Auf den Spuren von Miss Marple.... Oder auch nicht...
16.03.2011
Pro:
Sound
Kontra:
lange Ladezeiten, unscharfe Charaktere, langsames Gameplay
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Solaija
Über sich:
Mitglied seit:08.08.2009
Erfahrungsberichte:13
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Community, nachdem ich mir dieses Jahr eine Nintendo Wii zugelegt habe, möchte ich euch von einigen Spielen für diese Konsole berichten. Anfangen werde ich mit einem Spiel, das wohl eher die Spürnasen unter euch ansprechen wird, denn es handelt sich um "Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr". Also packt schonmal euer Detektiv-Set aus und sichert Beweise ob sich dieses Spiel evtl. auch für euch eignet oder ob man es doch lieber unauffällig verschwinden lassen sollte ;)
*** Kauf ***
Ich wollte mir ein Spiel eines für mich unerforschten Genres (Point-and-Click-Adventure -> Mysterie/Krimi) zulegen. Ich habe mich für dieses Game entschieden, da es mich reizte ein Spiel einer so bekannten Schriftstellerin auszuprobieren. Bei amazon.de wurde ich fündig und so landete es neu für 14,90€ im Warenkorb.
*** Cover *** Größe: 19 x 13,5 x 1,4cm
Gewicht: 141g Aussehen Vorderseite:
Oben rechts in der Ecke befindet sich -die für die Wii-Spiele typische- weiße Ecke mit dem grauen "Wii"-Schriftzug. Unterhalb sieht man mittig einen weißen Schriftzug, der die Worte "Agatha Christie" bildet. Ziemlich mittig auf dem Cover ist ein großes Herrenhaus zu sehen, welches auf einer Anhöhe steht. Im Hintergrund den Himmel, der mit dunklen Wolken behangen ist. Alles in allem ist das Cover eher in dunklen Farben gehalten, was dem Ganzen schon einen Hauch von Düsterkeit und Mysterie verleiht. Unter dem Bild des Hauses ist der Schriftzug des Titels "Und dann gabs keines mehr" in Großbuchstaben aufgedruckt. Darunter befindet sich eine hübsche Verzierung. Aussehen Rückseite:
Auch hier dominieren eher dunkle Farben und im Hintergrund ist ein Gewitter zu sehen. Im Vordergrund dieses Gewitters sieht man 4 Bilder, welche einen Einblick in das Spielgeschehen gewähren und mit Untertiteln versehen sind. Darunter befindet sich die Beschreibung des Spieles: "Machen Sie sich auf einen außergewöhnlichen Thriller gefasst. Erleben Sie die hervorragende Adaption eines dererfolgreichsten Krimis der Welt.
Zuerst gab es zehn... Zehn Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft erhalten eine Einladung, die sie in ein luxuriöses Haus auf einer abgeschiedenen Insel lockt. Dort beschuldigt sie ihr Gastgeber in einer aufgenommenen Botschaft diverser Morde und fährt fort, als Richter, Geschworene und Scharfrichter in einer Person Gerechtigkeit walten zu lassen... Die Spannung steigt, während ein Gast nach dem anderen dem genialen Plan des unsichtbaren Killers zum Opfer fällt. Der Mörder muss gefunden werden, sonst wird es keinen mehr geben..."
*** Details *** Konsole: Nintendo Wii Genre: Adventure Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung Sprache: deutsch Max.-Spieleranzahl: 1 Person Spieldauer: >20 Stunden Entwickler: The Adventure Company Erscheinungsdatum: 20. März 2008 ASIN: B000WL5UZM
*** Hauptmenü ****
Im Hauptmenü hat man die Möglichkeit, ein neues Spiel anzufangen oder einen bereits gespeicherten Spielstand zu laden. Des Weiteren kann man in den Optionen Einstellungen zu "Lautstärke Musik", "Lautstärke Geräuscheffekte", "Helligkeit" und Ein- bzw. Ausschalten des Untertitels vornehmen. Ferner kann man sich im Hauptmenü die Mitwirkenden des Spiels ansehen.
*** Story *** Das Spiel "Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr" beinhaltet die Geschichte des gleichnamigen Romans, welcher 1939 erschienen und der meistverkaufte Kriminalroman der Welt ist. Da es inhaltlich einige Bezüge zu Hitler gibt, lässt sich daraus schließen, dass das Game ebenfalls in dieser Zeit angesiedelt ist.
Zehn Personen unterschiedlicher Herkunft werden unter einem Vorwand für ein Wochenende in eine Residenz auf Shipwreck Island eingeladen. Dankend nehmen sie das Angebot an, obwohl keiner von ihnen die Gastgeber Mr. und Mrs. Owen kennt. Ihr schlüpft in die Rolle des Fährmannes Patrick Narracott, dessen Aufgabe es ist, diese zehn Herrschaften nach Shipwrack Island zu überführen. Dort angekommen wird jedoch das Schiff des Protagonisten zerstört und so verlängert sich zwangsweise auch sein Aufenthalt auf der Insel. Der Gastgeber bezichtigt jeden seiner geladenen Gäste per Tonaufnahme eines Mordes, der noch nicht gesühnt wurde. Damit stellt sich heraus, dass die Damen und Herren nicht so ehrenwert sind wie sie vorgeben zu sein. Getrieben von Selbstjustiz ereignet sich gleich am ersten Abend der erste Mord, doch von dem Mörder fehlt jede Spur... Da es eindeutige Hinweise gibt, dass das nicht der einzige Mord bleiben wird, macht ihr es euch zur Aufgabe dem Geschehen auf die Schliche zu kommen und die Arbeit als Hobby-Detektiv beginnt...
*** Handhabung/Steuerung *** Die Steuerung der Spielfigur ist nur mäßig gelungen. Man steuert den Protagonisten mithilfe des Pointers per Klick auf den Bildschirm. Da man diesen aber nur in vorher festgelegten Teilen der Umgebung navigieren kann, gestaltet sich dieses teilweise etwas mühsam. Daher sollte man beim Betreten eines neuen Raumes erst einmal die Ränder des Bildes entlangfahren um zu sehen, wohin man evtl. noch laufen kann. Da es sich um ein Wii-Spiel handelt, gibt es auch gewisse Bewegungsabläufe, die man mit der Wii-Remote simulieren muss. Vor allem das Öffnen der zahlreichen Türen gestaltet sich extrem nervig, da dies durch Drehen der Wii-Remote nachgeahmt werden muss (wie um einen Türknauf zu drehen). Dies hätte genauer von den Entwicklern durchdacht werden sollen. Auch an anderen Bereichen des Spielverlaufs gestaltet sich die Handhabung mit der Wii-Remote teilweise unvorteilhaft, da mal Bewegungen funktionieren, mal nicht :/ Einen weiteren Punktabzug gibt es für die oftmals relativ lange Ladezeit, die entsteht, wenn man die Räume wechselt. Man hat die Möglichkeit gewisse Gegegnstände, wie Beweismittel oder Hinweise, aufzunehmen und diese im Inventar aufzubewahren. Dort hat man die Möglichkeit sich bestimmte Objekte näher anzusehen oder aber Gegenstände miteinander zu kombinieren bzw. Dinge in ihre Einzelteile zu zerlegen. Des Weiteren hat man ein Notizbuch zur Verfügung, in dem u.a. nähere Informationen zu den einzelnen Gästen vermerkt werden etc. Ob man einen Gegenstand aufnehmen oder näher untersuchen kann, wird einem mit unterschiedlichen Symbolen des Pointers am Bildschirm angezeigt. Anfangs werden erstmal verdächtige Personen befragt, wie in jedem anderen Krimi auch. Dies mag zu Beginn des Spiels noch spannend sein, jedoch wird auf Dauer nervtötend, da man die genau identischen Fragen mehreren Personen immer wieder stellen muss. Neben dem oft eintönigen Befragen der Verdächtigen kommt es auch öfters vor, dass man nicht genau weiß was man als nächstes tun soll um im Spielgeschehen weiterzukommen. Dass einem nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt wird, ist bei diesem Genre offensichtlich. Doch ab und zu ein kleiner Hinweis wäre schon ganz nett, denn es nimmt etwas vom Spielspaß, wenn man immer wieder planlos rumläuft. Anzumerken ist auch, dass es mehrere Möglichkeiten gibt das Spiel zu beenden. Hierbei kommt es jedoch nicht darauf an, welche Antworten man den diversen Personen gegeben hat, sondern lediglich kurz vor Spielende hat man erst Einfluss auf das Geschehen.
*** Grafik ***
Die Grafik in "Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr" ist relativ in Ordnung. Pluspunkte hierbei gibt es für die gelungenen Hintergründe und eingebauten netten kleinen Details. Punktabzug gibt es jedoch eindeutig für die Charaktere, da diese eher unscharf und detailarm gestaltet sind. Auch sind die Bewegungsabläufe der Figuren eher hölzern.
*** Sound *** Die soundtechnische Untermalung ist gut gelungen. Zum Einen passt jede Stimme im Spiel zum Charakter der jeweiligen Person und zum Anderen kann man die Sprecher sehr gut verstehen, sodass man getrost ohne Untertitel spielen kann. Die Hintergrundmelodien stärken die Stimmung im Spiel, da sie zur düsteren und spannungsgeladenen Atmospähre des Spieles beitragen. Lediglich die geringe musikalische Abwechslung ist hier zu bemängeln, da dies schnell zu Eintönigkeit führt. Auch hat man an Details, wie z.B. Türquietschen gedacht.
*** Fazit ***
Ich habe leider keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Spielen aus diesem Genre, jedoch habe ich mir ehrlich gesagt etwas mehr davon erhofft. Es war okay es einmal durchzuspielen, aber ein weiteres Mal muss ich es mir nicht antun. Selbst mit den Alternativ-Enden wäre 95% des Spielgeschehens nur Wiederholung und dafür sind mir vor allem die langen Ladezeiten zu mühsam. Auch muss ich gestehen, dass ich an einigen Stellen nicht mehr weiter wusste, vor allem was das Zusammenbasteln gewisser Gegenstände anging und ich online nach einer Lösung suchen musste, um im Spielgeschehen voranzukommen. Naja, es steckt wohl doch keine Miss Marple in mir :/ Alles in Allem vergebe ich 3 Sterne für dieses Spiel.
Ich bedanke mich für eure Lesungen und hoffe der Bericht konnte dem ein oder anderen weiterhelfen.
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25.03.2011 19:56
Point and klick-Adventure kann ich mir an der Wii irgendwie nicht vorstellen. Ist mir lieber auf den Handhelds.
22.03.2011 08:00
Klasse Bericht; das mit den langen Ladezeiten kommt leider in immer mehr Wii Spielen vor, mannomann, ist doch keine Playstation *lach*
18.03.2011 11:23
gut vorgestellt