Agility

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Hey meine lieben Leserinnen und Leser!! Meinen heutigen Bericht widme ich der einzigen Sportart die ich mag, nämlich der Sportart Agility. Agility ist im eigentlichen Sinne kein Sport für uns Menschen, sondern für unsere 4-beinigen Freunde, die Hunde. Wir Menschen laufen nur neben dem Hund ... Bericht lesen





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Sport und Spaß mit dem 4Beiner gefällig??
Erfahrungsbericht von Naddy0603 über Agility
05.01.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Fördert die Beziehung zwischen Hund und Halter, hält Fit, schafft Vertrauen und Teamgeist, macht Spaß
Kontra: (Hund und Halter sollten keine gesundheitlichen Einschränkungen haben), schlechtes Wetter

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hey meine lieben Leserinnen und Leser!!

Meinen heutigen Bericht widme ich der einzigen Sportart die ich mag, nämlich der Sportart Agility. Agility ist im eigentlichen Sinne kein Sport für uns Menschen, sondern für unsere 4-beinigen Freunde, die Hunde. Wir Menschen laufen nur neben dem Hund her, oder bleiben im besten Fall in der Mitte des Hundeplatzes stehen und geben dem Hund Kommandos, damit dieser die verschiedensten Hindernisse überwinden kann.
Dieser Sport wird ohne Leine und Halsband gemacht und basiert auf purem Gehorsam und Spaß am Laufen, Springen und Teamgeist.


*~*Gliederung*~*
1. Wie ich zu Agility gekommen bin
2. Was genau ist Agility?
3. Welche Hindernisse gibt es im Agilitysport?
4. Für wen ist Agility geeignet?
5. Was hat man davon, wenn man Agility macht?
6. Meine Meinung/Fazit

1.Wie ich zu Agility gekommen bin:

Schon seit meinem 12ten Lebensjahr arbeite ich aktiv mit Hunden in einer privaten Hundeschule in unserem Nachbarort. Als ich zu dieser Hundeschule kam, hatte ich einen Schäferhundwelpen, den ich dort unter Anleitung ausbilden wollte.
Schon von Anfang an haben mich immer diese Hindernisse interessiert, die auf dem Hundeplatz standen. Dort waren Brücken, Wippen, Sprünge, Reifen und einige Hindernisse mehr.
Irgendwann in der Welpenstunde bat uns unser Trainer an, mal ein paar Hindernisse mit den Hunden auszuprobieren und half und dabei. Ich war sofort begeistert, denn es machte dem Hund, nach anfänglicher Überwindung Spaß und mir natürlich erst Recht! Das war meine erste Begegnung mit diesem Hundesport, der mich bis heute begeistert.
Mittlerweile mache ich aktiv mit meiner Parson Russell Terrier Hündin Taffy in dieser Hundeschule Agility und bin immer noch begeistert. Im Jahr 2003 haben wir sogar beim Agility Hausturnier der Hundeschule den ersten Platz gemacht und einen Pokal gewonnen! =)

2.Was genau ist Agility?

Die Hundesportart Agility gibt es schon seit dem Jahre 1977. Bekannt wurde dieser Sport in Großbritannien auf der Crufts Dog Show, wo gezeigt wurde, wie Hunde wie Pferde über Hindernisse sprangen und diverse andere Sachen überwunden. Dieser Hundesport fand sofort Hand und Fuß bei den begeisterten Hundesportlern und 1991 wurden endlich die ersten Agilityregeln im FCI aufgestellt.
Agility ist, wie ich oben schon einmal geschrieben habe, ein Sport ohne Leine und Halsband. Der Hund muss sehr gehorsam sein, damit er problemlos den Parcours überwinden kann.
Hund und Halter müssen ein eingespieltes Team sein, denn beim Agility-Sport zählt jede Sekunde. Es ist ein Sport auf Zeit.
Am Anfang eines jeden Durchlaufs wird eine Stoppuhr auf 00:00 gestellt und beim ab der Überwindung des ersten Hindernisses wird die Zeit gestoppt.
Während die Stoppuhr läuft muss der Hund zum Beispiel unter Anleitung des Hundeführers durch Tunnel laufen, über Brücken laufen, eine Schrägwand überwinden, über diverse Hindernisse springen, durch einen Reifen springen oder einen Weitsprung überwinden.
Sobald der Hund das letzte Hindernis genommen hat, wird auf die Stoppuhr gedrückt und die Zeit wird genommen.
Natürlich wird auch sehr oft Agility gemacht, ohne dass die Zeit gestoppt wird, da das bei jedem Training nicht nötig ist, dennoch ist es aber ein großer Spaßfaktor mit den anderen um die beste Zeit zu kämpfen.
Bei der Zeit wird übrigens ein Unterschied zwischen Hunden über und Hunden unter 40cm gemacht. Da die kleinen Hunde ja kürzere Beine haben und somit meistens langsamer sind als die großen, bekommen sie einen kleinen Zeitbonus, welcher wirklich nur minimal ist.

3.Welche Hindernisse gibt es im Agilitysport?

-Die Hürde: Hürden, auch Sprünge genannt, gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Jede Firma hat ein anderes Modell und eine andere Farbe für ihre Sprünge. Für die großen Hunde beträgt die Höhe eines Sprunges ca. 55-65cm und für die kleinen Hunde, auch genannt Minis, beträgt sie ca. 30-40cm. Bei einer Hürde ist es wichtig, dass die oberste Stange nicht stark befestigt ist, so dass sie runterfällt, wenn der Hund sie berührt, da dies beim Agilitysport ein Punktabzug wäre.

-Die Brücke: Die Brücke, auch genannt Laufsteg, ist ein Kontaktzonenhindernis (Der Anfang und das Ende von Kontaktzonenhindernissen sind mit einer anderen Farbe markiert und der Hund muss jeweils Anfang und Ende mindestens mit einer Pfote berühren, sonst gibt’s Punktabzug!) und besteht aus zwei schrägen und einer geraden Lauffläche. Sie ist ca. 140cm hoch und besteht aus drei Elementen. Jedes Element ist ca. 3 Meter lang.

-Die Schrägwand: Die Schrägwand, auch A-Wand genannt, sieht von der Seite ähnlich aus wie ein A, daher auch der Name. Sie ist ebenfalls ein Kontaktzonenhindernis und besteht einfach nur aus zwei Wänden, die schräg aufeinander zu laufen. Der höchste Punkt einer Schrägwand liegt ca. bei 180cm.

-Die Wippe: Die Wippe ist Brett, welches sich wie eine Wippe bewegt. Der Hund muss über dieses ca. 350cm lange Kontaktzonenhindernis rüber laufen.

-Der Slalom: Der Slalom besteht aus 10 Stangen, durch die der Hund im Slalom durchlaufen muss. Zwischen den Stangen gibt jeweils es ungefähr einen Abstand von 60cm.

-Der Sacktunnel: Durch den Sacktunnel, der auch Schlauch genannt wird, muss der Hund durchlaufen. Der Anfang des Tunnels ist aus festem Material und Bogenförmig und hat ca. eine Höhe von 70cm. Von der Mitte bis zum Ende des Sacktunnels ist ein ca. 3 Meter langer Stoff gespannt, der am Ende am Boden liegt. Der Hund kann also nicht sehen, wohin er läuft.

-Der Tunnel: Der Tunnel ist ca. 3 Meter lang und hat einen Durchmesser von 70 cm und besteht aus ziemlich festem Material. Der Hund muss hindurch laufen.

-Das Viadukt: Das Viadukt sieht aus wie eine Mauer, nur es hat unten zwei Öffnungen, die den Hund dazu verleiten anstatt rüber zu springen, unten durch zu laufen. Auf dem Viadukt liegen Abwerfbahre Platten. Die Höhe des Viadukts beträgt für große Hunde ca. 55-65cm und für kleine Hunde 30-40cm. Im Gegensatz zur minimal schmalen Hürde, hat das Viadukt eine Breite von ca. 20cm.

-Der Weitsprung: Der Weitsprung ist ein Hindernis, bei dem es nicht auf die Höhe oder die Kontaktzonen, sondern auf die Weite des Sprungs ankommt. Der Weitsprung besteht aus 3-5 einzelnen kleinen Sprüngen, die aneinander gereiht werden, so dass der Hund einen großen Sprung machen muss, um sie fehlerfrei zu überwinden. Die einzelnen kleinen Sprünge haben eine Länge von ca. 130cm und eine Höhe zwischen 10 und 30cm.

-Der Reifen: Der Reifen ist ein an Ketten aufgehängter Reifen, durch den der Hund springen muss. Bei den Maxis beträgt die Höhe des Mittelpunkts des Reifens ca. 80cm und bei den Minis ca. 50cm.


4.Für wen ist Agility geeignet?

Der Agilitysport ist so ziemlich für jeden körperlich gesunden Hund und Halter geeignet.
Auf die Hunderasse oder das Alter des Hundes kommt es beim Agilitysport nicht an. Sogar die kleinsten Dackel können in der Mini-Kategorie ziemlich erfolgreich abschneiden. Man sollte sich lediglich sicher sein, dass sein Hund in einwandfreiem gesundheitlichem Zustand ist, um gegebenenfalls Schaden zu vermdeiden. Besonders geeignet für den Agilitysport sehe ich Hunderassen wie z.B. den Deutschen Schäferhund, den Border Collie oder den Parson Russell Terrier.
Wer gerne mit seinem Hund aktiv arbeitet und Spaß an sportlicher Aktivität hat, macht mich Sicherheit auch gerne Agility.
Um das Verhältnis zwischen Hund und Halter zu bestärken eignet sich Agility auch sehr gut, da es, wie oben schon beschrieben, auf ein Vertrauens- und Gehorsamsverhältnis vom Hund zum Halter basiert.

5.Was hat davon, wenn man Agility macht?

Agility ist der perfekte Sport für alle sportlichen Hundeführer, die gerne mal etwas Neues ausprobieren können. Die Beziehung zwischen Hund und Halter wird intensiv gefordert und auch der Gehorsam des Hundes wird auf die Probe gestellt. Vielleicht lässt es den einen oder anderen Hundeführer sogar mal darüber nachdenken, was er mit seinem Hund falsch macht. Da Agility auf vollkommenen Vertrauen und Gehorsam basiert bringt es schwierigen Hunden meistens einen sehr erfolgreichen Therapiebeitrag.

6.Meine Meinung und Fazit zum Agilitysport:

Ich finde, dass Agility wirklich ein super Sport ist. Ich habe mich früher nie irgendwie sportlich betätigt und habe auch nie dran gedacht, irgendwann mal etwas in die Richtung zu machen. Ich wäre niemals freiwillig gerannt als ob der Blitz hinter mir her wäre, doch seit Agility ist das alles anders.
Ich laufe total gerne neben meiner Taffy her und schaue, wie sie die Hindernisse überwindet. Agility ist für mich die perfekte Freizeitbeschäftigung für Hund und Halter. Ich bin total überzeugt davon, dass es ziemlich und immer wieder frischen Wind in die Hund-Halter Beziehung bringt.
Nach einer Stunde Agility in der Hundeschule bin ich total geschafft und falle Abends in total tolle Träume und genauso geht es meiner Taffy auch.
Wenn man wirklich eine Stunde am Stück trainiert ist man wirklich fertig nach einiger Zeit und noch nicht mal der Hund hat mehr Lust eine Runde um den Block zu gehen.
Was mich an diesem Sport ein wenig stört ist, dass man ihn nur schwer im Sommer betreiben kann. Wenn man im Sommer bei 30°C auf dem Hundeplatz steht und einen Parcours aufbaut, weil man trainieren will, dann ist man nach dem Aufbau des Parcours schon fertig und hat gar keine Lust mehr Agility zu machen. Bei regnerischem Wetter mache ich auch ungern Agility, da mir die Gefahr, dass Taffy oder ich ausrutschen viel zu groß ist. Agility trainiere ich am liebsten bei angenehmem Wetter, bei dem man nicht so sehr schwitzt und bei dem es keinesfalls regnet.
Ich empfehle jedem Hundehalter eigentlich, Agility einmal auszuprobieren. Klar, es kann sein, dass es nicht der Fall von jedem ist, doch das muss es auch nicht. Es wird sicherlich nicht jedem gefallen neben seinem Hund über einen Hundeplatz zu rennen, doch ich denke, die meisten, die eh gerne mal etwas neues ausprobieren wollen, sind bei Agility auf dem richtigen Weg. Auch bei Haltern mit Hunden aus schlechter Haltung empfehle ich immer wieder gerne Agility, da ich schon sehr oft die Erfahrung gemacht und gesehen habe, dass Agility die Bindung zwischen Hund und Halter enorm bessert, da es Vertrauen schafft. =)

Ich freue mich wie immer über jede Lesung, Bewertung und jeden Kommentar!

Eure Naddy0603
(Nadine)


   

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