A... wie Aids! (Statistik für 2002)

1  14.04.2003 (06.09.2003)

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Sweetgirl19

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Da dies nicht wirklich ein Erfahrungsbericht ist (*lach* hab die Statistik bloß eigenständig gelesen und mir meinen eigenen teil dazu gedacht), hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, das ich ihn dennoch eingestellt habe. Da mein Beruf als Arzthelferin es mit sich führt, das ich mit diesem Thema im Grunde Tag täglich konfrontiert bin, finde ich, das man immer genau informiert sein muss. Ihr braucht diesen Beitrag daher nicht Bewerten, hauptsache ihr Lest ihn und denkt über die Zahlen ein wenig nach...

Ich habe gerade eine neue Statistik zum Thema Aids gelesen.

Dabei ging es darum, dass im letzten Jahr aus den EU Ländern, 8.203 neue Aids - Fälle gemeldet wurden. Erstaunlich wie ich finde, wo doch die Aufklärung bereist schon durch Medien wie Fernsehen, Radio oder Plakate betrieben wird - und niemand mehr sagen kann, er wüsste nicht bescheid. So ist das jedenfalls hier in Deutschland und als ich Weiterlese, steht dort geschrieben, dass das Land mit der höchsten Zahl an Neuerkrankten Spanien ist, mit knapp 2.300 Fällen. Am ende des Themas, findet ihr die gesamte Liste noch einmal vor.

Das hat mich schon sehr erstaunt, vor allem die Tatsache, dass die meisten Fälle zu 37 Prozent durch Heterosexuelle Kontakte entstanden sind, und dann mit 33 Prozent intravenöser Drogenkonsum. Die Homosexuellen Kontakte liegen an dritter stelle, mit nur 20 Prozent. Ein Prozent stellt die Mutter zum Kind Übertragung dar, ein Prozent durch Bluttransfusionen und Acht Prozent über sonstige Übertragungswege.

Wobei mich besonders das eine Prozent schockt, das durch Bluttransfusion entstanden ist. Denn man kann schnell in die Lage kommen, in der man so eine Transfusion braucht - deshalb müsste die Kontrolle bei der Blutspende, Hundertprozentig genau sein. Ich mag mir gar nicht Vorstellen, selbst in der Situation zu sein, durch den Fehler und die Unachtsamkeit eines anderen, Plötzlich damit infiziert zu sein.

Die Übertragungswege sind allerdings von Land zu Land verschieden, darauf wird jedenfalls hingewiesen, deshalb ist schwer zu sagen, woher dieses eine Prozent kommt.


Aids (erworbenes Immundefekt Syndrom)

Der Erreger wird HIV genannt, Human Immunonodeficiency Virus/Syndrom, und wurde 1981 erstmals als eigenständiges Krankenbild beschrieben.

Was genau passiert, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, ist schnell zu erklären: Die Körpereigene Abwehr wird so geschwächt, das der Körper normalerweise leicht zu beherrschende Krankheiten, nicht Abwehren kann. ©Sweetgirl19 Ciao/Casyria Yopi
Dies führt zu schweren Erkrankungen und schließlich zum Tod. Außerdem wurden auch verschiedene, bösartige Tumoren bei erkrankten gefunden, die zusätzlich den Körper schwächen.

Ausgelöst wird Aids durch den Erreger HIV, wobei man zwei Arten unterscheidet, HIV 1 und HIV 2. Die Viren befallen verschiedene Blutzellen, und schädigen in erster Linie die T-Helfer Zellen, die als Zentrale Bedeutung für das Immunsystem stehen.

Übertragung

Eindringen von Körperflüssigkeiten über

- Blut
- Samenflüssigkeit
- Scheidensekret
- durch Injektionen bzw. Infusionen (verschmutztes, infiziertes Material)

Inkubationszeit

1. Antikörper gegen das Virus sind in der Regel bereits nach 4 - 8 Wochen nach der Infektion Nachweisbar. Die Person gilt auch als ansteckend, sollten keinerlei Symptome auftreten bzw. keine zu erkennen sein.

2. Zwischen Infektion und ausbrechen von Aids, man sagt dazu dem "klinisch ausgeprägten Immundefekt", kann ein Zeitraum von bis zu Zehn Jahren vergehen. Das hängt von der Abwehrlage des Organismus ab und kann kürzer oder länger sein.

Ausbrechen der Krankheit

Das Ausbrechen von Aids verläuft in drei Phasen, die ich versuche einmal kurz zu erklären.

Phase A

Einige Wochen nach der Infektion kann es zu

-Fieber
-Kopf- und Gliederschmerzen
-Lymphknotenschwellungen
-Milzvergrößerung

kommen. Diese Beschwerden klingen aber schnell wieder an und es gibt auch Patienten, die auch überhaupt keine Symptome aufweisen. Wiederum gibt es auch Patienten, deren HIV Infektion anschließend für Monate, bis hin zu Jahren Symptom los bleibt. Von ihnen geht die größte Gefahr aus, da die meisten sich ihrer ansteckungs Gefährdung nicht bewusst sind und den Virus verbreiten.

Phase B

Die langsam fortschreitende Zerstörung des Immunsystems führt zum Ausbruch der eigentlichen Krankheit. Die Begleiterscheinungen sind

- Pilzerkrankungen von Mund, Rachen, Scheide und Schambereich (länger
als vier Wochen)
- Krebsvorstufen im weiblichen Genitalbereich
- Leukoplakien in der Mundhöhle (weiße Veränderungen der Schleimhaut)
- ausgedehnter Herpes Zoster

hinzu können Allgemeinsymptome kommen:

- Fieber über 38,5°C über einen längeren Zeitraum
- Durchfall über einen längeren Zeitraum
- ungewollter Gewichtsverlust von 5-10 %

Phase C

Das Vollbild von der Aids Erkrankung ist erreicht. Das sind vor allem schwer verlaufende Infektionen und bösartige, sonst seltene Tumoren der Haut und des Lymphsystems.

- Pneumonie (Lungenentzündung)
- Pilzerkrankung von Speise-,Luftröhre und Lungen
- Kaposi Sarkom
- maligne Lymphknotentumore

Vorbeugung

Konsequenter Schutz vor dem Eindringen des Virus in die Blutbahn. Eine Heilung gibt es bislang noch nicht, obgleich es Medikamente zur Stabilisierung gibt, die allerdings nicht bei jedem anschlagen.

Übertragungswege

- Geschlechtsverkehr. Männer und Frauen mit häufig wechselnden
Sexualpartnern sind besonders Gefährdet.
- Gemeinsame Benutzung von infektiösen Spritzen oder Nadeln
- Übertragung von HIV haltigem Blut, bzw. Blutbestandteilen
- Verletzung im Medizinischen Bereich
- Übertragung von HIV Infizierten Müttern auf das Kind
(Vor der Geburt über die Plazenta auf das baby, während der Geburt
durch Erreger haltiges Sekret oder Blut und nach der Geburt durch das
Stillen)

Schutzmaßnahmen

- Benutzung von Kondomen!!!
- meiden von häufig wechselnden Partner
- Vorsicht beim Umgang mit Blut, im Medizinischen bereich mit Spritzen
und Kanülen etc.
- im Medizinischen bereich die Benutzung von Handschuhen, Mundschutz
und Schutzbrille
- Sichere Entsorgung von Spritzen, Kanülen und Scharfen Gegenständen

In der Eu wurden von 1985 bis 2002 rund

234.500 Aids Fälle

Diagnostiziert. Ich glaube, diese Zahl kann ich für sich selbst sprechen lassen.

Statistik 2002

Spanien 2.297

Frankreich 1.527

Italien 1.681

Portugal 1.044

Großbritannien 666

Deutschland 558

Belgien 107

Griechenland 86

Dänemark 73

Niederlande 44

Österreich 43

Schweden 41

Finnland 17

Irland 15

Luxemburg 4


Ergänzungen behalte ich mir vor!

©Sweetgirl19 Ciao/Casyria Yopi



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Schrippi05

Schrippi05

29.07.2004 01:21

Ein guter Bericht zu einem wichtigen Thema... Gruß, Mike

michafuchsi

michafuchsi

27.05.2004 10:50

Ich finde deinen Bericht super, er ist informativ und vorallem, dass du die Statistik mit eingearbeitet hast gibt ein dickes Plus. ich hoffe, dass auch jemand die aktulle Statistik veröffentlicht. Ich finde es gut, dass du klar gemacht hast, dass nicht nur Homosexuelle in die Risikogruppe gehören.

Gaytiger

Gaytiger

24.05.2004 12:49

Ich gebe dir ein sh, weil das Thema so weichtig ist und man es nie vergessen darf. Leider muss ich dir aber sagen, dass die Phasen so wie du sie nennst nicht mehr stimmen. Durch die Medikamente die es seit ein paar Jahren gibt, ist dies nicht mehr richtig. Derzeit wird an einer neuen Studie gearbeitet um die Phasen genauer zu definieren. Es kann auch sein, dass jemand mit den neuen Medikamenten die Symdome der Phase 3 bekommt aber noch nicht das Vollbild an AIDS hat. Ich muss mich derzeit sehr viel damit auseinander setzten, daher auch der Hinweis an Dich. Gruß Mike

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