Siegt die Gewalt nun doch über den Geist?
24.01.2003
Pro:
Spannung pur !
Kontra:
Keins .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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Über sich:
"Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich." Anatole France (18...
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Ich berichte nun über den zweiten Teil der Odyssee des Mönches Aidan. Wir erinnern uns, Aidan, ein irischer Mönch, hat das große Los gezogen, eine Reise nach der goldenen Stadt Byzanz zu machen. Das Book of Kells soll als Geschenk für den Basileios dargebracht werden, doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Ein Überfall durch Wikinger trennt Aidan von seinen übrigen Begleitern und macht ihn zum Sklaven der Barbaren. Und trotzdem kommt er zum Ziel, da die Wikinger das Gold in Byzanz wittern. Sie machen sich auf den Weg, die berühmte Stadt zu erobern. Und Aidan soll als Übersetzer mit ihnen ziehen. Dort angekommen, erweist sich die Stadt als uneinnehmbar und Harald Stierbrüller, König der Dänen, wird zum treu ergebenen Diener des Basileios. Eine Reise nach Trapezunt erfordert den Schutz durch die Nordmänner und Aidan erhält außerdem den Auftrag, Augen und Ohren offen zu halten, Spion im Dienste des Kaisers zu sein. Und hier beginnt Teil 2. Nicephorus, Stadthalter in Trapezunt, erweist sich als hervorragender Gastgeber und wird auch Aidan freundlich gesonnen sein. Während dessen aber Nikos, ein Beamter des Staates, ein verschlagener und bösartiger Mann ist. Durch seine Intrigen und Verschwörungen wird eines Tages nicht nur das Gros der Wikinger getötet, sondern auch der Stadthalter Nicephorus. Aidan und der Rest der Wikinger geraten in Gefangenschaft, sie müssen unter grausamsten Bedingungen in den Silberminen des Kalifen arbeiten. Das eigentliche Ziel des Nicephorus und ebenso des Kaisers war, einen Frieden zu erwirken zwischen dem Kalifen und dem Kaiser. Aber wie das in der Politik auch noch heute so ist, was dem einen gefällt, ist dem anderen ein Dorn im Auge. Doch noch ist nicht Hopfen und Malz verloren; Sadik, der Emir des Kalifen und guter Freund des nun ermordeten Nicephorus, weiß um das unschätzbare Wissen Aidans und befreit selbigen aus der Hölle der Silberminen. Aidan hingegen findet in der Mine endlich seine Freunde aus Eire wieder, die Mönche, mit denen er zusammen aufbrach. Aber er muss kurz vor seiner Befreiung erleben, wie man seinen Bischof bei lebendigem Leib in Stücke reißt. Völlig enkräftet von den Erlebnissen und einer qualvollen Folter gelangt er nun in den Palast des Emirs Sadik und hat seinen Glauben an Gott verloren. Nur ein gnadenloser Hass treibt ihn voran, der Gedanke nach Rache... Das nur kurz zum Inhalt. Dieses Buch ist wieder mal ein Historienschinken erster Klasse. Auf keinen Fall werde ich hier Vergleiche zu Teil 1 machen, da beide Bücher eigentlich zusammen gehören und im englischen Original unter dem Titel "Byzantium" auch nur als ein Buch erhältlich ist. Ich hatte das in meinem Bericht zum ersten Teil schon erwähnt. Aus welchen Gründen auch immer dieses Buch im Deutschen gesplittet wurde, ich versteh es echt nicht. Fest steht aber, dass Stephen Lawhead sich hier ein Meisterwerk geleistet hat, was an Spannung schon fast einen Thriller übertrifft. Einmal angefangen zu lesen, wird keiner so schnell davon wieder los kommen. Und der Bezug zu den Charakteren ist so einfühlsam gestaltet, man kann sich in die einzelnen Personen hinein versetzen, als wäre man dabei gewesen. Und trotz der historischen Korrektheit und der wunderbaren Beschreibungen der Orte wie auch der Personen hat Lawhead ein Tempo vorgelegt, dass man sich wie in einem Actionfilm fühlt, wenn man diesen Roman liest. Zackig schreibt er und genauso muss man dann auch lesen, ein spannendes Ereignis folgt auf das nächste und alles um einen herum verblasst, weil man nur noch die Nase im Buch hat. Lawheads "Der Sohn des Kreuzfahrers" wurde mit den Büchern "Der Medicus" und "Die Säulen der Erde" verglichen. Auch wieder etwas, was ich nicht begreife. Aber die Odyssee des Aidan ist absolut vergleichbar mit den beiden genannten Bestsellern, kann sehr gut auf der selben Stufe stehen und hat es verdient, genauso berühmt zu werden. Die Abenteuer um den Mönch Aidan sind genau das, was einen historischen Roman ausmacht, historische Korrektheit und Spannung zur Gänze. Stephen, schreib noch mehr solche Sachen! Ich bin süchtig danach! Vielen Dank fürs Lesen, eure Galeria.
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07.10.2005 20:28
vorgemerkt: denn das ist genau mein interessengebiet ... :-) ... lg detlef
12.02.2003 09:31
Ist schon komisch, hast du den bericht mal überarbeitet? Ich meine, ich hätte ihn schon mal gelesen, denn bei mir liegt ein Notizblatt mit beiden Buchtiteln. Also den bericht, den ich gerade bewertet habe und den folgenden Bericht. Da werde ich jetzt auch mal nachschauen.
03.02.2003 17:43
Das scheint mir ein Tipp für gute Unterhaltung auf Bestsellerniveau zu sein. --- --- ---Folgende Stelle habe ich aber nicht verstanden: "wurde mit den Büchern "Der Medicus" und "Die Säulen der Erde" verglichen. Auch wieder etwas, was ich nicht begreife. Aber die Odyssee des Aidan ist absolut vergleichbar mit den beiden genannten Bestsellern, kann sehr gut auf der selben ..."