Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Nichts |
| Kontra: |
Es gibt keine wundersame Geldvermehrung ! |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Mit der Akzenta UB hat es angefangen. Sie läuft seit 1998 und laut den Kunden der ersten Jahre funktioniert es prima. Das wird von Akzenta stets in den Vordergrund gestellt.
Alle Kunden haben bislang ihr Geld bekommen. Alleine im Dezember 2004 wurde an über 9000 Kunden bares Geld ausgezahlt. Bis 04/2005 sind es knapp 300.000 Verträge. Ausgeschüttet sind über 80 Mio. Euro.
Die Kunden der ersten Jahre konnten wesentlich mehr Geld erhalten als prognostiziert, weil die Neueinzahlungen wesentlich höher waren als die Ansprüche. Daher resultiert die gute Propaganda, einige sind auch sicher wieder mit neuen Käufen eingestiegen, weil sie glauben, dass das ewig so weitergeht.
Akzenta prognostiziert, dass man von seinem Händler, bei dem man ein Produkt (z.B. für 10.000 EUR) kauft, im Rahmen seiner Werbemaßnahmen die Möglichkeit erhält, den gesamten Kaufpreis oder zumindest einen Teil davon innerhalb von ca. neun bis zehn Jahren wieder zurück zu bekommen. Der Händler selber zahlt dafür eine Provision an Akzenta, das sind wohl zwischen 5% und 9% der Kaufpreises, zzgl. MWSt.
Dazu stellt Akzenta folgende Tabelle auf: Die Gesamtsumme von 10.000 EUR wird wie folgt aufgeteilt: Im 1. Jahr 14 EUR, im 2. Jahr 26 EUR, dann 50 EUR, 110 EUR, 200 EUR, 440 EUR, 840 EUR, 1.520 EUR, 2.940 EUR und im letzten Jahr 3.860 EUR. (Quelle: Akzenta Umsatzbeteiligung). Dass diese Zahlungen aus der Provision des Händlers niemals zu verdienen sind, ist jedem klar.
Das heißt, die Aufteilung erfolgt prozentual auf die 10 Jahre wie folgt. 0,14%, 0,26%, 0,50%, 1,10%, 2,0%, 4,40%, 8,40%, 15,20%, 29,40%, 38,60%. Eine arithmetische Reihe, bei der sich von Jahr zu Jahr die Auszahlung in etwa verdoppelt.
Addiere ich die jeweils jährlichen Ausschüttungen auf, so komme ich im ersten Jahr auf die 0,14%, im zweiten auf 0,40%, im dritten auf 0,90%, im vierten 2,00%, im fünften 4,00%, im sechsten 8,40%, im siebten 16,80%, im achten 32,00%, im neunten 61,40%, bis im 10.Jahr, wie prognostiziert, 100,00% des Umsatzes, der anfangs über Akzenta erzielt wurde, zurückgezahlt sind - die Akzenta Umsatzbeteiligung. Wie man aus dieser Reihe sieht, verdoppelt sich der Anspruch auf Auszahlung nahezu jedes Jahr, wobei bis zum fünften Jahr mit 4% keine wirklich hohen Beträge erreicht werden. Bis hierher würde die Provision des Händlers vermutlich noch reichen. Danach geht es allerdings ziemlich rasant nach oben.
Es gibt im Übrigen auch eine Multiplex-Umsatzbeteiligung nach ähnlichem Muster, nur sind hier die Auszahlungen in den ersten Jahren etwas höher. Ist aber vom Prinzip her dasselbe, nämlich ein progressiver Anstieg der Auszahlungen.
Die Summe aller Kaufverträge und Rechtsgeschäfte eines Jahres ergibt ein bestimmtes Gesamtvolumen für dieses Jahr. Dieses Gesamtvolumen liegt den Provisionen zugrunde, die an Akzenta fließen. Und dieses Gesamtvolumen soll entsprechend der obigen Staffelung innerhalb von zehn Jahren an die Kunden zurückgezahlt werden. Die an Akzenta fließenden Provisionen sind der so genannte Gesamtumsatz, von dem mindestens 72% zweimal im Monat unmittelbar abgerechnet und an die zuteilungsreifen Vertragspartner ausgeschüttet werden (Quelle: Akzenta Unternehmensportrait).
Ausdrücklich erklärt Akzenta in allen Verlautbarungen: Der Zeitraum, über den sich die Auszahlungen an den jeweiligen Kunden erstrecken, hängt von den künftigen Umsätzen der Akzenta AG ab und kann daher nur prognostiziert werden. Aus heutiger Sicht wird er ca. zehn Jahre betragen. Oder: Der nebenstehend aufgeführte Auszahlungszeitraum beruht auf Prognosen und kann nicht garantiert werden.
Laut Akzenta Fact-Sheet vom Januar 2005 wurden bereits mehr als 255.000 Verträge und Rechtsgeschäfte mit einem Gesamtvolumen von über 1 Mrd. EUR mit Akzenta-Umsatzbeteiligung hinterlegt und über 75 Mio. EUR an die Akzenta-Kunden ausgeschüttet.
Für die Jahre von 1998 bis 2003 liegen aus den verschiedenen Veröffentlichungen der Akzenta AG die Umsatzzahlen vor: 0,4 Mio. EUR, 4,7 Mio. EUR, 9,4 Mio. EUR, 13,8 Mio. EUR, 23,2 Mio. EUR und 25,1 Mio. EUR.
Bekannt gegeben wurden auch die Neuvolumina der Jahre 1998 bis 2002: 5 Mio. EUR, 45 Mio. EUR, 150 Mio. EUR, 300 Mio. EUR, 500 Mio. EUR. Interessanterweise spricht Akzenta von einem Gesamtvolumen von 1998 bis 2004 von über 1 Mrd. EUR, das Gesamtvolumen von 1998 bis 2002 beträgt aber bereits diese Summe.
Darüber hinaus sind bekannt die Ausschüttungen von 1998 bis 2003 (300.000 EUR, 3,1 Mio. EUR, 6,9 Mio. EUR, 10,2 Mio. EUR, 16,9 Mio. EUR, 18,5 Mio. EUR) und die Gesamtausschüttung bis einschließlich 2004 von 75 Mio. EUR, woraus sich für 2004 eine Ausschüttung von 19,1 Mio. EUR ergibt. Von dieser Ausschüttung zurückgerechnet ergibt sich ein Umsatz für 2004 von ca. 26,5 Mio. EUR.
Somit kann man berechnen, welche Beträge des jeweiligen Jahrgangs in welchem Jahr fällig werden. Da jedes Jahr ein weiterer, neuer Kundenjahrgang mit einem neuen Jahresumsatz hinzukommt, müssen ab dem zweiten Jahr die Ausschüttungen für zwei, dann drei, dann vier usw. Kundenjahrgänge und deren Umsätze zur Verfügung stehen, die selbstverständlich auch jedes Jahr sich verdoppeln.
Im Januar 2005 spricht Akzenta jedoch davon, dass mehr als 255.000 Verträge und Rechtsgeschäfte mit einem Gesamtvolumen von über 1 Mrd. EUR bereits mit Akzenta-Umsatzbeteiligung hinterlegt und über 75 Mio. € an die Akzenta-Kunden ausgeschüttet wurden. Wie hoch waren denn die Neuumsätze 2003 und 2004? Man darf sicher davon ausgehen, dass die Neuumsätze jedes Jahr im Bereich 200 bis 300 Mio. EUR gelegen haben.
Für das Jahr 2004 errechnen sich die vertraglichen Ansprüche auf Umsatzbeteiligung wie folgt: Volumen aus 1998 (5 Mio. EUR) x Ausschüttung im 7. Jahr 8,4% = 420.000 EUR. Plus Volumen aus 1999 (45 Mio. EUR) x Ausschüttung im 6. Jahr 4,4% = 1,98 Mio. EUR. Plus Volumen aus 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 (jeweils neu erzieltes Volumen der Jahre multipliziert mit dem Prozentsatz des fünften, vierten, dritten, zweiten und ersten Jahres). Errechnete Beträge: 3 Mio. EUR, 3,3 Mio. EUR, 2,5 Mio. EUR, 650.000 EUR und 420.000 EUR. Zusammen also eine Summe von 12,270 Mio. EUR.
Die tatsächlichen Ausschüttungen für das Jahr 2004 lagen mit ca. 19 Mio. EUR (75 Mio. EUR Gesamtausschüttung abzüglich der bereits in den Jahren 1998 bis 2003 erfolgten Ausschüttungen) noch deutlich darüber.
Aber genauso wie die Berechnung für das Jahr 2004 erfolgt die Berechnung für das Jahr 2005, nur mit dem Unterschied, dass sich die Ausschüttungsansprüche für jedes Jahr annähernd verdoppeln (siehe weiter oben). Und natürlich verdoppelt sich somit auch der gesamte Ausschüttungsanspruch für das Jahr 2005, auf etwa 25 Mio. EUR. Und für das Jahr 2006 sind die Ausschüttungsansprüche mit etwa 50 Mio. EUR zu erwarten. Und für 2007 mit etwa 97 Mio. EUR.
Und die Ausschüttungen der Akzenta werden nicht in diesem Maße steigen. 2005 etwa ca. 21 Mio. EUR, 2006 vielleicht 25 Mio. EUR (Merke: Es werden 72% vom Umsatz ausgeschüttet). Aber er wird sich nicht jedes Jahr verdoppeln.
Und deshalb wird das System nicht auf Dauer funktionieren, wie jedes System, das die Verdoppelung von Einzahlungen von Periode zu Periode erfordert. An dieser traurigen, aber wahren Tatsache sind schon zahllose Vorgängersysteme (Pyramidenspiele, Pilotenspiele, EKC-Letters, Schenkkreise etc. pp.) ebenfalls gescheitert. Meist dann, wenn es am besten lief. Nur die Initiatoren haben ihr Schäfchen immer ins Trockene gebracht.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt. Der Grund ist allerdings nur, dass in jedem Prospekt steht, dass keinerlei Zahlungen garantiert sind.
Bürgel und D&B bestätigen Akzenta die beste Bonität und beste Ratings. Die haben aber nur Kapitalausstattung und Bilanzen geprüft - nicht das Geschäftsmodell von Akzenta. Und da Akzenta von jedem Umsatz 20% als Gewinn einbehalten hat, war es nicht allzu schwer, ein entsprechend hohes Eigenkapital aufzubauen.
Finanztest hat geschrieben: Kein Risiko für den Kunden
Hier wurde die einzige neutrale Zeile herausgezogen und ignoriert, dass in dem Rest des zweiseitigen Berichtes die Akzenta stark kritisiert wurde.
Und wenn man jetzt die Prospekte von Akzenta studiert, liest man:
Steuern zahlen und Geld verdienen: Steuerschuld 100.000 EUR, Investition in Akzenta UB 17.400 EUR incl. MWSt. ergibt eine (zu versteuernde) prognostizierte Auszahlung innerhalb von voraussichtlich 10 Jahren von 200.000 EUR.
Oder: Risiko-Renten-Plan: Kosten 14.268 EUR incl. MWSt. ergibt prognostizierte Erträge ab dem 11. Jahr von über 354.000 EUR.
Oder: Immobilienbesitzer: Eine Zahlung von 1.740 EUR brutto ergibt über 10 Jahre insgesamt 20.000 EUR.
Oder: Multiplex-Umsatzbeteiligung: Aus 4% zzgl. MWSt. auf einen Produktpreis von 100.000 EUR = 4.640 EUR ergeben monatliche Auszahlungen über 10 Jahre von insgesamt 25.000 EUR.
Und im Internet findet man schon Immobilienangebote, bei denen die Akzenta UB die Finanzierung wunderbar leicht macht; angeblich akzeptieren sogar Banken und Versicherungen die UB als Eigenkapitalersatz und Finanzierungsinstrument.
Und das soll alles funktionieren, nur weil die Anleger am ständig wachsenden Umsatz der Akzenta beteiligt werden!!
Trotzdem wird bestritten, dass die märchenhaft scheinenden Auszahlungen möglich sind, ohne dass sich die Umsätze der Akzenta von Jahr zu Jahr annähernd verdoppeln. Nur deshalb, weil es bislang funktioniert hat.
Es wird darauf verwiesen, dass Akzenta Beteiligungen hat und verschiedenen Betätigungsfelder, was alles in die Ausschüttungen einfließt. Aber welche wirtschaftliche Bedeutung haben denn die Beteiligungen an Cent AG, PR&O etc. im Verhältnis zu den ausgeschütteten Umsätzen? Laut Geschäftsbericht 2003 bei Umsätzen von ca. 24 Mio. EUR beliefen sich die Ergebnisse der Beteiligungen auf maximal 500.000 EUR, wobei bei den Zugängen in 2003, z.B. frank&frei GmbH oder ProductCargo GmbH mit negativem Gewinn (=Verlust) von 192.000 EUR oder 126.000 EUR zu Buche schlugen. Das heißt aber nichts anderes, als dass der allergrößte Teil der Ausschüttungen eben aus neuen Geldern und nur zu sehr geringem Teil aus den Beteiligungen stammen.
Jeder, der rechnen kann und ein wenig Ahnung von wirtschaftlichen Realitäten hat, kann sich sicher seinen Reim darauf machen, wohin das führt.
| weitere Erfahrungsberichte |
Jetzt sogar mit eigener Kundenkarte!
Bewertung für Akzenta AG von
darkunit
Pro: ohne zusätzliche Kosten und Risiken bis zu 100% des Kaufpreises zurück
Kontra: das kann nicht negativ sein
Viele werden jetzt erst einmal wissen wollen, was ist das überhaupt ein Perpetuum Mobile. Heutzutage ist es die eierlegende Wollmilchsau die einen ebensolchen Effekt erzielen soll. Sozusagen für nichts oder nur ganz wenig eine große Wirkung erzielen.
Und ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
19.02.2003
(30.11.2004)
|
Kaufen mit Geld-zurück-Effekt ...
Bewertung für Akzenta AG von
papatom
Pro: absolutes Alleinstellungsmerkmal
Kontra: kaum Historie; keine Vergleichsmöglichkeiten
... klang anfangs doch sehr nach "unseriöser Masche", "Abzocke" oder so!
Als ich 1999 das erste Mal von der Möglichkeit hörte, dass man seine Ausgaben (sog. "Rechtsgeschäfte" über 5.000 Euro (damals 10.000 DM), nur durch die einmalige (Be)Zahlung einer ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
16.01.2004
(30.10.2006)
|
Sind wir alle gierig und doof?
Bewertung für Akzenta AG von
flow24
Pro: Auszahlungen kommen wie vereinbart
Kontra: Viel Mißtrauen im Umfeld
...Als Selbstständiger wurde ich vor gut drei Jahren durch einen Lieferanten auf die Akzenta aufmerksam. Da dies auf unaufdringliche Weise geschah, habe ich mich damit auseinander gesetzt. Zum Unternehmen:
Ich wohne lediglich eine Stunde von der Akzenta ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
15.05.2006
|
Wer möchte kein kostenloses Auto? -Update-
Bewertung für Akzenta AG von
MaStol
Pro: eine scheinbar funktionierende Möglichkeit, Produkte "kostenlos" zu erwerben
Kontra: keine Erfahrungsberichte über bereits abgewickelte Käufe
Kürzlich habe ich von der Akzenta AG gehört. Ich konnte es nicht glauben, dass man nach einer gewissen Zeit den kompletten Kaufpreis eines beliebigen Produktes von der Akzenta AG zurückbekommen kann. Wo ist der Haken? Nun, ich glaube es gibt keinen. Ungla ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
23.07.2002
(24.07.2002)
|
Akzenta AG
Bewertung für Akzenta AG von
KundeHOCH10
Pro: Ist der Händler Akzenta-Partner gibt es für den Kunden kein Risiko.
Kontra: Durch extreme Performence verleitet die Umsatzbet. zur reinen Geldanlage
Ich habe von der Akzenta AG erstmals im Sommer 2003 durch einen Onkel in München (Kaufmann/Immo-Makler) gehört.
Als konservativ eingestellter Banker und selbst. Finanzdienstleister war mein erster Gedanke: "So ein Blödsinn, das ist ein Schneeballsystem, ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
10.10.2004
(11.10.2004)
|