Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
rettet Leben |
| Kontra: |
bei falscher Sitzposition lebensgefährlich |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Fast jedes Auto ist heutzutage mit einem Airbag-System ausgestattet. Der bewährte Luftsack bläst sich im Falle eines Unfalls blitzschnell auf und schützt so den Autoinsassen vor dem Aufprall auf das Lenkrad. So gehen dank dieser technischen Errungenschaft viele Unfälle glimpflich aus, die ansonsten tödlich enden würden.
Wie funktioniert denn nun so ein Airbag?
In der Mitte des Autos ist ein zentraler Sensor untergebracht. Er misst die Beschleunigung des Wagens. Prallt ein Auto mit einer bestimmten Geschwindigkeit auf ein Hindernis, wird es nicht nur abgebremst, sondern sogar zurückgeworfen.
Es entsteht eine negative Beschleunigung.
Diese wird vom dem zentralen Sensor registriert, der dann einen Gasgenerator zündet und damit das Aufblasen des Airbags in Gang setzt. Das alles passiert in der unglaublich kurzen Zeit von nur wenigen Hundertstel Sekunden.
Im Vergleich dazu: Die Reaktionszeit des Menschen beträgt durchschnittlich 60 Hundertstel Sekunden, ist also um ein Vielfaches langsamer. Die hohe Aufblasgeschwindigkeit des Airbags stellt sicher, dass das lebensrettende Luftkissen bereits voll aufgeblasen ist, wenn der Oberkörper des Autoinsassen nach vorne geschleudert wird.
Nach dem selben Prinzip funktionieren auch zusätzliche Airbags für den Seiten-, Brust-, oder Kopfbereich. Hier sind die Sensoren an den entsprechenden Stellen an den Seiten des Wagens angebracht.
Nach diesen schnöden Ausführungen stellt sich doch nun die Frage, wie kann denn der Airbag zu einer tödlichen Gefahr werden?
Auch wenn der Airbag als zuverlässiger Lebensretter gilt, kann er doch in Ausnahmefällen zur regelrechten Gefahr werden.
Das System bietet die meiste Sicherheit, wenn sich ein Insasse in Idealposition befindet. D.h. wenn er aufrecht und gerade sitzt. Befindet man sich jedoch "out of position", d.h. lehnt man sich nach vorne oder zur Seite, kann der Airbag sehr hart oder schräg auf den Körper auftreffen. Die Folgen: Prellungen oder Platzwunden, unter Umständen sogar Genickbruch.
Das heißt also, wenn die Person zu weit nach vorne sitzt ist der Kopf dieser Person schon in Reichweite des Airbags, bevor dieser ganz aufgeblasen ist.
Die Zukunft sieht Systeme vor, die nicht nur die Sitzposition des Beifahrers klar erkennen, sondern auch unterscheiden können, ob sich ein Erwachsener, ein Kind oder ein Kindersitz auf dem Beifahrersitz befinden oder ob der Sitz leer ist.