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** Filmkritik **
Nach „Tod auf dem Nil“ – ebenfalls eine Agatha-Christie-Verfilmung – spielt Peter Ustinov hier zum zweiten Mal den exzentrischen, kleinen belgischen Detektiv. Vor kurzem hatte ich mir auch „Mord im Orient-Expreß“ angesehen mit Albert Finney in dieser Rolle, und ich muß ... Bericht lesen
Hercule Poirots (Peter Ustinov) in der Eingangstür der Londoner Trojan-Versicherung mit der Silhouette des Big Ben misst, ist diese Tote zunächst einmal begraben. Der berühmte Detektiv mit dem belgischen Akzent soll klären, warum der millionenschwere Industrielle Sir Horace Blatt einen "Edelstein" auf 50.000 Pfund versichern lassen möchte, der gerade einmal 38 Pfund und sieben Schilling wert ist. Auf Sir Blatts Jacht an der Côte d'Azur stellt sich heraus, dass der Schwerenöter von dem flatterhaften Show-Star Arlena Marshall betrogen wurde. Dem echten Stein auf der Spur begibt sich Poirot auf eine Insel, wo eine mondäne Gesellschaft von Showgrößen und Millionären Müßiggang pflegt. Landschaftlich paradiesisch ist dies dennoch alles andere als die Insel der Seeligen. Alle Mitglieder dieses elitären Kreises sind durch Profitinteressen, Eifersucht, Missgunst, Hass oder Ehebruch miteinander verbunden. Es würde sich kaum um einen von Agatha Christie ersonnenen Plot handeln, wenn die Dinge hier so lägen wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Als die durchtriebene Arlena mit Würgemalen am Strand aufgefunden wird, hat praktisch jeder ein handfestes Mordmotiv. Aber auch ein wasserdichtes Alibi. Da bedarf es einer ausgebufften Spürnase vom Kaliber Poirot, das raffiniert eingefädelte Verbrechen aufzuklären und den Bogen vom Sonnenparadies zur Toten im englischen Moor zu schlagen. Poirot ist das perfekte männliche Pendant zur weiblichen Hobbydetektivin Miss Marple. Er ist schrullig, exaltiert und unbestechlich scharfsinnig. Niemand könnte den Meisterdetektiv besser verkörpern als Sir Peter Ustinov, dessen Charisma diese von Guy Hamilton mit leichter Hand und Tempo inszenierte Krimikomödie zeitweise zu einer One-Man-Show macht. Im Schatten des Kolosses wirken selbst Stars wie James Mason oder Jane Birkin mitunter ein wenig blass. Auf die Ausstattung ist sehr große Mühe verwendet worden. Die Anzüge, bunten Kleider und extravaganten Hüte lassen sich als überzeichnete Psychogramme ihrer Träger lesen. Allein Poirots Badeanzug, mit dem er einmal ein paar Trockenübungen am Strand vollführt, ist eine Klasse für sich. Ein verzwickter Fall, der höchst amüsant daherkommt und en passant beweist, wie Geld den Charakter verderben kann. --Frank Kukat
Hercule Poirots (Peter Ustinov) in der Eingangstür der Londoner Trojan-Versicherung mit der Silhouette des Big Ben misst, ist diese Tote zunächst einmal begraben. Der berühmte Detektiv mit dem belgischen Akzent soll klären, warum der millionenschwere Industrielle Sir Horace Blatt einen "Edelstein" auf 50.000 Pfund versichern lassen möchte, der gerade einmal 38 Pfund und sieben Schilling wert ist. Auf Sir Blatts Jacht an der Côte d'Azur stellt sich heraus, dass der Schwerenöter von dem flatterhaften Show-Star Arlena Marshall betrogen wurde. Dem echten Stein auf der Spur begibt sich Poirot auf eine Insel, wo eine mondäne Gesellschaft von Showgrößen und Millionären Müßiggang pflegt. Landschaftlich paradiesisch ist dies dennoch alles andere als die Insel der Seeligen. Alle Mitglieder dieses elitären Kreises sind durch Profitinteressen, Eifersucht, Missgunst, Hass oder Ehebruch miteinander verbunden. Es würde sich kaum um einen von Agatha Christie ersonnenen Plot handeln, wenn die Dinge hier so lägen wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Als die durchtriebene Arlena mit Würgemalen am Strand aufgefunden wird, hat praktisch jeder ein handfestes Mordmotiv. Aber auch ein wasserdichtes Alibi. Da bedarf es einer ausgebufften Spürnase vom Kaliber Poirot, das raffiniert eingefädelte Verbrechen aufzuklären und den Bogen vom Sonnenparadies zur Toten im englischen Moor zu schlagen. Poirot ist das perfekte männliche Pendant zur weiblichen Hobbydetektivin Miss Marple. Er ist schrullig, exaltiert und unbestechlich scharfsinnig. Niemand könnte den Meisterdetektiv besser verkörpern als Sir Peter Ustinov, dessen Charisma diese von Guy Hamilton mit leichter Hand und Tempo inszenierte Krimikomödie zeitweise zu einer One-Man-Show macht. Im Schatten des Kolosses wirken selbst Stars wie James Mason oder Jane Birkin mitunter ein wenig blass. Auf die Ausstattung ist sehr große Mühe verwendet worden. Die Anzüge, bunten Kleider und extravaganten Hüte lassen sich als überzeichnete Psychogramme ihrer Träger lesen. Allein Poirots Badeanzug, mit dem er einmal ein paar Trockenübungen am Strand vollführt, ist eine Klasse für sich. Ein verzwickter Fall, der höchst amüsant daherkommt und en passant beweist, wie Geld den Charakter verderben kann. --Frank Kukat
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Erfahrungsbericht von carmen über Agatha Christies: Das Böse unter der Sonne 12.03.2003
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Schauspieler, verzwickt spannend
Kontra:
stellenweise etwas langatmig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Eigentlich wollte ich euch irgendwann vor meinem Urlaub mal wieder einen Beitrag aus der Reihe carmen’s tonight-Filmtip liefern, aber ciao schaffte es nicht, die Kategorie rechtzeitig anzubieten. Nun, dann muß ich daraus eben eine Retrospektive machen.
** Die Story ** Hercule Poirot (Peter Ustinov) soll im Auftrag einer Londoner Versicherung einen Fall von Versicherungsbetrug des Kunden Horace Blatt (Colin Blakely) überprüfen, der ein Schmuckstück versichern lassen wollte, das nur einige Pfund wert ist. Der schiebt es auf seine ehemalige Geliebte, eine Schauspielerin, die ihm das Plagiat untergeschoben haben muß. Leider hat sich die Dame verflüchtigt, ist mit einem Mann durchgebrannt, und Poirot und Blatt wollen ihr nun gemeinsam folgen. Also trifft man sich in dem exklusiven Gästehaus Daphne Castle (Maggie Smith) auf einer jugoslawischen Insel, wo sich die Creme und die Dekadenz gelegentlich verlustiert.
Hier sind nun eine Menge illustrer Gäste versammelt, die sich z.T. nicht riechen können und nur der Form halber Küßchen geben, wenn sie sich begegnen. Wie Daphne schon sagt, alle haben einige Leichen im Keller. Da wären - Myra (Silvia Miles) und Odell Gardener (James Mason) - Patrick (Nicholas Clay) und Christine Redfern (Jane Birkin) - Kenneth (Denis Quilley) und Arlena Marshall (Diana Rigg) und ihre Tochter Linda (Emily Hone) - Rex Brewster (Roddy McDowall) und natürlich Poirot selbst.
Vor allem Arlena ist die pure Nervensäge für alle Gäste: die geborene Diva, bissig, hysterisch, tyrannisiert sie alle Anwesenden. Und die lassen das über sich ergehen, denn schließlich wollen alle was von ihr. Am meisten leidet jedoch ihre Stieftochter Linda unter Arlenas fiesen Art, aber keiner setzt sich gegen sie durch, nicht einmal ihr Vater. Allerdings geht eine Sache allen auf die Nerven: sie flirtet ungeniert mit Patrick Redfern und er mit ihr, womit die beiden besonders dessen Frau Christine Redfern das Leben zur Hölle machen.
Kurz, sie ist einfach ein Aas und so bedauert es keiner, als sie eines schönen Tages tot an einem einsamen Strand gefunden wird. Erwürgt, und der kostbare Diamant, hinter dem Poirot her ist, immer noch verschwunden – denn sie war jene leichtlebige Schauspielerin.
Jeder der Anwesenden ist natürlich verdächtig, schließlich haben alle die Tote gehaßt:. - die Gardeners müssen ein Theater retten und hatten eine neue Show geplant, um zu überleben. Sie hofften darauf, daß Arlena die Rolle übernimmt. - Rex Brewster versucht seinen Verlag zu retten, indem er an Arlenas Biographie schreibt, die sie jedoch vehement ablehnte. - Christine natürlich aus Verzweiflung und Erbitterung über die Verführung ihres Mannes. - Und selbst Daphne hatte die ehemalige Kollegin verachtet.
Doch jeder der Verdächtigen hat ein wasserdichtes Alibi.
** Darsteller ** Zum 2ten Mal spielt Peter Ustinov den belgischen Detektiv Hercule Poirot. Mit seinem versucht authentischem Akzent und dem über die Maßen gentlemenhaften Benehmen macht er einen distinguierten und zuverlässigen Eindruck. Und in seinem mittelalterlichen Badeanzug ist er einfach eine Augenweide.
Diana Rigg (Bondgirl in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“) spielt die fiese Diva dermaßen überzeugend, daß man sie als Zuschauer regelrecht haßt und ihr den Tod an den Hals wünscht. Was ja dann auch eintritt. Und damit verschwendet man nicht mal mehr einen Gedanken an diese Zicke.
Auch Maggie Smith (Eine Leiche zum Dessert) legt ihr ganzes Können in die Waagschale und spielt eine außerordentlich glaubwürdige Hotelbesitzerin, die jovial zu ihren Gästen, zu ihren Angestellten jedoch ein echter Drachen ist.
** Filmkritik ** Nach „Tod auf dem Nil“ – ebenfalls eine Agatha-Christie-Verfilmung – spielt Peter Ustinov hier zum zweiten Mal den exzentrischen, kleinen belgischen Detektiv. Vor kurzem hatte ich mir auch „Mord im Orient-Expreß“ angesehen mit Albert Finney in dieser Rolle, und ich muß sagen, Ustinov ist der authentischere Darsteller. Obwohl man sich ja bekanntlich über Geschmack streiten kann. Aber ich finde, er lebt diesen charmanten, gewitzten und kultivierten Schnüffler geradezu aus und es gibt wohl keinen, der ihm nicht seine Marotten angesichts seiner Fähigkeiten verzeiht. Denn neben der zielsicheren Aufklärung von Verbrechen hat Hercule Poirot eine weitere große Leidenschaft - das Essen. Drei Eier zum Frühstück, heiße Schokolade – als Kunde ist er sicher die Hölle, aber als Helfer in der Not oder bei verzwickten Verbrechen einfach unbezahlbar mit seiner ihm eigenen Spürnase, die auch jede Ungereimtheit aufspürt. Aber er hat auch ein Herz für Verbrecher – wie in „Mord im Orient-Expreß“ zu sehen ist und ihm sind menschliche Schwächen nicht fremd. Alles in allem ist er als Figur einfach liebenswert.
Eines ist jedoch all den Filmen mit Hercule Poirot gemeinsam, so auch diesem: der Held läßt sich von den Zuschauern nicht in die Karten sehen. Die Aufklärung bleibt zum großen Leid von Krimifans und Hobby-Detektiven stets irgendwie im Dunkeln. All die heimlichen Verbindungen und Verstrickungen der Personen untereinander sind uns nicht bekannt und so kommt erst am Ende die Aufklärung und der große Aha-Effekt für den Filmfan. Das finde ich persönlich immer ein wenig schade, denn man will ja gewissermaßen mitraten. Und so wirkt seine Suche nach der Wahrheit für unsere Augen etwas langatmig, weil wir ja nicht so richtig daran teilnehmen können. Auch die Konstellation der Filme ist ähnlich: immer treffen eine Gruppe Menschen zusammen, die dann alle verdächtig sind und es dem Kriminalisten nicht einfach machen.
Nichts desto trotz ist „Das Böse unter der Sonne“ spannend und lebt von den exzentrischen Figuren, der Kulisse des Tatortes und den glänzenden Schauspielern, mit denen jedoch vor allem die jüngeren Zuschauer wohl nicht mehr viel anfangen können.
** Meine Meinung ** Nicht ganz der beste Film mit Ustinov als Hercule Poirot, aber auf jeden Fall sehenswert für einen Fernsehabend mit einem Streifen der guten alten Filmgeschichte.
** Daten ** Großbritannien 1981 Genre: Krimi Originaltitel: Regie: Guy Hamilton Musik: Cole Porter Drehbuch: Anthony Shaffer
Pro: Peter Ustinov, einfach ein Klassiker, Agatha Christie Filme sind sowieso genial Kontra: zu wenig Bonusmaterial auf der DVD, nur mittelmäßige Bild/Ton-Qualität
...Da ich sehr gerne die Romane von Agatha Christie gelesen habe bzw. mir auch gerne die entsprechenden Filme angeschaut hatte, habe ich mich natürlich über die DVD-Veröffentlichung von "Der Tod auf dem Nil", "Mord im Spiegel" und "Das Böse unter der Sonne" gefreut. Die DVDs nenne ich nun mein eigen, und hoffentlich erscheinen noch mehr der Hercule Poiret bzw. Miss Marple Film-Reihe auf DVD. In meiner heutigen Kritik soll es aber um "Das Böse unter der Sonne" gehen.
HANDLUNG
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Als sich der belgische Detektiv Hercule Poiret (Peter Ustinov) wegen eines Versicherungsfalls auf eine griechische Insel begibt, ahnt er noch nichts von dem bevorstehenden Mord. Im Hotel befindet sich nämlich noch die Schauspielerin Arlena Marshall (Diana Rigg), die sich auch wie eine Diva benimmt...
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Pro: Spannend und clever inszeniert Kontra: Bonusmaterial nicht auf deutsch
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Agatha Christies Das Böse unter der Sonne (DVD)
- Preis: EUR 24,99
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Laufzeit: 112 Minuten
- Darsteller: Sir Peter Ustinov, Jane Birkin
- Regie: Guy Hamilton
- Musik: Cole Porter
- Sprachen: Deutsch (Mono) Englisch (Mono) Spanisch (Mono) Italienisch -(Mono)
- Bildformat: 1,78:1
- Produktion: 1981
- Untertitel: Deutsch, Spanisch, Türkisch, Italienisch, Portugiesisch, Holländisch
- Trailer, Fotogalerien und Making of
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Agatha Christies Das Böse unter der Sonne (VHS)
- Preis: EUR 9,99
- Sprache: Deutsch
- PAL
- Laufzeit: 116 Minuten
- Produktion: 1981
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Sir Peter Ustinov ist die Ur-Verkörperung des massigen Meisterdetektivs Hercule Poirot. "Das Böse unter der Sonne" bietet...
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Pro: spannend, witzig, tolle Kulissen, ein absoluter Filmklassiker Kontra: nicht ganz werkstreu
...sich mit Alec auf, um die Entdeckung seines Lebens zu machen...
James Mason ist ein britischer Schauspieler (1909 - 1984),der u.a. in Monty Python auf hoher See (1983), Agatha Christies Das Böse unter der Sonne (1982), The Verdict (1982), Sherlock Holmes: Verschwörung im Nebel (1979) und Lolita (1962) spielte.
Pat Boone spielt Alec McEwen
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Alec McEwen ist ein junger Student in Prof. Oliver Lindenbrooks Kursen, der den Professor sehr bewundert. Durch ein Geschenk bringt er den Professor unwissentlich auf die richtige Fährte zum Mittelpunkt der Erde. Er ist mit Lindenbrooks Mündel Jenny 'liiert', wenn man das in der damaligen Zeit schon so nennen kann ;-).
Pat Boone (*1934) wurde als Schauspieler, Sänger/ Songwriter (u.a. für Pleasantville) und Autor bekannt. Für 'Die Reise zum...
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sehr hilfreich 01.01.1970
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