Nun knips schon !!!
12.06.2004
Pro:
Preiswert
Kontra:
Qualität, kein Autofokus, kein optischer Zoom
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Patrickkieck
Über sich:
Mitglied seit:08.06.2004
Erfahrungsberichte:10
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 51 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer hat sich denn nicht immer gewünscht, sich gleich nach dem Knipsen der Fotos diese anzugucken?! Vor allem, wenn es mal nicht so gute Fotos geworden sind, diese zu löschen?! Mit der Kleinbildkamera ist das ja (wie ihr sicherlich wist) nicht möglich. Also musste eine Digitalkamera her! Schnell zu ebay rein, ein bisschen rumgestöbert und “zufällig” auf die Pocket Cam 3M von Aiptek gestoßen. Sie war schön kompakt, hatte alles, was man so als Gelegenheitsfotografierer braucht, und für damals 140 €, das heißt vor ca. 2,5 Jahren, ein echtes Schnäppchen. Aber schon mal im Voraus: Diese Digitalkamera besitzt gar keinen internen Speicher, obwohl es in den Auktionen bei ebay und sogar auf der Homepage vom Hersteller Aiptek geschrieben worden ist. Lieferumfang ---------------------------------- Im Lieferumfang zur Kamera waren enthalten: • erst mal die Kamera selbst ;P • eine 16MB große Compact-Flash-Speicherkarte von Pretec (hab ich noch nie zuvor gehört) in einer Schutzhülle • ein passendes, dreibeiniges, zusammenklappbares Stativ • eine Handschlaufe, die man an der Kamera befestigen kann und man denkt, die Kamera könnte jeden Augenblick abfallen • eine schwarze Kunstledertasche, bei der leider ein Fach für Akkus oder ein Speicherkarte fehlt, aber an der Rückseite kann die an einem Gürtel befestigen • ein passendes USB-Kabel (Länge ca. 1,5m) • ein passendes Cinch-Kabel (Länge ca. 1,8m) • leider ist kein Netzteil beigelegt • ein ausreichendes, aber leider veraltetes Softwarepaket, zu dem ich weiter unten etwas erzähle • ein Handbuch ist leider nur elektronisch auf der CD beigelegt
Technische Daten ---------------------------------- Sensor-Typ 1600 x 1200 CMOS Sensor (neue Technologie) Auflösungen 1024 x 768, 1600 x 1200, 2048 x 1536 Pixel (interpoliert) 320 x 240 bei Videoaufnahme (AVI-Format) Zoom 4-fach (digital) Speicherkapazität 16MB Compact Flash Card im Lieferumfang Schnittstellen-Typ USB Stromversorgung 2 x AA Batterien 1,5V Beim Anschluss an den PC bezieht die Kamera den Strom über die USB-Schnittstelle. Funktionen - Anschluss für externe Stromversorgung - TV OUT für NTSC und PAL-Systeme - automatischer, zuschaltbarer Blitz mit Vorblitz zur Reduktion des Rote-Augen-Effekts - Macro: 40cm / normal: 1,5-unendlich - Bildformate: Bildausgabe im JPEG-Format, Video: AVI, 320 x 240 Pixel, 10 fps - automatische Belichtung und Weissabgleich - Nah-/Ferneinstellung Macro: 40cm / normal: 1,5-unendlich Systemvoraussetzungen ---------------------------------- - MS Windows 98SE/ME/2000/XP - PII-266 MHz Prozessor (oder gleichwertig) oder schneller - 32 MB RAM (64 MB empfohlen) - Videokarte mit 4 MB RAM für eine Anzeige von mind. 24 Bit (True Color) - CD-ROM Laufwerk mit 4x Geschwindigkeit oder schneller - ein freier USB-Anschluss
Software ---------------------------------- Wie schon gesagt ist das Softwarepaket ein relativ umfangreiches, aber veraltetes. Als erstes wäre da das Programm speziell für die Kamera. Mit diesem kann man hauptsächlich Fotos auf die Festplatte überspielen und die Kamera als PC-Kamera verwenden. Als nächstes wäre da Ulead Photo Express 4.0 SE. Mit Hilfe dieses Programms kann man die Bilder verbessern, z.B. Helligkeit ändern oder Red-Eyes entfernen. Ein sehr tolles Programm! Dann gibt’s von Ulead noch den Photo Explorer (leider keine Ahnung, was man damit anstellen kann), das Video Studio SE und Cool 360. Wobei ich letzteres besonders hervorheben möchte. Mit Cool 360 kann man von den schönsten Urlaubsorten richtig große Panoramabilder machen. Eins hab ich mal selber gemacht. Könnt ihr unten mal angucken. Ist zwar ein bisschen dunkel geworden, aber um es zu demonstrieren, reicht es hoffentlich aus. Zusätzlich gibt es noch VideoLive Mail 4.0, Windows NetMeeting 3.01 und eine elektronische Anleitung für die Kamera. Ausstattung ---------------------------------- Das mitgelieferte Stativ ist relativ stabil Man kann es leicht zusammenklappen und ganz leicht irgendwo verstauen. Besonders hilfreich ist das Stativ bei Fotos, wo man den Selbstauslöser benutzt. Beim Selbstauslöser hat man 10 Sekunden zeit, um von der Kamera wegzugehen und sich in Position zu stellen. Der optisch Sucher ist sehr kleingeraten. Man muss sein Gesicht ganz dicht an die Kamera drücken, damit man überhaupt etwas durch den Sucher sieht. Außerdem ist auf dem geknipsten Foto viel mehr zu sehen, als man durch den Sucher überhaupt sieht. Der Blitz ist leider nicht so gut geraten. Richtig ausleuchten tut der nur in geschlossenen Räumen (wegen den weißen Fenstern) und in einem Höchstabstand von ca.3m zum Objekt im Freien. Der Blitz meiner Kamera ist leider schon kaputtgegangen. Warum weiß ich nicht. Auf einmal ging er nicht mehr. Ach ja, das Laden des Blitzes. Es dauert zwar ein bisschen, aber es wird angezeigt, wenn er fertig ist (man kann es sogar hören, so ein ganz hoher Pfeifton). Ein grundlegender Nachteil der Digitalkamera ist der Fokus, denn den muss man leider selbst durch Drehen einstellen. Es gibt drei Einstellmöglichkeiten: Blume 40-80cm Mensch 80-150cm Berge 150cm-unendlich Leider entstehen durch den fehlenden Autofokus immer wieder Bilder mit ein bisschen Unschärfe. Vor allem wenn man vor dem Fotografieren aus Versehen eine ganz andere Brennweite eingestellt hat, dann ärgert man sich fast zu Tode, wenn die Bilder dann völlig unscharf sind. Leider kann man auf dem 1,5” großen LCD-Display nicht feststellen, ob das Bild scharf oder unscharf ist. Das Menü der Kamera ist gut strukturiert und man findet schnell was man braucht. Leider ist das Menü auf Englisch, aber es bietet viele Möglichkeiten wie Anti-Rote-Augen-Funktion, Belichtungsmodus, EV-Kompensation etc. Aus Stromspargründen schaltet sich der Monitor automatisch nach 30 Sekunden ab. Das Display ist aber durch einen einzigen Tastendruck wieder aktivierbar. Um den Auslöser herum auf der oberen Seite der Kamera befindet sich der sogenannte Modusschalter, mit dem man, wie der Name schon sagt, durch verschiedene Modi schalten kann, wie z.B. PC-Kamera, Fotografieren, Fotos angucken und Videos aufnehmen. Beim Rausziehen der Kamera aus der Ledertasche muss man aufpassen, dass der Modusschalter nicht aus Versehen gedreht wird, die Kamera angeht und unnötig Strom verbraucht. Über dem Display befinden sich die Menü-Taste und die Zoom-Tasten, mit denen man auch durch das Menü steuern kann. Diese sind relativ schlecht zu drücken und eigentlich viel zu klein. Über zwei Eingänge, geschützt durch eine Gummiabdeckung, kann man entweder die Kamera per USB-Kabel mit dem PC verbinden, oder sich die Bilder via Videokabel auf dem Fernseher angucken.
Qualität ---------------------------------- Leider lässt die Qualität der Aiptek Pocket Cam 3M so einiges zu wünschen übrig. Bei Fotos tritt leider Gottes immer wieder die unumgängliche Unschärfe, wenn auch nur schwach aber nicht so schön, durch den fehlenden Autofokus auf. Auch macht die Kamera die Bilder immer viel dunkler als die Umgebung tatsächlich ist. Der 4-fache Zoom ist leider nur digital und deshalb entstehen schon bei 2,5-fachem Zoom deutlich grobe Pixel. Bis 2-fach ist das Bild immer noch ganz okay. Die Videofunktion speichert leider nur visuelle Informationen, also gibt es keine Tonaufnahme. Und mit gerade mal 10 Bildern pro Sekunde sind Filme nicht gerade ansehnlich. Gespeichert wird übrigens im AVI-Format. Aber eigentlich ist die Kamera ja auch zum Fotografieren gedacht. ---------------------------------- *****!!!Achtung!!!****** ---------------------------------- Da die Federung der Batterien im Batteriefach sehr starr ist, kann es dazu kommen, dass die Klappe des Batteriefaches bzw. dessen Halterung kaputtgehen kann. Mir ist das leider schon passiert! Also hab ich die Digitalkamera meiner Schwester, hat übrigens (leider!) genau dieselbe Kamera, geöffnet und die Federn mit einer Zange gekürzt. Jetzt ist alles in Ordnung.
Fazit ---------------------------------- Ich empfehle die Apitek Pocket Cam 3M nicht weiter. Anstatt die ca. 70 €, die man für diese Kamera heutzutage hergeben müsste, empfehle ich ein bisschen mehr Geld in eine wesentlich bessere Digitalkamera zu investieren. Denn Autofokus und ein optischer Zoom sind doch schon was Feines J. Für Gelegenheitsfotografierer, wie zum Beispiel ebay-Verkäufer, die Ihre Artikel fotografieren möchten reicht dies Kamera eigentlich völlig aus.
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20.08.2005 17:39
Bin auch mal mit so einer "Billig-Kamera" reingefallen. Jetzt achte ich fast immer auf Marken-Namen. LG Christian
17.06.2004 11:44
Währe damals sicher hilfreich für dich gewesen wenn schon vor dir jemand solch einen Erfahrungsbericht zu dieser Kamera geschrieben hätte.*gg* Gruß Vio
14.06.2004 09:39
Sehr informativer Bericht. LG Sabrina