Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preis, geräuscharm, wendig, Radantrieb, Qualität, Verbrauch |
| Kontra: |
kein Schlauchanschluß |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Einen Erfahrungsbericht über einen Rasenmäher?!? Ist dem Autor langweilig? Naja, ich schreibe die Rezession deshalb, da ich auf meiner Suche nach einem geeigneten Benzinrasenmäher keine geeigneten (aktuellen) Tests gefunden habe. So gab es Tests, die Rasenmäher für Hausmeisterdienste oder für große Rasenflächen testeten und die dann auch entsprechend Geld kosten. Oder es gab Tests über Elektromäher, die für mich jedoch nicht in Frage kamen...
Gründe für die Kaufentscheidung:
Da unser alter Rasenmäher nach über 10 Jahren durchgerostet war und zudem auch der Halteholm gerissen war, mußte ein neuer Rasenmäher her. Dabei sollte er folgende Kriterien erfüllen:
- mind. 46 cm Schnittbreite
- starker Benzinmotor (mind. 2 kW)
- Radantrieb
- nicht so teuer
- Markenhersteller
Bei den Steifzügen durch das Internet und Baumärkte bin ich auf die Mäher der Marke Al-Ko gestoßen, über die ich eigentlich viel Gutes gehört und gelesen habe. Es handelt sich hierbei um eine deutsche Firma, die neben Gartengeräten auch Anhänger baut. Bei dem von mir gekauften Rasenmäher handelt es sich um ein aktuelles Sondermodell, welches auch preislich sehr attraktiv ist, da man für unter 300 Euro einen Rasenmäher mit starkem Motor und Radantrieb erhält. ich besitze den Mäher nun seit 6 Wochen und habe ihn jede Woche mind. 1x genutzt. Die zu mähende Fläche beträgt ungefähr 300-350 qm.
Technisches:
Der Mäher hat ein pulverschichtetes Stahlblechgehäuse, einen Motor mit 2,1 kW (lt. Al-Ko mit OHV-Technik, was weniger Verbrauch und mehr Leistung bedeutet), Radantrieb, einen 65 Liter Grasfangkorb sowie Hinterräder im XL-Format. Im Lieferumfang enthalten ist eine Bedienungsanleitung, eine Motorbeschreibung, sowie ein Mulchkit. Der Motor benötigt bleifreies Normal- oder Superbenzin. Außerdem braucht er noch 0,6 Liter Motoröl. Hier habe ich mir Rasenmäheröl beim Rasenmäherhändler gekauft, wobei mein Händler meinte, dass auch Mehrbereichsöl (SAE30) ausreicht. Der Rasenmäher hat ein sog. 4 in 1 System, was lt. Al-Ko Mähen, Fangen, Mulchen und Seitauswurf bedeutet. Naja, ist halt eher ein toller Spruch der Werbeleute, weil Mähen und Fangen sind für mich 2 Dinge, die eigentlich jeder Mäher können sollte...
Zusammenbau:
Der Mäher wird vormontiert ausgeliefert. Es müssen nur noch der Führungsholm, die Grasfangbox, die Halterung für das Starterseil sowie die hintere Auswurfklappe montiert werden. Außerdem müssen noch die Leitungen für Gas und Radantrieb mittels (mitgelieferter) Kabelbinder am Führungsholm fixiert werden, damit sie nicht lose rumhängen. Die Grasfangbox ist etwas knifflig zum Zusammenbauen, da die beiden Hälften sehr "flexibel" sind. Gut fand ich beim Zusammenbau, dass bspw. der Grasfangkorb nicht nur einfach zusammengeklickt, sondern auch verschraubt wird. Anschließend noch Öl und Benzin einfüllen, fertig! Dank der sehr gut bebilderten Anleitung ist der Zusammenbau schnell durchgeführt. Als Werkzeug benötig man lediglich 2 Schraubenschlüssel (ich glaube der Größe 8 oder 9) und einen Schraubenzieher.
Start:
Nachdem Öl und Benzin eingefüllt waren, sprang der Rasenmäher beim ersten Zug am Starterseil sofort an. Das Starterseil wird dabei an einer Öse am Führungsholm eingehangen, damit man sich erstens beim Starten nicht bücken muß und zweitens würde dies lt. Aussage des Verkäufers auch zum "Quick-Start-System" des Mähers gehören. Auf alle Fälle reicht ein kurzer Zug am Seil und der Mäher springt sofort an. Die Motordrehzahl bleibt immer gleich, es gibt keinen Gashebel, mit dem man die Drehzahl ändern kann.
Im Einsatz:
Ich mit dem Mäher nun schon öfters Rasen gemäht und bin begeistert. Dank des Radantriebs ist das Mähen nun um einiges einfacher als mit meinem alten Mäher. Da ich ein Gartengrundstück mit Hanglage (Neigung ca. 10%) habe, ist der Antrieb eine große Erleichterung. Aber auch im ebenen Bereich nutze ich ihn, da es einfach einfacher geht. Die Geschwindigkeit läßt sich nicht verstellen, aber das Tempo ist so gewählt, dass man bequem hinter dem Mäher nachgehen kann. Der Antrieb stopt nahezu sofort, sobald man Hebel losläßt. Im Vergleich zu meinem vorherigen Mäher, hat der neue auch bei hohem (ca. 15-20 cm) und feuchtem Gras keine Probleme. Dank der Motorleistung stirbt der Motor nicht ab. Allerdings setzt sich die Öffnung zum Grasfangkorb beim langem und feuchtem Gras hin und wieder zu. Die Schnitthöhe läßt sich in 7 Stufen einstellen und variiert zwischen 3 und 8 cm . Dabei wird die Höhe für die Hinterachse zentral eingestellt und für die beiden (lt. Hersteller kugelgelagerten) Vorderräder jeweils einzeln. Ich benutze bei mir die 4. Rasterung (keine Ahnung, welche Höhe das ist). Der Grasfangkorb besitzt eine Füllstandsanzeige. Das ist im Endeffekt eine kleine Klappe am Deckel des Korbes die durch die Luftstrom hochgedrückt wird. Sobald der Korb voll ist und der Luftstrom unterbrochen ist, fällt die Klappe nach unten und man weiß, dass der Korb voll ist. Allerdings blockiert feuchtes Gras das Sieb des Deckels, so dass dieser auch bei leerem Korb unten bleibt.
Durch die XL-Räder läßt sich der Mäher gut lenken und ist doch recht wendig.
Die Mulchfunktion konnte ich bisher noch nicht testen, da mein Händler meinte, dass man nur bei langer Trockenheit mulchen soll, da ansonsten das Gras verfault.
Bei meinem bisherigen Rasenmäher war ich gewohnt, dass nach max. 3x Mähen der Tank leer war. Beim Al-Ko Mäher reicht eine Tankfüllung hingegen für 4 Durchgänge (bei annähernd gleichem Tankvolumen)
Im Vergleich zu meinem alten Mäher (und auch denen in der Nachbarschaft) ist der Al-Ko Silver 46 BR-SE limited edition relativ leise (was wohl auch daran liegt, dass man ihn nicht manuell auf Vollgas raufjagen kann).
Gut finde ich auch, dass man beim Mähen eine bequeme Haltung - da aufrecht - einnimmt und sich ggf. der Führungsholm auch nochmal in der Höhe etwas verstellen läßt.
Wartung:
Ich spritze den Rasenmäher und Korb nach jedem Mähen mit einem scharfen Wasserstrahl aus und laß beides in der Sonne trocknen. Da man dazu den Mäher jedoch nach hinten kippen muß, ist das etwas umständlich und ich bin am Überlegen, ob ich mir einen Adapter mit Gardenanschluß zulegen soll. Deshalb gibts auch nur ein "gut" beim Kapitel "Reinigung". Lt. Bedienungsanleitung soll man hin und wieder dem Radantrieb etwas Öl zukommen lassen. Das habe ich bisher noch nicht gemacht. Einmal im Jahr soll man das Motoröl wechseln. Ansonsten kann man am Antrieb wenig machen. Es gibt nur eine Verstellschraube, an der man drehen kann, wenn der Antrieb nicht mehr geht. Ansonsten muß man den Mäher zum Händler bringen.
Was gibts zu beachten:
Eigentlich ist der Rasenmäher ein einfaches Gerät, bei dem es nur ein paar Sachen zu beachten gibt. Man darf den Mäher bspw. nicht auf die Seite legen, da ansosten Öl und Benzin in Luftfilter und Vergaser laufen können, was nur der LaMa-Händler wieder reparieren kann. Auch darf seitliche Neigung aus dem selben Grund nicht zu groß sein (lt. Händler max. 20 Grad)
Fazit:
Nach nun rund 6 Wochen kann ich ein durchwegs positives Fazit für den Rasenmäher geben. Er hat mich in den Punkten Preis, Qualität, Gebrauchstüchtigkeit und Verbrauch sehr überzeugt.
Tips:
Wer mehr über die Geschichte von Al-Ko wissen mag, kann in Wikipedia nachlesen. Eine gute Info-Seite zum Thema Rasenmäher ist die Seite http://www.der-rasenmaeher-shop.de/, auf der einige Stichworte erklärt und Tips gegeben werden.