Alexianer Krankenhaus, Münster

Alexianer Krankenhaus, Münster

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... Abschließend kann ich noch sagen: Man kann im Alexianer Krankenhaus wunderbar zurecht kommen. Zumindest so lange, wie man dort alles einfach hinnimmt. Wenn man anfängt aufzumucken, hat man da wirklich Probleme. Ach ja, das Essen dort ist im Übrigen auch ein Zustand.... Bericht lesen





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1-6 von 6 Erfahrungsberichten    
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7 Wochen Stress im Alexianer-St. Wendelin
Erfahrungsbericht von SexySandy über Alexianer Krankenhaus, Münster
31.07.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: jeden Tag Ergotherapie, nette Mitpatienten
Kontra: mieses Essen, Personal ist nicht kritikfähig

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo!
Ich habe von Mai bis Ende Juli auf der Station Wendelin eine Therapie nach dem DBT Konzept absolviert. Ich habe die Therapie nach 7 ereignisreichen Wochen abgebrochen. Nachfolgend ein brief, den ich meiner ambulanten Therapeutin bezüglich dessen geschrieben habe:

Sehr geehrte Frau B.,

in den letzten Wochen ist echt viel passiert, deshalb schreibe ich Ihnen nun diesen Brief zu Ihrer Information. Da ich sonst nicht alles auf die Reihe bekommen würde, wird sich dieser Brief in Kapiteln aufbauen, die jeweils eine Situation umfassen. Ich hoffe, Sie kommen damit klar.

1.Die Selbstverletzungssituation
Ich habe mich an einem Tag wieder einmal selbst verletzt. Mit der Verletzung bin ich dann in den Keller gegangen, wo ich das Pflegepersonal, wie so oft, rauchend antraf. Ich habe meine Verletzung verbinden lassen und bin dann brav auf mein Zimmer gegangen, um die dazu gehörige Verhaltensanalyse zu schreiben. Als ich diese fertig hatte, ging ich damit zu meinem Bezugspfleger, gab sie ab und sagte: "Herr C., ich kann es nicht länger ertragen, noch weiter alleine auf meinem Zimmer zu sitzen. Ich habe furchtbare Bilder in meinem Kopf, und die gehen einfach nicht weg. Ich bin kurz davor, den Verband abzureißen und weiter zu schneiden." Die Reaktion des Pflegers darauf: "Nein, Frau F., Sie müssen jetzt den 2 Stunden Time Out einhalten. Gehen Sie bitte wieder auf ihr Zimmer." Das Ganze war eine brandgefährliche Situation. Hätte nicht eine Mitpatientin gegen die Time Out- Regel verstoßen und wäre nicht zu mir aufs Zimmer gekommen, hätte das Ganze wirklich böse ausgehen können. Mal ganz abgesehen davon, dass ich durch diese Regel auch das Abendessen verpasst hätte, was bei meiner dort sehr stark ausgeprägten Essstörung wirklich nicht ratsam gewesen wäre. Hier zeigte sich in dieser Situation wieder einmal die Inkompetenz des Personals.

2.Die Horrorfilmsituation
Zum Einschlafen habe ich mir abends in meinem Zimmer auf dem Laptop immer einen Horrorfilm angesehen. Ich habe dies für mich als Skill entdeckt, denn wenn ich abends einen Horrorfilm angesehen habe, konnte ich wunderbar dabei einsschlafen und hatte keine Albträume. Eines Abends bin ich wiedermal dabei eingeschlafen, und als die Nachtwache dann reinkam, um nach mir zu sehen, lief der Film noch. Am nächsten Abend sprach sie mich dann darauf an, und sagte, dass sich das ja auf meinen Schlaf niederschlagen würde. Als ich ihr dann sagte, dass es mir besser geht, wenn ich solch einen Film angesehen habe, reagierte sie absolut nicht. Sie redete weiter und weiter und weiter und hörte einfach nicht mehr auf! Sie sagte sachen wie: "Ich konnte ja nichtmal auf den Monitor schauen, sonst hätte ich ja selbst die ganze Nacht Angst gehabt." Und sie redete weiter und weiter und weiter. Und als ich es dann nicht mehr hören konnte und einfach weg gegangen bin, redete sie weiter auf eine Mitpatientin ein. Weiter und weiter und weiter. Am nächsten morgen sprach ich dann meinen Bezugspfleger Herr C. darauf an, dass ich es ehrlich gesagt nicht so wirklich toll fand, dass ich abends vor dem Schlafengehen noch so doof angemacht werde, denn danach konnte ich dann wirklich nicht mehr gut schlafen. Ich kann es einfach nicht haben, wenn ich sage, dass es nun aber wirklich gut ist, und ich dann noch länger vollgemault werde. Und das auch noch ausgerechnet abends. Herr C. sagte dann, die Nachteule habe ihn bereits auf das Problem angesprochen. Sie habe gesagt, dass sie mir lediglich die "Rückmeldung" gegeben habe, und ich sofort aggressiv darauf reagiert habe. Was die so alles unter Rückmeldung verstehen, ist wirklich unglaublich. Die hörte doch garnicht mehr auf damit, mich vollzumaulen! Es vergingen dann keine zwei Tage, dann hingen plötzlich neue Stationsregeln aus. Einfach so, kommentarlos ausgehangen. Und in diesen Regeln stand dann, dass keine Horrorfilme mehr geschaut werden dürfen. Ein Zufall? Im Leben nicht! Das kann mir keiner erzählen!

3.Die neuen Stationsregeln
Ich fand es eine Frechheit, einfach kommentarlos neue Regeln aufzuhängen, die dann auch noch direkt auf Verhalten von mir abzielten. Neben den Horrofilmen wurde es auch verboten, mit dem eigenen PKW zu fahren. Die Frühstückszeit wurde von 20 minuten Anwesenheitspflicht auf eine halbe Stunde verlängert. Es wurde weiterhin verboten, Mitpatienten auf deren Zimmer zu besuchen. Neben den Horrofilmen wurden auch Pornos verboten. Auf unseren Hinweis hin, dass wir als Patienten kein Problem damit haben, wenn sich abends auf seinem Zimmer jemand zum Rubbeln einen Pornofilm ansehen würde, und das ja wohl wirklich niemanden außer die entsprecchende Person angehen würde, wurde uns dann gesagt, dass es dabei darum ginge, dass derartige Filme nicht in den gemeinschaftsräumen geschaut werden dürfen. Mal ganz ehrlich: Glaubt das Pflegepersonal wirklich, wir würden uns oben in der gruppe hinsetzen, jeder bringt seinen Vibrator mit und dann machen wir da fröhlich gemeinschaftlich bei einem porno eine Selbstbefriedigungsorgie? Da muss man mal drüber nachdenken! Ich habe mich fürchterlich über diese neuen Regeln aufgeregt, denn schließlich hieß es immer, wir sollten eigenverantwortlich leben und eine gewisse Selbstständigkeit bewahren. Klingt ja wirklich herrlich, doch warum dürfen wir uns dann nicht selbst die Filme aussuchen, die wir schauen wollen? Warum dürfen wir uns nicht die Kleidung aussuchen, die wir tragen wollen? Kein Witz: Eine Mitpatientin hat einen ganzen haufen Ärger bekommen, weil sie ein T Shirt mit der Aufschrift: "Bock auf nen Quickie?" trug. Auf der anderen Seite wurde man mit Konflikten alleingelassen. Ich empfinde es als sehr schwierig, Vertrauen zu etwas aufzubauen, was so wackelig ist. Das gesamte Grundgerüst dieser Therapie war extrem wackelig. Nicht nur die neuen Stationsregeln. Nein, da gab es dann auch noch neue Protokolle, die plötzlich ausgefüllt werden mussten, und hier was anders und da noch etwas neu. Ich fühlte mich teilweise wie auf einer klapprigen Hängebrücke über einem extrem tiefen Abhang, wie man sie aus Abenteuerfilmen kennt. Permanent brach irgendwo eine Konstante weg und stattdessen gab es irgendein neues, schwammiges Gebilde, dessen Auslegung nicht mal das Personal selbst auf die Reihe bekam.

4.Der Konflikt mit der Mitpatientin
Ich habe an einem Freitag in der Gemeinschaftsgruppe angesprochen, dass ich es nicht unbedingt so schön finde, wenn später abends noch stationsfremde Personen über die Flure laufen, weil ich da ganz gerne ja auch schon mal im Schlafanzug über die Flure schleiche. Die Mitpatientin, die dies betraf, Fr. K., hatte ganz bewusst gegen die Besuchszeiten verstoßen und wollte uns auch noch zu Komplizen dieses Vergehens machen, denn sie verlangte von uns, dass wir pfeiffen, wenn die Nachtwacheum 22 Uhr auf die andere Station rüberging, um dort die Nachtmedikation zu verteilen, damit sie ihren Freund heimlich aus dem Haus schleusen konnte. Das fand ich nicht in Ordnung, zumal das nicht einmal vorkam, sondern jeden Abend. Also habe ich es in der Gemeinschaftsgruppe angesprochen, denn die war nunmal für solche Dinge da. Auf jeden Fall hat Fr. K. mir das extrem übel genommen, und hat auf keinen meiner Versuche, die Sache zu klären, reagiert. Sie wollte es einfach nicht klären. Das Problem war ganz einfach, dass ich vorher wunderbar mit ihr zurecht kam. Wir waren sozusagen befreundet, haben viel Zeit miteinander verbracht, ihr Zimmer lag auch genau neben meinem. Dadurch, dass ich sie halt etwas besser kannte, wusste ich, dass sie immer ein Feindbild brauchte. Und da ihr altes Feindbild gerade ein paar Tage zuvor entlassen wurde, war mir direkt klar, dass sie diese Situation nutzte, um aus mir ihren neuen Feind zu kreieren. Dieser Konflikt betraf dann auch nicht nur sie und mich, sondern auch eine weitere Mitpatientin in besonderem Maße, denn wir waren vorher immer im Dreiertrupp unterwegs gewesen, und die dritte Person stand nun natürlich zwischen den Stühlen, und konnte sich permanent von besagter Fr. König anhören, dass sie sich ja wohl für eine Seite entscheiden solle. Darüberhinaus war natürlich auch die Stimmung auf der gesamten Station im Keller, denn jeder bekam es mit, da sich Fr. K. ja auch weigerte, mit mir im selben Raum zu sein. Jeder entschied sich dann für eine Seite. Natürlich ist eine derartige Situation extrem belastend für alle Beteiligten, denn man kann sich nunmal nicht aus dem Weg gehen. Also suchte ich Hilfe bei der Pflege. Ich habe denen quasi die Türen eingerannt und war jeden Tag mindestens drei Mal dort, mit der Bitte, dass sie mir helfen mögen, den Konflikt zu klären. Ich bekam jedes Mal eine Abfuhr. "Das müssen sie unter sich ausmachen." Mal ganz ehrlich: Wir gelten als nicht lebensfähig genug, um uns unsere Kleidung und Filme auszusuchen, aber mit derart fetten Konflikten sollen wir alleine fertig werden? Das ist ja wohl mal echt abartig. Bei den Gesprächen mit der Pflege habe ich auch jedes Mal erwähnt, dass die Situation für mich so belastend ist, dass ich einen extremen Selbstverletzungsdrang habe. Es wurde nicht darauf reagiert. Als es dann aber wirklich soweit war, und ich wirklich geschnitten habe, bekam ich den Spruch zu hören: "Warum haben sie denn nichts gesagt?" Inkompetenz die ichweißnichtwievielte.

5.Die unumstößliche 8er Regel
Sie erinnern sich sicher noch daran, wie fertig ich war, nachdem ich an einem Tag drei Anrufe von der Klinik bekommen hatte: Im ersten hieß es, ich könne in einer Woche kommen., Im zweiten hieß es, ich könne doch erst in zwei Wochen kommen. Und im dritten hieß es dann, dass die Station eine riesen Welle gemacht habe, weil ich ja dann die neunte Borderlinerin sein würde, und sie das prinzipiell nicht machen würden. An diesem Tag hatte ich mir alles an Tabletten reingezogen, was ich nur so finden konnte. Das Ganze hätte wirklich böse enden können. Dementsprechend schön war es dann natürlich, dass ich eines Tages feststellen musste, dass diese 8er Regel plötzlich doch nicht so unumstößlich ist. Denn plötzlich gab es auf unserer Station eine neunte DBT Patientin. Eine furchtbare Person, die nur rumgemault hat und nicht einmal Lust auf die Therapie hatte! Und das Schönste kommt noch: In der Besprechung am Tag ihrer Ankunft wurde darüber gesprochen, dass das ja für mich eine sehr schwierige Situation sein müsse, und dass ich vermutlich recht extrem darauf reagieren würde. Aber glauben Sie, dass mal jemand daran gedacht hat, mal mit mir darüber zu sprechen oder mich darauf vorzubereiten? Nein! Die haben wunderbar abgewartet bis ich eine Selbstverletzung hatte! Es war auch sehr schön, dass mir bei meiner Ankunft gesagt wurde, die 8er Regel würde bestehen, weil die Pflege gerade in den ersten Wochen so viel mit den neuen Patienten machen würden, um sie besser kennen zu lernen. Davon habe ich definitiv nichts gemerkt. Mein erstes Bezugspflegegespräch hatte ich erst nach 3 ½ Wochen.

6.Die Situation mit der Milch
An einem Morgen hatten wir abgelaufene Milch auf dem Frühstückstisch stehen. Ich habe die Milch genommen, habe zunächst einmal am Schwesternzimmer geklopft, aber natürlich, wie konnte es auch anders sein, war niemand da, denn sie waren, wie so oft, im Keller am Rauchen. Also bin ich in den Keller gegangen. "Guten morgen. Wir haben abgelaufene Milch auf dem Tisch stehen." Mein Bezugspfleger Herr C. ging dann mit mir hoch, gab mir neue Milch. Etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück kommt dieser Pfleger nocheinmal auf mich zu und fragt: "Haben sie mal 5 Minuten?" Ich dachte sofort: "Ja spitze, was ist denn jetzt schon wieder?" Und so kam es dann auch: Ich habe echt einen Anschiss bekommen, weil ich mit der Milch in den Keller gelaufen bin! Das muss man sich mal vorstellen! Es ging doch nur um Milch! Ich hätte die Milchpackung ja wohl bitte nicht so demonstrativ mit in den Keller bringen müssen, sondern hätte sie ja auch einfach auskippen können. Ja spitze, davon habe ich noch lange keine neue Milch?! Auf jeden Fall wurde mein Satz: "Guten Morgen. Wir haben abgelaufene Milch auf dem Tisch stehen." als ANFEINDUNG betrachtet. Mal ganz im ernst. Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage, aber nicht für das, was du verstehst. Es ging tatsächlich so weit, dass ich keinen Satz mehr sagen konnte, ohne dass mir ANFEINDUNG unterstellt wurde. Milch! Es ging einfach nur um Milch!

7.Der Bezugspflegerwechsel
Nachdem wirklich so extrem viel Mist mit meinem Bezugspfleger gelaufen ist, habe ich ihn darum gebeten, tauschen zu dürfen. Ich wollte einen neuen Bezugspfleger. Mehr nicht. Ich habe es im Gespräch angesprochen, ich bin nicht laut geworden, ich habe keine Schimpfworte verwendet, ich habe nur mehr oder minder emotionsvoll meine Gründe dafür dargelegt. Ich dachte eigentlich, dass es kein Problem sein dürfte, den Pfleger zu wechseln, da ich ganz am Anfang der Therapie schon gefragt hatte: "Wenn ich merke, dass es nicht funktioniert, dann würde ich mir gerne das Recht vorbehalten, noch wechseln zu dürfen." Er hatte damals gesagt, dass das ja kein Problem sein dürfte. Naja, auf jeden Fall dachte ich, dass es nach dem Gespräch dann schnell vonstatten gehen dürfte. Da hatte ich mich getäuscht. Denn der nette Herr C., gerade mal 6 Monate überhaupt auf der Station, bekam scheinbar in den Kopf, sich an mir beweisen zu wollen. Auf jeden Fall sprach er meine Therapeutin darauf an, und legte, ohne mich zu fragen, fest, dass es nochmal ein Gespräch zu dritt geben sollte. Wie viele denn noch? Es gab schon massenweise klärende Gespräche! Ja spitze. Es reicht ja auch nicht, dass ich in der Bezugspflege nach 6 Wochen noch NICHTS mitgenommen habe, weil permanent nur immer wieder der Stress mit ihm geklärt und aufgearbeitet werden musste, jetzt blockiert der auch noch die Psychotherapie, obwohl ich auch da viel zu langsam voran kam. Ich habe mich auf dieses Gespräch dann intensiv vorbereitet. Mein Mittagsschlaf fiel auch aus, weil ich einfach nur noch Panik hatte. In dem Gespräch habe ich mich dann hingesetzt und habe meine vorher aufgeschrieben Gründe vorgelesen, die mich zu der Entscheidung bewogen haben. Doch auf meine Gründe wurde gar nicht eingegangen! Ich hörte nur permanent ein: "Ja, aber ICH will weiter mit Ihnen arbeiten." und: "ICH will unbedingt eine Lösung finden." Hallo? Es geht da um mich, und wenn ich denke, dass mir die Bezugspflege nichts bringt, und ich viel mehr mitnehmen könnte, wenn ich wen anderes als Bezugspfleger hätte, der sich nicht anpisst, weil ich mit Milch in den Keller laufe, dann ist das doch bitte schön mein gutes Recht, nach einem Wechsel zu fragen? Ich fragte dann auch, warum das denn jetzt plötzlich so ein Problem wäre, zu wechseln, obwohl er mir doch dieses Recht am Anfang eingeräumt hatte. Er sagte plötzlich: "Nein, das habe ich ja garnicht gesagt!" Zack! Und da hat meine Therapeutin tatsächlich den ersten Satz im gesamten Gespräch gesagt: "Doch Herr C., das hast du gesagt. Es ging dabei allerdings darum, dass Frau F. vielleicht lieber mit einer Frau arbeiten würde." Ich sagte dann: "Ok, dann machen wir das halt jetzt so: Herr C., ich möchte doch lieber mit einer Frau arbeiten. Ist das Problem damit jetzt gelöst?" Naja, auf jeden Fall hat das Gespräch noch eine Ewigkeit gedauert. Herr C. wurde zwischenzeitlich mir gegenüber sogar echt aggressiv und sagte Sachen wie: "Der Ton macht die Musik." und: "SIE sind ja wohl schuld daran, dass unser Verhältnis so schlecht ist." und: "Ja sie suchen doch nach Dingen, um sich aufzuregen!" Mal ernsthaft, und mit so jemandem soll ich dann noch weiter arbeiten? Wie soll das denn bitte gehen? Nach dem Gespräch verging dann keine halbe Stunde, dann wurde ich von einer Pflegekraft wiedereinmal angesprochen: "Haben sie kurz 5 Minuten?" Ich hatte eigentlich gerade geschlafen, denn das Gespräch war nunmal furchtbar anstrengend. Allerdings dachte ich, dass sie mich vielleicht fragen wollte, ob sie meine neue Bezugspflegerin sein dürfe, also stand ich auf und ging mit. Aber da hatte ich mich wohl geschnitten. Ich sollte eine Verhaltensanalyse schreiben, weil sich der Herr C. in dem Gespräch abgewertet gefühlt hat! Mal ernsthaft? Wenn ich mit dem, was gelaufen ist, super zufrieden gewesen wäre, dann hätte ich ja wohl kaum wechseln wollen? Ich solle mir außerdem überlegen, was ich machen könnte, damit Herr C. wieder gerne mit mir arbeitet. Hallo? Da haben die doch echt mal was verpasst. Ich WILL doch garnicht mehr mit ihm arbeiten. Und vor allem: Die Frage ist ja wohl eher, was passieren muss, damit ICH wieder gerne mit ihm arbeite?! Aber der Zug war ja eh schon abgefahren. Naja, ich habe dann meine Verhaltensanalyse geschrieben, sie umfasste etwa 8 oder 9 Seiten, die durchaus recht aggressiv angehaucht waren. Das Ganze war an einem Freitag. Ich bin dann Samstag morgen nach Aachen zu meinem Freund gefahren. Für mich stand fest, dass ich die Therapie direkt am Montag abbrechen würde. Ich rief meinen Vater an, um ihm dies mitzuteilen, und da bekam ich direkt den nächsten Schlag.

8.Die Sache mit der Schweigepflicht
Mein Vater hatte scheinbar in der vergangenen Woche bei meiner Therapeutin Fr. H. angerufen, um zu fragen, ob ich nach der Therapiepause (wird später noch angesprochen) wieder angereist wäre. Ja, herzlichen Glückwunsch. Frage 1: Warum bitte gibt sie telefonisch Auskunft über mich? Da kann doch wirklich jeder anrufen! Auf jeden Fall hat sie meinem Vater den Floh ins Ohr gesetzt, dass ich, wenn ich noch 8 Wochen auf der Station bleiben würde, komplett beschwerdefrei und lebensfähig entlassen würde. Das ist doch mal echt krank. Das KANN überhaupt nicht sein! Auf jeden Fall sagte dann mein Vater zu mir am Telefon, dass ich die Therapie nicht abbrechen dürfe. Das Ende vom Lied: Ich habe geheult, habe mich dann im Bad bei Dennis eingesperrt und habe aufs herrlichste mit seinem drei-Klingen-Rasierer geschnitten. Sehr häufig und sehr tief. Ich wollte mir lieber die Pulsadern aufschneiden, als noch eine Woche länger den Stress da mitzumachen.

9.Chefarztbehandlung
Es war herrlich. Direkt am Montag morgen um kurz vor Zehn hatte ich einen Termin beim Chefarzt. Ich hatte das halbe Wochenende überlegt, wie ich mich dort ausdrücken könnte. Ich saß im Wartezimmer und hörte direkt die Sekretärin am Telefon: "Station Wendelin hatte heute morgen angefragt, ob Dr. T. zur Multiteamsitzung heute kommen wird. Das wird er, allerdings nur für eine viertel Stunde, aber das wird ja wohl für die eine Patientin reichen." Klar, da ging es um mich. Das hat auch nichts mit Paranoia zu tun, das konnte einfach um niemand anderen gehen. Als ich dann zu Dr. T. ins Büro ging, sah ich direkt, dass er schon den halben Morgen Besuch von Pflegepersonal und Therapeuten hatte. Sein Personal hatte sich scheinbar schon früh darum gekümmert, alles ins rechte Licht zu rücken. Denn schließlich stand ja auch in meiner Verhaltensanalyse von der Selbstverletzung am Wochenende, dass gegen die Schweigepflicht verstoßen wurde, und dass ich unter dem Stress so sehr leide, dass ich sehr drängende Suizidale Ideen habe. Ich habe ihm sehr nüchtern die ganze Situation beschrieben, habe ihm erklärt, was alles passiert ist und habe ihm auch gesagt, dass ich sicher nicht nach Stress suche, sondern gerne darauf verzichten würde. Er sagte dann, dass er nochmal mit dem Pflegeteam sprechen würde und versuchen wolle, mir einen neuen Bezugspfleger zu besorgen. Soweit, so gut. Ich dachte schon, es hätte endlich alles ein Ende. Doch dann holte er mich aus meinem Mittagsschlaf und sagte mir, dass ich Herrn C. als Pfleger behalten müsse, ich aber jeden Tag gerne zu ihm ins Gespräch kommen dürfe, um die Probleme, die dadurch entstehen, aufzuarbeiten. Ich bin aus alles Wolken gefallen! Ich sage noch zwei Stunden vorher, dass ich diesen Stress nicht länger aushalte, dass es mir nur noch Scheiße geht, dass ich total am Ende bin. Und dann das! Ich bin auf mein Zimmer gegangen, habe erstmal eine Runde geheult, und habe dann direkt begonnen, meine Koffer zu packen. Es war mir in dem Moment absolut egal, was mein Vater sagen wird. Aber ich konnte es nicht mehr länger aushalten. Ich kam mir vor, als würde ich gegen eine Wand rennen. Immer und immer wieder. Hört mir denn da niemals jemand zu? Ich bin, nachdem ich fertig gepackt hatte, zu einer Therapiefreundin aufs Zimmer gegangen und habe ihr davon erzählt. Ich bin vollkommen zusammengebrochen, konnte nicht mehr reden, sondern habe nur noch geweint. Sie ist auch aus allen Wolken gefallen. Es hatte sie sowieso schon gewundert, dass ich es so lange ausgehalten hatte. Um halb vier hatte ich dann noch ein Gespräch mit meiner Therapeutin. Das erste was ich sagte war: "Ich möchte bitte entlassen werden." Sie versuchte garnicht erst, mich noch umzustimmen, sondern holte direkt die Formulare. Ich denke, sie war froh, dass ich gegangen bin. Denn ich war die einzige, die mutig genug war, die Missstände dort mal offen auszusprechen. Ohne mich hatten dort sicher alle weniger Probleme.

10.Mein Messer
Nach meiner ersten Selbstverletzung in der Klinik hatte ich auf Nachfrage hin mein Messer abgegeben. Hätte ich es mal besser nicht gemacht! Denn passend zu diesem Saftladen dort war es plötzlich nicht mehr auffindbar, als ich die Klinik verlassen wollte. Nicht nur, dass die da absolut inkompetent waren und mit mir nicht zurecht kamen, nein, sie verbaseln auch noch mein persönliches Eigentum! Passte wunderbar ins Bild.

11.Meine Therapiepause
Nach meiner geschätzten dritten Selbstverletzung in der Klinik bekam der Oberarzt Dr P. das Gefühl, er hätte auf mich eine sehr belastende Wirkung, denn einmal hatte ich die Selbstverletzung im direkten Anschluss an die Visite, und einmal bin ich aus einer von ihm geleiteten Gruppentherapie gegangen, um mich zu verletzen. Auf jeden Fall bat er mich dann zu einem Gespräch. In dem Gespräch sagte ich dann, dass es nichts mit ihm zu tun hat, dass ich aber mit vielen Dingen auf der Station ein Problem habe. Ich habe ihm sehr lebhaft von meinen Erfahrungen dort berichtet. Ich erwähnte die gesammelten Situationen, die ich auch in diesem Brief bereits angesprochen habe, und auch noch erwähnen werde. Ich erwähnte auch, dass ich unter dem Konflikt mit der Mitpatientin Fr. K. extrem leiden würde, und ich dabei keinerlei Hilfe vom Pflegeteam erfahren würde. Irgendwann ergriff er dann das Wort und sagte: "Wollen sie mir damit etwa sagen, dass sie hier in einem Saftladen gelandet sind?" Meine Antwort war: ja. Denn genau so empfand ich es. Tja. Das war dann wohl ein Fehler. Denn ich wurde rausgeworfen. Meine so genannte "Therapiepause" war schlicht und ergreifend ein Rauswurf. Einigen Mitpatienten wurde glauben gemacht, ich habe freiwillig eine Pause eingelegt, um mir klar zu werden, wie es mit mir weitergehen soll, doch das war eine Fehlinformation, die ich bei meiner Wiederkehr direkt mal klar stellte. Es war ein Rauswurf. Er sagte noch, dass er sich das alles nicht vorstellen könne, denn seine Kollegen seien ja wirklich kompetent. Es würde alles nur an mir liegen. Es war für mich eine ganz kranke Vorstellung: Ich bin zu verrückt für die Klapse. Ich tat mich schwer mit der Vorstellung, dass ich scheinbar doch ein "Hardcore Borderliner" bin, denn schließlich hatte ich bei meiner Aufnahme gedacht, dass ich eventuell wieder weggeschickt würde, weil ich vielleicht doch kein Borderline, oder nur zu schwach ausgeprägtes Borderline habe. Im Laufe der 6 Wochen habe ich aber nun festgestellt, dass ich wirklich extrem bin. Vielleicht haben andere stärkere Narben als ich. Aber im Verhalten bin ich echtes Hardcore.

12.Das tolle Pflegepersonal
Eine Sache, die ich von Anfang an sehr auffällig fand, war, dass das Pflegepersonal sich absolut nicht mit den Patienten beschäftigte. Das Pflegepersonal versteckte sich teilweise stundenlang im Keller, wo dann geraucht wurde, oder verschanzte sich im Büro. Es machte den Eindruck, als hielten sie ihren Papierkram wunderbar in Ordnung, aber echtes Interesse an ihren Patienten hatten sie nicht. Das kannte ich so nicht. Aus anderen Kliniken kenne ich es, dass die Pfleger wahnsinnig viel Zeit mit den Patienten verbringen, einfach mal zusammensitzen, mit einem in eine Zeitschrift schauen, über gott und die Welt reden oder Kreuzworträtsel lösten. Das einzige, was es gab, waren einmal pro Woche festgesetzte "Bezugspflegegespräche", die quasi ähnlich wie die Therapie bei den Therapeuten ablief. Neben diesen festgesetzten Termin hatte man quasi keinen Kontakt. Ich fand es dadurch generell schwierig, einen Bezug aufzubauen. Hinzu kam, dass man sehr häufig wieder weggeschickt wurde, wenn man sich mit einem Problem an das Personal gewendet hat. "Kommen sie in 10 Minuten noch einmal auf mich zu, ich habe gerade noch eine Zigarette." Und ähnliches. Ich war an einem Tag sehr bestürzt, als ich mitbekam wie eine Patientin sagte: "Ich habe extreme Selbstmordgedanken. Ich brauche Hilfe." und sie als Antwort bekam: "Ich habe noch eine halbe Tasse Kaffee. Kommen sie in 10 Minuten nochmal wieder." Die Patientin hatte Glück, dass ich dieses mitbekommen habe, denn es war ihr ernst. Und ich habe sie dann festgehalten. In 10 Minuten wäre sie sicher bereits verblutet gewesen. Ich habe dieses Problem dann auch mehrmals angesprochen. Mir wurde dann gesagt, wenn wir wirklich ernsthaft den Eindruck vermitteln können, dass es nicht warten kann, dann würden wir sicher nicht weggeschickt. Ich frage mich nur, was passieren muss, damit die Pflege innerhalb von den 10 Sekunden, die sie einen nur ansehen, feststellen kann, ob es ernst ist? Ich habe einmal komplett aufgelöst mit Tränen in den Augen vor ihnen gestanden und wurde trotzdem weggeschickt. Wahrscheinlich muss man das Messer schon in der Hand halten, um ernst genommen zu werden. Es gab einmal eine Situation, bei der ich eine halbe Stunde vor dem Pflegebüro gewartet habe, dass jemand kommt. Ich hatte wieder sehr starken Selbstverletzungsdrang und wollte mich diesmal halt vorher melden. Aber es kam keiner. Das gesammelte Personal war eine halbe Stunde lang im Keller und hat geraucht. Vermutlich noch länger. Denn nachdem nach einer halben Stunde immernoch keiner auftauchte, ging ich dann doch auf mein Zimmer und habe geschnitten. Als ich dann raus kam, und mich verarzten lassen wollte, musste ich wiederum in den Keller laufen, wo sie noch immer rauchend angetroffen wurden. Das Pflegebüro war zeitweise stundenlang nicht besetzt. Es war stundenlang niemand von der Pflege greifbar. Ich finde es schon schwierig, wenn ich Selbstverletzungsdrang habe, überhaupt in meinem Zimmer aufzustehen, und dann die drei Meter bis zum Pflegebüro zu laufen, um mir dort dann meine Abfuhr einzukassieren. Aber wie können die bitteschön erwarten, dass man dann noch bis in den Keller läuft? Das ist wirklich ein Ding der Unmöglichkeit! Zumal man dort dann ja eh die Abfuhr bekommt.

13.Die Sedierung
Als das Pflegeteam feststellte, dass sie mich nicht mehr unter Kontrolle bringen können und ich weiterhin keine Angst davor hatte, die Dinge, die schief laufen, anzusprechen, und dies auch in Gegenwart des Oberarztes und des Chefarztes nicht unterlassen würde, setzten sie eine neue Medikation an. Ich sollte fortan bereits morgens nach dem Frühstück 50mg Proneurin einnehmen. Auf der Station gab es Patienten, die zum Einschlafen nur 25mg Proneurin nahmen. Ich sollte also direkt von morgens an extrem sediert herumlaufen. Ich habe mich weitestgehend dagegen gewehrt und schaffte es, dass die Tabletteneinnahme immerhin auf den Mittag geschoben wurde. Die feine Art war das allerdings auch nicht. Ich bin normalerweise wirklich kein aggressiver Mensch. Aber dort habe ich nur noch Anfälle bekommen. Ich musste nichtmal nach Dingen suchen, die mir nicht passen, wie es mir ja unterstellt wurde. Denn die Dinge schlugen mir einfach mit geballter Kraft ins Gesicht. Immer und immer wieder. Und anstatt, dass sie mal gehört werden, und sich vielleicht etwas daran ändert, wurde ich als streitsüchtig abgestempelt. Denn es kann ja nicht sein, dass jemand das Personal in ihrem Ego kratzt.

14.Von Langzeitpatienten, Petzen und Anschissen
Auf dem Gelände lief eine große Anzahl von Langzeitpatienten herum. Langzeitpatienten sind diejenigen, die quasi dauerhaft dort eingelagert werden, weil sie geistig mehr oder minder verarmt sind. Manche von ihnen sind recht gut händelbar, andere wiederum sind eine wahre Plage. Eine Mitpatientin unserer Station hat einmal beobachten dürfen, wie eine buckelige, blonde Langzeitpatientin einem steinalten Langzeitpatienten mitten im Sinnespark am hellichten Tag einen geblasen hat. Fortan hatte ich kein Interesse mehr daran, diesen Park alleine zu betreten. Doch derartige Fälle waren glücklicherweise nicht die Regel. Doch gab es dort auch einen Langzeitpatienten, der ganz systemmatisch seine Runden übers Gelände drehte, und jeden anschnorrte, den er traf. Das ging sogar so weit, wenn man ihn an der einen Stelle abgewiesen hat, und dann ums Haus ging, er einen schon wieder angeschnorrte. Besucher konnten nicht einmal aus ihrem Auto aussteigen, dann stand er schon da und hat sie angeschnorrt. Er ist Menschen bis ans Ende des Geländes hinterhergelaufen. Er ist Leuten wirklich ins Auto gekrochen. Und er hat das Ganze mit so einem ausgeklügelten System gemacht, dass man wirklich an seinem Schwachsinn zweifeln konnte. Auf jeden Fall kann man sicher nachvollziehen, dass einem diese Person auf Dauer wirklich auf die Nerven geht. Zumal er ja wirklich bis zu 10 Mal in 5 Minuten angerannt kam. Ich habe dann irgendwann angefangen zu sagen: "Ey Alter! Verpiss dich!" und siehe da: Nach ein paar Treffen dieser Art, bei denen er dann auch ordentlich zurückschimpfte, traute er sich scheinbar nicht mehr, mich anzusprechen. Ich konnte plötzlich in Ruhe Abendessen. Ich konnte vor der Station draußen sitzen, ohne behelligt zu werden. An einem Tag kam er dann aber doch wieder an, vermutlich, weil er mich nicht gesehen hatte, und ich habe ihn dann mit besagtem Spruch weggeschickt. Nur dumm, dass scheinbar schon eine Mitpatientin zur Pflege gegangen war, um sich dort Hilfe zu holen. Also kam, nach den obligatorischen 5-10 Minuten, die man ja warten musste, eine Pflegekraft heraus und stellte dann fest, dass sie ja umsonst gerufen wurde, da er ja schon weg war. Und jetzt kommt der Hammer: Besagte Fr. K., die ja bereits bekannt ist, sagt plötzlich: "Frau F. hat "Verpiss dich" gesagt!" Wie im Kindergarten! Ich wusste nicht mehr, ob ich lachen oder weinen sollte. Da war was los! Auf jeden Fall hat es natürlich nicht gereicht, dass ich an diesem Tag bereits die Verhaltensanalyse schreiben musste, weil Herr C. sich abgewertet gefühlt hat, oder dass ich einen Anschiss bekommen habe, weil ich meine Narben wieder aufgeknibbelt hatte, nein! Ich bekam jetzt auch noch einen Anschiss, weil ich einen nervigen Langzeitpatienten losgeworden bin! So etwas würde nicht geduldet und ich weiß nicht was noch alles. Mal ehrlich: Mir machen diese Typen echt Angst. Und wenn das nunmal das einzige Mittel ist, um die loszuwerden, dann finde ich es absolut legitim, derartigen Sprachgebrauch anzuwenden. Zumal ich bei der Wortwahl nicht mal ein Problem sehe. Das ist für mich absolut alltägliches Vokabular. Aber naja, einfach nicht drüber nachdenken.

Gut. Ich denke, die wichtigsten Punkte habe ich angesprochen. Vermutlich habe ich die eine oder andere Situation vergessen, aber es ist wirklich so viel passiert in den 7 Wochen, dass ich unmöglich noch alles auf dem Schirm haben kann. Das Ende vom Lied sieht so aus, dass ich die Therapie dann wirklich abgebrochen habe. Ich bin noch am selben Tag zu meinem Vater auf die Arbeit gefahren, und habe ihm von all den Erlebnissen berichtet. Er war wirklich geschockt, denn schließlich hat Frau H. ihm ja gerade mal 6 Tage zuvor die Hoffnung gemacht, ich würde komplett beschwerdefrei entlassen. Mein Vater macht sich wirklich sehr große Sorgen. Er hat sogar das Rauchen wieder angefangen. Unterm Strich versteht er aber, dass es besser war, dass ich dort aufhöre. Zumindest glaube ich das.

Seit meiner Entlassung bin ich in Aachen in der Wohnung von Dennis. Dennis selbst ist gerade im Urlaub in Österreich, er kommt aber in ein paar Tagen wieder. Bis dahin genieße ich die Ruhe hier und erhole mich von dem ganzen Stress der letzten Wochen. Direkt bei meiner Ankunft hier empfand ich eine wirkliche Erleichterung. Die Suizidgedanken wurden schnell weniger.

Gestern dann habe ich eher durch Zufall festgestellt, dass es hier in aachen auch eine DBT Klinik gibt. Sie ist scheinbar an die Uniklinik angeschlossen. Ich habe direkt eine Email hingeschrieben und bekam noch am selben Abend Antwort. Es sieht so aus, als würde ich innerhalb der nächsten 1-2 Wochen dort aufgenommen. Ich soll am Dienstag noch einmal anrufen, dann wird mir vermutlich bereits ein Aufnahmetermin genannt. Neue Klinik - neues Glück. Wir werden sehen.

Bis auf weiteres wünsche ich Ihnen erstmal alles Gute. Ich werde sie weiterhin ab und an durch einen Brief auf dem laufenden halten. Ansonsten melde ich mich wie abgesprochen, wenn ich einen Entlassungstermin habe.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra F.

Abschließend kann ich noch sagen: Man kann im Alexianer Krankenhaus wunderbar zurecht kommen. Zumindest so lange, wie man dort alles einfach hinnimmt. Wenn man anfängt aufzumucken, hat man da wirklich Probleme.

Ach ja, das Essen dort ist im Übrigen auch ein Zustand.   
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17.05.2006
Alexianer Krankenhaus, Münster - Station Anna
Bewertung für Alexianer Krankenhaus, Münster von Schmetterlingskotze

Pro: Essen (immer frisch, abwechslungsreich und ausgewogen), Personal, Ambiente etc.
Kontra: eine Therapiestunde pro Woche

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28.05.2012
Alexianer Krhs.-Richtigstellung u. Mutmachbericht
Bewertung für Alexianer Krankenhaus, Münster von Nobody08

Pro: Die Therapeuten, das Pflegeteam, wenige Medikamente, tolle Therapieangebote
Kontra: das Essen ist manchmal kalt und etwas gewöhnungbedürftig

Alexianer Krankenhaus, Therapie mit Herz und Verstand So, nun ein Bericht von mir. Dies soll eine Richtigstellung und auch ein Mut-mach-Bericht sein! Ich las die Bewertung von Frau Feldhaus, die milde gesagt echt besch... ist und will hier mal einiges ... Bericht lesen

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sehr hilfreich

22.08.2008
Gegendarstellung zu Sexy Sandys Bericht
Bewertung für Alexianer Krankenhaus, Münster von DieJessis

Pro: Alles super,
Kontra: Essen

...Hallo, hier schreiben 2 ehemalige Patientinnen des Alexianer Krankenhauses… Ich war schon 3 mal im Alexianer Krankenhaus in Münster… Das erste Mal bin ich im Dezember 1999 dort stationär aufgenommen worden. Die Therapie hat mir sehr geholfen, sie h ... Bericht lesen

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23.08.2008
(24.08.2008)
Alexianer Krankenhaus - St. Wendelin
Bewertung für Alexianer Krankenhaus, Münster von nuts1

Pro: Kompetentes Pflegepersonal / gutes Team / kostenfreie Parkplätze
Kontra: Essen

...Hallo! Ich war 2008 auf der St. Wendelin und möchte hier über meine Eindrücke und Erfahrungen berichten. Das Alexianer Krankenhaus liegt am Rande von Münster in ländlicher Gegend. Es bot mir viele Möglichkeiten zum Spaziergang. Es gab ein sehr großes A ... Bericht lesen

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12.08.2008

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(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern