Erfahrungsbericht über

Alaska WK 1010

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So einen Schund hätte ICH nie gekauft!

1  29.11.2009

Pro:
Erfüllt seinen Zweck

Kontra:
Gefährliche Technik, Handhabung, Fassungsvermögen

Empfehlenswert: Nein 

UncleHorst

Über sich:

Mitglied seit:21.02.2007

Erfahrungsberichte:21

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Halli Hallo!

Da ich jetzt erstmal Urlaub habe, kann ich ordentlich neue Erfahrungsberichte schreiben und fange daher heute mal mit dem Alaska Wasserkocher mit dem ominösen Nummernkürzel 1010 an. Diesen besitze ich nicht selbst, sondern meine Ex. Gekauft wurde dieser Küchenhelfer im real-Markt um die Ecke für damals 8,99 €. Ich war damals nämlich dabei und bereits mehr als skeptisch, als dieser Winzkarton in den Einkaufswagen wanderte. Aber auf mich hört ja keiner.

Zum Äußeren kann man eigentlich nicht allzu viel sagen. Wenn man die bereits recht handliche gelbe Packung auseinanderklamüsert hat, erblickt man etwas, was wie aus dem Puppenhaus gestohlen wirkt. Offiziell soll der Wasserkocher einen Liter Fassungsvermögen besitzen, aber wenn man seinen Kauf dann so vor sichstehen hat, wird man sich unweigerlich fragen, wo die denn hinsollen. Der Wasserkocher ist eher ein Wasserköcherchen. Das weiße Plastik, welches diese
Apparatur zusammenhält, wirkt auf den geneigten Betrachter nicht sonderlich stabil. Meiner Prognose nach wäre das Ding schon nach einem halben Jahr in seine Kohlenwasserstoffteile zerlegt. Vom Design her trifft das Wort "unauffällig" wohl am ehesten zu.

Aber nun zum Praxistest: Ich habe damals noch kein asketisches Leben geführt und so gehörte zu den morgentlichen drei Zigaretten auch ein guter, starker,
handgebrühter Kaffee. Ich nehme also Freund Wasserkocher und befülle ihn zur Hälfte, denn so viel wollte ich ja nicht trinken. Dabei fiel mir gleichzeitig auf, dass die gewundene Heizspirale am Boden des Gefäßes wohl das einzige Teil sein dürfte, welches nicht aus Plastik hergestellt wurde. Ich steckte den Stecker des
Geräts in die Steckdose und suche den Ein/Aus-Schalter. Überraschung: Das Lämpchen an der Seite leuchtete schon. Na dann ist der Schalter wo auch immer er sein mag, wohl schon gedrückt. Zufrieden machte ich mir die erste Zigarette an und wartete.
Als ich diese Zigarette dann in den Aschenbecher gedrückt hab, hat das Wasser auch schon gekocht. Na prima! Ich denke man kann in etwa abschätzen, welche Zeit da vergangen ist. Ich war schon wieder bedient.
Ich will mir also den blubbernden Wasserkocher greifen, um den heißen Inhalt in den Kaffeefilter zu kippen, da bin ich schon schlagartig wach: Der Griff ist bollerheiß. Ein lautes "Scheiße!" hat damals wohl auch die Nachbarn geweckt.

Auch der zweite Versuch misslingt:
Kochendes Wasser spritzt aus dem Deckel hervor. Erst da realisiere ich, dass der gute Herr Alaska noch powert ohne Ende und ich ihn ausschalten muss.
Jetzt aber: Wo schaltet man das Ding aus?
Die Antwort: Gar nicht! Man kann nur den Stecker ziehen! Bis ich das herausgefunden habe, habe ich mir aber noch zweimal die Flossen verbrannt. Das ist ne ganz tolle Systematik die man sich da ausgedacht hat! Das bedeutet, wenn ich kein junger dynamischer Mann gewesen wäre, sondern alt und hilflos, hätte der
Wasserkocher noch eine Stunde vor sich hingekocht und dann wäre mir höchstwahrscheinlich die Bude abgefackelt! Also Warmsanierung für 8,99 €! In der recht dürftig gehaltenen Bedienungsanleitung stand zwar auch etwas von einem Überhitzungsschutz, aber bei einem Gerät in der Preisklasse würde ich da heute auch nicht mehr blind drauf vertrauen.

Positiv ist einzig und allein die Tatsache hervorzuheben, dass man wohl nirgendwo günstiger eine Apparatur bekommt, die Wasser kocht. Da hört es aber dann auch schon auf.

Was alles dagegen spricht: Es gibt keinen Ein-Aus-Schalter, das Fassungsvermögen ist ein Witz, das Kabel ist um die 50 cm lang und macht die Handhabung recht schwierig, Der Plastikgriff wird beim Kochvorgang schweineheiß und sonderlich stabil wirkt das Ding auch nicht.

Fazit:
Wenn man in einem ein Personen-Haushalt lebt, keine körperlichen Gebrechen hat, die eine Flucht aus einem brennenden Haus erschweren und bloß nie vergisst, den Wasserkocher auch wieder auszuschalten, dann kann man sich den Alaska 1010 gerne kaufen.
Wenn man jedoch größere Mengen Wasser kochen möchte, seine Wohnung bzw. Haus gerne unbeschädigt lassen möchte und nicht scharf auf die ein oder andere
Verbrennung ist, sollte man lieber ein wenig mehr Geld investieren!

Ich hingegen habe den Wasserkocher nur noch ein, zwei Mal mit entsprechender Vorsicht benutzt und den Kaffee dann lieber auf Arbeit konsumiert. Keine Ahnung
ob die Tante das Ding noch besitzt, würde mich aber nicht wundern wenn es sich bei der Verarbeitung inzwischen aufgelöst hätte.

Ich sage: Finger weg!

Euer
Uncle Horst

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Hollgo

Hollgo

29.11.2009 17:10

Wusste gar nicht, dass es in Alaska so heiß wird :-))

Miraculix1967

Miraculix1967

29.11.2009 16:38

Liebe Sonntagsgrüße zum 1. Advent vom Druiden Miraculix1967 aus dem gallischen Dorf:-)

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