Aktion Herzensdinge

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Einleitung: Da sitze ich hier nachts so herum und bin überhaupt nicht müde. Gestern, ja da war das anders, da zog mein ältester Sohn mit Frau und Klein Lilly um. Klein Lilly war von der großen Verwandtschaft in Obhut genommen worden und kam erst abends so gegen 18.00 Uhr wieder zurück, jetzt ... Bericht lesen





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Wer hätte das gedacht
Erfahrungsbericht von didiba über Aktion Herzensdinge
13. Juni 2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Alles
Kontra: Nichts

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Einleitung:
Da sitze ich hier nachts so herum und bin überhaupt nicht müde. Gestern, ja da war das anders, da zog mein ältester Sohn mit Frau und Klein Lilly um. Klein Lilly war von der großen Verwandtschaft in Obhut genommen worden und kam erst abends so gegen 18.00 Uhr wieder zurück, jetzt in die "neue Wohnung". Ernst schaute sie sich erstaunt ein wenig um, auf dem Arm einer Tante. Es herrschte immer noch Umzugschaos.
Mama und Papa freuten sich zwar, hatten aber nicht die Zeit für die Kleine. Dieter (Opa) nahm sich die Zeit. Sie sah mich, riss ihre Ärmchen hoch und "hechelte" vor Freude "auf Opas Arm". Mein Herz geht in solchen Momenten auf! Für dieses Kind würde ich alles geben! Es ist mir eigentlich unbegreiflich, wie mein ältester Sohn und mein Schwiegertöchterlein so etwas zustande bringen konnten. Einfach nicht zu toppen!
Ihr zuliebe schreibe ich jetzt mal einen "Herzensdinge" - Bericht.

Allgemeines

Ich bin ja der Papa zweier erwachsenen Söhne. Beide haben ganz prima nette und süße Mädchen geheiratet und wir verstehen uns allesamt eigentlich immer recht gut. Dass es mal wegen irgendwelcher Kleinigkeiten zu Spannungen kommt, halte ich für normal und das renkt sich auch immer gleich wieder ein. Es liegt vielleicht auch ein wenig daran, dass meine Frau und ich des lieben Friedens willen niemals ihre "Köpfe" durchsetzen.
Es sind erwachsene Menschen und sie leben heute. Wir stehen ja schon weit hinten.

Ja und dann kam der Moment, wo es hieß: "Ihr werden Oma und Opa". Die Frau vom Ältesten war schwanger.
Oh, dachte ich, damals 2003 noch aktiv im Dienst, Opa. ""O P A? "" Kein Mensch ist hier Opa. Wir hatten, bis auf den Chef, nur - wenn überhaupt - junge Väter.
Na ja, mal sehen wie es weitergeht.

Die Zeit der Schwangerschaft vom Schwiegertöchterlein


Alles drehte sich irgendwann nur noch um die Geburt. Ihre Zwillingsschwester, ihre Mama eine sehr enger Zusammenhalt.

Das Kinderzimmer wurde eingerichtet und die Sachen zusammengekauft und zusammengetragen.

Oktober 2003

LILLY ist geboren. Mein Vater, er ist 85, freute sich "ein Loch in den Bauch"". Mama, leider vor 5 Jahren gestorben, hieß auch Lilly

Lilly, ich konnte das Wort erst gar nicht aussprechen. Schließlich hieß meine Mama nicht Lilly, sondern Mama oder Mutti.

Gute Miene machen und durch. Ja, das Winzling war süß und vor allem GESUND! Alles freute sich und natürlich auch ich, sehr sogar. Aber eben "freute sich, sehr sogar".

Irgendwie gelang es mir nicht, mich an die Zeit zu erinnern, als unsere beiden geboren wurden. War das auch so?

Als Vater, ja da musste man Lieben und Erziehen. Also Opa - hörte ich - muss man nur Lieben und Verwöhnen. Wie geht das bei so einem Winzling?

Die nächsten Monate:

Immer wieder hinfahren und Lilly anschauen. Ok. Dieter fuhr mit und irgendwie fand ich es auch ganz nett. Aber das war es auch schon. Das Kind liegt ja mehr in Mamas Arm, nimmt die Umgebung nicht wahr und schaut an einem vorbei. Hat man es mal im Arm, kräht es los. Na ja, viele von euch wissen es ja. Meine Frau mag darüber sicher anders denken. Ich habe es so empfunden.

September 2004

Die gesamte Familie hat ihren Urlaub in Kroatien verbracht. Lilly und ihre Eltern hatten nur eine Woche Urlaub und sollten eine Woche später nachkommen.
Wir waren kaum angekommen, als das Telefon ging. Meine Schwiegertochter fragte, ob sie denn mit Klein Lilly schon gleich nachkommen könne und ob noch ein Zimmer frei wäre.
Natürlich, und wenn keines frei wäre, hätten die beiden in unserem Doppelappartement wohnen und schlafen können. Lillys Sachen hatten wir ja sowieso schon mitgenommen.
Noch eine kurze Abstimmung mit dem Rest der Familie und schon kamen Klein Lilly und Mama in Split eingeflogen.
Ich bin mir gar nicht so sicher, dass sie damals wusste wer denn OPA eigentlich noch war, als die beiden ankamen und als Schwiegertöchterlein sie mit der Karre durch die offene Tür vom der Kofferwarte nach draußen schob und sofort wieder zur Kofferaufnahme zurückrannte, schaute Lilly - der Grenzbeamte allerdings auch - ziemlich verkniffen.

Die 14 Tage Kroatien.

Das war die Schlüsselzeit der Beziehung zwischen meiner damals 9 Monate jungen Enkeltochter und mir. Ihr Dauerplatz befand sich in der ersten Woche (Papa kam dann ja auch) in etwa 1,20 m Höhe auf Opas Arm. Ich hatte auch den Eindruck, dass es nicht nur ihr Dauerplatz, sondern auch ihr Lieblingsplatz wurde. Laufen konnte sie noch nicht. Opa hatte ein kleines Bötchen gekauft. In dem konnte man toll den Erwachsenen beim Baden zuschauen. Dann war es auch noch ein Spitzepool, weil das Wasser an Land darin sofort warm wurde.
Opa war auch so groß, dass er im Garten zuckersüße Weintauben abpflücken konnte, die sich damals zu meiner Lieblingsspeise entwickelten.
Und. Opa hat auch wirklich nur Quatsch im Kopf gehabt. Aber er hat ihr auch jeden Morgen vom Balkon her erzählt: "Schau mal, das ist die Sonne, das ist das Wasser, das sind die Palmen, das ist der Strand......... Es war schon so, das SIE morgens ankam, das Wort "äh" sagte, die Arme hob und Opa zur rituellen Erklärung stramm stand.

In diesen 14 Tagen haben Klein Lilly und Opa sich kennen- und lieben gelernt. Ich habe mich oft zum Kasper gemacht. Nur, das hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Und sie, was sie gedacht hat weiß ich nicht, nur, wie sie mich anschaute, kann es nichts schlechtes ein!

Die Folgezeit bis heute

Jetzt kannten wir uns (sie natürlich mich, umgekehrt selbstverständlich ) Wir sind wirklich ein Herz und eine Seele.
Wir sehen uns eigentlich wöchentlich mindestens einmal. Wenn nicht, wird Opa eher unruhig als Oma
Kaum kommt sie hier in die Wohnung (inzwischen kann sie natürlich laufen) kontrolliert sie unter jauchzen, ob denn ihre Sachen auch noch alle da sind. Dann muss sie sich erst einmal wieder alle Bilder auf dem Computer zeigen lassen. Kurze Zeit später kommt der Befehl, auf den Balkon zu gehen, auf den Arm und ein Zeichen, los zum Spielplatz. Im Keller Licht einschalten gehört zu den absoluten Spitzenerlebnissen. Dann rennt sie zum Keller, wo die beiden Kinderkarren stehen. Den neuen ersteigerten würdigt sie immer noch keines Blicks. Den reparierten liebt sie (Bericht!) immer noch!
Ja und dann Spielplatz 1, Enten füttern an der Bille (ein Nebenfluss der Elbe), Spielplatz 2, Spielplatz 3, Auf einer Brücke in Hüfthöhe von Opa neben dem eigentlichen Gehsteig laufen. Von hier oben Brot zu den Enten runterwerfen. Na ja, ich will, es nicht weiter ausschmücken.
Kommen wir nach 2 bis 3 Stunden zurück, braucht Opa erst einmal ein Stündchen Ruhe. Dann kümmert sich Oma um sie. Natürlich auch sonst!

Na ja, jetzt hatte Opa auch noch einen Bollerwagen gekauft. In dem kann man ganz toll sitzen und Opa zieht das Ding auch noch! Klasse!

Kommen wir zu ihr nach Hause, hat sie kaum Zeit uns zu begrüßen. Mit großen blauen Augen schaut sie zur Tür und zeigt: "Äh". Na klar gehen wir auf den Spielplatz und Opa macht sich zum Affen, wenn er im Kinderhaus sitzt und Steine hin und her schiebt,. Stöcker kauft und verkauft und all son Mist.

Aber wir beobachten auch Vögel und Flugzeuge, pusten Pusteblumen und entdecken die Welt.

Das machen Mama und Papa natürlich auch. Das weiß ich.

Es hüpft mein Herz vor Freude, wenn ich die Kleine sehe wie sie größer wird. Immer ein wenig mehr. "Mama" und "Papa", Püppi" und viele Dinge sagt sie schon, aber eben auch "ma" für Oma und "pa" für Opa auch.
Wir lieben und von Herzen, ich weiß es, bei ihr glaube ich es.

Natürlich auch Mama und Papa bei Oma und auch den Eltern vom Schwiegertöchterlein. Ist doch klar. Aber eines weiß ich genau, zum Affen macht sich Opa allein ! Und das mit Freude.

Fazit

Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so. Es ist eine tolle Zeit. Ich weiß nicht mehr, wie es bei meinen Kindern war. Da hatte man auch ganz andere Einstellung zu, man war auch jünger. Jetzt braucht man nur noch zu verwöhnen. Alles andere machen Mama und Papa. Da hat man natürlich auch deutliche Pluspunkte bei den Enkelkindern J.

So, das war ein Spontanbericht. Jetzt lese ich ihn noch einmal durch, suche ein paar Bilder heraus und wünsche ein paar nette Kommentare **grien** Euer


Dieter© 13. 06. 2005

Update 1

Ja, jetzt sind 7 Monate vergangen. Inzwischen sind Mama und Papa von Lilly umgezogen und leider hat Mama auch ein Brüderchen von Lilly "verloren". Lilly "kann" inzwischen sprechen.
Ich könnte mich hinschmeißen, wenn ihre Zunge in und außerhalb des Mundes hin- und herfliegt, wenn sie mir erklärt, das Henry im Himmel ist. Verändert hat sie sich äußerlich auch total, fast wöchentlich. Unser Verhältnis aber nicht.
Ich stelle noch einmal ein Bildchen von heute ein.

14.1.06 Dieter

Update 2:

Oh je, Lilly ist gerade 4 Jahre "alt" geworden. Eigentlich ist sie schon richtig "groß". Dauert wohl nicht lange, und sie hilft mir über die Straße **gg**. Sie spricht sauber und artikuliert, noch nicht vorlaut, aber das kommt wohl auch bald!. Tragen kann ich sie kaum noch und wenn, dann nur kurz.
Aber es gibt ein "neues" Enkelchen. Thorben, jetzt 16 Monate, und wo sein Lieblingsplatz? Na klar, bei dem verrückten Opi auf dem Arm. "Nur Quatsch im Kopf der alte Mann, aber einfach toll". Sprechen kann er z.Z. 5 Worte. Darunter auch "Lilly". Seine Cousine liebt er.
Heute waren wir in der Familie zusammen auf einer vorweihnachtlichen Veranstaltung. Thorben und Lilly marschierten ständig Hand in Hand durch die Gegend. Einfach süß.
Am kommenden Wochenende kommt Lilly wieder das Wochenende zu Omi und Opi (obwohl sie Heimweh nach Mama hat ). Aber mit Opi zum Flughafen und (Insiderwissen) unter der unmittelbaren Einflugschneise des Flughafens Fuhlsbüttel die landenden Flugzeuge zu beobachten, ist einfach das größte!
Aber: Aus kleinen Kinder werden Leute!
Lilly hat inzwischen auch eine kleinen Bruder, Anton. Laufen kann er noch nicht, aber kaum sieht er mich, robbt er ran und hebt die Ärmchen!
Heute war's so, links und rechts Thorben und Anton auf dem Arm und dann Lilly gejagt. Puh, große Freude bei den Kindern, aber Opi machte bald schlapp.

Es grüßt am 24. 11. 07, Dieter


Update
Neue Bilder von Lilly. Leider haben sich ihre Eltern inzwischen getrennt :-((((((.

23.10. 2008

Update 23. 9. 09

Der Titel hat sich seit 3 Wochen makaber bewahrheitet :-(. Lillys Papa hat sich nun auch von seinen beiden Kindern getrennt. Zu diesem Zeitpunkt weiß Lilly es noch nicht. Niemand mag es ihr sagen bzw. weiß es ihr zu sagen. Wie kann das Leben nur so grausam sein. Ich verstehe die Welt nicht mehr und meinen Sohn schon gar nicht. Lilly war mit uns jetzt 14 Tage im Urlaub und sie (und ihr Bruder natürlich auch) bleiben bei uns an erster Stelle, auch wenn es unserem Sohn gar nicht passt :-(((.

Es grüßt traurig Dieter  
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