Jenseits der alten X-Files
02.02.2009
Pro:
Nostalgie, an sich kein schlechter Thriller
Kontra:
zu durchschaubar, wenig Akte - X
Empfehlenswert:
Ja
 Riesenkeks
Über sich:
TANZT! www.eurovision.de/teilnehmer/n inazilli117.html // Rezension bei ciao ungleich normale Rezen...
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Ich wage zu behaupten, dass Akte X eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Serien der 90er- Jahre war. Schon damals habe ich gerne vor dem Fernseher gesessen und den Folgen um die beiden FBI-Agenten Mulder und Scully, die an mysteriösen Fällen, für die es keine Erklärung zu geben scheint, arbeiten, gespannt gefolgt. Neben der großen Alienverschwörungserzählung, die sich durch alle Staffeln hindurchzieht, gab es auch immer wieder Fälle, die einfach so mysteriös waren. Mit der Zeit wurden die Folgen allerdings ein wenig schlechter (nach der siebten Staffel habe ich nicht mehr ganz so gerne gesehen… Akte X ohne Mulder ist einfach nicht dasselbe) und schließlich war die Geschichte dann doch mehr oder weniger zu Ende erzählt. Nach einigen Jahren Ruhe gab es vor ein paar Monaten ein Lebenszeichen von Akte X, da ein zweiter Film in die Kinos kam. Schon da wollte ich ihn eigentlich sehen, doch ein paar Kritiken, die ihn als "lange, schlechte Folge" beschrieben, schreckten mich dann doch ein wenig davon ab. Diese Woche gab es die DVD jedoch für 4,90€ bei Media Markt im Angebot und nun konnte mich nichts mehr halten, da man für den Preis eigentlich nichts falsch machen kann. Die Hülle Ein Bild gibt es oben und ein weiteres unten zu bestaunen. Es handelt sich um eine stinknormale DVD-Hülle mit Mulder und Scully auf dem Cover.
Inhalt (Was auf der Rückseite steht) Das mysteriöse Verschwinden mehrerer Frauen stellt die Polizei vor ein Rätsel, denn alles was sie finden, sind ein paar menschliche Überreste und einen ehemaligen Priester mit bizarren Visionen. In früheren Zeiten wäre dies ein Fall für die X-Akten gewesen, doch die wurden schon Jahre zuvor geschlossen. Als eine FBI-Agentin verschwindet,, entschließt man sich, die Ex-Agenten Fox Mulder und Dana Scully wieder in den FBI-Dienst zu stellen. Kein leichter Neuanfang, denn beide erwartet ein Fall, der die Grenzen des Vorstellbaren zu überschreiten droht! Joah... an sich hört sich das wirklich an wie ein stinknormaler Thriller und mit ein wenig Glück wie eine lange Akte-X-Folge ohne Aliens. - Aber das soll mir eigentlich recht sein, denn ich mochte die Folgen ohne Aliens meistens lieber.
Eigen Wiedergabe und Meinung Sechs Jahre sind also vergangen, seit Mulder und Scully ihren letzten Fall gelöst haben und in der Zwischenzeit hat sich einiges geändert: Scully arbeitet nun als Kinderärztin und Mulder lebt zurückgezogen ein wenig einsam gelegen. Außer Scully scheint keiner zu wissen, wo er sich aufhält, denn als das FBI auf einen mysteriösen Fall stößt, bei dem ein pädophiler Priester, aufgefundene Menschenteile und eine verschwundene FBI-Agentin eine Rolle spielen, wendet man sich zunächst an Scully, damit diese sich an Mulder wendet, da das FBI seine Hilfe braucht. Scully behauptet zwar zunächst, dass sie seinen Aufenthaltsort nicht kenne, doch schließlich fährt sie doch zu ihm. Mulder arbeitet zwar nicht mehr an den X-Akten, doch in seinem Haus findet sich ein Raum, der eindeutig an sein altes Büro erinnert - inklusive der Bleistifte, die in der Decke hängen. Zunächst scheint Mulder sich zu weigern, doch schließlich willigt er ein, dem FBI zu helfen - unter der Bedingung, dass Scully mit ihm zusammen arbeitet. Und so brechen die beiden also ganz wie in alten Zeiten auf, treffen die ermittelnden FBI-Beamten, die dem Priester mit den Visionen natürlich nur bedingt glauben und denken, er stünde mit den Entführern unter einer Decke und zunächst wirken beide doch etwas unmotiviert. Als sie dann auch noch zu dem Priester geführt werden, streitet Scully, die sich sehr für Kinder einsetzt und einen starken Glauben hat, sich mit dem Pädophilen, der daraufhin darum bittet, dass Scully nicht mit ihm zusammenarbeitet. Schon hier zeigt sich wieder das alte Muster der beiden Ex-Agenten: Scully erscheint alles als Humbug und Mulder ist bereit zu glauben. - Vor allem als er mit ansieht, wie der Priester eine Vision hat und danach aus den Augen blutet. Scully hingegen bleibt weiter skeptisch und steckt ihre Energie lieber in einen ihrer Patienten, der an einer seltenen und wahrscheinlich tödlich verlaufenden Krankheit leidet und von dem Krankenhaus schon an eine Hospizeinrichtung überwiesen werden soll. Doch Scully möchte den Patienten nicht aufgeben. - Nicht zuletzt, weil der Priester zu ihr gesagt hat, sie solle nicht aufgeben. Also ist Scully doch nicht so ganz überzeugt davon, dass er ein bloßer Lügner ist und außerdem ist es für sie nach dem Verlust ihres Sohnes besonders schwer, einen Patienten zu verlieren. So werken die beiden Agenten also nebeneinander vor sich hin und teilen sich ab und zu ihre Fortschritte mit. Hierbei kommt heraus, dass alle Opfer dieselbe seltene Blutgruppe haben und Mulder beschließt auf eigene Faust, einem verdächtigen Fahrzeug zu folgen, so dass er nachher in äußerste Gefahr gerät und sein Leben nur behält, weil die stets besorgte Scully alle Hebel in Bewegung setzt, um ihn zu finden…. An sich handelt es sich also tatsächlich um einen stinknormalen Thriller mit ein paar Visionen. Nebenher versucht man, die Geschichte um Mulder und Scully weiterzuerzählen, doch außer, dass sie hier und da ein paar Zärtlichkeiten austauschen und einmal davon reden, irgendwo einen Neuanfang ohne die von Scully so gehasste sie immer wieder einholende Dunkelheit zu machen. Was nun letztendlich zwischen den beiden ist, kann man nicht genau herausfiltern, aber an der eben genannten Szene lässt sich gut erkennen, dass Scully sehr sensibel geworden ist und einfach nur noch friedlich vor sich hinleben möchte. Mulder hingegen weiß, dass ihn die Dunkelheit immer wieder finden wird und es scheint, dass er auch nur dann aufblüht, wenn sie ihn wiedereinmal eingeholt hat. Die Story an sich erinnert tatsächlich an eine eher mittelmäßig spannende Folge von Akte-X. Die Verbindung zwischen dem Priester und dem Drahtzieher der Entführungen ist einfach zu simpel und vorhersehbar. Auch der mutmaßliche Organhandel ist nicht unbedingt das, was man sich von einem Akte-X - Film erhofft hat, aber wenigstens ist die Auflösung dann doch nicht ganz so simpel. Die Schauspieler spielen mit Höhen und Tiefen wie eh und je: Mal nimmt man ihnen die Rolle eindeutig ab, manchmal wirkt es jedoch ein wenig gestelzt und zu emotionslos. Hierbei liegt mein besonderes Augenmerk natürlich auf Anderson und Duchovny, die ihre Rollen wie eh und je spielen. - Wobei Anderson es schwer zu fallen scheint, Scully zum Weinen zu bringen. Die anderen Schauspieler dümpeln so vor sich hin und machen ihren Job mehr oder weniger gut. Im Endeffekt ist der Film eine schöne Auffrischung alter Gewohnheiten, die man sich als Fan durchaus ansehen kann und auch als Thriller-Fan dürfte man nicht zu abgeneigt sein. Aber an sich ist es für mich leider nicht unbedingt ein wirklicher_Akte-X-Film_- nicht zuletzt, weil irgendwie ein wenig Gefühl und Witz fehlt.Sonderausstattung der DVD- Audiokommentar von Regisseur Chris Carter und Produzent Frank Spotniz -> nicht angesehen/gehört, da ich Audiokommentare in den meisten Fällen zu langweilig finde und man den Film vorher mindestens zwei Mal gesehen haben sollte
- 3 entferne Szenen -> Es handelt sich um zwei Szenen, die mehr Emotion in den film gebracht hätten und beispielsweise Scullys Abscheu und Misstrauen gegenüber dem Priester nochmals hervorheben. Die letzte Szene verdeutlicht Mulders Tatendrang. An sich nicht wirklich wichtige Szenen, di aber durchaus berechtigt auf der DVD vorhanden sind.
- Chris Carter über umweltfreundliches Filmemachen -> Dieses Extra habe ich mir mit Interesse angesehen, da es mich gefreut hat, dass nun auch endlich Filmemacher darauf achten, nicht allzu viel Müll zu produzieren. Carter nennt ein paar wichtige Faktoren wie lokale Angebote zu nutzen, ökologisches Reinigungsmittel zu verwenden, statt Salz Sand gegen Schnee einzusetzen etc. Im Endeffekt produzieren Filme aber natürlich noch immer recht viel Müll - aber auch kleine Ansätze helfen
- Die Make-up Effekte -> nicht angesehen, da für mich eher uninteressant
- Verpatzte Szenen - > Wie üblich mehr oder weniger unterhaltsam. Es gibt ein paar verpatzte Einsätze, Versprecher, umkippende Gegenstände, rutschende Personen etc
- Musikvideo "Dying to Live" von XZIBIT
- Trailer
Bild und Ton Bild und Ton der DVD sind größtenteils sehr gut, wobei hier und da die Stimmen doch ein wenig leise erscheinen und das Bild für meine Begriffe zu blaustichig ist. - Das kommt davon, wenn man unbedingt nachts im Schnee drehen muss…
Fazit Ein mittelmäßiger Film, der nicht besonders viel mit den alten X-Files zu tun hat, den man aber aus nostalgischen Gründen vielleicht doch gesehen haben sollte. Die Hauptdarsteller spielen wie eh und je, schaffen es aber leider trotzdem nicht, dem Film so viel Leben einzuhauchen wie früher. - Dafür ist die Story einfach zu simpel und durchschaubar. Nichtsdestotrotz ist Jenseits der Wahrheit trotzdem einigermaßen sehenswert und ich habe es nicht bereut, mir die DVD gekauft zu haben.
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25.05.2010 14:18
hab die serie damals so gerne gesehen,
19.05.2009 21:56
Ich fand ihn grauenhaft und gerade ich als alter akte-x fan (ja ich gestehe, ich liebe die serie, es gibt keine bessere.)
07.02.2009 13:49
Dieser Film hatte wirklich nichts mit den X-Files zu tun, war eher ein Psycho-Thriller. Aufgrund des Angebots von MediaMarkt habe ich mir gleich die ganze 2. Staffel für 10 € gekauft ;-)