Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Dana Scully gegen Diana Fowley |
| Kontra: |
(fast) alles andere |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Wie hieß es noch gleich in dem Originaltrailer und auf den TV ads?
„You´ll get the whole story. All the conspiracy episodes. Uncut and in order.”
Full Disclosure. Sowas in der Art sollten wir ein Jahr später noch einmal vor einer ähnlich misslungenen „Enthüllung“ hören.
Aber jetzt sind wie ja zunächst bei der sechsten Staffel. Die Wiederholung von „Zwei Väter“ und „Ein Sohn“ lief gerade im deutschen Fernsehen. Ich muss zugeben, ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass die wirklich so grottenschlecht sind.
Zu „Two Fathers“
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Chris Carter, sein Freund Frank Spotnitz und Jeffrey Bell setzten sich jedenfalls mit (so nehme ich zumindest an) gutem Willen an das Skript der ersten von zwei Mythologieepiosden in der Mitte der sechsten Staffel, dass in Arlington, Virginia beginnt. Nur zur Erinnerung: Mulder und Scully arbeiten zu dieser Zeit nicht mehr an den X Akten sondern müssen „langweilige Routinejobs“ erledigen, an den X Akten sitzen dagegen unsere guten Freunde Jeffrey Spender und Diana Fowley.
Genauer beginnt die Episode in einem Zugabteil. Ein Chirurg und Dr. Openshaw und ein paar Gehilfen aten sich dort auf. Eine Patientin liegt auf einem OP-Tisch, ihr Gesicht ist noch nicht sichtbar. Die Ärzten schlitzen ihren Bauch auf, aus dem dieses grüne toxische Blut fließt, was wir mindestens vom Alien Bounty Hunter schon kennen. Kurz darauf schließt sich die Wunde von selbst wieder. Der Chirurg gratuliert Dr. Openshaw, seine Arbeit sei jetzt nach 25 Jahren endlich erfolgreich. Doch als der Chirurg den Zug verlässt, wird er von einem gesichtslosen Mann (kennen wir auch schon) in Brand gesteckt, genauso wie alle anderen in dem Zug. Der gesichtslose richtet seine Waffe auf Openshaw, blickt aber noch einmal zum OP-Tisch, auf dem Cassandra Spender liegt.
Skinner führt Spender zu dem Zug. Nur seine Mutter und ein schwerverletzter Mann hätten überlebt. Spender redet mit seiner Mutter, doch sie möchte ihm nicht erzählen was passiert ist, sondern lieber mit Mulder darüber sprechen. Skinner hört das mit und stellt Spender zur Rede, der nicht möchte das Mulder mit Cassandra redet.
Er ändert jedoch doch noch seine Meinung, denn Scully sucht Mulder, der tagelang nicht im Büro war, in der Sporthalle auf und erzählt ihm, dass jemand versucht hätte, ihn zu erreichen, und dass es um eine X Akte ginge. Mulder will Spender jedoch nicht helfen, er solle die Wahrheit selbst herausfinden.
Der Raucher besucht Openshaw, der in der Intensivstation in einem Sauerstoffzelt liegt. Openshaw meint, man müsse Cassandra umbringen, da sie als erster erfolgreicher mensch-alien Hybrid der Schlüssel zu allem wäre, die Außerirdischen dürften nicht herausfinden, dass sie existiert. Der Raucher tötet Openshaw jedoch. Na ja, vorher sagt er wenigstens noch „Es tut mr leid.“
Während einer der Elder von einen gesichtslosen umgebracht wird, der sich als Openshaw ausgab und eine entsprechende Maske trug, arrangieren Scully und Mulder ohne Spenders Wissen ein Treffen mit Cassandra. Obwohl Cassandra früher an den Rollstuhl gefesselt war, kann sie auf einmal wieder laufen. Sie erzählt den Agenten, dass die Außerirdischen jetzt alle mit dem schwarzen Öl infizieren würden, und dass die Rebellen sich Augen und Mund verstümmelt hätten, damit sie nicht infiziert werden könnten. Außerdem fürchtet sie um ihren Sohn, der mit dem Syndikat zusammenarbeitet in dem sein Vater (und ihr Exmann) arbeitet.
Das Syndikat versammelt sich, um über die Zukunft zu beraten. Der 1. Elder schlägt vor, mit den Rebellen zusammenzuarbeiten, was Krycek und CSM jedoch ablehnen. Krycek informiert CSM von Mulder’s Treffen mit Cassandra.
Mulder und Scully schleichen sich ins X Akten Büro, wo sie herausfinden, dass der CSM tatsächlich Spenders Vater ist, und er den Namen „C.G.B. Spender“ trägt. Kurz darauf werden sie von Skinner vor Spender gewarnt, der ihnen jedoch schon entgegenkommt. Mulder und Scully werden aus dem FBI Dienst entlassen (das kenne wir auch schon).
Spender fragt seinen Vater nach der Wahrheit über seine Mutter, doch der rückt nur damt raus, dass sie Teil eines wichtigen Experiments war.
Scully forscht weiter nach und findet unter anderem heraus, dass Cassandra Spender zum ersten Mal am 27. November 1973 entführt wurde, ebenso wie Samantha Mulder.
Spender trifft seinem Vater, der ihm noch eine Chance geben möchte. Er soll jemanden töten, der sich als einer der Elder ausgibt. Spender wird von Krycek zu dessen Haus gefahren, kriegt es jedoch natürlich nicht gebacken und wird im letzten Moment von Krycek gerettet. Er informiert Spender auch darüber, dass die Experimente an Cassandra von CSM geleitet werden.
Mulder und Scully werden in Mulder’s Apartment von einer verzweifelten Cassandra aufgesucht, die Mulder bittet, sie zu töten, da es keine Möglichkeit gäbe dass zu stoppen, was passieren wird, wenn sie weiterhin am Leben bliebe. Mulder nimmt seine Waffe und zielt auf Cassandra.
Räusper, räusper... Ähmm, nun gut. Ich weiß nicht, wie sich der Inhalt jetzt für euch geneigte Leser anhört. Ich finde ihn, ich weiß nicht genau, irgendwie immer noch sehr konfus. Chris Carter sagte soweit ich unterrichtet bin nicht nur in einem Interview dass die Mythologie von Akte X im Grunde sehr einfach ist. Dazu kann ich nur sagen: Vielleicht ist sie dass, aber auch nur, wenn ein paar Schreiber einfach einige mehr oder weniger wichtige Elemente dieser Mythologie nehmen und daraus einen riesigen, am positivsten wohl noch als überraschend zu bezeichnenen Haufen zusammenbasteln und so den größten Teil der gesamten Mythologie aus sechs Jahren verhunzen.
Vielleicht wäre im Klo runterspülen die besser Alternative gewesen.
Zu den Charakteren: Krycek ist ja mal wieder ganz nett, wie er so seine ganzen Facetten durchspielt, erst munter beim Syndikat mitarbeitet und dann ganz unschuldig Spender gegen seinen Vater aufhetzt.
Ach ja, Scully war auch noch dabei. Irgendwo, im Hintergrund. Mulder Anhängsel. Auch Cassandra nahm sie wohl nicht recht ernst, sie wollte lieber Mulder sehen, mit dem sie sich doch beim letzten Treffen eher stritt als sonst was als seinen rothaarigen Schatten, der den alleinigen Vorteil hat, sich unauffälliger in ihr Zimmer ‚schleichen’ zu können. So in der Art. Auch alle anderen beziehen ihren ganzen Kram nur auf Mulder, der gar nicht so hyperintelligent ist wie sonst. Nicht missverstehen, ich hab Mulder echt gern, aber hier ist er echt eher ein Ärgernis. Und das dumme daran ist, dass er in den Mittelpunkt geschoben wird, obwohl er seine Zeit nur damit zubringt, sauer zu gucken und Körbe zu werfen, während seine Partnerin alle Beweise heransschafft, ihn auffordert, doch mit Cassandra zu reden usw. und so paradoxerweise die Geschichte am Laufen behält.
Es gibt auch viele Dinge, die merkwürdig sind, zum Beispiel hatten Mulder und Scully überraschenderer Weise vorher noch nie die Idee, in den Daten nach näheren Informationen über ihren ‚Gönner’ Jeffrey Frank Spender zu suchen.
So sorry, den letzten Absatz haben jetzt wohl nur die Leute kapiert, die die Folgen gesehen haben. Na ja, der Rest überliest sie einfach, ich musste mich mal ein weni austoben. Danke im Voraus fürs Verständnis.
Aber jetzt mal lieber weiter im Inhalt:
Zu „One Son“
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Jeffrey Bell hat sich unauffällig aus dem Autorenbunde gelöst, nur noch Spotnitz und Carter haben diese ‚Tragödie’ geschrieben.
Nach dem ach so spannenden Schluss des ersten Teils steht jetzt also wieder Mulder vor Cassandra, die Waffe auf die gerichtet. Bevor er abdrücken kann bricht jedoch eine ganze Gruppe von der Seuchenkommission die Tür ein, angeführt von Diana Fowley, die dem Raucher ja helfen möchte.
In der Quarantäne Station erkärt Fowley Mulder und Scully (die gründlich untersucht worden), dass Cassandra mit einem hochansteckenden Virus infiziert wäre und zunächst in Isolation bleiben müsste. Scully legt sich daraufhin mit Diana Fowley an, kann jedoch mal wieder doch nichts ausrichten.
Scully glaubt, Cassandra würde nun für weiter Experimente benutzt werden, doch Mulder erklärt ihr, dass die Experimente ja nun erfolgreich waren und nicht mehr fortgeführt werden müssten.
Mulder trifft Marita Cavarroubias in der Quarantänestation, die kurz gesagt einfach schrecklich aussieht. Sie erklärt, man hätte an ihr Tests mit dem schwarzen Öl durchgeführt, um ein Gegenmittel zu finden. Außerdem seien die Experimente an Cassandra nur dagewesen, um Zeit zu gewinnen, bis dieser Impfstoff gefunden werden würde, und niemals beabsichtigt war, zuende geführt zu werden. Wenn die Außerirdischen nun herausfünden, dass die Experimente bereits erfolgreich waren, wird die Kolonisation beginnen.
Mulder trifft Scully im Apartment der Lone Gunmen, um Mulder Fakten über Diana Fowley zu zeigen, die ihren Verdacht bestätigen. Dass Fowley mit dem Syndikat zusammernarbeitet. Mulder meint jedoch nur, dass diese Beweise haltlos wären, und Scully würde eine persönliche Sache aus dem ganzen machen.
Mulder fährt zu Fowley’s Apartment, sie ist nicht zuhause, dafür tritt kurz nach ihm CGB Spender ein.
Mulder richtete seine Waffe auf ihn (das kennen wir auch schon), und der Raucher erklärt ihm, dass er im Unrecht ist, und dass das Syndikat die richtigen Entscheidungen trifft.
Er erklärt, dass Bill Mulder genauso wie viele andere Väter eines seiner Kinder (Samantha) den Außerirdischen übergeben hätte, um die Aufrichigkeit des Syndikats gegenüber den Außerirdischen zu beweisen, Millionen Menschen das Leben zu retten und auch Samantha irgendwann wieder zurückbringen. Mulder’s Vater hatte auch die Idee, den außerirdischen Embryo zu nutzen, um einen Impfstoff zu finden. CSM gibt Mulder einen Zettel, auf dem der Ort steht, an dem Mulder sein muss, wenn er überleben möchte. „El Rico Air Base“
Spender sucht seinen Vater im Qurantänezentrum, finddet aber nur Krycek vor, der ihm erklärt, dass der Raucher Cassandra auf die Übergabe an die Außerirdischen vorbeireitet. Spender glaubt ihm nicht, doch wir sehen tatsächlich wie Cassandra vorbeireitet wird.
Inzwischen kommt Diana Fowley nach Hause, wo Mulder noch wartet. Er erzählt ihr von dem Treffen mit dem Raucher. Sie bestreitet in die Verschwörung verwickelt zu sein, hat aber nichts besseres als Gegenbeweis, als einen Kuss. (Mulder benimmt sich echt sehr sonderlich)
Fowley und Mulder wollen zusammen zur Air Base fahren, netterweise ruft Mulder noch Scully an, die ihn jedoch überzeugt, mit ihr zu kommen, um den Zug abzufangen, in dem Cassandra transportiert wird. Das schaffen sie tatsächlich.
Die Elder warten an der Air Force Base auf ihre Rettung, doch plötzlich erscheinen die Rebellen und töten alle anwesenden. Nur Diana Fowley und der Raucher haben noch genug Grips übrig, um zu entkommen.
In Kersh’s Büro treffen sich Skinner, Kersh, Spender, Mulder und Scully. Mulder erklärt, was geschehen ist (zumindest grob) und Scully bestätigt dies. Spender meint, all das wäre auch durch seine Schuld passiert und bittet darum, dass Mulder und Scully wieder an den X Akten arbeiten dürfen. Mit den Worten, er würde sein Büro räumen verlässt er das Büro.
Im X Akten Büro trifft er auf seinen Vater, der ihm schießlich mit dem Satz „Your mother was right. I came here hoping otherwise. Hoping that my son might live to honor me like Bill Mulder's son.” erschießt.
Kurzes Zitat: "Are we going to be able to talk to somebody who can tell us what this is all about?"
Das war der Zweiteiler, der die Mythologie wirklich zum Teufel gehen lässt. Wie auch Krycek schon andeutete. Oder kam sich irgendjemand von euch nach diesem Schmarrn aufgeklärt vor.
Scully spielt weiterhin Anhängsel, Mulder ist anscheinend immer noch geistig verwirrt, und, nun ja, Spender zeigt vor seinem Tod noch seine gute Seite.
Ansonsten ist das hier echt ein Griff ins Klo. Nicht nur, dass die Rebellen, die sich vorher immer mit Masken kostümierten auf einmal wie Alien Bounty Hunter ihre Gesicht einfach so verändern könnne (macht der eine echt am Ende) nein, Mulder klagt Scully auch noch dafür an, dass sie aus all dem Kram eine persönliche Sache macht! Wann war der ganze Kram den nicht persönlich? Wann ging es denn in solchen Folgen nicht zuletzt um sein Interesse, seine Schwester zu finden?
Die ganze Mythologie wird hier so derartig schlecht zu einem Ende zusammengescharrt, dass man sich am besten an Gillian Anderson hält, die einmal auf die Bitte, einen Teil der Mythologie zu beschreiben lachen sagte: „The bees, um, something about pollen.“
Na ja, positiv war in dieser Episode das ‚Gespräch’ zwischen Scully und Diana, die Regie war auch in beiden Episoden OK.
Ach ja, ich beneide Diana etwas um ihre vielen BHs. Zwei große Schubladen sind damit vollgestopft. Fand ich sehr beeindruckend.
Nun, lassen wir’s einfach dabei, dass hier das Team sich einfach mal einen Ausrutscher geleistet hat. Kann ja vorkommen. Und Chris Carter redet die Dinge sowieso immer hinterher so lange schön, bis auch der Zuschauer glaubt, dass das hier tatsächlich gute Mythologie war.
Das traurige an diesen Episoden ist, dass sie, so schlecht sie auch sind, für den Fortgang der Serie wichtig sind. Unvorstelbar eigentlich, oder?
„Sure. Fine. Whatever.“ Wenn man das immer vor sich hinsagt, dann kann man sich irgendwann auch wieder auf das nächste wichtige Ereignis konzentrieren. Deathmatch zwischen Scully und Diana Fowley.
Ach ja, noch was, bitte liebe Autoren, lasst in Zukunft diese Szenen, in denen Mulder mit der Waffe auf CSM zielt, einfach weg. Ich habe das alles irgendwo schon archiviert. Ach ja, diesmal hat Mulder die Waffe geladen. Wie gefährlich...
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Meinung über diese Episoden zu lesen, sei sie nun auch eure oder nicht. Ich bete mal eben ein kleines Ave Jeffy. Der arme, gerade als er sein Herz entdeckt, wird er umgebracht. *schnief*
Eure nach dieser Stunde Bericht schreiben etwas melancholische Des
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