Alarm im Weltall

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... Der Titel ******** "Alarm im Weltall" so lautet der deutsche Titel von 'Forbidden Planet'. Für äußerst freie Titelgestaltungen ist der deutsche Filmverleih ja seit jeher bekannt. Allerdings ist "Alarm im Weltall" noch eine halbwegs akzeptable Lösung für den Filmfan, da ein Bezug zum Film ... Bericht lesen





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ALARM IM WELTALL ist der Großvater der Zukunft, eine filmische Pionierleistung, deren Stil ... mehr
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Der erste SF-Film von denkenden Wesen!
Erfahrungsbericht von Sowan über Alarm im Weltall
19.01.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: siehe Artikel
Kontra: siehe Artikel

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

In einer Rezension habe ich einmal gelesen, daß 'Forbidden Planet' einer der ersten SF - Filme ist, der von 'denkenden Wesen' gemacht worden ist. Möglicherweise hatte der Rezensent damit recht.
In den 50er Jahren war der klassische SF-Film noch im Verruf minderwertige Unterhaltung zu bieten. Schreiende Frauen, wackere Helden, schreckliche (schleimige) Aliens und Pappraumschiffchen beherrschten die Szene. Der SF-Film bot seichte Unterhaltung mit einigen schockierenden Effekten. Weder Schauspieler noch Regisseure konnten sich in diesem Genre profilieren.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: SF war Schrott.
'Forbidden Planet' war mit einer der ersten SF-Filme, die den SF - Fans anspruchsvolle Unterhaltung lieferten.

Der Film
********
'Forbidden Planet' entstand 1956 unter der Regie von Fred McLeod Wilcox in den USA. Die Story des Films klang zunächst recht simpel: Raumschiff landet auf Planeten, um ein verschollenes Schiff zu suchen. Auf dem Planeten wohnt ein verrückter Professor mit seiner Tochter und ein grauenhaftes Monster, welches die Besatzung des Rettungsschiffs bedroht. Professor weiß mehr, als er zugibt. Was ist das Rätsel des 'Forbidden Planet'?
So plump diese Kurzzusammenfassung klingt, so sehr haben die Filmemacher bewiesen, daß auch mit einer einfach gestrickten Story ein guter, spannender Film gemacht werden kann, den ich mit bis heute immer wieder gerne anschaue. Die Begründung dafür erfahrt Ihr in meinem Resümee.

Der Titel
********
"Alarm im Weltall" so lautet der deutsche Titel von 'Forbidden Planet'. Für äußerst freie Titelgestaltungen ist der deutsche Filmverleih ja seit jeher bekannt. Allerdings ist "Alarm im Weltall" noch eine halbwegs akzeptable Lösung für den Filmfan, da ein Bezug zum Film besteht.

Die Geschichte
*************
Die Geschichte ist einfach und simpel und von daher schnell erzählt:
Vor 20 Jahren verschwand ein Raumschiff samt Crew bei Altair IV. Nun ist Captain Adams mit seiner Mannschaft unterwegs, um die Angelegenheit zu untersuchen. Als er sich dem Planeten nähert, erhält er einen Funkspruch, der ihn eindringlich davor warnte auf Altair zu landen. Die Nachricht stammt von Professor Morbius, einem der Vermissten von vor 20 Jahren. Und da gerade Warnungen neugierig machen, landet Adams mit seiner Crew auf Altair IV.
Professor Morbius lebt mit seiner Tochter Altaira auf dem Planeten. Sonst hat niemand die Katastrophe von damals überlebt. Morbius hat sich der Wissenschaft verschrieben und erforscht die Überreste einer alten Kultur auf Altair. Er untersucht die ausgestorbenen Ureinwohner des Planeten: Die Krell.
Während er sich durch die Besucher von der Erde gestört fühlt, ist seine Tochter, eine hübsche junge Frau, begeistert darüber andere Menschen zu treffen. Natürlich verliebt sie sich prompt in den smarten Captain Adams.
Doch Altair IV birgt ein Geheimnis, dessen Auswirkungen Adams uns seine Crew bald zu spüren bekommen. Ein unbegreifliches Etwas tötet einen Mann aus Adams Besatzung und sabotiert das Schiff. (Copyright Sowan) Immer wieder sieht sich die Raumschiffcrew neuen Attacken ausgesetzt.
Doch was bedroht sie? Welche Macht versucht die Menschen zu zerstören?
Adams geht der Sache nach und stößt dabei auf ein erstaunliches und überwältigendes Geheimnis, welches ich an dieser Stelle noch nicht verrate, denn es soll einige unter Euch geben, die den Film noch nicht gesehen haben. Weiter unten gehe ich noch auf das Ende des Filmes ein, gebe aber zuvor eine 'Spoilerwarnung' ;-)

Darsteller
*********
Ein blutjunger Leslie Nielsen spielt Captain Adams - und das ernst und gekonnt. In weiteren Rollen sind Walter Pigeon als Dr. Morbius, Anne Francis als Altaira, Warren Stevens als Lt. Dr. Ostrow sowie Jack Kelly, Richard Anderson, Earl Hollimann, Bob Dix und andere zu sehen.

Resümee
********
Wie kann ich einen Film, mit einer so platten Handlung fünf Sterne geben? Nun, das möchte ich Euch kurz darlegen: 'Forbidden Planet' hat zwar eine Story, die weitestgehend dem SF-Klischee seiner Zeit entspricht (fürchterliches Monster, schöne Frau, wackere Helden, böser Professor), aber dieses Klischee wird durch die ungewöhnliche Umsetzung aufgebrochen. Das, was den Film so außerordentlich macht, sind drei Faktoren:

1.) Man bekommt das Monster niemals zu sehen. Zwar lassen sich Fußabdrücke feststellen und bei dem Versuch das Untier zu fangen, bekommt man Schemen des Geschöpfes mit. Aber das Wesen selbst ist (und bleibt) unsichtbar und erzeugt so den wahren Horror beim Zuschauer. Schleimige Monster und grauenhafte Kreaturen, die eher lächerlich als furchtbar waren, gab es bis zu diesem Zeitpunkt genug. Das Etwas von Altair bleibt verborgen, seine Bedrohung wird durch elektronische Klangeffekte umgesetzt. Dieser Sound ist so eindringlich, daß er weitaus furchteinflößender wirkt als jedes Gummimonster vor ihm und viele Kreaturen nach ihm.

2.) Die Spezial Effekte: 'Forbidden Planet' ist inzwischen 46 Jahre alt, aber die Spezial Effekte sind selbst heute noch sehenswert und waren damals ihrer Zeit weit voraus. Dabei sind die benutzten Mittel eher schlicht, aber sie sind so gut eingesetzt, daß sie sehr wirkungsvoll sind. Besonders die Bauwerke der Krell, jener Ureinwohner Altair IVs, die der Professor erforscht, vermögen zu beeindrucken. Außerdem haben mir die Effekte gefallen, die rund um das Monster gebaut wurden. So sieht man beispielsweise wie die Eingangsrampe des Raumschiffes sich unter dem Gewicht des Geschöpfes verbiegt, während das Wesen selbst unsichtbar bleibt.
In einer anderen Szene versucht Adams Mannschaft den unsichtbaren Angreifer mittels einer Art Energiebarriere zu stoppen. Das Geschöpf nähert sich und gerät in die Barriere. Nun sieht der Zuschauer zu seinem Entsetzen und erstaunen, wie das unsichtbare Geschöpf für wenige Augenblicke schemenhaft im Energiefeld sichtbar wird. Und das angedeutete Biest wirkt nun um so schrecklicher.

3.) Das Ende:
- - - - ACHTUNG! Wer den Film noch nicht gesehen hat, und dies nachholen möchte, sollte hier aufhören zu lesen! - - - -
Die Auflösung des Filmes ist letztendlich der Faktor, welcher 'Forbidden Planet' zum ersten wirklich guten SF-Film macht (Ich nehme hier Filme wie 'Metropolis' u.a. bewußt aus!). Während die eigentliche Story simpel zu sein scheint, wird sie durch das erstaunliche und gut durchdachte Ende veredelt. Denn es ist nicht damit getan, daß ein heroenhafter Captain Adams das Untier zur Strecke bringt. Die Geschichte wird hinterfragt und kommt zu einem fast schon philosophischen - zumindest aber psychologischen Ende.
Professor Morbius selbst bietet die Antwort auf alle Fragen: Seine Erforschung der Krell hat ihn auf vielerlei Dinge gestoßen. So ist die Welt der Krell noch vollkommen intakt. Die Maschinen funktionieren bis heute. Dennoch sind ihre Erschaffer völlig ausgestorben.
Es stellt sich heraus, daß ein ähnliches Monster, welches Adams und seine Crew bekämpfte, letztendlich auch die Krell auslöschte. Die Krell waren zwar hoch entwickelt und geistig den Menschen weit überlegen, aber auch sie kannten Angst, Verzweiflung und allerlei Emotionen. Dummerweise haben sie eine Maschine entwickelt, mit der sie ihre Gefühle materialisieren konnten. Das, was an und für sich positives bewirken sollte, hat sie letztendlich zerstört. Ihre personifizierte Angst rottete sie aus.
Morbius selbst fühlte sich durch das Landeteam von Adams gestört, er selbst kämpfte gegen die Crew und tötet dabei einige Leute. Seine personifizierte Angst (die Tochter zu verlieren) tötete und zerstörte.
Als ihn diese Erkenntnis bewußt wird, stirbt er bei der Konfrontation mit dem eigenen Unbewußten.

Spielzeit
********
99 Minuten

Vorschau
********
Und als nächstes werde ich den Knüller "Ufos zerstören die Erde" rezensieren - macht Euch auf ein SF-Abenteuer der Superlative gefaßt ;-)

Im Schneemond 2002 ev, Sowan   
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01.01.1970
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01.01.1970
Hippie im Weltall
Bewertung für Lautlos im Weltraum von  expansin

Pro: Gute schauspielerische Leistung, interessanter Hintergrund
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...Der Science-Fiction Film hatte lange Jahre einen Beigeschmack. Bis auf wenige Ausnahmen, z.B. das Space Epos "Forbidden Planet" (dt. Alarm im Weltall), widmeten sich die Filme der 50er und 60er Jahre vor allem allerei durch radioaktive Bestrahlung vergrößertem Getier oder gemeinen Bestien aus dem Weltall. Gemeinsam war beiden, das sie meistens auf die eine oder andere Weise hinter Menschenfleisch, vor allem in Form ansehnlicher jüngerer Damen, her waren. War es nicht Menschenfleisch, dann zumindest die Weltherrschaft. Die Vorliebe für junge Damen blieb. Im Jahre 1968 kam mit Stanley Kubricks "2001 - A Space Odyssey" (dt. 2001 - Odysee im Weltraum) der Sci-Fi Film zu voller Blüte. Eine Buchvorlage von Arthur C. Clarke wurde meisterhaft umgesetzt und vor allem brilliant fotografiert. Junge Damen kamen indies nur vereinzelt... Bericht lesen

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sehr hilfreich
01.01.1970

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(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


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