Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Teamarbeit, Kreativität, Einfach, Spaß . . . |
| Kontra: |
Berührungsängste |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Ich schweife zwar mit diesem Bericht mal wieder etwas vom Thema Schule ab, dafür gibt’s aber mal wieder ein paar lustige Spieletipps.
Wie jetzt schon einigen bekannt sein dürfte, bin ich Leiter einer Kindergruppe (Ministranten meiner katholischen Heimatgemeinde). Da sammelt man natürlich auch einige Erfahrungen mit lustigen Gruppenspielen.
Nachdem ich einen Bericht über dieses Spiel bei ciao gelesen hatte, hab ich gedacht, ich versuch es einfach mal mit meinen Kids und welch Wunder, die fanden es sofort so klasse, dass es jetzt jeden Freitag in der Gruppenstunde gespielt werden muss.
Das Spiel
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Das Spiel ist eigentlich denkbar einfach. Die Kinder stellen sich in einen Kreis. Der Gruppenleiter erklärt die Figuren (s.u.). Dann muss ein Freiwilliger in die Mitte des Kreises. Der muss dann die Reaktionsfähigkeit der anderen testen. Er zeigt auf einen Beliebigen im Kreis und sagt die jeweilige Figur an. Dann zählt er laut bis 10. Wenn bis dahin die Figur, bestehend aus dem, auf den gezeigt wurde und seinen beiden Nachbarn, nicht zustande kommt, muss derjenige in die Mitte, der ein wenig gepennt hat und daran Schuld ist, dass die Figur nicht geschafft wurde und das Spiel geht von neuem los.
Die Figuren
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1. Toaster
Die beiden äußeren geben sich die Hände. Zwischen den Händen steht der Mittlere und ist das Toastbrot. Er hüpft auf und ab.
2. Elefant
Der Mittlere stellt den Rüssel dar (eine Hand an die Nase, mit der anderen Hand durch die erste und rumwedeln). Da dies ein afrikanischer Elefant ist, hat er natürlich auch sehr große Ohren, die dann in der Luft rumwedeln. Dafür sind die Nachbarn dar, die mit den Armen die Ohren darstellen
3. Palme
Diese Figur ist nur was für Gruppen ohne Berührungsängste. In unserer Version ist der Mittlere der Stamm. Er reckt die Arme nach oben. Die äußeren sind die Kokosnüsse und müssen den Kopf unter den Arm des Mittleren stecken. Da dies doch meistens etwas heftig ist, gibt es noch eine abgewandelte Form, bei der man mit den Händen die Kokosnüsse darstellt.
4. Känguru
Der Mittlere ist Mama Känguru. Er hält den großen Beutel auf und da den beiden Babys (äußere Kinder) von dem ganzen Gehopse schlecht geworden ist, übergeben sie sich ihrer Mama in den Beutel… Auch Kinder werden mal flügge ;-)
5. Kuh
Der Innere verschränkt die Hände so, dass die Daumen Euter ähnlich nach unten hängen. Die Äußeren ziehen dran, um zu melken.
6. Stier
Der Stier ist sauer. Der Mittlere scharrt mit den Füßen und schnaubt ganz gefährlich, die Äußeren bilden die Hörner mit den Fingern.
7. Affe
Die drei stellen sich stumm, taub und blind. Es muss sich allerdings vorher geeinigt werden, wer was macht…
Mehr Figuren fallen mir auf Anhieb jetzt nicht ein.
Fazit
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Das Spiel ist extrem wandelbar und ab Grundschulalter fast universell einsetzbar. Alle 7 (oder mehr) Figuren können nur bei Fortgeschrittenen Gruppen, die dieses Spiel schon häufiger gespielt haben, eingesetzt werden. Am Anfang wären drei oder vier Figuren ausreichend.
Außerdem sollte man das Spiel nicht gleich am ersten Abend einsetzen, wenn die Kinder sich noch nicht kennen. Man kann zwar die Berührungen etwas abschwächen, aber man sollte die Kinder schon auch kennen, und wissen, wie die Kinder auf ein solches Spiel reagieren…
Was ich an dem Spiel auch klasse finde, ist dass keiner ausgegrenzt wird. Dadurch dass immer drei an einer Figur beteiligt sind, kommen alle Kinder mal dran.
Man muss allerdings darauf achten, dass derjenige, der in der Mitte steht, nicht die ganze Zeit da bleibt. Man muss auch da mal für Abwechslung sorgen. Am einfachsten stellt man sich da als Gruppenleiter doof und verhaut die nächste Figur, so dass man selbst in die Mitte kommt. Das macht zumindest meinen Kids unheimlich Spaß, weil sich dann auch die GLs mal zum Deppen machen…
Zusätzlich fördert es noch die Kreativität. Man kann die Gruppen, die länger zusammen sind, auch mal dazu auffordern, sich neue Figuren auszudenken. Ich hab das mal gemacht und bin gespannt, was dabei rauskommt...
Auch die Teamarbeit wird gefördert, weil jeder automatisch will, dass die Figur gelingt...
Aber ansonsten hat es mich mal wieder verwundert, wie einfach Kinder beschäftigt werden können… Meine Kids aus der Messdienergruppe haben an diesem Spiel so schnell Gefallen gefunden, dass es fast schon unglaublich ist.
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