Wie bringe ich Gäste dazu,sich meine Urlaubsfotos anzusehen?
28.08.2011
Pro:
Kein Diaprojetor wie früher, keine abgedunkelten Räume nötig
Kontra:
Wandmontage wegen Netzkabel schlecht möglich, kein Akku - oder Batteriebetrieb
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Dauer des Besitzes/der Nutzung
Häufigkeit der Nutzung
 immomaus65
Über sich:
Vielen Dank für Eure zahlreichen Lesungen und netten Kommentare. Ich weiß nicht, wie es Euch geht - ...
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Wie bringt man andere Personen dazu, sich seine Urlaubsfotos anzusehen? Ganz einfach - man lässt sich einen digitalen Bilderrahmen schenken, oder kauft sich selbst einen. Ich hatte diese Bilderrahmen in diversen Elektronikmärkten oder Elektroabteilungen immer wieder angesehen, und für mich die Feststellung gemacht: ist mir noch zu teuer - später vielleicht einmal.
Zu Weihnachten 2008 habe ich von meinem Mann einen digitalen Bilderrahmen geschenkt bekommen und zwar den
AF5075 von AGFAPHOTO Genug Zeit, um das Gerät ausgiebig zu testen.
Hersteller: Hergestellt und vertrieben werden die digitalen Bilderrahmen AGFAPHOTO von der Firma
SAGEM Communication (Safran Group) Le Ponant des Paris 27, rue Leblanc 75015 Paris Laut Verpackung erfolgt die Herstellung bei SAGEM Communication Poland.
Allgemeine Daten und Informationen: Der Bilderrahmen hat einen hochauflösenden 7 Zoll-TFT-LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 480 x 234 Pixel. Die Bildergröße entspricht ca. den Abmessungen 9 x 15 cm. Der Rahmen hat eine Breite von 21,65 cm und eine Höhe von 14,95 cm. Er ist ca. 2,65 cm tief und hat ein Gewicht von nicht ganz einem ½ kg. Die Ecken des Außenrahmens sind abgerundet. Kompatibel mit den meisten von Digitalkameras gespeicherten JPEG-Bildern, incl. Motion JPEG-Dateien. Das Gerät unterstützt SD-, MMC-, MS-, XD-Speicherkarten und USB-Geräte.
Verpackung: Leider habe ich die Verpackung nicht mehr – vor ca. einem halben Jahr habe ich diese entsorgt. Ich kann mich aber daran erinnern, dass diese etwas größer als A4 und ca. 8 bis 10 cm tief war. Oben hatte der Karton einen Tragegriff aus Kunststoff. Der Aufdruck war in schwarz und rot gehalten. Auf der Vorderseite war eine Abbildung des Bilderrahmens. Irgendwo auf der Verpackung ist auch der Lieferumfang genannt gewesen. An mehr kann ich mich leider nicht erinnern.
Lieferumfang: Die Lieferung erfolgt incl. 3 Wechselrahmen, Stromkabel (9V / 1,8 A-Netzadapter), Infrarotfernbedienung mit einer CR 2032-Batterie und der Bedienungsanleitung. In meiner Packung war noch eine SD-Speicherkarte mit 1 GB und ein USB-Verlängerungskabel beinhaltet; ob dies generell so ist, kann ich leider nicht sagen. Diese beiden Teile sind bei der Beschreibung des Lieferumfangs nicht genannt.
Außerdem ist noch ein Rahmenständer dabei, der auf der Rückseite mit einer Schraube befestigt wird und damit dem Rahmen sicherem Stand bietet.
Aufstellen und betriebsbereit machen:
Da ich mit meinem technischen Wissen in der Regel nicht weit komme, blättere ich bei neuen Elektro- und Elektronikgeräten sicherheitshalber immer erst einmal die Bedienungsanleitung durch. Ich will ja nichts verkehrt machen, damit eine Garantie oder Gewährleistung
Bilder von AGFAPHOTO AF 5075
nicht erlischt.Leider hat diese Bedienungsanleitung keine fortlaufende Seitenzahlen und / oder ein Inhaltsverzeichnis, so dass man das Heft durchblättern muss, bis man die gewünschte Sprache findet.
Gesagt getan - allerdings musste ich sehr lange blättern, bis ich zu der deutschen Beschreibung komme, diese befindet sich in der Bedienungsanleitung nämlich ganz hinten. Die Anleitung selbst ist mit 8 Seiten sehr knapp gehalten, beinhaltet aber alles, was man wissen muss. Die Bedienungsanleitung ist in insgesamt 14 Sprachen abgedruckt, pro Sprache wurden jeweils 8 Seiten Text verwendet.
Auf der Rückseite des Rahmens befinden sich (wenn man die Rückseite vor sich hat) auf der linken Seite 6 Druckknöpfe, mit denen man folgende Funktionen ausführen kann: 1. Foto drehen 2. Zurück zum vorherigen Foto 3. Wiedergabe starten oder anhalten 4. Weiter zum nächsten Foto 5. Anzeigengröße ändern 6. Anzeigendauer für die Fotos ändern (5 - 10 - 30 - 60 Sekunden) Mit einem weiteren Schalter, der etwas weiter in der Mitte platziert ist, kann man den Rahmen einschalten. Darunter befinden sich der Karteneinschub, der USB-Anschluss und der Stromanschluss.
Mit der Fernbedienung kann man die Anzeige auf dem Rahmen auf 4:3 oder 16:9 umschalten, durch die Funktion "Stretch" die Anzeigengröße ändern und durch die Funktion "Rotate" Fotos drehen, damit man sie anders ausgerichtet sieht. Auf der rechten Seite des Displays finden sich die Menüauswahlsymbole wieder, die sowohl mit der Fernbedienung wie auch mit den Druckknöpfen auf der Rückseite bedient werden können.
Unsere Erfahrungen:
Früher hatte man zu Dia-Abenden eingeladen, bei denen sich dann oftmals die Gäste tierisch gelangweilt haben. Dazu kam die Aufbauarbeit im Vorfeld, wenn man keinen Partyraum mit komplett weißer, leerer Wand sein Eigen nennen konnte. Diaprojektor und Diawand aufstellen, Strom hinziehen, im Vorfeld Dias sortieren. Ach was ist das im Laufe der Jahre mit der zunehmenden Technisierung einfach geworden! Heute stellt man einen elektronischen Bilderrahmen, der einem herkömmlichen Bilderrahmen eigentlich sehr ähnlich ist, an einen Platz, der gut einsehbar ist, oder hängt ihn an die Wand. Und ist fast fertig.
Die Fotos werden praktisch so nebenbei angesehen, weil man seinen Blick meistens nicht von den bewegten Bildern wenden kann und immer wieder zum hinsehen verleitet wird. Das Schöne an diesem Rahmen AF5075 von Agfafoto ist, dass man mit den drei Wechselrahmen in schwarz, weiß (jeweils aus Kunststoff) und gebürstetem Aluminium die Möglichkeit hat, sich den für den jeweiligen Standort passendsten Rahmen auszusuchen. Auf der Seite der Verpackung war zwar angegeben, dass 4 Wechselrahmen dabei sind, auf der Verpackung oben sind aber nur drei angegeben. Die Rahmen sind dank eines Metallstreifen an der Rückseite magnetisch und halten bombenfest.
Da der Rahmen bei uns in der Küche auf der Eckbank steht, und in unserer Küche vorwiegend Elektrogeräte in schwarz und silber stehen, habe ich mich für den Aluminiumrahmen entschieden. Das Speicherkarten-Lesegerät liest SD-, MMC-, MS- und xD-Karten. Auch die neueren SDHC-Karten habe ich ohne Probleme einlesen können. Das Kartenslot befindet sich auf der Rückseite des Rahmens. Außerdem ist die Möglichkeit vorhanden, einen USB-Stick anzuschließen. Der Anschluss befindet sich direkt neben dem Kartenslot, so dass man ein Verlängerungskabel benötigt, um den USB-Stick anschließen zu können - außer man hat einen von diesen Ministicks, die von der Länge her nur 1 bis 2 cm messen.
Wenn gleichzeitig eine Speicherkarte eingelegt und ein USB-Stick angeschlossen ist, wird immer zuerst auf die Daten der Speicherkarte zugegriffen. Was mich etwas stört ist die Anzeige dieser hochkant aufgenommenen und beim Abspeichern gedrehten Bildern. Diese werden stark verkleinert hochkant gezeigt - links und rechts vom Bild befindet sich dann ein breiter, schwarzer Balken – das Bild wird dadurch recht klein. Ich denke, das wird aber sicher bei anderen elektronischen Bilderrahmen auch so sein.
Da aber der Bilderrahmen aufgrund seiner Größe nur ein Foto im Fomat 9 x 15 cm anzeigt, geht hier etwas zuviel Anzeigefläche verloren. Sinnvollerweise sollte man seine Bilder deshalb so auf der Karte oder dem Stick abspeichern, dass nur querformatige Bilder zu sehen sind, oder nur hochformatige – die Bilder sollten also möglichst nur in einer Ausrichtung abgespeichert werden. Querformatige Fotos wirken am Besten, wenn der Rahmen horizontal aufgestellt wird, Hochkantfotos kommen am Besten zur Geltung wenn der Rahmen vertikal gestellt wird, da dann jeweils das ganze Bild ausgefüllt wird.
Etwas störend ist das Netzkabel, ohne das der Rahmen nicht funktioniert – es gibt kein Batterie- oder Akkufach, um den Rahmen ohne Kabel in Betrieb nehmen zu können. Deshalb ist er auch nicht unbedingt für die Wandmontage geeignet – außer das herumbaumelnde Kabel stört einen nicht. Das Netzkabel ist zwar mit rund eineinhalb Meter relativ lang, aber in manchen Situationen trotzdem nicht ausreichend, da wäre ein Akku oder ein Batterie wesentlich besser. Die Fernbedienung wird mit einer Batterie CR 2032 betrieben. Diese musste in der bisher fast dreijährigen Betriebszeit nicht ausgewechselt werden - wobei ich aber auch zugeben muss, dass der Rahmen wöchentlich höchstens einmal zum Einsatz kommt. Würde er ständig laufen, sähe das Ganze wahrscheinlich auch anders aus. In der Bedienungsanleitung wird die Batterielebensdauer mit ca. 1 Jahr angegeben.
Manchmal habe ich beim Einschalten des Rahmens mit der Fernbedienung den Eindruck, wie wenn er etwas träge reagiert, bis er „anläuft“. Meistens kann ich es nicht erwarten und drücke die Ein-/Ausschalter der Fernbedienung mehrfach. Vielleicht sollte ich doch einmal die Batterie wechseln, damit das wieder schneller geht! Gut finde ich, dass man bei der Einstellung des Intervalls für die Dia-Show zwischen 5 - 10 - 30 - 60 Sekunden wählen kann – wobei 60 Sekunden schon sehr lange sind. Ich stelle meistens zwischen 5 und 10 Sekunden ein. Ich finde, diese Zeit ist vollkommen ausreichend. Will man aber zu den einzelnen Fotos Erklärungen abgeben, ist sicher das längere Intervall am besten.
Natürlich kommt es auch darauf an, wieviele Bilder man auf der Karte oder dem angeschlossenen Stick abgespeichert hat. Bei einer Einstellung von 60 Sekunden pro Bild würde es bei sehr vielen abgespeicherten Bildern einfach zu lange dauern, bis die Bildershow durchgelaufen ist. Nachdem man den Rahmen mit der Fernbedienung angeschaltet hat, sieht man auf der rechten Seite mehrere Symbole: Foto drehen, vorheriges Bild, Wiedergabe starten, nächstes Foto, Anzeigengröße und Anzeigendauer. Diese Anzeige verschwindet nach mehreren Sekunden, so dass man seine Bilder wieder in voller Größe ansehen kann.
Ich finde, dass der beste Abstand zum Digitalrahmen bei ca. 2 Meter liegt. Bei diesem Abstand sieht man bei dieser Bildergröße alles klar. Ist man näher dran, wirken die Fotos meines Erachtens etwas pixelig bzw. wie wenn Sie mit einer Art Raster unterlegt sind. Für weitere Entfernungen ist der Rahmen meines Erachtens zu klein.
Kaufort und Preis:
Da der Rahmen ein Geschenk war, kann ich zum Kaufpreis Weihnachten 2008 nicht viel sagen. Bei Ebay gibt es ihn derzeit zwischen 50,00 und 60,00 Euro. Laut Preisvergleich bei Idealo.de liegt er zwischen Euro 39,95 und Euro 71,00 zzgl. Porto.
Garantie: Entsprechend den Garantieangaben beträgt die Herstellergarantie 24 Monate ab Kaufdatum. Die Garantie gilt natürlich nur für Defekte, die bei ordnungsgemäßer Handhabung und Benutzung auftreten.
In diesem Fall soll man das Gerät unter Vorlage der Originalrechnung auf seine Kosten an den SAGEM Kundendienst senden. Auf seine Kosten? Ja geht’s noch? - Wenn ein Gerät einen Defekt hat, der unter die Garantie fällt, warum soll ich dann eigentlich die Zusendung auf meine Kosten vornehmen. Der Hersteller ist doch in dieser Zeit zur Reparatur oder Nachbesserung verpflichtet.
Na ja, wie auch immer: meine zwei Jahre Garantie sind um – und wenn das Gerät jetzt einen Defekt hätte, müsste ich mir schon überlegen, ob ich eine Reparatur vornehmen lassen würde, oder den Rahmen entsorge.
Resumée:
Im Zeitalter von digitaler Fotographie ist ein solcher digitaler Bilderrahmen eine optimale Ergänzung, vor allem für alle, die sich von Ihren Fotos keine Papierabzüge mehr machen lassen, sich die Fotos aber nicht am PC ansehen wollen. Anstatt in einem herkömmlichen Fotoalbum kann man sich die Bilder nun bequem während dem Essen oder Kaffeetrinken ansehen. Kein Umblättern mehr, keine aus dem Album herausfallenden Fotos – einfach klasse. Für den Einstieg ist dieses 7 Zoll-Gerät ausreichend – die Bilderqualität ist vollkommen in Ordnung, die Zeit-Einstellmöglichkeit für die Dia-Show mit 5 - 10 - 30 - 60 Sekunden kann man so wählen, dass man die Bilder nacheinander ansehen kann, oder dass man bei dem längeren Intervall auch entsprechende Erklärungen zu den Fotos geben kann, wenn auch Freunde und Verwandte mitschauen.
Für die Wandmontage ist das Gerät aufgrund des zwingend erforderlichen Netzkabels nur geeignet, wenn einen das Kabel nicht stört. Andererseits finde ich das Gerät für die Wandmontage sowieso etwas zu klein. Das sollte dann schon ein 15-Zoll-Bilderrahmen sein, der aber in eine andere Preiskategorie fällt. Ein Betrieb mit Akku oder Batterie wäre nicht schlecht, dann wäre man nicht so kabelgebunden, und könnte den Rahmen auch einmal irgendwo hinstellen, wo keine Steckdose in der Nähe ist.
So ein digitaler Bilderrahmen ist ein absoluter Hingucker in einer Wohnung und verführt natürlich dazu, sich die gespeicherten Fotos anzusehen. Aus diesem Grund gibt es von mir eine Kaufempfehlung und eine Bewertung von vier Sternen, einen ziehe ich für die negativen Kleinigkeiten, wie schlechte Wandmontage und fehlenden Batterie- bzw. Akkubetrieb ab. Man sollte sich bewusst sein, dass es sich eigentlich um ein Standgerät handelt. Falls jemandem der Bericht bekannt vorkommen sollte, ich schreibe auch bei dooyoo unter immomaus65 und bei yopi unter lucky1965.
Fazit: Hingucker und tolles Geschenk
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22.03.2012 15:36
abgesehen das man beim Preis nicht zu sehr hingucken sollte bleibt er ein Hingucker, und das auch wenn nur Kabelgebunden:o)CC
22.03.2012 15:33
...zwar auch ein Hingucker beim Preis...aber abgesehen der Kabelbindung wohl zutreffend :o)CC
22.01.2012 21:39
bh