Erfahrungsbericht über

Agatha Christie - Box-Set [4 DVDs] (DVD)

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Agatha Christie - Box-Set [4 DVDs] (DVD)

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Sehr gut überarbeitete Box

4  26.01.2006

Pro:
Der Inhalt und die Qualität der Filme

Kontra:
für mich nur "Mord im Spiegel"

Empfehlenswert: Ja 

schuchi2

Über sich: Liebe Leserundenjäger, oder Abklicker? Ihr dürft bei mir gern Lesen. Ich werde auch versuchen, gegen...

Mitglied seit:12.07.2002

Erfahrungsberichte:415

Vertrauende:78

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 151 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Liebe Leserinnen und Leser!

Dass ich ein Fan der legendären Krimiautorin Agatha Christie bin, habe ich ja schon geäußert. So habe ich mir z.b. die Miss-Marple-Box zugelegt, und mit dem Gedanken gespielt, mir auch verfilmte Werke der Autorin zu bestellen.
Beim Schmökern auf amazon.de habe ich dann die

Agatha Christie 4 DVD Sammler-Edition
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
gefunden, welche ich Euch hiermit vorstellen möchte, und gleichzeitig meine Meinungen zu den einzelnen DVD`s, sowie der Box mitteilen.
Nach dem Öffnen des amazon-Päckchens hielt ich eine eingeschweißte Pappbox in Händen, wie sie wunderbar auch oben im Bild abgebildet ist.
Ich glaube, so schnell, in Erwartung auf das Innere, habe ich noch nie eine DVD-Verpackung geöffnet.
Aus dem Pappschuber konnte ich eine weitere Pappbox hervorschieben, welche auf der Vorderseite das selbe Motiv aufwies, wie die Box selber.
Diese Innenbox lässt sich aufklappen, und die vier DVD's, welche sich im Inneren der Box befinden, freilegen.
Nach dem ersten Aufklappen kann man den Kurzinhalt der entsprechenden Filme nachlesen, sowie auch, wie auf dem Boxäußeren, die Titel der entsprechenden Filme.
Im Gegensatz zu der Miss Marple-Box stimmt von der Jahreszahl her die Reihenfolge der Filme. Deshalb werde ich diese jetzt nicht noch mal extra aufführen, denn die Reihenfolge könnt Ihr gleich nachlesen, wenn ich die Einzel-DVD's abhandle.
Ein weiteres mal aufgeklappt, kann man einige Infos zu Agatha Christie nachlesen, sowie die Extras der einzelnen DVD's nachlesen.
Beim letzten Aufblättern sieht man sie nun vor sich liegen. Alle vier DVD's, alle vier im selben Farbton gehalten, wie schon die gesamte Box, einem ockerfarbenen Ton, sowie die auf den DVD's abgebildeten Hauptdarsteller der entsprechenden Detektive.
Hat man eine DVD aus der Halterung genommen, erblickt man dahinter dieselbe Person, wie auf der DVD, sowie die Titulierung der Kapitel.

Aber genug des Vorgeschwafels, die DVD's:

Mord im Orientexpress
----------------------------
Beginnen tut der Film mit einem Rückblick, welcher an alte Aufnahmen der Deutschlandwelle erinnert. Zeitungsausschnitte, sowie kurze Filmausschnitte, welche von einem Kommentator begleitet werden, berichten über die Entführung eines Babys der Familie Armstrong.
5 Jahre später treffen sich verschiedene Leute auf einer Zugfahrt von Istanbul in Richtung London. Mit unter ihnen befindet sich der belgische Detektiv Hercule Poirot, welcher dringend nach London muss, um einen Bericht abzuliefern, welcher internationale Bedeutung hat.
Dank eines Freundes von ihm, welcher der Betreiber des Orient-Expresses ist, gelangt der Detektiv in die erste Klasse, und damit in den "Dunstkreis" der verschiedenen Charaktere, welche mit der ersten Klasse unterwegs sind.
Unter diesen befindet sich ein amerikanischer Millionär, welcher Poirot bittet, sein Leibwächter zu sein, was dieser ablehnt.
Dieser Amerikaner wird nach der zweiten Nacht im Orientexpress tot aufgefunden. Der Orient-Express-Betreiber bittet nun den Detektiven um Hilfe, den Mord aufzuklären. Zeit gewinnt dieser dadurch, dass der Zug in Jugoslawien in einer Schneewehe festsitzt.
Wer denn nun der Schuldige ist, und wie die Vernehmungen der Mitreisenden verläuft, das müsst Ihr Euch selber ansehen.

Meinung zu diesem Film
---
In dieser Romanverfilmung aus dem Jahre 1974, mit seiner Spiellänge von etwa 122 Minuten, begegnet uns Albert Finney als belgischer Detektiv Hercule Poirot in einem Film von schon beträchtlicher Länge. In diesem Film kommen einige Größen des Filmbusiness zum Vorschein, welche allesamt, auch die weniger berühmten, eine erstklassige schauspielerische Darbietung leisten.
Zu diesen Schauspielgrößen gehören nicht nur der heute noch aktive Albert Finney, sondern auch Ingrid Bergmann, welche für diesen Film einen Oscar für die beste Nebenrolle erhielt, Sean Connery, Richard Widmark, Jaqueline Bisset, sowie ein junger Anthony Perkins.

Wieder einmal muss ich gestehen, die Bücher der Agatha Christie nicht zu kennen, denn sonst wüsste ich, wie sie die Person des Meisterdetektivs sieht. In dem Film wird er als leicht hochnäsiger, stark auf sein Äußeres achtender von sich überzeugter Mensch dargestellt, welcher allerdings wunderbar die Puzzleteile, welche ihm seine Mitreisenden zuwerfen, aneinander zu fügen.
Es sieht schon merkwürdig aus, wie er mit seinen gegelten angeklatschten Haaren auftritt. In einer Szene sieht man ihn, wie er sich für die Nacht fertig macht, indem er ein Haarnetz trägt, sowie einen Schnurrbartschutz, welcher diesem seine Zwirbelform bringt. Er cremt sich die Hände ein, und zieht anschließend Handschuhe über. Schon allein bei diesem Gedanken ekelt es mich leicht, aber anscheinend war es zur damaligen Zeit, in den dreißiger Jahren, üblich, sich so zu zeigen.

Ingrid Bergmann hat meines Erachtens nicht zu Unrecht ihren Oscar erhalten. Ich habe bisher noch niemanden so überzeugend eine übermäßig schüchterne Person gesehen, welche sie darauf hin erklärt, dass sie ein zurückgebliebenes Kind sei.

Zu den anderen Schauspielern möchte ich mich nicht weiter auslassen. Die Leistungen dieser waren, wie die der erwähnten, brillant.
Trotz seiner Länge, und der gezeigten Nebensächlichkeiten, welche allerdings zum Film passen, wie das Beladen des Zuges mit den verschiedenen Lebensmitteln, welche von dem entsprechenden Zugbegleiter und Koch probiert und abgecheckt werden, wirkt der Film nicht in die Länge gezogen. Der Regisseur Sidney Lumet hat es sehr gut verstanden, die verschiedenen Leute und die Geschichte geschickt miteinander zu verbinden, dass weder die Spannung nachlässt, noch ein verfrühtes Aufklären zulässt.
Die Musik ist ebenso passend den Szenen angepasst, dass man das Gefühl hat, es dürfte keine andere geben. Ein Beispiel dazu ist der beschwingte Walzer, welcher einsetzt, als sich auch der Zug in Bewegung setzt. Meines Erachtens hätte auch Richard Rodney Bennet einen Oscar für diese musikalische Filmbegleitung erhalten.

Meinung zur DVD
--- ---
Entgegen der Miss Marple Box haben sich die Macher der DVD "Kinowelt" und "StudioCanal" doch etwas mehr Mühe mit der Ausstattung der Scheibe gemacht.
Zwar sind Extras, wie Originaltrailer des Filmes, sowie eine 37 Bilder umfassende Fotogalerie nicht unbedingt das, was man erwarten könnte, aber immerhin etwas.
Das Bild des Filmes ist gestochen scharf, was zeigt, dass der Film überarbeitet wurde, denn Bildmaterial, was 30 Jahre alt ist, ist nicht mehr so klar. Das selbe gilt für den Ton, welcher in digitalem Mono geboten wird. Mit meiner Anlage hört sich das trotzdem fast wie Stereo an, denn man hört durchaus zwei Kanäle heraus. Dies gilt nicht nur für die deutsche Sprachversion, sondern auch für die englische, italienische und spanische.
Untertitel werden in deutsch, italienisch und spanisch angeboten.
Der Film ist in 24 sehr gut nachvollziehbare und vom Titel auch gut erkennbare Kapitel aufgeteilt. So findet man unter anderem jedes Verhör mit jeder Person als Kapitel wieder.

Tod auf dem Nil
-------------------
Auch dieser Film beginnt mit einer Vorgeschichte.
Linnet Ridgeway, eine stinkreiche Erbin, fährt zu ihrem Schloß, wo auf der Fahrt dorthin schon an den Meinungen der dort lebenden Menschen klar ist, dass sie nicht beliebt ist.
Im Schloß wartet Jacky, die beste Freundein von Linnet, und erzählt dieser von ihrer Verlobung, und bittet ihre Freundein, ihren Verlobten bei ihr arbeiten zu lassen. Die Vorstellung der beiden Personen hätte Jacky lieber sein lassen sollen, denn nicht sie heiratet den armen Simon Doyle, sondern die reiche Millionärserbin Linnet.

Diese Hochzeit geht in der Presse um, und ruft so die verschiedensten Personen auf den Plan, welche sich der Hochzeitsreise auf dem Nil anschließen.
Ungewollt fährt auch der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot mit, welcher in Ägypten Urlaub machen wollte.
Nach dem Ablegen des Schiffes erfährt der Zuschauer nun, welche Verhältnisse zwischen den entsprechenden Reisenden zu der Person der Linnet haben. Ein Teil unter ihnen kennt eigentlich nur ihre Anwälte, wie eine Schriftstellerin, oder ein schweizer Arzt, ein anderer ist Anwalt, welcher das Vermögen veruntreuen wollte, ein weiterer ist aber auch dazu bei, um dies zu vereiteln, und dieser Colonel Race ist auch noch mit Hercule Poirot befreundet.
Ab und zu sieht man auch die ehemalige Verlobte des Bräutigams auftauchen, welche immer mal dem frischverheiratetem Paar die Freude am Alleinsein vereitelt, und damit psychischen Terror bei den Beiden verbreitet.

Nach einer gewissen Fahrt, einigen Besichtigungen, sowie einem Mordanschlag auf das Paar, findet die Braut den Tod im Bett auf dem Schiff.
Nun ist es an dem Meisterdetektiv den Mordfall aufzuklären. Was weiterhin passiert, und wer der wahre Täter ist, das schaut Euch am besten selber an.

Meinung zu diesem Film
---
Auch in diesem Film gibt es wieder eine Ansammlung von Schauspielgrößen. Angefangen wird der Reigen natürlich von Sir Peter Ustinov als Detektiv Hercule Poirot. Dieser Darsteller ist für mich der wahre Darsteller dieser Rolle. Da kam Albert Finney in dem vorhergehenden Film nicht heran. Ustinov strahlt in seiner Rolle Ruhe und auch Überlegenheit aus, dass es eine Freude ist, ihm bei der Schauspielerei zuzuschauen.
Weitere Schauspielgrößen sind Jane Birkin, welche als Zofe eine sehr gute Rolle spielt, Mia Farrow als betrogene Exverlobte Jaqueline De Bellefort, George Kennedy als amerikanische unseriöser Anwalt Andrew Pennington, Angela Lansbury als ewig betrunkene und liebeshungrige alte Schriftstellerin Mrs. Salome Otterborne, sowie David Niven als Colonel Race. Vergessen möchte ich einen weiteren Schauspieler nicht, welchen ich in einer Detektivserie kennen lernte, wo er die Gestalt von Tieren annehmen konnte. Hier spielt er den frischgebackenen Ehemann Simon Doyle, Simon MacCorkindale.

Dieser 134 Minuten andauernde Film entstand im Jahre 1978. Ägypten habe ich schon immer gemocht, nicht nur als Reiseland, sondern auch als Filmmaterial. So ist mir, da ich diese Nilkreuzfahrt auch schon hinter mich gebracht habe, nicht verborgen geblieben, dass die Orte, welche die Personen anlaufen, nicht in der richtigen Reihenfolge gezeigt werden. Aber das fällt kaum auf, und nicht ins Gewicht. So sind die Naturaufnahmen, sowie die Profile der Personen sehr gut geworden, dass man die Länge des Filmes gar nicht mitbekommt, sondern sich wundert, dass dieser schon zu Ende ist. Die Spannung zieht sich durch den gesamten Film, und einige komische Momente gibt es ebenfalls; hauptsächlich dann, wenn die betrunkene Mrs. Otterborne auftaucht.
Die Musik zum Film ist dieses mal weniger beschwingt, sondern eher schwer und träge, was irgendwie zum Hintergrund, den Pyramiden und den anderen Tempeln passt.

Meinung zur DVD
--- ---
Auch bei dieser DVD sind die Bild- und Tonqualität sehr gut.
Der Film ist in den Sprachen Englisch, deutsch und Italienisch auf der Scheibe vorhanden, sowie mit den Untertiteln deutsch, portugiesisch, türkisch und italienisch ausgestattet.
Neben den Extras, wie Trailer und 34 Bilder umfassende Fotogalerie, stehen dem Betrachter hier noch zwei Interviews zur Verfügung, sowie einem 23-minütigem Making of.

Die Interviews sind im Gegensatz zum Film nicht nachbearbeitet worden, So sind diese nicht glasklar, sondern eher dem Alter entsprechend neblig, sowie dumpf im Ton.
Beide Interviews sind in englischer, also originaler Sprache an der Themse geführt, wobei nur das des Sir Peter Ustinov mit Untertiteln versehen ist, und ca. 8 Minuten dauert, wobei das mit Jane Birkin nur in Originalsprache zu erleben ist, und etwa 4 Minuten geht.
Das Making of zeigt wieder klarere Bilder, ist aber leider auch ohne Untertitel zu schauen.
Auch hier sind die 32 Kapitel sehr gut aufgeteilt, und am Titel wiedererkennbar.

Mord im Spiegel
--------------------
Anfangs könnte man denken, dass es sich bei diesem Film um einen schwarz-weiß-Film handeln könnte. Allerdings handelt es sich bei dem gezeigten um einen Film, welchen Miss Marple im Kino sieht. Leider geht der Film kaputt, und Miss Marple klärt die anderen Kinobesucher auf, wer der Täter in dem Film war.
Wir schreiben das Jahr 1953. Ein Filmteam möchte in dem Ort drehen, in welchem Miss Marple wohnt. Dazu bewohnt es auch eines der größeren Häuser im Ort.
Die Bewohner des Ortes sind so begeistert von der Anwesenheit der Filmcrew, dass sie zu deren Begrüßung ein Fest veranstalten, was mit einer anschließenden Feierlichkeit im Haus in einem etwas ausgewählteren Kreise fortgesetzt wird.
Zu dieser Feierlichkeit sind nicht nur Regisseur Jason Rudd und Hauptdarstellerin Marina Rudd anwesend, sondern auch eine konkurrierende Darstellerin Lola Brewster, sowie der Produzent Marty N.Fenn.
Zu den ausgewählten Personen der Bewohner zählen hauptsächlich die Personen, welche an der Organisation und Ausführung des Festes beteiligt waren.
So auch die junge Miss Babcock. Diese hat eine negative Eigenschaft, sie plappert wie ein Wasserfall, und so beplappert sie auch die Schauspielerin Marina, indem sie ihr etwas von einem weiter zurückliegenden Treffen der beiden erzählt.
Nach und nach treffen auch die anderen Personen ein, Getränke werden geleert, und auch die junge Miss Babcock erhält einen Cocktail. Sie ist auch die Person, welche während dieser Feierlichkeit stirbt.
Dieser Tod ruft den Oberinspektor Craddock auf den Plan, welcher in diesem Film der Neffe von Miss Marple ist.
Obwohl der Inspektor die Ermittlungen leitet, indem er unter anderem feststellt, dass der Todesgrund der jungen Frau Gift war, klinkt sich Miss Marple mit verschiedenen Tipps immer wieder ein.
Mehr werde ich von dem Film aber nicht erzählen.

Meinung zu diesem Film
---
Diese Agatha Christie Verfilmung empfinde ich als die schlechteste der Filme, die ich kenne.
Der Film aus dem Jahre 1980 hat eine Länge von 101 Minuten, was auch ausreichend ist.
In diesem Miss Marple Film spielt Angela Lansbury die Hauptrolle der Hobbydetektivin. Sie gibt sich zwar Mühe, die Detektivin entsprechend darzustellen, aber an Margaret Rutherford kommt sie nicht heran. Sie soll mal lieber bei ihrer eigenen Serie, "Mord ist ihr Hobby", bleiben. Trotzdem wirkt sie sehr überzeugend, und kommt auch mit einer gewissen Komik herüber.
Die Schauspielertruppe wird von wahren Hollywoodgrößen dargestellt, wozu Rock Hudson, Elizabeth Taylor, Kim Novak, Tony Curtis, sowie Geraldine Chaplin.
Bei diesen Personen habe ich allerdings das Gefühl, dass sie den Film schnell abdrehen wollten, denn irgendwie machen diese Personen einen nicht so enthusiastischen Eindruck, sondern eher einen gelangweilten. Teilweise stimmt das auch mit der Story überein, was den Film auch irgendwie langweilig gestaltet.
Die Musik passt sich ebenfalls wunderbar an die Story an. Sie ist tragisch und schleppend, wobei auch beschwingte Melodien mit im Film vorkommen, meist, wenn Miss Marple auf den Plan tritt.

Meinung zu der DVD
--- ---
Auch hier ist wieder die Bild- und Tonqualität sehr gut, und ich würde sagen, dies wurde ebenfalls nachbearbeitet. Die 20 Kapitel, in welche der Film eingeteilt ist, sind sehr gut eingesetzt, und man findet auch anhand der Titelgebung sehr gut in die entsprechenden Szenen hinein.
An Sprachen wurde neben deutsch und englisch auch spanisch mitgeliefert.
Neben deutsch und spanisch sind auch holländisch, portugiesisch und türkisch als Untertitel mitgeliefert.
Nachdem ich mich über die "vielen" Extras der zweiten DVD gefreut habe, so bekam ich bei dieser gleich wieder einen Dämpfer verpasst. Neben dem Trailer liefert die DVD auch 35 Bilder, welche nicht nur Filmbilder aufweisen, sondern auch ein paar Bilder vom Dreh, sowie dem Filmplakat.
Ich muss ehrlich gestehen, hätte ich diese DVD einzeln erworben, ich wäre arg enttäuscht gewesen.

Das Böse unter der Sonne
---------------------------------
Natürlich darf auch hier eine kurze Vorgeschichte nicht fehlen. Bei diesem Film ist dieser allerdings sehr kurz.
In einem Moor, irgendwo in Irland, würde ich sagen, wird von einer Frau eine weibliche Leiche gefunden.
Dann ist auch schon ein Szenenwechsel. Hercule Poirot wird von einem Versicherungsunternehmen beauftragt, heraus zu finden, wieso ein Millionär einen wertlosen Diamanten bei dieser Versicherung auf 50000 Pfund versichern lassen möchte.
Beim Besuch bei diesem Millionär entscheidet sich der Meisterdetektiv, die griechische Urlaubsinsel im Mittelmeer zu besuchen, welche von der ehemaligen Mätresse eines Königs, Dafne Castel, geleitet wird.
Diese Reise möchte der belgische Detektiv gleich nutzen, um auch ein wenig Urlaub zu machen.

Auf der Insel angekommen sieht er sich vielen reichen Snobs und Diven gegenüber, welche sich alle zu kennen scheinen, und alle nicht gut auf die ehemalige Schauspielerin Alina Marshall zu sprechen sind. Diese Diva ist auch die Person, welche dem Millionär den falschen Diamanten angedreht hat, was Hercule Poirot auf den Plan rief.
Anfangs fangen die gegenseitigen Sticheleien an, und nach einem Tag wird Aline erwürgt am Strand aufgefunden. Dadurch, dass alle Personen auf der Insel wegen Ehebruch, Eifersucht, Profitgier, oder blankem Hass diese Person am liebsten tot sehen, hat es der Detektiv nicht einfach, den Täter herauszufinden.

Weiteres erfahrt Ihr im Film.

Meine Meinung zu diesem Film
---
Nach meiner Enttäuschung des vorhergehenden Filmes ist dieser Film wieder ein sehr sehenswerter. Dazu zähle ich nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Regieführung und die Story.
1981 wurde der 111 Minuten dauernde Film von TITAN-Productions produziert.
Neben Sir Peter Ustinov spielen unter anderem bekannte Namen, wie Jane Birkin, James Mason, oder Diana Rigg mit.
In diesem Film zeigt Sir Peter Ustinov wieder einmal, wer Hercule Poirot ist. Sehr überzeugend stellt er diesen wieder dar. Den Blick und das Gehör ist überall, er bekommt alles mit, und macht dabei immer einen leicht abwesenden Eindruck. Auch zeigt er hier eine gewisse Art an Kultur, so bestellt er Bienenwachs für seine Schuhe.
Ebenfalls sehr überzeugend zeigen sich auch die anderen Schauspieler.

Die Musik ist sehr passend zu den entsprechenden Szenen. Hauptsächlich ist diese beschwingt, immer im 50'er, oder 60'er-Jahre Stil, viel mit Tuba, und so.

Der Film baut im Laufe erst seine Story langsam auf, was auch mit der Spannung so ist. Die ganze Zeit erwartet man einen Toten in dem Film, da es sich ja um einen Agatha Christie Film handelt, und wenn die Tote auf einem Mal da liegt, hat man das so schnell gar nicht mitbekommen. So verhält es sich auch mit den verschiedenen Rekonstruktionen des Detektivs, wo man staunt, wo diese Überlegungen her kommen. Diesen Film anzuschauen macht richtig Spaß, und ich kann ihn auch jedem empfehlen.

Die DVD
--- ---
Wie schon bei den vorhergehenden DVD's ist die Bild- und Tonqualität hervorragend für das Alter des Materials. Der Film wurde in 28, sehr gut nachvollziehende, Kapitel unterteilt, wobei wieder für jedes Verhör einer Person ein Kapitel gewählt wurde.
Was die Sprachen angeht, so kann man aus vier auswählen. Deutsch, Englisch, Italienisch, sowie Spanisch. Untertitel wurden deutsch, holländisch, italienisch, portugiesisch, spanisch und türkisch mit geliefert.
Auch die Extras sind bei dieser Scheibe wieder etwas umfangreicher, als nur Trailer und der Fotogalerie, welche diesmal 40 Bilder umfasst, aber auch nur Filmszenen zeigen.
Ein 15-minütiges Making of kann man sichten, wo man Filmausschnitte unbearbeitet sehen kann, und erlebt, dass auch dem Originalmaterial doch schon ganz schön Schnee ist. Leider ist dieses Making of ohne Untertitel, und nur in englischer Sprache versehen.
Der etwa 6-minütige Beitrag über die Filmpremiere ist auch recht interessant anzusehen, wo auch zu sehen ist, dass auch die Queen im Kino war, aber hätte nicht mit auf die Scheibe gemusst, vor allem deshalb, weil die Bilder nur musikalisch untermalt sind, und noch nicht mal eine untertitelte Kommentation vorhanden ist.

Die Box
----------
Alle vier Filme sind in einer sehr guten Bildqualität bearbeitet worden, was sich hauptsächlich da zeigt, wo auch Interviews, oder Trailer zum Film als Extra beigegeben wurden.
Der Ton ist in meinen Augen ebenfalls sehr gut, auch wenn er "nur" mono(Dolby Digital) sein soll.
Die Menüs der DVD's wurden aktiv gestaltet, also mit Filmmaterial als Hintergrund, und nicht nur ein Bild, oder so, sowie musikalisch zum Film untermalt.
Die Kapitel wurden sehr gut nachvollziehbar gesetzt, und auch entsprechend tituliert.

Die vier Filme sind allesamt Klassiker, welche bestmöglich modernisiert wurden. Bis auf den dritten Film, Mord im Spiegel, sind alle Filme in meinen Augen uneingeschränkt empfehlenswert, nur besagtem Film kann ich nichts abgewinnen. Irgendwie passt dieser nicht so in die Box hinein, da es sich bei den anderen drei Filmen um Hercule Poirot Streifen handelt, und nicht um einen Miss Marple. Bei dem Film habe ich so das Gefühl, dass Angela Lansbury, möge sie eine sehr gute Schauspielerin sein, als Versuch für diese Rolle genommen wurde.
Deshalb erhält diese Box von mir auch nur 4 Sterne, ist aber trotzdem jedem zu empfehlen.

Die Gestaltung der Box selber ist, wie anfangs schon geschrieben, in dem schlichten gelbbraunem Ton gehalten, und die Hauptdarsteller in dem selben Ton abgesetzt, was dieser Box einen sehr edlen Eindruck verleiht.

Lange Rede, kurzer Sinn: 4 Sterne - empfehlenswert. Ich habe die Ausgabe von 26,97 €uro, welche ich bei Amazon dafür gezahlt habe, nicht bereut.

Falls meinem Bericht etwas fehlen sollte, bzw. noch Fragen sind, so bitte ich um eine entsprechende Benachrichtigung, damit ich versuchen kann, das Fehlende, soweit mir dies möglich ist, nachtragen kann.
Vielen Dank fürs Lesen, und viel Spaß beim Schauen,

Eure Fernseheule schuchi2




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Pik7

Pik7

21.08.2006 21:40

So sieht's doch man aus.

Buure5

Buure5

17.08.2006 19:37

Sehr gut beschrieben alles. LG, Christa

Nathalie456

Nathalie456

23.04.2006 08:43

Ein wirklich ausführlicher bericht.

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