Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
leise, guenstig, verschiedene Brotgrößen |
| Kontra: |
keine Oberflächenbräunung |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Eigentlich bin ich eine geübter Brotbäcker, schon seit Jahren backe ich mein Brot selbst und hatte - abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen - immer gute Ergebnisse. Was mich am Brotbacken jedoch nervte, war der Zeitaufwand: Zutaten in die Küchenmaschine, rühren, gehen lassen, nochmal kneten, gehen lassen, nochmal gehen lassen... und dann backen - ohne Form manchmal sehr flach (nein, es sollte kein Fladenbrot werden), mit Form auch nicht immer das Wahre...
Warum ich mir das antue? Klarer Fall: Mir sind die Bäckerbrote zu teuer (wer ein gutes, echtes Vollkornbrot will, muß so einige auf die Theke legen) und ich will genau wissen, was im Teig drin ist. Letzteres konnte mir nicht jeder Bäcker sagen und da ich als Veganer keinesfalls Milchprodukte, Eier oder tierliches Fett in meinem Brot haben will, bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst zu backen.
Also, ein Brotback-o-mat muß her!
Ich stöberte einige Zeit im Internet, in diversen Läden und kam zu dem Schluß, daß mein zukünftiger Brotback-o-mat so einiges können muß: Zeitvorwahl, verschiedene Programme (Vollkornbrot!!!), verschiedene Größen (mind. 500 g und 1000 g) und schick sollte er sein. Da ich mir das Gerät zum Geburtstag wünschen wollte, war mir der Preis relativ egal. :-)
Vor kurzem wurde ich dann auch endlich fündig: in der Metro gab es einige gute Angebote und mein Freund war etwas genervt von meinem ständigen "Ich muß mal gucken, aber nicht kaufen". Kurzerhand beschloß er, daß für mich nur der ALASKA BM 2000 in Frage käme, weil dieser folgende Features bieten konnte:
3 Brotgrößen (500 - 1000 - 1250 g)
Timer (15 Stunden)
10 Programme (Basis, Weißbrot, Vollkorn, Süßes Brot, Schnell, Teig kneten, Nudelteig, Joghurtbrot, Marmelade, Backen)
verschiedene Bräunungsgrade
2 Knethaken
ansprechendes Design
Der Preis lag bei knapp 50 EUR (mittlerweile gibt's den schon für 45 EUR), also sehr günstig. :-)
Zuhause habe ich das Teil gleich ausprobieren müssen. Das Gerät ist relativ groß (40 cm tief, 30 cm breit), paßt aber noch ganz gut in meine Küche. Es ist weiß mit abgerundeten Kanten, oben ist ein großes Sichtfenster in der Klappe, vorne auf der Oberseite ist das Display und das Bedienelement. An der Unterseite befindet sich ein spezieller Ausschalter.
Die Gebrauchsanweisung ist leider sehr knapp, erhoffte Rezepte sind kaum zu finden, Tips und Tricks sucht man vergeblich. Allerdings sind in einer langen Liste einige mögliche Zutaten erklärt, welches Mehl für welche Zwecke am besten geeignet ist und so. Für mich weniger interessant. Relativ gut finde ich die Tabellen, in denen die einzelnen Programme und ihre Variationen aufgelistet sind, hier kann man ersehen, wie lange welche Programmphase dauert, die Gesamtzeit und so weiter.
Mein erstes Brot: Ich habe nach Anleitung zuerst die flüssigen, dann die festen Zutaten in die Backform gekippt, diese natürlich zuerst mit den beiden etwas fipsigen Knethaken (unter Haken stelle ich mir was anderes vor!!!) bestückt, dann die Backform eingesetzt (dazu bedarf es etwas Gewalt), den Deckel geschlossen und das Programm Weißbrot, mittel, 1000 g gewählt. Anfangs war ich etwas erschrocken, weil die Knethaken nur sehr sporadisch sich bewegten, doch dann kam das Gerät so richtig in Bewegung und rührte fleissig. Schon hier bemerkte ich, daß die kleinen Haken leider nicht so gründlich mischen, genau in der Mitte blieb das Mehl hängen, aber man weiß sich ja zu helfen: Deckel auf und mit dem Teigschaber etwas nachgeholfen...
Positiv fiel mir auf, daß das Gerät kaum Lärm macht, selbst in der Knetphase hört man es kaum.
Nach ca. 3,5 Stunden war es dann soweit, der Brotback-o-mat meldete sich mit einem feinen Piepston: Brot ist fertig! Ich guckte in die Maschine und war entsetzt: Das Brot war oben noch käseweiß!!!
Hm, was tun?
Kurzerhand beschloß ich, das Backprogramm zu wählen, aber vorher drehte ich das Brot um. Nach weiteren 20 Minuten hatte ich ein rundum gebräuntes Brot, leider mit Löchern oben und unten. Geschmeckt hat es sehr gut, es war auch gut durchgeknetet und schön locker, die Kruste so richtig schön "knusprig". Die Haken lassen sich je nach Brotart leicht bis nicht ganz so einfach entfernen, die Löcher sind aber relativ klein. Die Reinigung geht ratzfatz, nur die Haken sind etwas hakelig zu säubern, aber mit einem Zahnstocher geht das schon...
Nach einigen Versuchen: Nachdem ich mit der Oberflächenbräunung immer noch nicht zufrieden bin, habe ich das Gerät modifiziert: Das Sichtfenster habe ich mit einer Alufolie von innen abgedeckt und das Brot hat nun auch oben eine fast perfekte Kruste. Leider kann ich das Backen nicht mehr beobachten.
Immerhin bin ich von der Maschine begeistert, ich habe jetzt fast alle Programme durchprobiert und alles hat sehr gut funktioniert. Beim Kneten muß man eben etwas mit dem Teigschaber nachhelfen, aber es gibt schlimmeres.
Die Brote waren alle verdammt lecker, hatten eine unwiderstehliche Kruste, waren innen saftig und locker .
Ich verwende selten Backmischungen sondern bin auch selbst kreativ am Mehl, Körner, Gewürze und Saaten mischen, was Spaß macht und tolle Ergebnisse bringt.
Ich kann den Alaska BM 2000 empfehlen, jedoch mit Einschränkungen (aber diese Probleme haben wohl andere Automaten auch). Wer gerne frisches Brot zu jeder Uhrzeit haben möchte, ist mit einem Gerät wie diesem gut beraten.
Weiterempfehlung: ja
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Erfahrungen nach 4 Jahren Nutzung
Bewertung für Alaska Brotbackautomat BM 2000 von
caro99lily
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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19.01.2008
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