Akita-Inu

Akita-Inu

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Tja, mal wieder schreibe ich über eine Hunderasse. Der Akita Inu ist in den letzten Jahren immer häufiger in Deutschland zu sehen. Ich kannte diese Rasse zwar schon länger, aber erst vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal Kontakt zu einem Vertreter dieser Rasse aufnehmen können. Einer der Hunde ... Bericht lesen





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Beeindruckendes Auftreten und ein super Charakter
Erfahrungsbericht von Paschulke über Akita-Inu
22.07.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: tolles Auftreten, super Charakter, hübsch, noch etwas ungewöhnlich
Kontra: evtl .  die Sturheit und Dominanz, damit kann man aber klar kommen !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Tja, mal wieder schreibe ich über eine Hunderasse. Der Akita Inu ist in den letzten Jahren immer häufiger in Deutschland zu sehen. Ich kannte diese Rasse zwar schon länger, aber erst vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal Kontakt zu einem Vertreter dieser Rasse aufnehmen können. Einer der Hunde meines Freundes ist nämlich ein reinrassiger Akita Inu! Ich habe viel über diese Rasse gelesen, und viel "Praxiserfahrung" mit Tokyo, dem Hund meines Freundes. Und aus diesem Grund möchte ich diese Rasse hier mal vorstellen:


AKITA INU


***Vorinformationen***
Der Akita Inu stammt ursprünglich aus Nordostjapan, und wurde dort für die Bärenjagd des Adels entwickelt. Er ist bekannt für eine extreme Treue und Gehorsam zu seinem Besitzer. Das Wort "Akita" heißt übrigens "groß", das Wort "Inu" bedeutet "Hund". Also heißt diese Rasse einfach nur "großer Hund"!


***Geschichtliches***
1630 befahl ein Adeliger in Akita (Japan) seinen Samurai, eine große Jagdhundrasse zu entwickeln; größer als die bis dahin weit verbreiteten Jagdhunde in dieser Gegend. Die daraufhin gezüchtete Hundeart war als Kämpfer und Wächter sehr hoch angesehen. In der Taisho-Ära (1912-1926) wurde diese Rasse dafür sogar geehrt! Erst 1931 wurde diese Rasse offiziell anerkannt, der Bildungsminister ernannte den Akita Inu sogar zum nationalen Denkmal und er wurde die erste per Gesetz geschützte Rasse.


***Berühmtester Vertreter***
Fast jeder in Japan kennt Hashiko, den berühmtesten Vertreter dieser Rasse, denn dessen Geschichte ist mit einer Statue und einem Relief in der Nähe des Shibuya Bahnhofs in Tokio abgebildet. Hashiko gehörte dem Professor Eisaburo Ueno. Diesen holte Hashiko täglich am Bahnhof ab. Eines Tages verstarb der Professor bei seiner Arbeit in der Universität von Tokyo. Doch Hashiko kam weiterhin jeden Tag zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten.
Tja, die Liebe der Hunde ist wirklich riesig!


***Aussehen***
Grundsätzlich sollte ich erst einmal sagen, dass diese Rasse zur Familie der Spitze gezählt wird. Dieser Hund wirkt durch seine Statur sehr robust, kompakt und kräftig. Typisch ist die eingerollte Rute.

>>> Größe und Gewicht
Die Rüden werden 65 bis 67 cm hoch und erreichen ein Gewicht von 48 kg. Die Hündinnen sind kleiner und leichter mit bis zu 61 cm und 40 kg. Durch diese Maße erscheinen die Hunde sehr kräftig und stabil.

>>> Fell und Farbe
Stockhaarig mit dichter, weicher Unterwolle. Das Deckhaar ist rau und glatt; das Fell ist am Bauch länger als am restlichen Körper. Am längsten ist es an der Rute. Laut Rassestandards sind alle Farbschläge zugelassen; allerdings ist er häufig Rot mit heller fast weißer Maske oder Rotbraun mit dunkler Maske.

>>> allgemeine Beschreibung aus versch. Literaturquellen
Das Verhältnis der Körpergröße zur Länge ist 10:11; der Rücken gerade, die Rute hoch angesetzt und rollt sich fest über dem Rücken zusammen. Die Voderläufe sind gerade und haben starke Knochen und feste Ellenbogen. Die Hinterbeine sind gut ausgebildet und bilden einen stumpfen Winkel.
Der Kopf wirkt kräftig und etwas eckig durch den prominenten Stirnansatz, die mäßig entwickelten Wangen und die lange gerade Nase. Der Kiefer ist kräftig mit Scherenbiss. Die Augen sind dunkel und vergleichsweise klein und dreieckig. Dabei zeigen die Augenwinkel nach oben, was typisch für japanische Rassen ist.


***Haltungsansprüche und Charakter***
Mit einem Akita braucht man wirklich Geduld, die er oft auch herausfordert. Allerdings sind sie auch liebesbedürftig, arbeitswütig und wollen viel beschäftigt werden. Deswegen lässt er sich auch gut erziehen, allerdings muss man ausdauernd sein und auch manchmal über die Sturheit hinwegsehen.
Dafür ist er aber sehr anhänglich und gehorsam gegenüber ihm bekannten Menschen. Kann ziemlich temperamentvoll sein, was auch mal zu einem Problem werden kann!
Fremden gegenüber reagiert er in Anwesenheit seines Herchens oder Frauchens eher gleichgültig. Er ist ausgeglichen, mutig und unerschrocken. Also auch sehr gut als Wachhund geeignet.
Ein Akita lässt sich ungern zu etwas zwingen. Er ist sehr dominant und fordert von anderen Hunden meist die Unterordnung.
Der Akita Inu hält sich sehr gerne draußen auf, auch nachts. Wenn man die Möglichkeit hat sollte man ihn auch draußen schlafen lassen. Da er eher kältere temperaturen mag muss gerade zur Zeit tagsüber viel Schatten zur Verfügung stehen und man ihm auch die Möglichkeit geben, in das etwas kühler temperierte Haus gehen zu können.


***Besitzereignung***
Hier möchte ich vorstellen, wie ich es in den verschiedenen Sachbüchern gefunden habe. Und zusätzlich kommentiere ich es aber noch mit meinen Erfahrungen.

>>>geeignet für:
"Leute, die etwas von Hunden verstehen, die den eigenen starken Willen des Akita Inu akzeptieren und einen besonderen Hund wollen" (Zitat aus "Ulrich Klever, Hunde, S.152)
Tja, ich finde ja, dass jeder Hundehalter etwas von Hunden verstehen sollte… Aber was wahrscheinlich damit gemeint ist: Der Akita ist nicht als Ersthund geeignet. Dem kann ich mich wohl anschließen. Der Akita ist wirklich willensstark und manchmal etwas stur; und braucht wirklich eine führende Hand. Und das kann man mit Erfahrung in der Hundehaltung und -erziehung einfach besser!

>>>ungeeignet für:
"Leute, die die Unterordnung schätzen und in einer Gegend mit zahlreichen Hunden wohnen" (Zitat aus "Ulrich Klever, Hunde, S.152).
Hier muss ich dem ersten Punkt auf jeden Fall zustimmen. Denn der Akita ordnet sich nicht gerne unter und ist sehr dominant. Er akzeptiert zwar seinen Halter als Rudelführer, aber daran muss ständig gearbeitet werden. Und bei guter Erziehung hört er zwar ganz gut, aber manchmal lässt sein sturer Kopf ihn doch mal zögern… ;-) Durch seine Dominanz entstehen natürlich auch Konflikte mit anderen Hunden, aber ich finde dies nicht allzu problematisch. Tokyo, der Hund von meinem Freund, lebt ja zusammen mit 4 weiteren Hunden, und trifft täglich auf die Nachbarshunde oder fremde Hunde. Klar, er rauft auch mal ganz gerne mit denen, aber das gehört meiner Meinung nach auch in einem gewissen Maße dazu. Und Tokyo überschreitet die Grenzen eigentlich nie!


***Pflege***
Das Fell muss gebürstet werden; es reicht aber alle 2-3 Tage und bei Bedarf natürlich. Für so einen großen, agilen und kräftigen Hund versteht es sich von selbst, dass er viel Auslauf und beschäftigung braucht! Man kann übrigens prima mit ihm joggen!


***Rassetypische Erkrankungen***
Diese Rasse neigt zu Hüftdysplasie und Zahnfehlern. Allerdings ist dies noch nicht so häufig, weil sie hier in Deutschland noch nicht so überzüchtet sind!


***eigene Erfahrung mit dieser Rasse***
Ich habe ja zwischendurch schon mal meine Erfahrung mit Tokyo einfließen lassen. Er ist wirklich ein klasse Hund. Er ist der Rudelführer bei den 5 Hunden meines Freundes, und das war er schon mit wenigen Monaten. Er tritt sehr selbstbewusst und dominat anderen Hunden gegenüber, was auch bei Fremden Hunden häufig dazu führt, dass sie sich schnell unterordnen. Bei ebenfalls dominanten Hunden muss man zwar aufpassen, dass der Konflikt nicht so extrem wird, aber eigentlich findet Tokyo wirklich immer das richtige Maß! Und steckt sogar manchmal, aber sehr selten, dann auch selbst zurück! ;-)
Mir gegenüber war Tokyo beim ersten Treffen wirklich gleichgültig. Dieser "Dreckssack" hat mich total ignoriert, obwohl ich vom ersten Augenblick an fasziniert von ihm war. Beim zweiten Treffen hat er mir kurz gezeigt, dass er sein Herrchen bewacht, und das auch mir gegenüber. Ich hab mich ein bisschen mit meinem Freund gekäbbelt, und da ist Tokyo dann kurz mal dazwischen… ;-) Aber beim dritten Mal war seine Neugier wohl zu stark, und er kam von selbst auf mich zu. Naja, und ich bin mittlerweile soo vernarrt in diesen Hund, wir kuscheln zusammen, toben im Garten rum, gehen ganz lange Spazieren und ich lese ihm regelmäßig vor… ;-) Er interessiert sich am meisten für mein Lernstoff, Anatomie und Pflege! Er hat mich in seine Familie aufgenommen und akzeptiert, und hört sogar eigentlich ganz gut auf mich. Wirklich, die Rasse ist echt klasse, und die haben ein beeindruckendes Auftreten und einen super Charakter!


***Fotos***
könnt ihr euch zum Beispiel hier anschauen:
http://www.hundund.de/rassen/akitainu/images/


© Paschulke, Juli 2006
   
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