defekte akkus wiederherstellen
12.05.2005
Pro:
kostenlos "neue" akkus,
Kontra:
etwas technikkenntnisse, akkus können beschädigt werden
Empfehlenswert:
Ja
 adalbert.b
Über sich:
So, letze Prüfung hoffentlich geschafft, jetz is richtig Ferien.
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Da mein Handyakku schon etwas schlapp gemacht hat, hab ich versucht, ihn außerhalb von Handy wiederherzustellen. Da dies ziemlich gut geklappt hat, bericht ich euch jetzt davon. Man braucht dazu
- Netzteil
- Kabel mit Krokodilklemmen
- Multimeter mit Stromanzeige (so bis 500mA)
- Widerstand (am besten regelbar, aber es reicht auch ein 40-50 Ohm Leistungswiderstand)
- etwas Draht
Das Netzteil ist bei mir das selbe, das ich ans Handy anstecke, da die 4V gut ausreichen. Den Draht steck ich in den Stecker vom Netzteilkabel rein (vorher noch etwas biegen, dass es fest sitzt), und da wird dann eine Krokodilsklemme festgemacht. Der Multimeter ist ganz praktisch, wenn man ausrechnen will, wie lange der Akku braucht, bis er ganz voll ist, es geht aber notfalls auch ohne. Ich lad aber immer mit ihm, da ich ganz genau aufpasse, wie lang er noch braucht. Der Leistungswiderstand ist dazu da, dass nicht zuviel Strom fließt, beim leeren und aufladen. Es sollte schon ein größerer sein, da er recht heiß wird. Der Aufbau Da das Entleeren und das langsame Aufladen im Handy nicht geht, hab ich den Akku erstmal ausgebaut. Dann mit 2 PC-Schrauben und nem Gummiband die Klemmstrippen an den Polen fixiert (ist zwar etwas wackelig, aber wenn ma es liegenläßt hällt es ganz gut). Dann werden die Kabel an den Widerstand und das Multimeter (das auf 500mA oder 250mA steht, je nach Modell) so angeschlossen, dass ein Stromkreis entsteht. Evtl den Multimeter umpolen, dass er in die richtige Richtung ausschlägt. Restloses Entladen Als erstes muss man den Akku ganz entladen, damit er seine volle Kapazität beim Laden von Anfang an bekommt. Dazu den Stromkreis schließen (wenn er nicht bereits geschlossen ist, dh, wenn Strom fließt). Wer einen regelbaren Leistungswiderstand hat, kann jetzt den Strom regeln. Ich lass nicht mehr als 200mA fließen, dass der Akku nicht zu sehr leidet (ich will ihn ja regenerieren ;). Jetzt heißt es warten. Wie lange hängt von der Restkapazität ab.Wenn der Strom auf etwa 50mA abgefallen ist kann man den Widerstand ganz weglassen, da jetzt die ganze Spannung am Innenwiderstand vom Akku abfällt. Das heißt, dass die ganze Leistung in Wärme im Akku umgewandelt wird. Da jetzt aber knapp 50mA fließen und die Spannung auf einige Bruchteile eines Volts abgefallen ist, ist das auch kein Problem. Aufladen Wenn der Akku fast keinen Strom mehr abgibt (ich machs immer so bei 20mA) fang ich an, ihn aufzuladen. Dazu den Widerstand wieder anschließen und irgendwo im Stromkreis das Netzteil anschließen. Hier muss man beachten, dass man den Plus-Pol des Netzteiles an den Plus-Pol des Akkus anschließt. Wenn man es falsch herum macht kann er kaputtgehen, oder wenn zuviel Strom fließt sogar explodieren! Wenn man ihn richtig angeschlossen hat, sollte das Multimeter wieder in die falsche Richtung zeigen. Jetzt kann man es wieder umstecken.Jetzt den regelbaren Widerstand (wenn vorhanden) so einstellen, dass ungefähr 100mA fließen. Dieser kleine Strom ist gut zum regenerieren. Wenn der Akku sehr alt, und kaputt ist, kann man am Anfang auch mit weniger, bis zu 10mA laden. Dann dauerts auch länger. Und jetzt gehts ans rechnen: (nicht schlimm, aber es muss fast sein) Wenn der Akku beispielsweise eine Kapazität von 850mAh hat (wie mein Nokia-Akku) muss er bei 100mA 8,5 Stunden Laden. Theoretisch. Praktisch braucht er immer etwas länger, da auch ein Akku nicht ideal ist. Am besten man wartet 8 Stunden, und schaut dann, ob der Akku warm ist. Wenn nicht, dann kann man noch etwas weiterladen. Wenn er aber warm ist, dann ist er voll, und kommt wieder ins Handy. Erfolge Vor dieser "Spezialbehandlung" konnte ich mit dem Handy höchstens 2 minuten telephonieren. Dann ging es mitten im Gespräch einfach aus. Wenn ich es wieder angeschalten hab, hatte es statt 4 Strichen in der Ladeanzeige nur noch 3, und ich konnte mir sicher sein, dass ich damit niemanden mehr anrufen konnte. Auch SMS konnte ich dann nicht mehr schreiben, da es beim senden regelmäßig abgestürtzt ist. Nach dem formatieren (= reparieren) kann ich wieder länger telephonieren. Auch hällt der Akku wieder fast eine Woche, bis ich ihn aufladen muss. Sonstige Möglichkeiten Wenn man defekte NiCd-Akkus hat, kann man diese mit kurzen (max 1-2sec) Stromstößen von 1-10 Ampere reaktivieren. Dann ganz normal aufladen. Hier sollte man vor und nach der Starkstrombehandlung nachschauen, ob die Akkus wieder Niederohmig geworden sind. Wenn die Strombehandlung nichts gebracht hat, bringt auch das Aufladen nichts mehr. Ende Ich hoffe ich hab euch mit diesem Bericht geholfen, dass ihr keine neuen Akkus kaufen müsst. Sie sind heutzutage zwar recht billig geworden, aber wer den Pfennig nicht ehrt... Viel Spaß beim Ausprobieren!
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29.07.2011 20:16
gut u.hilfreich. report !, gegen den memory-effekt was zu tun, kommt v.zuviel auflladen, aber auch vorschnelle, hineinkonstr.hdy-abschaltg, wenn basis-spg.sinkt ?!... für so ne prozedur sind aber details u.verständnis wichtig-- hab mir andrerseits einen preiswert. hdy-ersatzakku eingesetzt,-- für AA-/Mignonzellen hab ich i.kleinlader automat. restentladg.Taste
30.07.2005 12:23
Das war wirklich sehr interessant
30.07.2005 12:23
Das war wirklich sehr interessant