PERFEKTER SITZ & SCHNELLE HEILUNG
12.06.2004
Pro:
Die Aircast Ankle Brace hilft bei Ruhigstellung des Sprunggelenks bei Verletzungen und einfache Frakturen, Reduzierung von Schwellungen und Blutergüsse, Wassereinlagerungen und Wundschutz nach Operationen . Ist einfach an zu legen und sitzt perfekt .
Kontra:
Schweißbildung, wenn man keinen Strumpf darunter trägt . Nur Luftschlauch und keine Pumpe im Lieferumfang enthalten . Klettbänder nicht abnehmbar .
Empfehlenswert:
Ja
 DerVulkanierSpock
Über sich:
30.04.2012: Bei mir gibt es (Zeitmangel) vorläufig eher selten neue Berichte. Ich habe inzwischen ei...
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►►► EINLEITUNG ◄◄◄ Am 30. Januar 2004 hatte ich einen Unfall mit dem Roller, wobei ich mir 2 Haarrisse im Sprunggelenk, sowie eine sehr große Hautabschürfung (die sich über den ganzen Vorderfuß, bis 7 Zentimeter über dem Knöchel, erstreckte und die sich dann auch noch schwer entzündete) zuzog. Die Verletzungen waren nicht schwerwiegend, sondern an eine unglückliche Stelle des Körpers und somit relativ schlecht zu versorgen. Nachdem mein Arzt verschiedene Sachen erfolglos ausprobiert hatte, griff er zu der Aircast Ankle Brace, die ich dann noch weitere 6 Wochen tragen würde und diesmal mit Erfolg.
Die Kategorie zu dieser Aircast Ankle Brace habe ich übrigens in der zweiten Februarwoche beantragt, als ich die Schiene noch trug. Erst letzte Woche wurde die Kategorie freigeschaltet. ►►► AIRCAST ANKLE BRACE ◄◄◄
Die hochgeladene Bilder reichen hier nicht ganz aus, um das Prinzip hinter dieser Schiene zu erklären und somit ist eine kurze Umschreibung der Schiene an sich nötig. Die Aircast Ankle Brace besteht aus 2 Hartplastik Schalen, die innen mit weichen Schaumstoff bezogen sind. Die Schalen sind an der Unterseite mit einem Verbindungsstück aus saugfähigem Textil verbunden. Damit man die Aircast Ankle Brace befestigen kann, sind zwei breite Klettbänder am oberen Ende angebracht. Diese kann man individuell einstellen. In jeder Schale der Aircast Ankle Brace befindet sich ein sog. Duplex System. Dieses besteht aus einem zweiteiligen Luftpolster. Die große Luftkammer erstreckt sich über die ganze Innenseite jeder Schale. Die kleine Luftkammer in Knöchelhöhe, wurde in der großen Luftkammer integriert. Somit sind keine störenden Nähte vorhanden.
Das Duplex System wurde von Aircast patentiert und bei jedem Schritt entsteht durch Gewichtsverlagerung, Bewegung des Gelenks und Zusammenziehen der Muskulatur ein rhythmisches Pulsieren. Dieses Pulsieren sorgt dafür das der Druck im Fuß und Gelenk regelmäßig ansteigt und wieder abnimmt und so den Abbau der Schwellungen und Blutergüsse beschleunigt. ►►► ANLEGEN ◄◄◄
Da bei mir die Wunden am Fuß nicht verbunden werden konnten, wegen austreten von extrem viel Wundflüssigkeit, der Fuß aber stabilisiert werden musste, wegen den 2 Haarrissen, stellte sich die Aircast Ankle Brace als sehr nützlich heraus. Die Wunden konnten in Ruhe abheilen (obwohl sich der Prozess über fast 2 Monate hinzog), der Fuß und das Gelenk wurden stabilisiert und trotzdem konnte ich umhergehen. Dabei brauchte ich nicht mal auf Schuhwerk zu verzichten und konnte auch
Bilder von Aircast Ankle Brace
schon leichtes Lauftraining absolvieren unter Aufsicht des Physiotherapeuten. Mit einem Gipsbein wäre das undenkbar gewesen.Das Anlegen der Aircast Ankle Brace ist kinderleicht. Normalerweise zieht man erst Strümpfe an, aber in meinem Fall ging das nicht und so habe ich die Schiene immer so anlegen müssen. Am Besten ging das, wenn ich mich auf dem Bett gesetzt habe und den Fuß vor mir ausstreckte. Durch das Fußstück am unteren Ende der Schiene, kann man nichts Falsch machen. Man kann die Schiene nur auf eine Art anlegen und das wird durch das Fußstück angegeben. Man legt also das Fußstück unter der Fußsohle, klappt beide Schalenhälften an der Wade entlang, hoch und dann legt man die Klettbänder lose um die Schiene bzw. Wade herum an. Später muss man diese noch mal lösen und neu festziehen.
Man muss jetzt nämlich erst die Luftkammern in den Schalen mit Luft füllen. Dazu nimmt man den mitgelieferten Luftschlauch, schiebt den in einem der beiden Ventile und fängt an zu pusten. Eine etwas langwierige Geschichte, aber man braucht es nicht jeden Tag machen. Wenn man nun das Gefühl hat, das die Luftkammern voll genug sind, ohne dabei schmerzlichen Druck aus zu üben, entfernt man den Schlauch und klappt das Ventil wieder in der Schale. Ebenso verfährt man dann mit der Luftkammer in der anderen Schale. Erst dann löst man die Klettbänder wieder und zieht sie jetzt so an, dass die Schiene fest am Bein sitzt. ►►► PRAXIS ◄◄◄
Wer die Aircast Ankle Brace trägt, tut dies nicht zum Spaß und sollte sich auch dementsprechend vorsichtig bewegen und nicht wie wild rumturnen. Gehen ist möglich, wenn auch etwas steif und ungelenk. Der Druck der Schiene ist, trotz Verletzungen, sogar recht angenehm, weil man wirklich fühlt, wie der Druck weggenommen wird und somit eine Schmerzlinderung einsetzt. Wenn die Schwellungen wieder abklingen, ist es sogar möglich wieder Schuhe an zu ziehen. Die Unterseite der Aircast Ankle Brace wurde so konzipiert, dass man damit problemlos in Turnschuhe reinkommt (andere Schuhe habe ich nicht ausprobiert). Ich musste zwar die Schnürsenkel ziemlich weit entfernen und konnte den Schuh auch nicht fest zumachen, aber es ging und ich war froh endlich wieder das Haus verlassen zu können, nachdem ich schon seit Wochen auf dem Bett lag. Nachteile hat die Aircast Ankle Brace trotzdem, auch wenn sie mir sehr gut geholfen hat. So war die Schweißbildung in den Schalen sehr unangenehm. Hier hätte man die Luftkammern aus „Gummibootmaterial“ mit irgendeinem saugfähigen Material überziehen können.
Auch die Klettbänder haben einen Nachteil. Sie sind mit einer großen Kunststoffniete drehbar befestigt. Sind die Klettbänder mal verschmutzt oder defekt, kann man sie nicht abnehmen und ersetzen oder reinigen. Wer mit der Schiene schlafen muss (wie ich) wundert sich über alle Haare und Fussel, die sich nachts an den Klettbändern sammeln. Hier hätte man die Kunststoffniete als Druckknopf konzipieren können. Auch die Art, wie man die Luftkammern füllt, ist nicht gerade praktisch. Der mitgelieferte Schlauch ist etwas einen halben Meter lang und verlangt ganz schön viel vom Lungenvolumen ab, wenn man die Kammern füllen will. Man sitzt ja nun auf dem Bett, mit angezogenem Knie und muss dann durch einen dünnen langen Schlauch, diese Luftkammern füllen. Außerdem muss man unbedingt den Schlauch mit einer Hand am Ventil festhalten, weil er sonst rausfliegt. Das Ventil hat zwar eine Rücklaufklappe, aber diese funktioniert nicht richtig. Luft strömt zwar ein, aber auch wieder raus und dass sollte eigentlich nicht sein. Wenn man schnell genug pustet und dann schnell, das Ventil wieder zurück in der Schale klappt, dann hat man Glück und die Luft bleibt in der Kammer. Ansonsten kann die Geschichte etwas länger dauern.
Vorteile hat die Aircast Ankle Brace natürlich auch, denn sonst wäre die Tortur umsonst gewesen. Sie trägt sich relativ angenehm, drückte nicht auf meine Wunden und die Schwellungen und Blutergüsse gingen tatsächlich sehr schnell zurück (auch, wenn die Heilung an sich noch lange dauerte). Das Material, sowohl innen als Außen, lässt sich sehr bequem reinigen mit etwas Wasser, Seife und einem Lappen. De Schalen sind sehr stabil und sahen auch nach 2 Monaten im Dauergebrauch noch aus wie neu. Das Material der Schalen und der Luftkammern fühlt sich leicht an und man hat kein zusätzliches Gewicht am Bein. Außerdem kann man die Schiene alle paar Stunden mal abnehmen und sich ein Bad oder Dusche gönnen. Etwas, was man mit einem Gipsbein schwierig machen kann. Die Luftpolster sind angenehm weich und fühlen sich, trotz Schweißbildung, sehr angenehm an. Sie wurden ohne lästige Nähte hergestellt, so dass man keine Druckstellen bekommt. Auch juckt es nicht unter der Schiene. Rumstochern mit eine Stricknadel, wie bei einem Gipsbein, gehört als der Vergangenheit an. Außerdem, wenn es mal tüchtig juckt, nimmt man die Schiene ab, kratzt sich und legt die Schiene wieder an. Da viel Luft an der Haut kommt, entstehen auch keine Rötungen oder sonstige Hautreizungen. Das Hautfreundliche Material rief bei mir auch keine Allergien hervor, was natürlich bei der eh schon kaputten Haut ein sehr großer Vorteil war. Nützlich ist auch die Bedienungsanleitung, die an der Innenseite der Luftkammern gedruckt wurde. So kann man problemlos mit der Aircast Ankle Brace umgehen, ohne jedes Mal zum Arzt rennen zu müssen, nur um die Schiene anlegen zu müssen. Die Anleitung besteht aus deutliche Piktogramme und sind leicht verständlich falsch machen kann man da nichts. Außerdem geht die gedruckte Anleitung nicht ab, auch nicht, wenn man die Luftkammern mit Wasser und Seife reinigt. Die Aircast Ankle Brace ist wiederverwendbar und somit ist es schon richtig, dass die Anleitung auch nach langer Zeit noch sichtbar ist.
Am wichtigsten war natürlich für mich der Heilungserfolg und somit sind die Nachteile bzw. die Unbequemlichkeiten zu vernachlässigen. Als ich die Aircast Ankle Brace weglassen konnte, war meine Muskulatur auch nicht so extrem geschwächt, wie es bei einer Gipsschiene der Fall ist. Innerhalb weniger Tage, nach dem letzten Anlegen der Aircast Ankle Brace, war meine Muskulatur wieder fast in normalem Zustand. Auch das Gelenk war wieder innerhalb einer Woche normal belastbar. Wer irgendwann mal ein Gipsbein hatte, wird wissen, dass es nach dem entfernen des Gipses noch viele Wochen dauert, bis dass das Bein wieder normal belastbar ist. Mit der Aircast Ankle Brace wird das Bein nicht stillgelegt, sondern aktiv bei der Heilung unterstützt und somit ist man auch fast sofort wieder mobil. ►►► ABSCHLIESSEND ◄◄◄
Die Schiene ist in verschiedene Schuhgrößen lieferbar über Sanitätshaus und Apotheke und kostet 101,90 Euro. Meine habe ich auf Rezept und kostenlos bekommen. Erhältlich in den Größen (abhängig von Schuhgröße, Länge und Gewicht des Trägers): Standard Ankle Brace: Länge 10,5 Zoll (ca. 26,5 cm), Ankle Training Brace: Länge 9,0 Zoll (ca. 23,0 cm), Small Ankle Brace: Länge 8,7 Zoll (ca. 22,0 cm). Die Schiene wurde mir im Sanitätshaus richtig angemessen und eine Demonstration gab es auch noch dazu. Die Aircast Ankle Brace hilft bei Ruhigstellung des Sprunggelenks bei Verletzungen und einfache Frakturen, Reduzierung von Schwellungen und Blutergüsse, Wassereinlagerungen und Wundschutz nach Operationen. Die Aircast Ankle Brace ist einfach an zu legen, sitzt perfekt, wiegt kaum etwas und ist leicht zu reinigen. Der Patient bleibt mobil und braucht auf Schuhwerk nicht zu verzichten. Alles Vorteile, die man nicht hat, wenn man Gips tragen muss.
►►► Hersteller ◄◄◄ Aircast Europe GmbH Georg-Wiesböck-Ring 12 D - 83115 Neubeuern
Geschäftsführer: G. W. Johnson III Telefon nat: 0800 085 2433 (gebührenfrei) Telefon int: 0049 8035 87 99 50
Fax nat: 0800 085 40 15 Fax int: 0049 8035 87 99 55 Email: info@aircast.de
http://www.aircast.de © Ilonka Liska am 12.06.04 exklusiv für www.ciao.de.
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19.06.2004 18:51
Dann hoffe ich, daß alles bei dir wieder ok. ist. Und noch etwas: Schön vorsichtig mit dem Roller fahren, damit du die Schiene nicht so schnell wieder brauchst. Ganz liebe Grüße von Belluna.
15.06.2004 20:35
So, jetzt darfst Du wieder an die Öffentlichkeit, hab Dir grad den versprochenen BH angelegt...*gg*. GLG von Joachim:-)))
15.06.2004 18:01
Willkommen im Club ;)!! Haarrisse im Sprunggelenk hatte ich letztes Jahr auch, und die Aircastschiene habe ich auch verordnet bekommen, leider hat sie auch nix genutzt - das Gelenk ist hin :(. Naja, toller Bericht, denn ansonsten ist die Schiene wirklich super!! Gruß aus Aachen, Flo