Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Katharine Hepburn, Humphrey Bogart, Situation |
| Kontra: |
- - |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Aufgrund des Todes der US-Schauspiel-Legende Katharine Hepburn habe ich mir ja gedacht, eine kleine Reihe über ihre Filme zu starten... der erste Bericht ging über „Leoparden küsst man nicht“ und ich habe mich wirklich über die zahlreichen Lesungen gefreut, die dieser Bericht bekommen hat, obwohl der Film eigentlich doch schon sooooo alt ist :)
Teil 2 meiner Reihe geht ebenfalls um einen alten Klassiker, jedoch ist dieser 14 Jahre später entstanden:
„AFRICAN QUEEN“
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HANDLUNG
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Deutsch-Ostafrika 1914: Die Missionarin Rose Sayer (Katharine Hepburn) lebt mit ihrem Bruder, einem Reverend, in einer Siedlung und hält gemeinsam mit ihm Messen und versucht, die afrikanische Bevölkerung zu bekehren – die scheint dem ganzen allerdings nicht so aufgeschlossen, auch wenn sie brav mitmacht :)
Die beiden leben dort völlig abgeschnitten von der Zivilisation und bekommen somit auch nicht allzu viel vom Leben in ihrem Heimatland England mit. So erfahren sie erst durch den Kapitän des Schiffes „African Queen“ (der tuckelt durch die afrikanischen Lande und bringt den Sayers z.B. die Post), dass in Europa der Krieg ausgebrochen ist – und England mittendrin.
Kurze Zeit später rücken auch schon die deutschen Soldaten an und zerstören die Siedlung. Rose und ihr Bruder können nichts tun, als das alles leidend mit ansehen. Die Siedlung ist also kaputt, die afrikanische Bevölkerung vertrieben und die Geschwister Sayer werkeln dort alleine vor sich hin. Roses Bruder versteht allerdings die Welt nicht mehr, er hat durch all die Ereignisse einen solchen Schock bekommen, redet nur noch wirres Zeug und verstirbt kurz darauf.
Rose sitzt also alleine auf der Terrasse ihres Holzhauses und wartet und wartet und wartet... was zu tun hat sie eigentlich nicht, sie sitzt nur dort. Dann kommt jedoch plötzlich unserer raubeiniger Kapitän Charlie Allnutt (Humphrey Bogart), sieht die Situation und nimmt Rose mit auf sein Schiff, da die Deutschen jeden Augenblick wieder kommen können, da sie z.B. auch sein Schiff, die „African Queen“ haben wollen.
Es beginnt also eine gefährliche Flucht vor den Soldaten auf dem 30 Jahre alten, etwas herunter gekommenen Schiff durch die Flüsse Afrikas. Dabei wissen die beiden eigentlich nicht wirklich, wohin sie eigentlich sollen, denn sie sind so ziemlich eingekesselt – einfach erst mal weg.
Das Zusammenleben von Charlie und Rose auf dem Schiff gestaltet sich als nicht sonderlich angenehm. Charlie ist eher der raubeinige Typ, der ganz gerne mal ein bisschen Gin trinkt, nicht der aller sauberste ist und auch keine solche Gesellschaft gewöhnt. Die etwas spröde Rose ist solche Gesellschaft auch nicht unbedingt gewöhnt. Sie will eigentlich nichts als ihre Ruhe und ist solche einen niedrigen Lebensstandard auch nicht wirklich gewöhnt. So sitzt sie schon mal mit ihrem Schirm, außerdem perfekt gekleidet und frisiert auf den Schiff und lässt sich durch die Gegend kutschieren.
Sie beansprucht auf dem Schiff auch gleich den überdachten Platz – Charlie muss draußen schlafen. Als er in einer Nacht bei Regen versucht, hineinzukommen, kommt nur ein spitzer Schrei von Rose, die ihn gleich wieder in den Regen schickt. Sie ist dann aber doch noch so freundlich, ihm schließlich mitzuteilen: „Sie dürfen hereinkommen, solange es regnet.“ Nett.
Als Charlie Rose irgendwann mal die derzeitige Situation erklärt und ebenfalls darlegt, wo überall deutsche Soldaten sind und vor allem wo das deutsche Schiff „Luisa“ vor Anker liegt, hat Rose eine absolut tolle Idee: Sie müssen mit der „African Queen“ den Fluss hinunter, durch all die Stromschnellen hindurch, einen Torpedo bauen, gegen die „Luisa“ steuern, aber vorher noch von Bord springen. Juchuuu! Top-Idee und v.a. extrem einfach.
Charlie erklärt sie auch gleich für bescheuert, doch Rose ist nicht blöd. Sie stellt einfach auf stur, redet nicht mehr mit Charlie, bis der völlig ramdösig wird und nachgibt. Es geht also in Richtung hoher See!
Mit einem 30 Jahre alten Schiff ist die Fahrt auf einem solch wilden Fluss jedoch alles andere als einfach. Die Stromschnellen sind doch recht groß und wild und deutsche Soldaten schießen auf das Schiff. Es gibt also ordentlich Schwierigkeiten für unsere beiden Seefahrer. Doch bei all den Schwierigkeiten kommen Charlie und Rose sich dann doch näher (hätte hier irgendjemand etwas anderes erwartet?). Es entwickelt sich eine, durch diese Umstände nicht gerade einfache, Liebe, bei der die beiden trotzdem immer noch zeigen wollen, wer der Stärkere ist.
Insbesondere Rose macht eine absolute Wandlung durch. Erst ist sie die altjungferlich-spröde Missionarin. Sie zeigt jedoch in allen Situation, dass sie nicht als blödes Frauchen gesehen werde möchte. Sie steuert das Schiff durch Stromschnellen, repariert unter Wasser eine Schiffsschraube und zeigt Charlie immer wieder, dass man sie nicht unterschätzen sollte und das man v.a. absolut gar nichts machen kann, mit dem SIE nicht einverstanden ist.
Doch wir wollen nicht das eigentliche Problem der beiden vergessen. Sie tuckern auf einem alten Schiff, das immer mal wieder kaputt gehen möchte, einen wilden Fluss hinunter, wollen mit einem Torpedo (der ja auch noch irgendwie gebaut werden muss) ein großes deutsches Schiff kaputt machen, fahren sich im Schilf fest, Soldaten schießen auf sie und am Ende laufen sie den Deutschen sogar förmlich in die Arme...
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WAS MACHT DIESEN FILM AUS?
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Einfach die Situation, in der die beiden stecken. Es geht natürlich erst einmal um die Flucht der beiden vor den Deutschen, doch in erster Linie um die schwierige Beziehung der beiden. Sie kommen aus völlig anderen Verhältnissen, sind anderes gewöhnt und müssen sich auf einander einstellen und ihre Abneigung überwinden, da es ohne den anderen einfach nicht geht.
Dann sind bei diesem Film selbstverständlich auch die Schauspieler zu betonen. Ich finde es sehr positiv, dass man für diesen Film keine Mittzwanziger gewählt hat, sondern durchaus mal „ältere“ Leute für die Hauptrollen gewählt hat. Die eine ist über 40, der andere über 50 – das findet man heute ja auch nicht mehr allzu oft, wo es eher darum geht, junge Menschen auf den Bildschirm zu bringen, einfach weil es evtl. attraktiver ist, was die Zuschauerzahlen am Ende angeht. Humphrey Bogart und Katharine Hepburn spielen diesen Film einfach genial, sind in ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten absolut glaubhaft und jeder hat auf seine eigene Art und Weise noch eine gehörige Portion Humor.
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FILMINFOS
==========TITEL: „African Queen“ (OT: „African Queen“)
REGIE: John Huston
JAHR: 1952
LAND: USA
ROMANVORLAGE: C.S. Forrester
SCHAUSPIELER:
Humphrey Borgart (Charlie Allnutt)
Katharine Hepburn (Rose Sayer)
Robert Morley (Reverend Sayer)
Peter Bull
Theodore Bikel
Walter Gotell
Peter Swanwick
ca. 100 Minuten
Farbe
FSK: 12
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EIGENE MEINUNG / FAZIT
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Kurz und knapp: ich finde den Film wirklich toll. Ich habe ihn vor ca. eineinhalb Jahren schon einmal gesehen und nach ca. 10 Minuten ausgeschaltet. Fehler. Man ist solche alten Aufnahmen vielleicht einfach nicht gewöhnt, die technischen Mittel sind heute einfach weiter, aber dennoch ist der Film wirklich sehenswert. Das habe ich glücklicherweise doch noch rausgefunden, als ich mir die DVD besorgt habe. Damals habe ich zwar ausgeschaltet, trotzdem habe ich mir gleich die DVD besorgt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, jetzt würde mir der Film gefallen. Und so war’s ja auch... Und wenn nicht, hätte ich ihn eben bei Ebay wieder versteigert. Klingt ein bisschen blöd, war aber meine Logik *g* - und ein Fehler war’s nicht...
Dieser Film lebt durch seine beiden verschiedenen Charaktere. Es kommen zwar ein paar andere Menschen vor, aber in erster Linie ist es wirklich ein Zwei-Personen-Film. Dabei müssen dann natürlich die Hauptdarsteller stimmen, und das tun sie hier. Jeder ist absolut überzeugend. Wir haben auf der einen Seite den etwas raubeinigen, verwahrlosten Kapitän Charlie. Er ist es gewöhnt, dass er auf seinem Schiff walten kann, wie er will. Doch plötzlich ist eine Frau mit an Bord. Er hält sie für eine etwas blöde, altjungferliche, spröde Frau, die nicht allzu viel versteht und für das Leben auf dem Schiff eigentlich nicht gemacht ist. Doch er irrt, denn diese Frau entpuppt sich als unnachgiebig, dominant und sehr bestimmt. Für ihn herrscht immer noch so die typische Rollenverteilung vor. Doch er trifft hier auf eine Frau, für die diese Rollenverteilung nicht von Bedeutung ist. Ja, damit kommt er erst mal nicht so gut klar.
Und gerade deswegen ist der Film einfach sehenswert. Die beiden bringen sich gegenseitig fast um den Verstand, die Rede“duelle“ sind wirklich richtig gut. Außerdem ist der Film durchaus spannend und dennoch mit einer gehörigen Portion Humor versehen.
Deshalb gilt: unbedingt anschauen!!
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Das war’s dann mal wieder für heute... ich hoffe, dass der Bericht ankommt und bedanke mich jetzt schon einmal für alle Lesungen, Bewertungen und Kommentare. Schönen Abend!!
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© tylerfan 07/2003
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Posdole
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sehr hilfreich
22.05.2003
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Romanze auf dem Wildwasser
Bewertung für African Queen von
Philippspecht
Pro: Bogart, Hepburn, schöne Aufnahmen
Kontra: Das Drehbuch ist altbacken
African Queen:
Produktion: USA 1951
Länge: 105 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Regie: John Huston
Romanvorlage: C. S. Forrester
Darsteller
# Humphrey Bogart: Charlie Allnut
# Katharine Hepburn: Rose Sayer
# Robert Morley: Pastor Samuel Sayer
# ...
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hilfreich
18.08.2006
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Ein Klassiker wurde wieder ausgebuddelt...
Bewertung für African Queen von
Marimba84
Pro: für Klassikfans ein Muß, spannend, eben ein Abenteuer...
Kontra: ist halt nicht mehr ganz taufrisch: Technik, Vertonung
---Die Story ---
1914 in Ostafrika: Charlie Allnut (Humphrey Bogart) ist ein Einzelgänger und Abenteurer, der mit seiner leicht betagten Barkasse "African Queen" abgelegene Dörfer beliefert. Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs dringen deutsche Truppen ...
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hilfreich
29.09.2002
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