Afghan breakdown - das russische Vietnam
21.08.2003
Pro:
realitätsnah, aktuell, Abwechslung zu amerikanischen Kriegsfilmen
Kontra:
keine
Empfehlenswert:
Ja
 Kayin
Über sich:
Mitglied seit:18.08.2003
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 16 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Afghan Breakdown Ein schlafender junger Mann zieht wie vom Blitz getroffen ein fiktives Maschinengewehr unter seinem Kissen heraus und fängt an, wie ein Verrückter mit Augen eines wahnsinnig Geworden um sich zu schießen. Ein Ehemann versucht nachts seine Frau zu erwürgen, weil er in der Dunkelheit Mudschaheddin-Kämpfer sieht… All diese Menschen sind keine Bösewichte, Psychopathen oder Wahnsinnige, aber sie gesund heißen, kann man auch nicht. Es sind die Kriegsveteranen Russlands, jene Soldaten, die in Afghanistan einen sinnlosen Krieg geführt haben. Der Krieg ist für die meisten nun vorbei, aber nicht für alle. Tausende von Männern träumen ihn noch jede Nacht….. immer und immer wieder. Der Film Afghan Breakdown ist eine wahrheitsgetreue und schockierende Geschichte über das „sowjetische Vietnam“.
Inhalt: 1989. Es sind die letzten Tage des Krieges. Das Land ist verwüstet. Die Afghanen haben Angst, die russischen Soldaten ebenso. Untergrundgruppen, die so genannten Mudschaheddin, haben die glorreiche sowjetische Armee durch einen Guerilla-Krieg mit zahlreichen Hinterhalten zum Rückzug und zur Beendigung der Besetzung gezwungen. Es scheint so, als müssten sich die russischen Mütter nicht mehr um das Schicksal ihrer Jungs sorgen…doch der Krieg ist noch nicht endgültig vorbei. In die Einheit von Major Bandura wird der Sohn eines bedeutenden Funktionärs geschickt. Seine Gründe, nun, kurz vor dem Kriegsende noch nach Afghanistan zu gehen, sind allen klar: Der Junge will am Krieg teilnehmen und Verdienste einsacken. Doch es kommt ganz anders… Der Film zeigt nicht so sehr die Geschichte dieses einen Jungen, sondern viel mehr den Alltag eines jeden zu dieser Zeit in Afghanistan lebenden Menschen. Der Film stellt ein erschütterndes Zeugnis aller Kriege dar und zeigt den Menschen, wie er sich in der Extremsituation „Krieg“ verhält. Dieser Film ist nicht so gut wie „Im Westen nichts Neues“, aber dennoch sehr sehens- und empfehlenswert.
Titel: Afghan breakdown (russ. Afganskij izlom) Land: Kooperation: Italien/UdSSR Jahr: 1990 Art des Films: Kriegsfilm Länge: 140min FSK: ab 16 Jahren Produzent: Giovanni di Clemente Regie Vladimir Bortko Darsteller: Filipp Jankowskij, Michele Placido, Alexej Serebrjakow, Tatjana Dogilewa u.a. Es gibt nur wenige Shops, die den Film verkaufen (z.B. amazon.de VHS für etwa 4 euro) Ansonsten sollte man über e-bay suchen oder sich den Film einfach mal in der Videothek ausleihen.
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21.08.2003 17:48
Hört sich gut an. Gruß Joachim
21.08.2003 17:47
Noch nie von dem Film gehört, aber klingt zumindestens sehr interessant! Liebe Grüße vom Berger16 alias Mike.
21.08.2003 17:41
Für mich sind Kriegsfilme nichts.Deine eigene Meinung zum Film fehlt.LG Super.Ingo