Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Wirklich vielseitig und interessantes Fach |
| Kontra: |
Miserabler Studienaufbau durch Bachelor - Master Studiengang |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich bin Student der Agrarwissenschaften seit dem Wintersemester 2002. Leider.
Hätte ich früher mit dem Studium begonnen hätte ich noch einen Diplom Studiengang absolviert, was mir wesentlich besser gefallen hätte.
Aber zum Wintersemester 02 wurde das Studium auf das Amerikanische Sysrem Bachelor und Master umgestellt, was einen internationel anerkannten Abschluß darstellt. Das Studium ist gegliedert in 6 Semester Bachelor und dann 4 Semester Master, wobei erst im Masterstudiengang Spezialisiert werden kann.
Es ist unterteilt in Module (Lehrveranstaltungen) die zum Teil vorgeschrieben sind, zum Teil gewählt werden können.
Zum Ende des Semesters werden in jedem Modul Prüfungen geschrieben, die in der Zeit der letzten Semesterwoche und der ersten Semesterferienwoche abgehandelt werden.
Um das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren sind pro Semester 5 Module zu belegen und im Bachelor Studiengang ein 6 Monatiges Praktikum zu absolvieren, sowie eine Bachelor Arbeit am Ende der 6 Semester zu schreiben.
Die Noten aus den Modulen, der Bachelor Arbeit und dem Praktikum bilden die Endnote, die, um den Master zu machen 2,7 und besser sein muß.
Im Masterstudiengang kann sich dann in die Richtungen Nutztierwissenschaften, Pflanzenbau, Wirtschaft oder Umwelt spezialisiert werden.
Hört sich bis hier alles richtig gut an oder??
Ist aber nicht so.
Was diese Regelungen in der Praxis bedeuten wurde dann am Ende des ersten Semesters klar.
Der Studiengang ist nicht wirklich neu eingeführt worden, sondern einfach komprimiert worden.
Statt 2 Semestern Mathe und Statistik nur noch eines, aber der gleiche Stoff. Und das in allen Modulen. Auch sind die Module z.B. Biologie genannt worden, beinhalteten aber Zoologie und Botanik, zwei vollkommen unterschiedliche Fächer mit verschiedenen Professoren, unterschiedlichen Klausuren die lediglich zusammen zur gleichen Zeit ausgeteilt werden.
Das bedeutet am Ende des Semesters mit 5 belegten Modulen, 5 Klausuren in 10 Tagen mit dem Stoff vom gesamten Semester.
Die Durchfallquote kann man sich ja denken, und selbst die, die es geschafft haben freuen sich nicht gerade, da ihre Noten doch sehr bescheiden ausgefallen waren.
Wiederholen kann man diese Prüfungen genau ein mal, danach gibt es nur noch Sonderregelungen, die bis heute keiner genau kennt und auch keiner erklären kann.
Fällt man in zu vielen Prüfungen ein zweites mal durch ist man weg vom Fenster!!
Das Einführen des Modulsystems ist bestimmt eine gute Sache, aber wurde absolut mißverstanden. Tatsächlich mußte man sich in manchen Fächern von den Vorlesenden sagen lassen, daß sie jetzt doppelt so schnell reden müssen, weil sie nur noch die Hälfte der Zeit für ihren Stoff zur verfügung hätten. Das kann doch nicht Sinn eines international anerkannten Studienganges sein.
Auch für die Praxis bleibt im Bachelor Studiengang keine Zeit mehr. Alles trockene Theorie aber davon genug.
Das Studium der Agrarwissenschaften ist ein sehr umfangreiches und absolut anspruchsvolles Fach, aber durch die Umstellung hat es meiner Ansicht nach sehr von seiner Qualität verloren.
Natürlich bedeutet eine Umstellung auch immer wieder gerade in der Anfangsphase organisatorische Probleme, aber wirklich schade ist es, daß die Studenten darunter leiden.
Wer sich trotzdem für den Bachelor Agrar entscheidet sollte sich darüber im klaren sein, daß er zwar ein sehr vielseitiges Wissen vermittelt bekommt, aber absolute Disziplin benötigt um in diesem Studiengang mitzuhalten.
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Anstrengend aber lustig
Bewertung für Agrarwissenschaften - Uni Gießen von
Schäfer
Pro: Leute
Kontra: Lehrstoff
Als ich mir überlegt habe Agrar in Gießen zu studieren, dachte ich bei mir, naja so schwer kann das ja nicht sein, oder? FALSCH!! Das Studium, ist sauschwer...ich befinde mich gerade im Grundstudium und plage mich mit chemie, physik, botanik, zoologie, un ...
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11.07.2000
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