Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spannung |
| Kontra: |
siehe oben |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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“Christmas Carol” ist eine äußerst zwiespältige Folge. Einer packenden Atmosphäre steht eine Geschichte
gegenüber, die das Publikum mit etlichen unbeantworteten Fragen im Regen stehen lässt. Es ist bedauerlich, dass
die Geschichte nicht geschlossener gestaltet werden konnte. Hier wurde aus einer erstklassigen Idee durch
dramaturgische Schlampigkeit eine bestenfalls zweitklassige Episode gemacht. Auch das Fehlen Mulders macht
sich deutlich bemerkbar. Wieder einmal fordern die Dreharbeiten zum Kinofilm ihren Tribut. Wir sehen ihn nur
einmal, als Scully ihn anruft, nur um gleich wieder aufzulegen. Diese kurze Szene bleibt uns vor allem wegen
Mulders bizarrer Kopfbedeckung (eine Strumpf, eine Skimütze?) in Erinnerung.
Trotz dieser Mängel gibt es auch (wie immer!!!) positive Aspekte in dieser Episode: Regisseur Markle ist es
gelungen, eine extrem beklemmende Atmosphäre aufzubauen, und Gillian zeigt einmal mehr, was für eine
talentierte Schauspielerin sie ist.
Ihr nuanciertes Spiel rettet die Folge über einige weniger gelungene Wendungen hinweg und trägt entscheidend
dazu bei, dass der Mensch Dana Scully weiter Konturen annimmt.Vor allem ihr Umgang mit den bizarren
Enthüllungen dieses Weihnachtsfestes ist bewundernswert: Da wird sie zuerst von ihrer totgeglaubten Schwester
angerufen, dann entdeckt sie, dass Melissa möglicherweise ein Kind hatte. Und am Schluss muss sie auch noch
erfahren, dass das Kind ihr eigenes ist. Na dann - fröhliche Weihnachten!!
Wenn “Christmas Carol” bereits einen ambivalenten Eindruck hinterließ, so tendiert “Emily” eindeutig in eine
negative Richtung. “Christmas Carol” stellte Fragen, die “Emily” hätte beantworten sollen. Leider ist dieser
Anspruch nicht erfüllt worden. Zwar kann die Folge die packende Atmosphäre des Vorläufers aufgreifen, dafür läuft die erzählerische Logik vollends aus dem Ruder.
Um nur einige der Widersprüche zu nennen: Wer hat Scully angerufen? War es Melissas Geist, oder lebt sie doch
noch? Außerdem ist Detective Kresge wohl ein Hellseher. Wie sonst hätte er die Adresse des Altenheims erfahren
können, in dem Dr. Calderon praktiziert? Dass er dort exakt in dem Moment auftaucht, als die Situation brenzlig
wird, macht diesen Zufall nur noch unglaubwürdiger.
Am Ende sind natürlich - wie schon so oft - alle Beweise verschwunden. Die Formwandler sind unauffindbar, die
Insassen des Altenheims haben sich in Luft aufgelöst, sogar Emily liegt nicht mehr in ihrem Sarg. Aber das macht
ja nichts, unsere Helden gehen einfach wieder zur Tagesordnung über...
Aber trotz dieser Unstimmigkeiten werde ich für immer ein Fan von Akte X bleiben...
| weitere Erfahrungsberichte |
Die Leiden der St. Scully
Bewertung für Akte X - Akte 10: Emily von
Boda
Pro: Gute schauspielerische Leistungen
Kontra: Vorhersehbare Story
"Christmas Carol", die erste Folge dieses Zweiteilers, ist vor allem auf Scully aka Gillian Anderson zugeschnitten. Ich finde diese Folge wirklich nicht besonders gut, obgleich die Schauspieler, auch wieder Pat Skipper alias Bill Scully, ihr bestes geben, ...
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10.05.2001
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