Aikido

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Was ist Aikido? Aikido ist eine Kampfkunst, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Japaner Ueshiba entwickelt wurde. Seine Techniken leitete er aus den traditionellen Kampfkünsten der alten SAMURAI-Krieger ab. Als Ausdruck von Friedfertigkeit und Respekt wurden aber alle Angriffs-elemente ... Bericht lesen





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Wenn Liebe&Harmonie sich auf den Weg begeben ....
Erfahrungsbericht von Galadriel_17 über Aikido
12.03.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: keine Wettkampfsdruck, "runde" Bewegungen, für alle Altersgruppen
Kontra: nada

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Was ist Aikido?

Aikido ist eine Kampfkunst, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Japaner Ueshiba entwickelt wurde. Seine Techniken leitete er aus den traditionellen Kampfkünsten der alten SAMURAI-Krieger ab. Als Ausdruck von Friedfertigkeit und Respekt wurden aber alle Angriffs-elemente eliminiert. Eine Interpretation der Silben AI (Anpassung, Harmonie), KI (Energie, Wille) und DO (Methode, philosophisches Prinzip) könnte so lauten: Körper und Geist in Über- einstimmung mit den äusseren Umständen und in inneren Gleichklang zueinander bringen. Aikido enthält die Selbstverteidigung als integralen Bestandteil, erklärt sie jedoch nicht zum hauptsächlichen Ziel. Die bloße Ausführung von Verteidigungstechniken, unabhänig vom Grad der Perfektion, ist nur die Vorstufe zu den verborgenen Elementen, den philosophischen Aspekten des Aikido. Seine Philosophie ist tief verwurzelt im Budo, einem ostasiatischem Erziehungsideal, das sich Tugenden wie Leistungsbereitschaft, Rücksichtnahme, Offenheit sowie Traditions- und Wertebewußtsein in besonderem Maße bis heute bewahrt hat. Das reine Budo ist seit alters her ein Weg der Harmonie und des Friedens, Gewalt wird als destruktives Element abgelehnt. Dieser Denkansatz findet in einer auf Individualinteressen basierenden Gesellschaft leider immer weniger Resonanz.

Welche Ziele verfolgt Aikido?

Aikido ist das Prinzip des aggressionslosen Widerstandes, denn es lehrt, Angriffe zu kontrol-lieren und umzulenken. Es kommt fundamental darauf an, sich mit optimalem Timing exakt einem Angriff und dem Atemrhythmus anzupassen. Durch rechtzeitiges geschicktes Reagi-eren und geschmeidige fließende Bewegungen wird die Angriffsenergie aufgenommen und umgelenkt, die gegnerische Kraft läuft letztlich ins Leere. Schließlich verliert der Angreifer sein Gleichgewicht und kann kontrolliert geführt werden. Eine abschließende Wurftechnik bzw. ein Festsetzen mit einer Hebel- oder Haltetechnik sollen ihn zur Aufgabe veranlassen. Aikido ist keineswegs pazifistisch, aber es respektiert die Würde und das Leben des Menschen, auch eines fehlgeleiteten Angreifers. Aikido beinhaltet einen hervorragenden Fitnessfaktor für Körper und Geist. Eine anspruchsvolle Dehnungsgymnastik und die Ausführung der Tech-niken rechts wie links schulen den Körper in seiner Gesamtheit; Einfühlungsvermögen, Kon-zentration, Koordination und Reaktion werden gestärkt. Die Ausübung von Aikido soll zur Stärkung der eigenen Mitte (körperlich und mental) führen, Ängste und Aggressionen werden überwunden und somit die Entwicklung der allgemeinen Persönlichkeit positiv ausgeprägt. Ein souveränes Auftreten ist eines der wirksamsten Mittel der Gewaltprävention.

Wer kann Aikido betreiben?

Aikido bietet ein Sportforum für jung und alt beiderlei Geschlechts. Da jede Form des (Wett)-kampfes als Mittel der Leistungsbewertung oder Konfliktlösung kategorisch abgelehnt wird, spricht es vor allem Menschen an, die einer sinnvollen Alternative zum permanent auf Höchst-leistung getrimmten Verdrängungswettbewerb den Vorzug geben. Aikido ist zuallererst ein körperlicher Weg, der durch permanentes Üben und Erfahren geprägt ist; das Tempo, mit dem sich der Ausübende auf seinem Weg zu einer auf innerer Stärke basierenden Friedfertigkeit bewegt, bestimmt er aber selbst.

Wie wird Aikido geübt?

Geübt wird im Dojo (Übungsraum) auf Tatami (Matten), barfuss, und mit klar vorgegebener wechselnder Rollenverteilung: Einer der Partner übernimmt zeitweilig die Rolle des Angreifers, der andere ist Verteidiger. Die Techniken werden stets rechts wie links ausgeführt, sowie in direkter (eintretender) und indirekter (ausweichender) Form. Sieg oder Niederlage sind daher im Training ohne Belang. Im Vordergrund steht das gemeinsame Lernen mit dem Partner und die ständige Verfeinerung der eigenen Techniken und Fähigkeiten. Im Gegensatz zu Kampf-sportarten gibt es im Aikido weder Wettkämpfe noch Turniere. Äußere Zeichen der Qualifi-kation sind die verschiedenen Gürtelfarben (Schüler: weiß, gelb, orange, grün, blau, braun; Meister: schwarz, ab 6.Dan rot-weiß), eine Fortbildung außerhalb des eigenen Vereins ist auf Landes- und Bundeslehrgängen unter Anleitung hochrangiger Aikido- Meister möglich.

Was kostet die Ausübung von Aikido?

Der Materialaufwand ist gering. Zuerst genügt normale Trainingsbekleidung, später sind ca. 40 Euro für einen strapazierfähigeren Judoanzug gut angelegtes Geld. Für die Wege außerhalb der Übungsmatten tun Badeschuhe ihren Dienst. Die auf überregionalen Lehrgängen eingesetzten Lehrer der Aikido-Union Deutschland fühlen sich ihren idealistischen Zielen verpflichtet und sind daher ehrenamtlich tätig.

Wat hab ich damit zu tun?/ mein Fazit:

Mein Vater macht das nun seit mehr als 30 Jahren und so blieb es nicht aus, dass auch ich mich irgendwann man an dieser Sportart versuchte...nun ich habs immerhin zum grünen Gurt gebracht (auch wenn das Ganze im Moment auf Grund von Zeitmangel leider pausieren muss). Man wird nicht auf Wettkämpfe gejagt, jeder bestimmt sein eigenes Lerntempo, keine ruckigen, ungesungen Bewegungen ... HERRLICH!!!

Als Selbstverteidigung gegen böse große Männer eignet sich Aikido allerdings nur bedingt, denn man muss das schon ziemlich lange gemacht haben, damit man es im Ernstfall auch wirklich anwenden kann (ich persönlich würde einfach schnell wegrennen *lol*). Als „Sport“ ist es aber wie schon oben erwähnt mehr als sinnvoll, vor allem für Bewegungslegastheniker wie mich :-). Allerdings muss man in Deutschland ein wenig aufpassen, wo man trainiert. Wenn man bei einem Verein, der der Aikido Union Deutschland angeschlossen ist, anfängt, kann man nicht viel falsch machen. Wenn aber Sportkurse à la „So mache ich aus meinem Gegner Kleinholz“ offeriert werden, würde ich die Finger davon lasse, denn das hat dann mit Aikido an sich oft wenig zu tun (z.b. das Aikido an der Uni Kiel...sorry, aber dat taugt nix....)
Hach, ich könnte hier 20seitige Berichte rüber schreiben und werde das auch bestimmt noch tun *droh* aber fürs erste soll’s bei dieser kleinen Übersicht bleiben!

Über Kommentare und Anregungen freue ich mich wie immer!
Lg caro

PS: Über die Bezeichnung "Kampfsport" könnte ich mich ja jetzt schon wieder aufregen *grrr*
   

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