Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preisgünstig, einige der Darsteller sind halbwegs gut, das Bild |
| Kontra: |
Dean Cochran, die meisten Darsteller, schlechter Ton, wenig Bonusmaterial, der Film ist vorhersehbar, dumme Dialoge, schlechte Effekte |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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E I N L E I T U N G
Ich mag Horrorfilme. Und ich mag auch Katastrophenfilme. Und Flugzeugfilme mag ich auch. Ich habe schon etliche solche Flugzeugfilme gesehen, mit Absturz, Entführung, Crash und so weiter. Bei Libro habe ich dann eines Tages die DVD „Air Marshal“ entdeckt. Auf dem Bild 3 Flugzeuge? Das kann ja nur eines bedeuten ... Die kurze Inhaltsangabe hat meinen Verdacht dann auch gleich bestätigt: Flugzeugentführung. Bei dem Preis von 5€ habe ich auch nicht lange gezögert, und gleich zugegriffen. Bei 5€ ist ja auch noch nicht allzu viel verloren. Ich hoffe auf Spannung und viel Action. Dass der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist, lässt mich hoffen, dass dieser Streifen besonders spannend ist, und dass vielleicht auch einiges an Blut fließt.
F I L M - D A T E N
Produktionsjahr: 2002
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Regie: Alain Jakubowicz
FSK: 18
D V D – D A T E N
Lauflänge: ca. 87 Minuten
Kapitel: 12
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Tonformat; Dolby Digital 5.1
Bildformat: 2:1,78 und 2:9
Ländercode: 2
S T O R Y
Brett Prescott ist ein U.S. Air Marshal. Als solcher ist es seine Aufgabe, die Passagiere, die Maschine und das Land zu schützen, vor allem vor Terrorismus und Flugzeugentführungen. Auf einem Flug hoch über Amerika, wird dann das Flugzeug, in dem Brett sitzt, auch wirklich entführt. Nun ist es die Aufgabe Brett Prescott, eine Katastrophe abzuwenden, und das ist gar nicht so einfach, denn die Entführer sind brutal und skrupellos und noch dazu wird er von einem unvergessenen Vorfall aus einer längst vergangenen C.I.A.-Zeit eingeholt ...
D A R S T E L L E R
Die Schauspieler haben mir in diesem Film leider gar nicht gefallen. Die Hauptrolle ist mir Dean Cochran absolut fehlbesetzt. Er kann leider überhaupt nicht überzeugen, und der Konflikt wegen der „unvergessenen Vergangenheit“ kann er leider überhaupt nicht herüberbringen. Das wirkt einfach alles total überzogen und unglaubwürdig. Als Action-Held macht er eine ganz gute Figur, Entschlossenheit und Willenskraft nehme ich ihm schon ab. Die sensible Seite passt aber so gar nicht dazu, und Dean Cochran schafft es nicht einmal im Ansatz, beide Aspekte zu vereinen. Er wirkt wie ein klassischer Action-Held, der mit der Darstellung von Gefühlen hoffnungslos überfordert ist. Insgesamt ist seine Darbietung sehr zweifelhaft und unglaubwürdig. Somit ist schon einmal der Hauptdarsteller schlecht. Doch wer denkt, schlimmer kann es nicht werden, der irrt. Denn es ist tatsächlich gelungen, eine Rolle noch schlechter zu besetzen: Den Piloten, der mit Alan Austin absolut fehlbesetzt ist. In anderen Filmen hat er mir eigentlich ganz gut gefallen, aber mir diesem Film hat er ein Ei gelegt. Und was für eines. Er wirkt unglaubwürdig hoch 10, Seine Emotionen kann man nur erraten, wenn man die Reaktionen der anderen Darsteller sieht. Er wirkt unauthentisch und absolut lächerlich in der Rolle des Piloten, weil er es geschafft hat, während des ganzen Filmes nicht eine einzige Emotion gut herüberzubringen. Außerdem wirkt er viel zu hysterisch und das macht sein Auftreten insgesamt nicht weniger lächerlich. Auch die weiblichen Darsteller sind insgesamt nicht gut. Die klischeehafte Hysterie der Damen wirkt viel zu übertrieben und absolut unglaubwürdig. Die anderen Darsteller sind zwar etwas besser – aber insgesamt liegt das schauspielerische Niveau sehr weit unter dem, was ich von einem Film aus dem Jahr 2002 erwarte.
Dean Cochran ... Brett Prescott
Alan Austin … Pilot Nichols
Eli Danker … Elijah
Tarri Markell … Heater
Kate Connor … Marie
Rebekah Hoyle … Maggie
Olga Benson … Lauern
Devika Parikh … Fatima
George Zlatarev … Abdul
F I L M K R I T I K
Ich muss sagen, mein Gesamteindruck von dem Film ist gar nicht gut. Die Handlung ist vorhersehbar, und es ist schon nach wenigen Szenen klar, wie der Film ausgehen wird. Das ist bei den meisten Flugzeugfilmen so, dennoch schaffen es die meisten doch, Spannung aufzubauen. Hier ist das aber leider gar nicht geglückt. Die Handlung ist ziemlich geradlinig und es ist eigentlich alles vorhersehbar. Es gibt zwar einige Wendungen, aber die überraschen nicht wirklich. Es gibt dann so unnötige Zwischensequenzen (ich denke da zum Beispiel an eine Zwischenlandung), die eigentlich unnötig sind, und nur krampfhaft Spannung erzeugen sollen. Doch auch da ist ziemlich vorhersehbar, was passieren wird. Es gibt keine echten Überraschungen und das lässt den Film auf mich insgesamt schon sehr langweilig wirken. Die schlechten Darsteller dazu machen das Ansehen fast schon zur Qual. Auch die Dialoge strotzen nur so vor Schwäche. Die Dialoge sind oberflächlich und zum Teil absolut unnötig, scheinbar nur da, um den Film länger zu machen. Die Dialoge tragen zum Teil überhaupt nichts zu Handlung bei, und erfüllen auch sonst keinen Zweck. Offensichtlich sollten dadurch die Charaktere entwickelt werden, doch das ist leider total daneben gegangen. Die Darsteller schaffen es nicht, den Charakteren Tiefe zu verleihen, und somit sind auch diesbezügliche Dialoge absolut unnötig und langweilig. Warum der Film ab 18 ist, kann ich mir nicht wirklich erklären, er ist nicht überlang, und die Action ist nicht brutaler als in den meisten Filmen, die ab 16 zugelassen sind. Insgesamt wirkt der Film einfach schlecht. Die Handlung ist langweilig, die Dialoge sind zum Teil einfach nur dämlich, und die Darsteller sind schlecht. Dazu kommt, dass die Effekte nicht immer gut gelungen sind, so sind einige Flugszenen so schlecht, dass man den Bluescreen fast sehen kann. Da sieht der Flug dann nicht echt aus und lässt das auch noch lächerlich wirken. Bei einem Film aus 2002 hätte ich da eigentlich schon etwas mehr Qualität erwartet. Der Film ist nicht einmal irgendwie lustig, da möchte man nur noch weinen. Ich bereue es, diese DVD gekauft zu haben.
B O N U S , B I L D & T O N
Das Bild ist im ganzen Film ganz gut, es ist alles gut zu erkennen, und ich habe nie zweimal hinschauen müssen, um etwas genau zu erkennen. Das finde ich schon sehr gut. Es gibt auch keine groben Pixel, das Bild ist klar und schön, und die Farbsättigung ist auch in Ordnung. Der Ton ist leider gar nicht so gut. Ich musste einige Male lauter und leiser schalten (vor allem leiser!), weil die Tonunterschiede zum Teil echt brutal sind. Die lauten Sequenzen sind zum Teil echt unangenehm, und dann musste ich leiser schalten. Dann kommt ein Dialog – und ich muss wieder lauter schalten. Das ist auf Dauer ziemlich lästig, und die Dialoge sind zum Teil so leise, dass man kaum ein Wort verstehen kann. Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass die lauten Sequenzen zum Teil ziemlich übersteuert wirken, sie hallen durch den ganzen Raum, so als wäre der Bass falsch eingestellt. Leider ist der Ton insgesamt gar nicht gut.
Das Bonusmaterial umfasst den Kinotrailer zum Film, der gibt aber nicht allzu viel her. Es gibt auch noch einige Trailer zu anderen Filmen. Interessanter sind da schon die Filmographien, die sind zwar nicht besonders umfangreich, aber es gibt doch das ein oder andere Interessante zu erfahren. Am besten gefällt mir bei den Extras das Making of, da gibt es einige gute Dings, die wirklich interessant sind. Leider ist das auch das einzige, denn mehr gibt es auch nicht. Keine Interviews, geschnittene Szenen oder so. Leider ist der Umfang insgesamt viel zu gering, und auch wenn einiges Interessantes dabei ist, so ist das Bonusmaterial doch ziemlich minimal bemessen.
E M P F E H L U N G
Ein Film, der als Geschenk für den Erzfeind taugt.
Altersgruppe ist ab 18 :o)