Ein Häcksler-Bericht von Frau zu Frau....;)
21.02.2007
Pro:
recht leise von der Lautstärke her, für dickere Äste geeignet, Rückwärtslauf
Kontra:
Preis, nicht für jungen Baumbestand gedacht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Zuverlässigkeit
 Sylviane
Über sich:
***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in je...
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Ende vergangenen Jahres hatten wir auf unserem Grundstück einiges an Sturmschaden. Zum einen ist uns ein großer Teil unserer Grundstücksumzäumung abhanden gekommen und zum anderen ein riesiger Teil einer zweistämmigen Kastanie im Garten heruntergekommen. Es ist zum Glück weder uns, noch einen Teil unseres Gebäudes etwas passiert, noch den Nachbarn und deren Grundstück. Doch der riesige abgebrochene Baum lag nun einmal im Garten und musste dann auch zu Brennholz verarbeitet werden. Das geschah dann natürlich flugs mit der Kettensäge und zwar solange wie man noch einigermaßen brauchbare Scheite aus dem Holz gewinnen konnte. So haben wir für das kommende Jahr schon mal einen guten Vorrat an Brennholz angesammelt. Doch was tun mit den kleinen Ästen der Krone des Baumes? Diese konnte man unmöglich noch zu Brennscheiten verarbeiten und so blieb uns nur die Möglichkeit die Äste durch den Häcksler zu jagen. Zu diesem Zwecke nutzen wir seit einigen Monaten den Alko Silent Power 3500. Wie wir zu dem Produkt kamen: Dieser Häcksler ist ein Familienutensil könnte man fast sagen. Uns selbst gehört ein Sechstel davon, da die Geschwister und Eltern meines Mannes mit am Gerät beteiligt sind. Das macht die Anschaffung eines recht teuren Gartengerätes sinnvoll, das man nun wirklich nicht alle Tage braucht. Mit dem Fall der Kastanie habe ich nämlich keine großen Bäume mehr im Garten, die ich regelmäßig ausholzen müsste. Meine Quitte ist noch so jung, dass ich froh bin über jeden neuen Ast, den sie treibt und die beiden neuen Jungbäume, die ich im Frühjahr setzen werde, werden auch nicht anders sein als die Quitte. So hatten wir damals beschlossen, ohne zu wissen wie schnell wir den Häcksler selbst brauchen würden, uns an der Anschaffung zu beteiligen und somit für einen geringen Kostenbeitrag ein Gerät zur freien Verfügung zu haben, für das ich im Shop für Mietgartengeräte fürs Wochenende ein horrendes Geld zahlen müsste und hier somit meinen Teil einmal getragen habe und die Nutzung solange haben kann wie ich möchte. Das lohnt sich dann schon. Und es ist einfach so, man kann nicht alle Gartengeräte besitzen, dieses Geräte-Sharing macht da schon Sinn.
Optik des Gerätes: Der Alko Häcksler ist einem gelb mit roter Schrift gehalten. Optisch sieht er somit ganz fesch aus. Obwohl das bei einem Gartengerät eigentlich sekundär ist. Wichtiger ist hier die Leistung. Es sind halt die Alkofarben, die die Firma für ihre Geräte gewählt hat. Wie zum Beispiel bei Dolmar mit ihren orange farbenen Kettensägen, oder auch denen von Stihl. Aufbau: Ja, der Aufbau ist eigentlich auch wie bei jedem anderen Häcksler. Er verfügt über Räder, auf denen man das Gerät von einer Stelle zur anderen ziehen kann. Oben befindet sich dann die Öffnung, durch die man die Äste in das Mahlwerk drücken kann. Unten ist wiederum eine Öffnung aus der dann die Häcksel herausfallen. An der Oberseite des Gerätes gibt es dann zwei Knöpfe zur Bedienung. Und das ist die Besonderheit an dem Gerät. Es gibt nämlich einen Rückwärtsgang, den haben nicht alle Häcksler. Ansonsten gibt es eben noch den Startknopf und schon rattert die Geschichte los, um die Äste zu zerkleinern.
Rückwärtsknopf: Betätigt man diesen Knopf, läuft das Zerkleinerungswerk rückwärts. Das bedeutet, wenn sich einmal ein Ast verkantet hat, kann ich ihn so wieder aus dem Mahlwerk herausfahren. Das hat sich in der Vergangenheit schon oft bewährt. Selbst wenn man schon das Gefühl hatte, dass man dem Gerät zuviel zugemutet hat und dann wirklich gar nichts mehr ging, konnte man mit dem Stellen auf rückwärts und zusätzlichem Ziehen am Ast noch einiges bewerkstelligen und eben Besserung geloben und die zu dicken Äste dann doch nicht durch das Gerät quälen.... Nebenbei sei angemerkt, dass das Gerät doch recht stabile und dicke Äste durchrattern kann, die mein Mann mit noch ruhigem Gewissen für zulässig hält, obwohl mein Verständnis für 4cm ein anderes ist... Doch wie gesagt, zu Not setzt man dann den Rückwärtsgang ein und dann geht die Geschichte auch wieder ihren richtigen Gang. Auch wenn ich selbst dann doch eher vorsichtiger bin im Gang mit der Maschine. Stabilität: Die Verarbeitung und Stabilität sind ausgezeichnet. Das kann ich wirklich nicht anders beurteilen. Sie übersteht auch problemlos den strapaziösen Dauergebrauch mit erheblich großen und dicken Ästen. An diesem Gerät gibt es hinsichtlich der Verarbeitung nichts auszusetzen. Auch wenn das Mahlwerk in Arbeit ist, scheppert und klappert da nichts, was nicht zum Gebrauch des Mahlwerks gehört.
Silent: Es ist ein so genannter Leisehäcksler. Diese sind mit einem anderen Mahlwerk ausgestattet als die anderen Häcksler. Daher ist ihre Lautstärke vergleichsweise leise. Nun ist das Arbeiten damit zwar kein Flüstern, aber doch bedeutend angenehmer als mit anderen Maschinen. Man sollte aber schon darauf achten, dass man den Häcksler nicht gerade in der Mittagsstundenzeit anwirft oder in den späteren Abendstunden. Ein wenig Ruhe sei der Nachbarschaft noch gegönnt. Technische Daten: Der Silent 3500 kann Äste bis zu 4cm Durchmesser bearbeiten. Besser sind aber Äste, die 3,5cm dick sind. 4cm ist wirklich die oberste Schmerzgrenze des Erlaubten, wenn man nach der Beschreibung geht. Seine Leistung beträgt 1800 W. Sein Gewicht ist mit 22kg nicht unerheblich, aber da er gerollt werden kann, kann man ihn auch als Frau gut händeln. 98dB machen aus, daß er sich Leisehäcksler nennen darf.
Für welche Art von Baumbestand? Der Leisehäcksler ist für einen alten Baumbestand gedacht. Dort sind die Durchmesser der Äste oft dicker und das Holz ist auf Grund des Alters fester. Daher sollte man sich so einen Häcksler zulegen, wenn man einen Baumbestand hat, der älter ist. Für unsere jungen Bäume, die wir nun im Frühjahr setzen werden, ist dieser Häcksler dann nicht mehr geeignet. Da muss man dann auf andere Produkte umstellen. Schneidsystem: Es handelt sich bei diesem Häcksler um ein Walzensystem. Wenn man so möchte, gelangen die zu häckselnden Äste unter das Walzensystem und werden so gesehen zermahlen oder zermalmt. Unter raus kommt nur kleines Häckselgut, das nachher besser verrottet.
Wohin mit dem Häckselgut? Man kann das Häckselgut später prima auf Beeten verteilen, die nicht so schnell mit Unkraut durchwuchert werden sollen. Das sieht recht nett und gepflegt aus. Es verrottet so aber auch schneller auf dem Kompost, wenn man keine Verwendung für die Schredderreste hat. Für den Winter nutze ich dieses Gut gern zum Abdecken von frostempfindlichen Pflanzen.
Kaufort: Die Familie hat diesen Häcksler im Sonderangebot in einem Baumarkt erworben. Er wird in den meisten Bau- und Gartencentern geführt. Sicherlich kann man ihn auch in speziellen Fachgeschäften erwerben. Preis: Bezahlt haben wir alle zusammen 249 Euro. Das war natürlich durch sechs geteilt nur ein kleines Sümmchen, was die Anschaffung für uns alle sehr erleichtert hat.
Erfahrungen: Wir haben mit diesem Häcksler schon einiges an dünneren Ästen der Baumkrone unserer Kastanie verarbeitet. Es geht leicht von der Hand, kann sogar schon von unserem Sohn im Teenageralter betrieben werden. Jüngere Kinder sollten tunlichst fern gehalten werden von dem Gerät. Das bedeutet, dass unsere 3 Jahre alten Zwillinge Gartenverbot haben, wenn mein Mann und unser Ältester den Ästen zu Leibe rücken. Bedienfehler kann man eigentlich keine mit dem Gerät begehen und wenn, dann kann man durch die Rücklauftaste einiges wieder ins Reine bringen. Die Geräusche, die das Gerät macht, halten sich wie gesagt im Rahmen. Es gibt andere Geräte, die bei weitem mehr knattern und rattern während des Betriebes. Wir sind zufrieden mit unserm Alko Silent Power 3500. Ich kann die Anschaffung aber wirklich nur empfehlen für alle, die auch wirklich alten Baumbestand haben und davon auch nicht gerade wenig. Denn sonst lohnt sich ein Kauf nicht unbedingt. Hätten wir nicht die Möglichkeit gehabt, das Gerät in einer Gemeinschaft zu erwerben, hätte es sich wegen dem Schreddergut, das wir in diesem Jahr haben, nicht unbedingt gelohnt, sich so ein Gerät hinzustellen. Das sollte man dann schon abwägen, da man auch teilweise für den einmaligen Gebrauch gut mieten kann. Für uns kam nun durch den Familienkauf die Anschaffung natürlich billiger. Fazit: Ich gebe gerne vier Sterne für das Gerät. Einen behalte ich auf Grund des Preises ein und weil er eben vorwiegend für alten Baumbestand gedacht ist. Für anderen Baumbestand müsste man dann wieder ein Zweitgerät anschaffen, um den vernünftig verarbeiten zu können. Daher nur vier Sterne aber ansonsten eine Empfehlung.
Bilder von AL-KO Silent Power 3500 118232
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25.08.2007 13:52
Und wie war das mit evtl. nicht so altem Baumbestand? Wenn man nun keine Bäume hat, sondern nur 250m Ligusterhecke und deren Schnittgut? Das müßte der doch auch packen, oder?
23.02.2007 23:23
Bei einem größeren Grundstück sicher schon zwingend nötig!
23.02.2007 22:25
Ein bh von Mann zu Frau :-) Dieter