Ein Buch voller Seele
27.05.2011
Pro:
spannend und historisch - familiär
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
 HEIDIZ
Über sich:
Bücher sind dickere Briefe an Freunde (Jean Paul) Wenn viele gute Menschen nichts tun, wächst das B...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
... so kann man es wirklich nennen, es ist mit viel Gefühl geschrieben und der Leser erhält einen komplexen geschichtlichen und familiären Überblick - alles verpackt in spannende und amüsante, aber auch nachdenkliche und erzählerisch perfekte hochwertig literarische Geschichten. Daten zum Buch: ===== PREIS: 22,99 Euro Gebundene Ausgabe: 496 Seiten Verlag: Droemer (14. Februar 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426274655 ISBN-13: 978-3426274651 Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4 cm der Autor: *****************************= Wer ist Boris Kalnoky? Die Kálnokys sind ein ungarisch-österreichisches-siebenbürger Adelsgeschlecht. Boris Kalnoky ist Journalist - er trat sozusagen in die Fußstapfen seines Großvaters Hugo. Köröspatak in Siebenbürgen ist die Heimat der Kalnokys. somit kann man sich vorstellen, dass die Geschichte Siebenbürgens eng in die Handlung des Romans eingebunden ist. Deren Verpflechtungen (Rumänien, Ungarn, Österreich) im Wandel der Zeit ist sehr interessant und nimmt einen Teil des Buches ein. Boris Kánoky wurde 1961 in München geboren, er ist ungarischer und amerikanischer Staatsbürger, aufgewachsen in Deutschland, USA, Niederlande und Frankreich. Er studierte Politik und Geschichte in Hamburg. Arbeitete als Nachrichtenredakteur für DIE WELT. Von 1994 bis 2004 war er Südosteuropa-Korrespondent in Budapest. Seit 2004 berichtet er als Nahost-Korrespondent der WELT aus Istanbul. Er schrieb mehrere Beiträge für diese Zeitung. meine Meinung: *****************************==== Die Geschichte Europas wird bis 800 Jahre zurück verfolgt. Es sind dies Geschichten, die romantisch sind, aber auch zu Herzen gehend und historisch wertvoll. Viel lernt man von den Menschen, von der Familie der Kalnokys, aber auch sehr sehr viel von den historischen Begebenheiten und Hintergründen, als diese in den einzelnen Familienbäumen und -zeiten lebten. Zu den Traditionen und Baustilen, zu den vielen wunderbaren Geschichten bekommt man bildhafte Erzählungen geliefert, die den Leser in diese Zeit versetzen. Auch erfährt man viel von geschichtlichen Persönlichkeiten, die mit den Kalnokys in Zusammenhang stehen. Briefen, Dokumente und Stammbäume sind eingearbeitet, die das Bild nochmals abrunden und Zeugnis geben von den Geschehnissen. Es muss einer umfassenden Recherchearbeit bedurft haben, um so komplex und detailliert berichten zu können. Sehr poetisch gibt Kalnoky das Leben seiner Ahnen wider. Er spannt immer wieder Bögen in frühere Zeiten, lässt diese äußerst bildhaft aufleben und schafft es daher, den Leser zu faszinieren. Personen und auch Ereignisse werden ausführlich und ausschweifend beschrieben. Sehr bildhaft unter Zuhilfenahme zahlreicher Adjektive und in einer unnachahmlich perfekten Schreibweise erzählt er sehr authentisch von dem Leben der Kalnokys durch die Zeiten. Historisch finde ich das Buch sehr wertvoll, da es Geschichte pur ist, obwohl es doch "nur" die Suche nach der Seele der Familie Kalnoky ist. Aber so trivial das klingt, es ist Europageschichte über einen imens langen Zeitraum, die aus den Recherchen entstanden ist. Enge Verknüpfungen zwischen den historischen Begebenheiten und den Personen der Kalnokys werden gewoben und wenn man sich intensiv auf die Geschichten einlässt, was wahrlich nicht schwer fällt, dann kann man viele Zusammenhänge sehr gut und einfach begreifen. die Handlung ist sehr dicht und der Autor schreibt sehr eindrucksvoll aus seiner Sicht, sodass eine nachvollziehbare Handlung entstanden ist, die qualitativ nichts zu wünschen übrig lässt. Man hat eine schlüssig aufgebaute Handlung vorliegen, die realistisch ist, tief in historische Belange eindringt und leicht verständlich ist. Besonders die Bildhaftigkeit und das ausschweifende Erzählerisch poetische hat mir sehr gut gefallen. Die fast schon mystischen Orte werden sehr schön beschrieben, sodass man sehr gern dort weilen möchte. Das die Kalnokys immer wieder eine wichtige Rolle spielten in allen historischen Zeiten ist vielfach belegt und begann eigentlich, mit dem Urahn Boris`, dem Bencenc, der 1252 vom ungarischen König, als Belohnung für den Kampf gegen die Tartaren, ein Stück Land geschenkt bekommen hatte. Sie waren somit zu Grenzwächtern geworden (Székler) Es ist eigentlich ein Heimatroman, die Suche nach einem Stück Heimat in der Historie einer Familiengeschichte, die echt faszinierend ist. Die Ereignisse rund um die Familie sind eng mit den vielfältigen historischen Ereignissen Europas verknüpft und diese Verknüpfungen bilden den Spannungsbogen, der mich als Leser sehr faszinierte. Man hat einen unterhaltsamen Familienepos und bekommt vielfache historische Infos in diesem Zusammenhang geliefert. Besser kann der Spagat nicht funktionieren und so habe ich ein Buch gelesen, was mich mehrfach faszinierte, was unterhaltsam und abwechslungreich war, mich faszinierte von der eingängigen und poetisch bildhaften Schreibweise und den vielfältigen historischen Erkenntnissen der Zusammenhänge innerhalb Europas. Absolute Empfehlung !!!
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27.05.2011 18:49
Klingt nicht ganz schlecht.LG
27.05.2011 10:50
:) LG