen. Anders als bei den übrigen Komponenten ist die Länge der beiden optischen Laufwerke egal, sie können einfach wie gewohnt in den 5,25 Zoll-Schacht in der Front hineingeschoben und festgeschraubt werden. Die Festplatten, von denen maximal zwei 3,5 Zoll-Modelle möglich sind, werden hingegen in einem speziellen, abnehmbaren Käfig hineingeschraubt und dann hochkant an die Seite des Gehäuses gehängt. Bei der Verkabelung zwischen der unteren und oberen Ebene konnte ich glücklicherweise keinerlei Probleme feststellen, zum einen, weil das Gehäuse von allen Seiten zugänglich ist, zum anderen, weil großflächige Aussparungen zwischen den Ebenen das Verlegen der Daten- und Stromkabel zum Mainboard erleichtern. Auch ist die Gefahr, sich beim Einbau der Hardware an scharfen Kanten zu schneiden ist sehr gering, da alle Kanten nach innen abgerundet wurden.
Betrieb Während des laufenden Betriebes macht das Aerocool M40-Gehäuse zum Glück nicht besonders negativ auf sich aufmerksam, zwar ist der ab Werk eingebaute 120mm-Lüfter nicht völlig lautlos, für die meisten Anwender dürfte die Lautstärke aber mehr als akzeptabel sein. Im Gegenzug wird das Gehäuse ausreichend mit Frischluft versorgt, so dass die Temperaturwerte von Prozessor, Mainboard und der Festplatte weit unter dem kritischen Niveau liegen. Allerdings nutze ich auch keine dedizierte Grafikkarte in dem PC, sondern nur die Onboard-Grafik. Wer eine richtige PCIe-Grafikkarte in dem PC betreiben möchte, sollte besser noch einen weiteren Lüfter am Heck nachrüsten, damit sich die warme Luft nicht im Gehäuse staut. Für absolute High End-Komponenten (z.B. eine 300 Watt-Grafikkarte) sollte man zudem wohl trotzdem besser zu einem größeren Gehäuse greifen, wo die Belüftung wesentlich leistungsfähiger gestaltet werden kann. Positiv hervorzuheben ist auch noch, dass das M40-Gehäuse sehr leicht ist (ca. 5,2 kg), so dass der Transport des PCs problemlos möglich ist. Bedingt durch das geringe Gewicht neigt das M40 allerdings leider auch dazu, Vibrationen zu erzeugen, welche aus nächster Nähe ziemlich stören können. Als Abhilfe klebt man hier am besten Schaumstoff unter die vier Füße, womit das Problem kostengünstig gelöst werden kann. Fazit Insgesamt hat Aerocool mit dem „M40“ für einen Preis von ca. 50€ meiner Meinung nach ein gutes, wohnzimmertaugliches mATX-Gehäuse konstruiert. Allen voran kann das schicke Äußere des Gehäuses überzeugen, welches durch den schwarz glänzenden Lack sehr edel wirkt, von ein paar Ausnahmen einmal abgesehen (z.B. den billigen Laufwerksblenden). Außerdem sollte man ein wenig beim Transport des Gehäuses aufpassen, damit nicht unschöne Kratzer die Optik verschandelt. Auch die inneren Werte stimmen: Die komplette Konstruktion des M40 wirkt sehr durchdacht (abgesehen bei den Lüfteraussparungen des Netzteiles), so dass ich keinerlei Probleme beim Einbau der Komponenten hatte. Etwas aufpassen sollte man allerdings bei sehr wuchtigen CPU-Kühlern, Grafikkarten und Netzteilen. Das M40 ist allerdings durch die recht beengten Maße sowieso nicht dazu gedacht, eine absolute Höllenmaschine zu beherbergen. Ärgerlich war bei meinem Gehäuse zudem noch das Fehlen einer notwendigen Schraube im Lieferumfang, ich schätze allerdings, dass dies ein Einzelfall war. Während des Betriebs kann ich mit den sparsamen Komponenten meines Wohnzimmer-PCs ebenfalls keinerlei Probleme ausmachen. Der eingebaute Lüfter bleibt relativ leise und kühlt die Hardware dabei gut. Wem das nicht reicht, der kann ja auch problemlos noch zwei Lüfter nachrüsten. Unterm Strich bekommt das Aerocool M40-Gehäuse von mir vier Sterne sowie die Kaufempfehlung, es eignet sich perfekt für einen schicken Wohnzimmer-PC.
Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes, über Bewertungen und Kommentare würde ich mich freuen. Viele Grüße Hendrik
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Sieht ja echt stylisch aus.. :)! Super Bericht von Dir, daher gerne BH :)! LG Helmut
15.08.2011 06:12
die versprochene Nachlieferung ist endlich eingetroffen...LG